Guten Tag,bin 49 und habe 5(zw.7 und 13 Jahrealt)Kinder. Bin verheiratet,wobei Ehemann,arbeitsbedingt unregelmäßig zu Hause ist. Bin Langzeitarbeitslos und beziehe ergänzende Hilfe zu Lebensunterhalt vom Staat. Habe Aufforderung vom Arbeitsportal gewisse Halbtagschulung zu machen. Lebe auf dem Dorf und mußte jeden Tag (per Bus)in die Stadt( 20km ) fahren, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können. Meine Kinder würden in diesem Fall teilweise alleine verweilen und sämtliche andere erzieherische und Haushaltsverpflichtungen würden dabei auf der Strecke bleiben (Schulaufgaben, Kindersportaktivitäten, Wäschereinigung, usw).
Verletze ich meine Erziehung und Aufsichtpflicht, meiner Kinder nicht, wenn ich dieser Umschulung nachkomme?
Vielen Dank
Hallo,
wie würdest du es machen, wenn du eine Anstellung hättest?
Gruß
Elke
Verletze ich meine Erziehung und Aufsichtpflicht, meiner
Kinder nicht, wenn ich dieser Umschulung nachkomme?
Hallo,
normalerweise bekommst du Geld vom Amt für eine Tagesmutter. Frag mal beim Arbeitsamt nach. Freiwillig informieren die einen oft gar nicht.
Ansonsten ist zu überlegen, ob du auf das Geld ganz verzichtest und dich nur um die Kinder kümmerst. Such dir lieber einen Minijob in der Nähe.Ich hatte damals einen ein Euro Job an der Schule meiner Kinder gemacht, den haben wir auf 1,5Jahre ausgedehnt.
Laß dir was einfallen.
Gruß,
Claudette
normalerweise bekommst du Geld vom Amt für eine Tagesmutter.
Frag mal beim Arbeitsamt nach. Freiwillig informieren die
einen oft gar nicht.
Die ARGE ist nicht für Tagesmütter zuständig.
Am Besten beim Jugendamt vor Ort nachfragen.
Ansonsten ist zu überlegen, ob du auf das Geld ganz
verzichtest und dich nur um die Kinder kümmerst.
Warum soll man auf Geld verzichten, das einem zusteht, zumal man durch die Erziehung von Kindern einen relevanten gesellschaftlichen Beitrag leistet.
lieber einen Minijob in der Nähe.
Das kannst du natürlich unabhängig davon tun, ob du ALG2 erhältst (gibt Freibeträge auf das Einkommen bei der Anrechnung auf ALG2, lohnt sich ggf. also)
Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: wenn die Betreuung der Kinder nicht sicher gestellt werden kann, bspw. weil es keine Tagesmütter oder Kita-Plätze vor Ort gibt und auch der arbeitende EP keine Möglichkeit der Betreuung hat, dann liegt in deinem Fall selbstverständlich ein im Sinne des Gesetzgebers wichtiger Grund vor, nicht an an der Schulung teilzunehmen.
Darüber bitte mit der ARGE auseinander setzen … und zwar schriftlich oder mit Zeugen!
Ggf. erklären/nachweisen, dass du dich um Betreuung bemüht, aber keine gefunden hast.
Du verletzt zunbächst mal gar nichts. Diese Maßnahme zieht sich über einen halben Tag. Die Kinder sind halbtags in der Schule. Also brauchen sie dich nicht.
Wenn du nach Hause kommst, kannst du dich um deine Kinder kümmern. Wäsche musst du auch nicht jeden Tag waschen, da kannst du einmal in der Woche eine Ausnahme machen.
Wenn man dich zu dieser Maßnahme nachmittags verpflichtet hat, dann musst du drauf bestehen, dass du diese Maßnahme morgens machen kannst.
Grüßle
Bernd Stephanny
Du verletzt zunbächst mal gar nichts. Diese Maßnahme zieht
sich über einen halben Tag. Die Kinder sind halbtags in der
Schule. Also brauchen sie dich nicht.
