Empathie

Hallo,

weiß, dass Mrnschen, in deren Kindheit sich kaum in sie eingefühlt wurde, wenig Empathie lernen konnten. Wie können diese Menschen als Erwachsene lernen, sich einzufühlen? Ich denke, dass das doch eine exitstenziell wichtige Fähigkeit ist. Man nehme an, so jemand arbeitet in einem therapeutischen Beruf. Ist das sinnvoll, wird derjenige dann, wenn er z.B. gut zuhören kann, sich einfühlen lernen? Macht es Sinn für denjenigen, noch Psychologie (Interesse) zu studieren, wenn er sich einerseits für Medizin, andererseits für Sozialwissenschaften interessiert? (Sozialw. in Verbindung mit PSychologie, also Sozialpsychologie besonders). Derjenige arbeitet ja schon in einem therapeutischen Beruf, und leidet evtl. unter seiner mangelnden Empathie (wenig Miteinander in den Therapieeinheiten, weniger Erfolge, weniger Spaß). Soll derjenige evtl. den Beruf wechseln, für ihn birgt dieser ja die Hoffnung, den Menschen näher zu kommen und einen anderen Umgang mit ihnen zu erlernen, ihnen zu helfen, und ein Gefühl von Verbundenheit zu bekommen.

Viele Fragen in kurzem Text. Am wichtigsten die erste.

Danke und Gruß.

Hallo,
Empathie und ein „gesundes“ und geradliniges Leben sind keine Voraussetzungen, die für ein Psychologiestudium notwendig sind. Genauso kann ein Mensch, der im Privatleben schlecht mit Geld umgehen kann, einen Kaufmännischen Beruf erfolgreich ausüben oder ein BWL-Studium absolvieren.

Auch in der Medizin oder in Pflegeberufen ist die Eigenschaft Emapthie, so hart es auch klingt, eher negativ. Ein Arzt muss sein Fach kennen und kompetent sein. Das gleiche gilt für Psychologen. Wenn Empathie bei dieser „Krisen“ Arbeit eine übergeordnete Rolle spielt, geht dieser Mensch mit Magenschmerzen und Sorgen nach der Arbeit nach Hause und der Patient / Klient fühlt sich schlechter als er sich eh schon fühlt (ach der/die Arme). Verstehen muss eine Kernkompetenz sein und eine objektive und hilfreiche Antwort geben können - das geht mit oder ohne Mitgefühl.

Das Problem desjenigen, dem es an Empathie fehlt (und sich dessen bewusst ist) ist ein anderes und primär privater Natur.

Viele Grüße

Hallo Chili,

danke für Deine Antwort.
Primär privater Natur ist das in jedem Fall und gerade daher wichtig.
Jedoch denke ich, dass Empathie im th. Beruf eine sehr große Rolle spielt. Sich einfühlen können und Interesse (Altruismus) erscheint mir für die Arbeit am Patienten „existenziell“ wichtig. Fachwissen ist eine nötige Basis, mehr aber nicht.

Viele Grüße

Hallo,
ich kann das, glaube ich, nicht richtig erklären oder belegen (und hoffe auf andere hier im Forum) - aber Empathie ist eben NICHT exsintiell, sondern eben das Fachwissen. Wer Empathie mit in den Beruf bringt, kann dabei zugrunde gehen und helfen tut er dem Patienten mit Empathie nicht - dafür sind andere Menschen da: Freunde, Familie oder ehrenamtliche Mitarbeiter - definitiv keine Ärzte oder Psychologen.

Viele Grüße

Hallo,

Jedoch denke ich, dass Empathie im th. Beruf eine sehr große
Rolle spielt. Sich einfühlen können und Interesse (Altruismus)
erscheint mir für die Arbeit am Patienten „existenziell“
wichtig. Fachwissen ist eine nötige Basis, mehr aber nicht.

Sehe ich ebenso. Wer nicht empathiefähig ist, der sollte besser nur an Maschinen rumschrauben, aber ganz gewiss nicht an menschlichen Seelen rumanalysieren/ manipulieren - wobei betont werden soll, dass Empathie nicht gleich „Mitleiden“ ist!

