Hi!
Er sollte selbst beim Kauf darauf geachtet haben und ggf. eine
Kopie des Kaufvertrages beilegen. Dann weiß jeder, an wen er
sich im Falle eines verdeckten Schadens zu wenden hat.
der drittbesitzer hat aber mit dem erstbesitzer keinen
kaufvertrag … an wen soll er sich dann wenden, wenn nach dem
kauf ein verdeckter schaden zu tage kommt, den selbst der
zweitbesitzer nicht kannte?
Vertraglich gesehen ist das sowieso egal, der Ansprechpartner wäre der direkte Verkäufer. Das ist klar.
Es geht mir lediglich darum sich zu informieren, ob ggf. im alten Kaufvertrag eine Beschädigung erwähnt ist oder eben eine solche „Gummifloskel“ verwendet wurde.
Ich kaufe meistens gebrauchte Autos und diese nur mit der klaren Zusicherung der Unfallfreiheit oder eben einer detaillierten beschreibung der Vorschäden mit Gutachten und Reparaturrechnung. genauso verkaufe ich meine Autos. Es geht also durchaus.
Ich glaube kaum, dass es die Gebrauchtwagenpreise in
Deutschland in die Höhe treibt, wenn Gebrauchtwagenkäufer
versuchen, sich vor Betrugsversuchen zu schützen.
es sind die überzogenen verbraucherschutzgesetze, die die
händler tlw. zu mitteln greifen lassen (vermittlungsverträge),
die aus der zeit der mwst-benachteiligung stammen.
Ich bin nicht überzeugt, dass das in D gültige Verbraucherschutzgesetz „überzogen“ ist.
6 Monate Gewährleistung, dann Beweislastumkehr, finde ich vernünftig. Wenn ich gewerblich ein Auto an einen privaten Laien verkaufe, muss ich insoweit technisch versiert sein sicherstellen zu können, dass das Auto die Mindestanforderungen an Zuverlässigkeit und Sicherheit erfüllt. Das wurde in der Vergangenheit oftmals übelst mißachtet, weshalb es nun eine entsprechende Gesetzgebung gibt.
Wenn nun irgendwelche Wilden meinen, das System durch Kommissionsverkäufe unterwandern zu können, liegt es wiederum am Kunden, bei solchen Leuten kein Auto zu kaufen.
Ferner wurde ja von verschiedenen deutschen gerichten bereits klargestellt, das diese Praxis nicht unbedingt funktionieren muss…
es werden
garantien eingeräumt, die nur mit zusätzlichem Risikoaufschlag
abzufangen sind.
Ein Gebrauchtfahrzeug-Händler gewährt üblicherweise keine Garantie. Diese vermittelt er für einen Drittanbieter. Die Kosten hierfür sind Verhandlungssache.
Ferner entbindet eine solche Garantie den Verkäufer ja nicht von seiner Gewährleistungspflicht.
Dass aufgrund dieser Pflicht das Risiko für den Verkäufer steigt, ist mir bewusst. Deshalb gibt es kaum noch Autos unterhalb von 5.000 Eur für Privatkunden bei gewerblichen Händlern.
Da man für weniger als 5.000 Eur jedoch sowieso meistens nur Schrott bekommt, halte ich das für verschmerzbar.
Wer weniger Geld für einen Wagen ausgeben will oder kann, hat die Möglichkeit, auf Angebote von Privatverkäufern zurückzugreifen.
außerdem ist doch nicht gleich jeder
gebrauchtwagenverkäufer - privat oder gewerblich - ein
potentieller betrüger!?
Natürlich nicht. Allerdings wird vor allem beim Verkauf von Fahrzeugen und Immobilien sehr häufig gewaltig gelogen. Daher rate ich dabei zur Vorsicht.
Ich wechsle meine Autos recht häufig und es stehen meistens 3-4 vor der Tür. Somit habe ich so gut wie alle denkbaren negativen und auch positiven Erfahrungen beim Autokauf gemacht.