Das träfe in dieser generellen Formulierung nur zu, wenn es sich um eine verlässliche Halbtagsschule handelte.
Zudem muss selbstredend die Gesamtzeit (also inklusiv Anfahrt) und nicht nur die Netto-Schulungszeit berücksichtigt werden.
Und schlussendlich ist es natürlich unzumutbar, ein siebenjähriges Kind sich vor und/oder nach der Schule auch nur eine halbe Stunde sich selbst zu überlassen, womöglich mit Verantwortung für den Haustürschlüssel.
Hi,
Und schlussendlich ist es natürlich unzumutbar, ein siebenjähriges Kind sich vor und/oder nach der Schule auch nur eine halbe Stunde sich selbst zu überlassen,
Scheiße, ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit meinen Eltern reden. Danke für den hinweis.
die Franzi
normalerweise bekommst du Geld vom Amt für eine Tagesmutter.
Frag mal beim Arbeitsamt nach. Freiwillig informieren die
einen oft gar nicht.Die ARGE ist nicht für Tagesmütter zuständig.
Am Besten beim Jugendamt vor Ort nachfragen.
Hallo,
wenn man eine Schulung machen muß, dann gibt es pro Kind soundsoviel Geld von der ARGE für die Betreuung!
Das weiß ich, weil mir das auch mal angeboten wurde. Allerdings nur für Kinder unter 12 Jahren.
Ach ja, wenn das Geld, das sie bekommt weniger als 400€ ist, würde ich mir lieber einen Minijob suchen, als mich dem ARGE Stress auszusetzen. Die machen nämlich viel Druck, helfen aber kaum weiter.
Gruß,
Claudette
Alleinerziehend und endlich aus der ARGE Sache raus, uff.
Und schlussendlich ist es natürlich unzumutbar, ein siebenjähriges Kind sich vor und/oder nach der Schule auch nur eine halbe Stunde sich selbst zu überlassen,
Scheiße, ich muss mal ein ernstes Wörtchen mit meinen Eltern
reden. Danke für den hinweis.
Gern geschehen ^^
Daraus, dass es Eltern und Kinder gibt, die damit keine Probleme haben, kann man nicht schließen, dass die ARGE dieses fordern bzw. von einer Zumutbarkeit ausgehen darf.
Hallo,
mit 49 bekommst du noch ne Umschulung? Wow! Interessiert dich das denn inhaltlich oder ist das für dich nur ein Pflicht-Feigenblatt für die Hilfe vom Staat? Willst du denn überhaupt je wieder arbeiten gehen? (die Frage ist sachlich, nicht polemisch gemeint) Denn mit Anfang 50 eine fertige Umschülerin von etwas zu sein, was dich eh nicht interessiert…unter dem Aspekt finde ich den Vorschlag mit dem Minijob gar nicht so schlecht.
Meine Kinder würden in
diesem Fall teilweise alleine verweilen und sämtliche andere
erzieherische und Haushaltsverpflichtungen würden dabei auf
der Strecke bleiben (Schulaufgaben, Kindersportaktivitäten,
Wäschereinigung, usw).
Willkommen im Club der arbeitenden Mütter:wink:…
Verletze ich meine Erziehung und Aufsichtpflicht, meiner
Kinder nicht, wenn ich dieser Umschulung nachkomme?
Wohl eher nicht.
Beste Grüße,
Barbara
normalerweise bekommst du Geld vom Amt für eine Tagesmutter.
Frag mal beim Arbeitsamt nach. Freiwillig informieren die
einen oft gar nicht.Die ARGE ist nicht für Tagesmütter zuständig.
Am Besten beim Jugendamt vor Ort nachfragen.
wenn man eine Schulung machen muß, dann gibt es pro Kind
soundsoviel Geld von der ARGE für die Betreuung!
Jo. Hatte es falsch verstanden.
Das Jugendamt hilft bei der Suche nach Tagesmüttern - bzw. es sollte helfen - und die ARGE muss unter gewissen Voraussetzungen die Kosten in Höhe von pauschal 130 EUR pro Kind übernehmen (wobei man ggf. auf Übernehme der tatsächlichen Kosten dringen sollte, wenn diese deutlich höher liegen).