Gruß, iceage

1 „Gefällt mir“

Hallo Igeline,

weiß, dass Mrnschen, in deren Kindheit sich kaum in sie
eingefühlt wurde, wenig Empathie lernen konnten. Wie können
diese Menschen als Erwachsene lernen, sich einzufühlen?

ich denke so, wie auch in anderen Bereichen: Fehlende Erfahrungen nachholen und fehlendes Talent durch Fleiß ausgleichen.

Soll meinen, man kann Erfahrungen (z.B. Liebe, Interesse) auch in späteren Jahren erfahren, auch wenn man sie in der Kindheit/Jugend nur ungenügend lernen konnte. Das ist aber auch eine unerlässliche Voraussetzung. Und man kann natürlich später gemachte Erfahrungen besser bewusst „abspeichern“.

Ich denke, dass das doch eine exitstenziell wichtige Fähigkeit
ist. Man nehme an, so jemand arbeitet in einem therapeutischen
Beruf. Ist das sinnvoll, wird derjenige dann, wenn er z.B. gut
zuhören kann, sich einfühlen lernen?

Empathie, als Einfühlen (nach meiner Erfahrung und auch gem. Wikipedia) ist etwas anderes als Mitleid. Ein Mindestmaß an Empathie ist Grundveraussetzung für jeden therapeutischen Beruf. Wenn man schon ein spezielles Problem nicht nachvollzeihen kann, muss man zumindest Verhaltensweisen wie Vermeidung, Beschönigung, Rationalisierung, Opposition etc. erkennen können.

Macht es Sinn für
denjenigen, noch Psychologie (Interesse) zu studieren, wenn er
sich einerseits für Medizin, andererseits für
Sozialwissenschaften interessiert? (Sozialw. in Verbindung mit
PSychologie, also Sozialpsychologie besonders). Derjenige
arbeitet ja schon in einem therapeutischen Beruf, und leidet
evtl. unter seiner mangelnden Empathie (wenig Miteinander in
den Therapieeinheiten, weniger Erfolge, weniger Spaß). Soll
derjenige evtl. den Beruf wechseln, für ihn birgt dieser ja
die Hoffnung, den Menschen näher zu kommen und einen anderen
Umgang mit ihnen zu erlernen, ihnen zu helfen, und ein Gefühl
von Verbundenheit zu bekommen.

Das kann derjenige nur selbst entscheiden. Ein Tipp wäre, sich an Rückmeldungen zu orientieren. Manch einer sieht sich ja kritischer als die anderen. Wieweit solche Rückmeldungen kommen, kann ich nicht ahnen. Aber letztlich entscheidend ist die eigene Zufriedenheit mit den eigenen Leistungen (bei maximaler Ehrlichkeit):
Wenn diese nicht vorhanden ist, muss er sich halt was anderes suchen, für sich und die Klienten, die eine Unzufriedenheit über kurz oder lang büßen müssten.

Gruß, Zoelomat

Wer Empathie
mit in den Beruf bringt, kann dabei zugrunde gehen und helfen
tut er dem Patienten mit Empathie nicht - dafür sind andere
Menschen da: Freunde, Familie oder ehrenamtliche Mitarbeiter -
definitiv keine Ärzte oder Psychologen.

Empathie ist für Ärzte, zumindest aber Psychologen elementares Element der eigenen Arbeit! Ich vermute, du besetzt den Begriff der Empathie falsch. Sich in den anderen einfühlen, seine Perspektive annehmen, bedeutet nämlich gerade nicht, sich mit dem anderen zu identifizieren, mit ihm mitzufühlen. Das eine braucht der Experte für seine Arbeit, das andere ist Grenzverletzung und zu vermeiden.

1 „Gefällt mir“

Auch in der Medizin oder in Pflegeberufen ist die Eigenschaft
Emapthie, so hart es auch klingt, eher negativ.

Ganz sicher nicht!

Ein Arzt muss
sein Fach kennen und kompetent sein. Das gleiche gilt für
Psychologen.

Richtig. Zur Fachkompetenz gehört Empathie aber elementar dazu.

