Hi,
Ich komme ja aus der Schweiz… was natürlich nicht dasselbe system ist wie bei euch der grundgedanke jedoch schon.
Ja es bleibt ev. mehr über, dieses beispiel ist jedoch ein mir bekanntest beispiel einer Alleinerziehenden Mutter (Vater mehr oder weniger mittellos => alimente auf kreide beim staat mit dem Minimalbetrag)
Mutter Lehrerin 60% erwerbstätig, glücklicherweise Familie direkt im selben Quartier… Mutter und Schwester mit ca. gleichalten kinder die ihr kräftig unter die Armen greifen(Kinder bei sich schlaffen lassen, mittagessen usw.). Sie mehr oder weniger ausgebrannt und zeitweise in Psycholigischer behandlung. Leichte Soziale unterstützung was die Krankenkassenprämien der Familie betreffen.
Sie hat existenzängste und rafft sich auf als kinder einwenig älter sind. Von 60% auf 80% … Was passiert?
Sie zahlt deutlich mehr Steuern, Sozialleistungen werden gestrichen usw. und am ende bleibt weniger als damals als sie noch 60% gearbeitet hatte. war logisch das sie ihr Pensum wieder reduzierte und wieder mehr Zeit mit den Kindern verbracht hat. Das meinte ich.
Ich meine nur so eine Person hätte es auch verdient sich Ferien leisten zu können, etwas als sicherheit zur Seite legen zu können. Währe da nicht die Familie gewesen wer weiss was mit der Familie Passiert währe. Die mutter in die Anstallt, sorgerecht weg,die kinder vom Jugendamt zu der tante gesteckt oder was weiss ich…und der staat hätte für die kosten aufkommen müssen, da sie nun 100% arbeitsunfähig gewesen wäre. Und ich weiss das es in der Wohnung keinen Fernseher gab, der kabelanschluss war blombiert um auch diese 25 Sfr. im Monat zu sparen. Und sie keinen Alkohol trank, oder Zigaretten schlotete. Dafür gab es gemüse und viel selbstgemachtes, halt nach möglichkeit direkt vom Bauer freundschaftspreis einbischien billiger als überall sonst. Kleider wurden nachgetragen von den zum glück einwenig älteren Cousins und Cousinen. Ihre Kleider aus der Brockenstube, oder von bekannten. Das war der luxus den sie sich und der Familie leistete gesundes Essen und ab und an einen Ausflug. Und wenn die Kinder mal nicht da Waren ein Kafee in aller ruhe auf gartenterasse des Restaurants im quartier. Aber auch nicht mehr als 1x die Woche.
Ich bezweifle stark das sie mehr davon hatte mehr zu arbeiten als weniger zu arbeiten und die Sozialen konntakte konnte sie ziemlich sicher nicht geniessen unter dem Druck den sie stand.
Unsere Sozialleistungen richten sich auch nach bedürftigkeit… nur gehts manchmal als ganzes einfach nicht auf…
Ich glaube das ihr in dem Moment die soziale annerkennung ziemlich egal war… Dafür hätte sie wohl jedem den Kopfabgerissen der gesagt hätte sie kümmere sich nicht gut genug um ihre Kinder.
Mir ist geld eigendlich egal, ich brauche nicht viel geld um leben zu können, ich brauche auch keinen Luxus obwohl ich ihn auch zu schätzen weiss… manchmal wenn ich nicht den Kopf darüber schüttle
Aber dann seh ich diese Mutter als beispiel und die hat als lehrerin wirklich nicht schlecht verdient haben wird und trozdem angewiesen ist auf hilfe. Und frage mich wie das bei mir den Funktionieren soll, meine freundin ist zu 80% erwerbstätig aber die Ausgaben die sie hat Steuern + Krankheiten fressen ihr alle reserven langsam weg… damit sie sich nächstes Jahr wieder neue schaffen kann um diese auch wieder abzudrücken. Bei mir bleibt was über… und klar die wohnung könnte auch kleiner sein… und mann könnte vielleicht billiger kochen als Bio fleisch aus der Schweiz zu kaufen und Gemüse vom Markt…
Und ja das ist ein „luxus“ aber ich empfinde es nicht als Luxus…sondern es ist mir wichtig weil auf dieser Welt so einiges Krumm läuft. Und wenn ich anfangen MUSS irgendwelches geflügel von CHina zu fressen dann hab ichs glaub ich auch gesehen. Und dann soll ich mir noch Kinder Leisten können ? Ja da frag ich mich schon wie das gehen sollte…
Ich hätte kein Problem damit nie mehr Geld in meinem leben in die Finger zu nehmen wenn ich wüsste das für mich und meine Familie gesorgt ist. Und mit gesorgt meine ich nicht den Plasmafernseher und den neusten kinderwagen usw. Sondern einfach die grundbedürfnisse einer Familie GUT abgedeckt. Ohne geflügel aus Portugal und tomaten aus Spanien wo schwarze pestitziden verspritzen in gewächshäuser ohne schutzmasken zu einem lohn der kaum zum essen reicht. Damit sich ein paar säcke ne goldene Nase verdienen…
Ganz ehrlich…ich hab die Schnauze davon voll, und ich möchte auch selber keine Goldenenase. Aber ein lebenswertes leben möchte ich gerne führen…
Ich finde es traurig… wenn man mich fragt wo es lebenswerter ist südafrika oder europa … eindeutig in europa… wenn man mich aber Fragt wo der Mensch an sich glücklicher ist…ich könnts nicht sagen aber ich würde auf südafrika tippen… Und das nur weil dort der Mensch noch mit so wenig zufrieden ist und folglich auch „weniger“ leisten muss. Wenn du einem dort unten einen Wochenlohn gibst… der Kommt gleich eine Woche lang nicht arbeiten…und wetten der Pflegt seine Sozialen konnakte in dieser Zeit mehr als ich auf der Arbeit?
Irgendwie sind wir meister des Selbstbetruges…
Gruss Sev