Hallo,
aus dem Brett Ämter und Behörden kenne ich verwandte Fälle und die Reaktion. Deswegen kenne ich die Argumentation.
Nun die provokante Frage: Bist du arbeitslos oder Hausfrau?
Die Halbstagschulung ist eine Probe der Arge. Sie simuliert den Glücksfall: „Es wurde die passende Halbtagsstelle gefunden und Sie können nächste Woche anfangen“.
Wenn du nun nicht in der Lage bist diese Stelle zu belegen, dann müssen sich die Mitarbeiter in der Arge fragen, ob deine Arbeitslosigkeit Tvorgeschoben ist.
Gruß
Carlos
Hallo,
Warum soll man auf Geld verzichten, das einem zusteht, zumal
man durch die Erziehung von Kindern einen relevanten
gesellschaftlichen Beitrag leistet.
Korrigier mich jemand, wenn ich total falsch liege:
Arbeitslosengeld kriegt man doch, wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht?
Gruß
Elke
Hallo
Wenn du nun nicht in der Lage bist diese Stelle zu belegen, dann müssen sich die Mitarbeiter in der Arge fragen, ob deine Arbeitslosigkeit Tvorgeschoben ist.
Das stimmt aber doch nicht ganz. Alg II können auch alleinerziehende Mütter von Babys beziehen, und denen kann keine Arbeit zugemeutet werden. Voraussetzung ist, dass man 3 stunden täglich arbeiten könnte, und die Arbeit muss zumutbar sein, was sie nicht ist, wenn man seine Aufsichtspflicht verletzt.
Bei Alg II sind die Anforderungen etwas anders als bei Alg I.
Allerdings scheint es teilweise als relativ selbstverständlich zu gelten, dass en Kind ab 8 oder 10 Jahren alleine klarkommt, was natürlich nicht in Ordnung ist.
Viele Grüße
Voraussetzung ist, dass man 3 stunden täglich arbeiten könnte, und
die Arbeit muss zumutbar sein, was sie nicht ist, wenn man seine
Aufsichtspflicht verletzt.
Stimmt!
Es kommt darauf an, dass man grundsätzlich erwerbsfähig ist.
Anders als im ALG1-Bereich ist die Verfügbarkeit keine Leistungsvoraussetzung, sondern bei ALG2 geht es um Bedürftigkeit und Zumutbarkeit.
Das ist ein fundamentaler Unterschied, den sich viele nicht klar machen.
Korrigier mich jemand, wenn ich total falsch liege:
Arbeitslosengeld kriegt man doch, wenn man dem Arbeitsmarkt
zur Verfügung steht?
Du liegst teilweise falsch:
ALG1 ist an die Verfügbarkeit als Leistungsvoraussetzung geknüpft, ALG2 nicht.
Moin,
Alg II können auch
alleinerziehende Mütter von Babys beziehen, und denen kann
keine Arbeit zugemeutet werden.
Bitte?!
Fast alle meine Freundinnen haben weitergearbeitet nachdem der Mutterschutz vorbei war. Aber wer nicht Arbeiten will, für den ist Arbeit immer eine Zumutung, egal wie alt die Kinder sind oder was sonst noch so an „Gründen“ vorgeschoben wird. Alles schön und gut, aber dann sollte es auch kein Geld vom Staat geben. Die Solidargemeinschaft ist schließlich kein Dauermüttererholungswerk.
Gruß
Marion
Bitte?!
Fast alle meine Freundinnen haben weitergearbeitet nachdem der
Mutterschutz vorbei war. Aber wer nicht Arbeiten will, für den
ist Arbeit immer eine Zumutung, egal wie alt die Kinder sind
oder was sonst noch so an „Gründen“ vorgeschoben wird. Alles
schön und gut, aber dann sollte es auch kein Geld vom Staat
geben. Die Solidargemeinschaft ist schließlich kein
Dauermüttererholungswerk.