Wenn Empathie bei dieser „Krisen“ Arbeit eine
übergeordnete Rolle spielt, geht dieser Mensch mit
Magenschmerzen und Sorgen nach der Arbeit nach Hause

Ich hatte schon in der anderen Antwort geschrieben: Du besetzt den Begriff der Empathie falsch. Empathie ist elementar, weil der Experte sie braucht, um die Lage des Patienten zu verstehen. Wenn ein Patient mit Schmerzen zum Arzt kommt, muss dieser nach den Ursachen schauen und eine geeignete Therapie wählen. Schon bei der Diagnose ist Empathie erforderlich, zum Beispiel, wenn es darum geht, wie belastend der Schmerz für den Patienten ist und welche Auswirkungen er im Alltag hat. Erst mit diesem Einfühlen kann der Arzt aus der aber immer noch beibehaltenen professionellen Distanz heraus richtig entscheiden.

Einfühlen und Mitfühlen ist natürlich eine fließende Gemängelage auf einem gemeinsamen Feld. Die „Kunst“, die Professionalität besteht darin, eben dieses Feld richtig abzustecken, zum Schutz des Patienten, aber natürlich auch zum Schutz des Experten.

Hallo Janina,
Du hast Recht - Empathie ist für Ärzte und Psychologen sicher Voraussetzung für eine Erfolgreiche Arbeit. Man muss aber Empathie klar abgrenzen zur emotionalen Anteilnahme oder gar Mitleid.

Viele Grüße

Wie können (…) Menschen als Erwachsene lernen, sich einzufühlen? Ich denke, dass das doch eine exitstenziell wichtige Fähigkeit ist. Man nehme an, so jemand arbeitet in einem therapeutischen Beruf. Ist das sinnvoll, wird derjenige dann, wenn er z.B. gut zuhören kann, sich einfühlen lernen? Macht es Sinn für denjenigen, noch Psychologie (Interesse) zu studieren, wenn er sich einerseits für Medizin, andererseits für Sozialwissenschaften interessiert? (Sozialw. in Verbindung mit PSychologie, also Sozialpsychologie besonders)

Um die Fähigkeit zur Emphatie nachzuentwickeln, ist es schon sehr ideal, sich mit den psychischen Problemen anderer Menschen zu befassen, aber es ist nicht notwendig, dafür den Weg einer akademischen Ausbildung zu beschreiten. Natürlich braucht man irgend eine Art festes Einkommen, dieser Bereich sollte jedoch wo irgend möglich nicht mit dem Einsatz für andere psychisch leidende Menschen und der sich während dessen zunehmend (nach/entwickelnden sozialen Kompetenz vermischt werden. Man bleibt neutraler, wenn man nicht direkt oder auf Umwegen finanziell abhängig von seinen Patienten ist, und die für solche Arbeit erforderlichen Grundkenntnisse lassen sich autodidaktisch oder noch besser über die Arbeit mit einem eigenen Therapeuten erwerben.

Hallo,

weiß, dass Mrnschen, in deren Kindheit sich kaum in sie eingefühlt wurde, wenig Empathie lernen konnten.

Das ist nur ein Aspekt der Entwicklung zur Empathiefähigkeit. Ganz entscheidend sind z.B. kognitive und sozial-emotionale Entwicklungsprozesse, die ein Kind überhaupt erst dazu befähigen, Emotionen (zunächst für sich selbst) zu zeigen, zu erkennen, was sie auslöst und sie zu regulieren. Die Entwicklung von Empathiefähigkeit hängt stark mit einer Entwicklung des Sozialverhaltens zusammen.

Wie können diese Menschen als Erwachsene lernen, sich einzufühlen?

Durch Übung. Die Bereitschaft, sich in andere hineindenken zu wollen, ist dabei eine unabdingbare Voraussetzung. Ernsthaft gestört ist die Fähigkeit zur Empathie z.B. bei Menschen mit autistischen Störungen. Bei diesen fehlt das grundlegende Verständnis für sozial-emotionale Verhaltensweisen, was zur Folge hat, dass sie sich im Umgang mit anderen oft nur eine gewisse Technik antrainieren können, ohne deren tiefere Zusammenhänge tatsächlich zu begreifen.

denke, dass das doch eine exitstenziell wichtige Fähigkeit
wird derjenige dann, wenn er z.B. gut zuhören kann, sich einfühlen lernen?

Wenn es mir gelingt, jemandem wirklich mit Interesse zuzuhören, bin ich bereits mitten drin in der Einfühlung.