Einige davon wären durchaus vermeidbar gewesen.
Ich hoffe nun, diese an andere weitergeben zu können und somit dem einen oder anderen Betrüger einen Deal zu vermasseln…
Außerdem fallen die Preise für Gebrauchtwagen, auch in
Deutschland, momentan stark.
ja, schon mal dadurch, dass durch diese unsinnigen umweltzonen
10% des PKW-bestandes quasi unverkäuflich wurden bzw. in
absehbarer zeit werden.
Da bin ich voll bei Dir, das ist ein Schildbürgerstreich und in meinen Augen eine versteckte Subvention für die Automobilindustrie.
aber auch diese autofahrer brauchen
einen neueren, teureren ersatz. es ist ein käufermarkt, in den
der staat / die länder / die kommunen immer wieder restriktiv
eingegriffen haben.
So ist es.
Allerdings ist ein Euro 2 Benziner mit grüner Plakette durchaus für vernünftiges Geld zu haben.
Natürlich ist nun kein 15 Jahre alter 7er BMW mehr drin, aber wer will so etwas in Zeiten der Spritpreisexplosion überhaupt noch?
Der Deutsche muss sich nun eben wieder daran gewöhnen, automobilistisch bei dem zu bleiben, was er sich auch leisten kann.
Das dicke Auto um jeden Preis wird seinen Stellenwert mittelfristig verlieren. Clevere Autohändler könnten sich auf diesen Bedürfniswandel einstellen und mit guten, erschwinglichen und ehrlichen Autos einen guten Ruf erwerben. Ein paar davon kenne ich und die leben ganz gut damit, keinen Familienvätern ausgelutschte 5er BMWs mit um 180.000 Km zurückgedrehtem Tacho und falschen Angaben zur Abgaseinstufung mehr anzudrehen…
Es ist ein Käufermarkt, vielen Autohändlern steht das Wasser
bis zum Hals. Da kann man als Kunde mit realistischen
Forderungen durchaus ein Schnäppchen machen.
mit realistischen forderungen … ja! aber wenn’s
unrealistisch wird, verlieren wir den gebrauchtwagen nach
holland, polen, slowenien …
…was der Umwelt nichts bringt, mir aber auch egal ist, ehrlich gesagt.
Man kann heute einen nagelneuen Wagen mit sparsamem, sauberem Benzinmotor für 8.000 Eur bekommen. Wer für dasselbe Geld einen Golf 4 TDI kauft und sich dann über die hohen KfZ-Steuern und eine schlechte Umweltzonben-Einstufung wundert, ist selbst schuld.
Klar, ich kaufe normalerweise relativ neue, hochwertige Autos. Aber ich habe durchaus auch Verständnis dafür, dass günstige, gute Gebrauchtwägen viel nachgefragt werden. Allerdings habe ich kein problem damit, wenn wir Autos an die genannten Länder „verlieren“, für die sich hier keiner mehr traut, die im Endeffekt gültigen 6 Monate Gewährleistung zu übernehmen.
Natürlich ist das alles eine einzige, große Abzocke. Aber man kann sich durch den Kauf eines vernünftigen Autos und dessen sinnvolle Nutzung durchaus dagegen wehren.
Bevor nun das übliche pendler-Argument kommt: der durschnittliche Arbeitsweg wird bei 10-20 Km liegen, also bei grob 4.000 - 10.000 Km p.a. Viele könnten ab und an mit dem Rad fahren, andere ein sparsameres Auto anschaffen, wieder andere könnten damit aufhören, allwochenendlich die Autobahnen zuzuparken.
Muss man einen einzigen hintern mit 170 Diesel-PS für 35.000 Eur die 10Km zur Arbeit karren?
Da ist noch gewaltig Potential vorhanden.
Man muss sich wohl einfach davon verabschieden zu glauben, man hätte ein Anrecht auf ein möglichst dickes Auto.
Gruß,
M.