Ich weiß ja nicht, welches Menschenbild du mit dir rumschleppst, aber Erziehung und Familie haben in unserem Sozialstaat - und das ist nach wie vor gesellschaftlicher Konsens - eine besondere Bedeutung.
Es mag dir in deiner ideologischen Weltsicht eventuell fremd sein, aber der Mensch ist selbst in unserem marktwirtschaftlichen System mehr als nur ein Produktionsfaktor und ein Einkommensgenerator.
Das wirklich Ekelerregende an deiner These ist die explizite Unterstellung, dass Kindererziehung Erholung, und die implizite, dass Kindererziehung ohne gesellschaftlichen Nutzen wäre.
Wer zu Hause bleibenden Müttern/Vätern Schmarotzerei am Sozialstaat vorwirft, sollte vielleicht vorher auch die volkswirtschaftliche und gesellschaftspolitische Gegenrechnung unter Berücksichtigung des Staus Quo (mutmaßliche Kosten einer umfassenden Kinderbetreutungsinfrastruktur, Arbeitslosenzahlen, Überproduktion, Lohnniveau, gesellschaftspolitische Leitbilder, usw.) aufmachen.
Ey . .und jetzt geh ich kotzen.
Moin,
Ich weiß ja nicht, welches Menschenbild du mit dir
rumschleppst, aber Erziehung und Familie haben in unserem
Sozialstaat - und das ist nach wie vor gesellschaftlicher
Konsens - eine besondere Bedeutung.
Die überwiegende Mehrheit der Familien bekommt es in diesem Land hin, für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, ihre Kinder anständig zu erziehen, ohne dem Sozialstaat auf der Tasche zu liegen, und zusätzlich auch noch jede Menge Sozialabgaben und Steuern abdrücken zu müssen für die Leute, die das eben nicht hinkriegen.
Bei der Minderheit der Familien, wo dies nicht der Fall ist, sollte man lieber mal genauer hinsehen, was diese Familien denn von den anderen unterscheidet und Hilfestellung anbieten, diesen Misstand zu beheben (z.B. diese Familien in die Lage versetzen, selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen). Nur immer Geld in diese Familien reinzupumpen dürfte kaum eine gute Erziehung der Kinder garantieren. Ob Muttchen nämlich vormittags während die Kinder in der Schule sind „Erziehungsarbeit“ leistet (wie macht sie das eigentlich, wenn die Kinder gar nicht da sind) oder mit ner Bierflache vor der Glotze hängt oder ihr Heim mit Serviettentechnik verschönert läßt sich allein durch die Tatsache, dass der Steuerzahler ihr diesen Vormittag finanziert, nicht ersehen.
Es mag dir in deiner ideologischen Weltsicht eventuell fremd
sein, aber der Mensch ist selbst in unserem
marktwirtschaftlichen System mehr als nur ein
Produktionsfaktor und ein Einkommensgenerator.
Offenbar ist dir fremd, dass es zum Erwachsenwerden dazu gehört, für seinen eigenen Lebensunterhalt aufzukommen. Zudem scheint dir fremd zu sein, dass das Geld, was in HartzIV Familien reingepumpt wird, das Geld ist, das anderen Familien fehlt, die für ihren eigenen Lebensunterhalt tatsächlich arbeiten.
Das wirklich Ekelerregende
Alles deiner Meinung nach „Ekelerregende“ entstammt nur deiner Phantasie und ist von mir mit keinem Wort erwähnt worden. Wenn aber schon der Gedanke an Arbeit dich zum Kotzen bringt, dann bist du sicher ein gutes Vorbild für die nächste Hartz-IV Generation. Ich nehme an, das ist das, was du unter „guter Erziehung“ verstehst.
Gruß
Marion
Moin,
Ich weiß ja nicht, welches Menschenbild du mit dir
rumschleppst, aber Erziehung und Familie haben in unserem
Sozialstaat - und das ist nach wie vor gesellschaftlicher
Konsens - eine besondere Bedeutung.Die überwiegende Mehrheit der Familien bekommt es in diesem
Land hin, für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, ihre
Kinder anständig zu erziehen, ohne dem Sozialstaat auf der
Tasche zu liegen, und zusätzlich auch noch jede Menge
Sozialabgaben und Steuern abdrücken zu müssen für die Leute,
die das eben nicht hinkriegen.