Soll derjenige evtl. den Beruf wechseln, für ihn birgt dieser ja die Hoffnung, den Menschen näher zu kommen und einen anderen Umgang mit ihnen zu erlernen, ihnen zu helfen, und ein Gefühl von Verbundenheit zu bekommen.

Es kann meiner Meinung nach niemals das Ziel von Therapie sein, sich mit Hilfe des Patienten „wohlzufühlen“ oder ein Gefühl der inneren Verbundenheit mit ihm zu erreichen.

Das klingt für mich - zumindest in der Formulierung, die du getroffen hast, doch sehr stark danach, als würde der Betreffende primär nach dem Gefühl geliebt und gebraucht zu werden streben. In der Tätigkeit, andere Menschen zu beraten/ zu therapieren sieht er die Möglichkeit, eigene (bereits in der Kindheit) unerfüllte Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit zu erfüllen.

Für eine professionelle therapeutische Beziehung erschiene mir das als der grundlegend falsche Ansatz. Ein Psychologiestudium könnte zwar helfen, für sich selbst bestimmte Zusammenhänge zu erkennen und offene Fragen zu klären (böse Zungen behaupten, für die Mehrzahl der Psychologiestudenten wäre dies die treibende Motivation fürs Studium), für eine therapeutische Arbeit sollten aber doch eigene sozial-emotionale Störungen zumindest ausreichend aufgearbeitet sein.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo Jule,

vielen Dank für Deine Antwort.

Das ist nur ein Aspekt der Entwicklung zur Empathiefähigkeit.
Ganz entscheidend sind z.B. kognitive und sozial-emotionale
Entwicklungsprozesse, die ein Kind überhaupt erst dazu
befähigen, Emotionen (zunächst für sich selbst) zu zeigen, zu
erkennen, was sie auslöst und sie zu regulieren. Die
Entwicklung von Empathiefähigkeit hängt stark mit einer
Entwicklung des Sozialverhaltens zusammen.

Was genau meinst Du mit den kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklungsprozessen? Ich denke an eine bestimmte Person. Diese ist „hochbegabt“, d.h. kognitive Entwicklungsprozesse werden eher kein Problem sein. Ich dachte daran, dass Kinder, deren Emotionen nicht erwidert / gespiegelt werden, die keine Resonanz bekommen, auch nicht lernen, ihre Emotionen zu regulieren. Man sagt, dass Hochbegabte oft in der sozial-emotionalen Entwicklung zurück seien, was ich mir damit erkläre, dass die „kognitive Schiene“ oft ausreicht, um erstmal weiterzukommen (sie kompensieren). Viele oder einige Hochbegabte wirken auch leicht autistisch (es gibt im Netz verschiedene Asperger-Tests, und in einem Hochbegabtenforum hat sich herausgestellt, dass viele der Mitschreiber einen recht hohen „Aperger-Kator“ haben).

Wie können diese Menschen als Erwachsene lernen, sich einzufühlen?

Durch Übung. Die Bereitschaft, sich in andere hineindenken zu
wollen, ist dabei eine unabdingbare Voraussetzung. Ernsthaft
gestört ist die Fähigkeit zur Empathie z.B. bei Menschen mit
autistischen Störungen. Bei diesen fehlt das grundlegende
Verständnis für sozial-emotionale Verhaltensweisen, was zur
Folge hat, dass sie sich im Umgang mit anderen oft nur eine
gewisse Technik antrainieren können, ohne deren tiefere
Zusammenhänge tatsächlich zu begreifen.

Wenn es mir gelingt, jemandem wirklich mit Interesse
zuzuhören, bin ich bereits mitten drin in der Einfühlung.

Diese Person kann sehr gut zuhören, vielleicht als Kompensation fürs Einfühlen oder Interesse haben?

Es kann meiner Meinung nach niemals das Ziel von Therapie
sein, sich mit Hilfe des Patienten „wohlzufühlen“ oder ein
Gefühl der inneren Verbundenheit mit ihm zu erreichen.

Also, Ziel der Therapie soll sein: Sich einzufühlen, aber immer ziel- bzw. zweckgerichtet, ohne „Vermischung“.

