Hallöle zu später Stunde.
Wie geht Ihr damit um, wenn Eure Kinder in das 6., 7. , 8. etc.
Schuljahr kommen und Ihr nicht mehr auf inhaltliche Fragen zum
Schulstoff antworten könnt.
Das Probleme hatte ich nie. Meine Kinder hatten in den 70ern und 80ern der Schule Pi mal Daumen den gleichen Stoff wie ich in den 50ern und 60ern.
In Schwierigkeiten gerate ich hingegen beim Schulstoff meiner Enkel: ewig und drei Tage das Rumgehampel an einfachsten Sachen, Stoffkürzungen, Stoffverflachungen, langsames Unterrichtstempo, ungenügende Zensurenstrenge. Der Schule fehlt jedwede erzieherische Komponente, die Kinder werden überschüttet mit idiotischen Arbeitsblättern, statt disziplinierter Unterrichtsstunde offener Unterricht. Forderungen einerseits, aber keine Unterstützung zur Erfüllung der Forderungen für die Kinder andererseits. (Betragen, Ordnung, Heftführung, fester Tagesablauf, Kulturtechniken, …)
Als damals in Klasse 2 die schriftliche Subtraktion gemacht wurde, traute ich meinen Augen nicht, was für ein Quatsch dort gerechnet stand; ein unmögliches Verfahren. Und wenn das richtige Verfahren hunderttausendmal schöner - vor allen Dingen schneller und schlüssiger - geht als dieser algorithmische und lehrstoffliche Unfug („Abziehverfahren“), man steht dumm daneben.
Und so funktioniert Schule heutzutage Klasse um Klasse: Stumpfsinnige Übungen, stumpfsinnige Anordnung der Stoffkapitel, stumpfsinnige Hinführungen zum Stoff, überfrachtet von erziehungswissenschaftlicher Theoriefindung im Schulalltag, zuungunsten der Stoffülle, der fachlichen Strenge, der Unterrichtsgeschwindigkeit, der Nachvollziehbarkeit, der Effektivität.
Das ist häufig keine Schule, sondern Spielhaus; trotzdem meine Enkel zwölf Jahre in die Schule gehen wie ich damals auch, lernen sie weniger, lernen sie langsamer, und das, was sie lernen, wird oftmals nur angedeutet.
Sollte unerwartet eine Frage kommen, auf die ich keine Antwort weiß, tut es die alte Ausrede „Das ist beim Opa inzwischen Jahrzehnte her…“ oder „Der Opa ist schon ewig aus der Schule 'raus…“.
Interessiert mich allerdings das Thema, eile ich so schnell wie mir möglich zur Recherche und beschäftige mich mit dem Problem, um die Frage später beantworten zu können. Oder man unterhält sich.
Aber das eigentliche Problem ist doch wohl kaum der Lehrstoff der zwölfklassigen Schule, sondern die veränderte Art und Weise der Stoffvermittlung. :-/
Viele Grüße
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