Wesen und Kern unseres Sozialstaates ist es, diejenigen zu unterstützen, die aus sich heraus alleine nicht schaffen.
In einer volkswirtschaftlichen Situation massiver Überproduktionen an Gütern und z.T. auch Dienstleistungen und gleichzeitiger Existenz von Massenarbeitslosigkeit, ist es ein Hohn und zeugt von geradezu sozialdarwinistischem Gedankengut, den Standpunkt zu vertreten, dass Leute, die nicht arbeiten, es nicht wollen.
Das ist aber nur eine Seite der Medaille: die andere ist in der Tat, dass ein zentrales gesamtgesellschaftliches Leitbild die häusliche Erziehung von Kindern unabhängig von den ökonomischen Gegebenheiten auch heute noch widerspiegelt, sich also jemand, der sich für diesen Weg entscheidet, durch und durch „sozialstaatskonform“ verhält.
Wenn man also Vorhaltungen machen möchte, dann wäre eine Argumentation auf/von dieser Staatsebene unredlich.
Bei der Minderheit der Familien, wo dies nicht der Fall ist,
sollte man lieber mal genauer hinsehen, was diese Familien
denn von den anderen unterscheidet und Hilfestellung anbieten,
diesen Misstand zu beheben (z.B. diese Familien in die Lage
versetzen, selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen). Nur
immer Geld in diese Familien reinzupumpen dürfte kaum eine
gute Erziehung der Kinder garantieren.
Wie, nach welchem Maßstab misst man - bitte - die Güte der Kindererziehung?
Ob Muttchen nämlich vormittags während die Kinder in der Schule sind
„Erziehungsarbeit“ leistet (wie macht sie das eigentlich, wenn
die Kinder gar nicht da sind) oder mit ner Bierflache vor der
Glotze hängt oder ihr Heim mit Serviettentechnik verschönert
läßt sich allein durch die Tatsache, dass der Steuerzahler ihr
diesen Vormittag finanziert, nicht ersehen.
Abgesehen davon, dass Kindererziehung nicht erst mit dem Schuleintritt des Kindes beginnt, kann - und das sollte selbst dir einleuchten - die am Vormittag in die Hausarbeit investierte, gesparte Zeit am Nachmittag dem Kind zu gute kommen.
Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es auch Menschen gibt, die nicht in der Lage oder Willens sind, Erziehungsarbeit zu leisten. Statt jedoch implizit zu fordern, dass denjenigen, die es können - vom Bewertungsproblem (s.o.) einmal abgesehen - und die sich für den Weg entschieden haben, die Leistungen zu kürzen sind, und/oder sie als Sozialschmarotzer zu denunzieren, sollte man sich überlegen, wie man die Qualität der Erziehung der anderen ggf. steigern kann, ohne unser sozialstaatliches, freiheitliches Menschenbild aufzugeben.
Es mag dir in deiner ideologischen Weltsicht eventuell fremd
sein, aber der Mensch ist selbst in unserem
marktwirtschaftlichen System mehr als nur ein
Produktionsfaktor und ein Einkommensgenerator.Offenbar ist dir fremd, dass es zum Erwachsenwerden dazu
gehört, für seinen eigenen Lebensunterhalt aufzukommen. Zudem
scheint dir fremd zu sein, dass das Geld, was in HartzIV
Familien reingepumpt wird, das Geld ist, das anderen Familien
fehlt, die für ihren eigenen Lebensunterhalt tatsächlich
arbeiten.
Soll das heißen, dass du von dem Solidaritätsprinzip, nach welchem die Starken die Schwachen unterstützen, nicht viel hältst, und eher für eine sozialdarwinistische Gesellschaftsorganisation plädierst, in der sich dann 4 Millionen Arbeitslose umd Arbeitsplätze prügeln und in der jeder, der es nicht schafft sehen muss, wo er bleibt?