Das klingt für mich - zumindest in der Formulierung, die du
getroffen hast, doch sehr stark danach, als würde der
Betreffende primär nach dem Gefühl geliebt und gebraucht zu
werden streben. In der Tätigkeit, andere Menschen zu beraten/
zu therapieren sieht er die Möglichkeit, eigene (bereits in
der Kindheit) unerfüllte Bedürfnisse nach Nähe und
Geborgenheit zu erfüllen.

Vermutlich. Vielleicht kann er seine Umgebung so beeinflussen, dass er in Bezug auf Therapie (seine Arbeit) nicht überfordert wird (weniger arbeiten) und auf anderem Wege (privat) diese Bedürfnisse erfüllen. Wobei es schwierig sein wird, die Arbeit dementsprechend zu verändern, und auch, die Bedürfnisse zu erfüllen- denn diese Person bräuchte ja jemanden (oder mehrere), der sich selbst gut einfühlen kann. Dieser erwartet jedoch vermutlich selbst einen einfühlenden oder sich einfühlen wollenden (!Kapazitätsproblem- die Anforderung ist hoch, wenn er auf der Arbeit und im privaten Bereich plötzlich vieles leisten soll, was er noch nicht kann) Partner / Freund.

Für eine professionelle therapeutische Beziehung erschiene mir
das als der grundlegend falsche Ansatz. Ein Psychologiestudium
könnte zwar helfen, für sich selbst bestimmte Zusammenhänge zu
erkennen und offene Fragen zu klären (böse Zungen behaupten,
für die Mehrzahl der Psychologiestudenten wäre dies die
treibende Motivation fürs Studium), für eine therapeutische
Arbeit sollten aber doch eigene sozial-emotionale Störungen
zumindest ausreichend aufgearbeitet sein.

Aufgearbeitet im Sinne von verstanden oder „Empathie gelernt“ haben?

Viele Grüße

Hallo!

Man sagt, dass Hochbegabte oft in der
sozial-emotionalen Entwicklung zurück seien

Sagt man, ja. Mir ist aber noch keine Studie untergekommen, die das wirklich tragfähig untermauert.

Viele oder einige
Hochbegabte wirken auch leicht autistisch

Ja, das stimmt. Aber auch hier fehlt mW der wissenschaftliche Beleg, ob hier eine Korrelation besteht und wenn ja, welche.

Gruß,
Max

Hi,

naja, Hochbegabte sind ja allein, es sind nur 2% der Bevölkerung. Dass man sich zurückzieht, wenn die Umgebung einen nicht versteht (und man nicht weiß, warum) ist doch kein Wunder sondern nur vernünftig.

Ein durchschnittlich intelligenter kann das vermutlich nicht gut nachvollziehen, da er sich nicht „fremd“ fühlt (sh. Gaußsche Glockenkurve). Er müsste sich vorstellen, nur von Menschen mit IQ unter 70 (= geistig behindert) umgeben zu sein.

Hallo!

naja, Hochbegabte sind ja allein, es sind nur 2% der
Bevölkerung.

Also immerhin mehr als 1,6 Millionen Menschen. :smile: Und schätzungsweise 1,55 Millionen davon scheinen völlig unauffällig zu sein. :smile:

Dass man sich zurückzieht, wenn die Umgebung
einen nicht versteht (und man nicht weiß, warum) ist doch kein
Wunder sondern nur vernünftig.

Klar. Die Frage ist aber, ob das wirklich auf alle Hochbegabten zutrifft. Der Ausschnitt an Hochbegabten, die z.B. in einem Hochbegabtenforum schreiben, ist ja nicht repräsentativ - im Gegenteil dürften sich dort sogar bevorzugt Menschen einfinden, die aufgrund ihrer Hochbegabung Schwierigkeiten haben.

Selbst in einem Verein wie Mensa in Deutschland, der „nur“ 9000 Mitglieder hat, ist die Bandbreite an unterschiedlichen Menschen bereits enorm groß - und das sind „nur“ 0,5 Prozent der 1,6 Millionen, und noch nicht einmal nach repräsentativen Gesichtspunkten ausgewählt.
Statistisch betrachtet bewegen wir uns also jenseits jeglicher Signifikanz, wenn wir über Beobachtungen in solchen Gruppen reden.

Ein durchschnittlich intelligenter kann das vermutlich nicht
gut nachvollziehen

Vermutlich. :smile:

Gruß,
Max