Hallo!
Danke für die Antwort!
Zwei der drei Beispiele hast Du bereits selbst beantwortet. Von den Aktionen und Reaktionen passt ihr sehr gut zusammen.
Bezüglich Sex:
Er will mehr sex und
darüber streiten wir ca. alle 3 Tage,
Du reagierst darauf vollkommen richtig.
Hab
ihm das auch schon tausend mal gesagt dass er mir dadurch
absolut kein Bock drauf macht.
Warum machst Du es dennoch?
ist er sowas von mies drauf und dadurch kommt dann der
nächste Streit.
Bezüglich Wochenende schriebst Du:
am Wochenende was zusammen machen dann nist das auf der Couch
liegen und fernsehen, das reicht mir aber nicht! Ich will weg,
oder Kino ist aber sowas gibt es überhaupt nicht und wenn dann
nur auf mein Drängen und meine Eigeninitiative hin. Wenn wir
Wie er darüber denkt, fühlst Du selber:
unter Druck gesetzt und hab absolut gar kein Bock darauf! Hab
ihr das auch schon tausend mal gesagt dass sie mir dadurch
absolut kein Bock drauf macht.
Warum macht er es dennoch:
ist sie sowas von mies drauf und dadurch kommt dann der
nächste Streit.
(ich habe hier das „er“ in „sie“ ausgebessert!)
Wie glaubst Du, kommt ihr aus der Situation raus?
Wenn Du keinen Bock auf Sex hast und dennoch machst, kommt das raus, was Du schriebst. Er wird immer seltener. Ich schrieb es vor ein paar Stunden hier:
/t/zeit-fuer-die-beziehung/5107223/22
(da machten sich noch ein paar Leute darüber Lustig, sie werden aber auch noch die Erfahrung machen)
Du hast jetzt selbst gelesen wie er denkt, Du weißt es von Dir, wie er denkt. Du schreibst in einem anderen Beitrag, dass Du gerne etwas alleine machst. Warum machst Du nicht am Wochenende etwas alleine oder mit Freunden? Stehe am Samstag morgens auf, mache Dich fertig, sage ihm was Du unternehmen willst und mache es doch! Würdest Du es ihm eher böse / schadenfroh sagen, oder aus seiner Sicht, dass du ihn verstehst, wenn er am Wochenende Ruhe braucht und Du daher etwas alleine unternimmst?
Wäre das etwas womit er überhaupt nicht rechnet? Kein Sex am Samstag morgen, den Du nicht willst, die Frau gleich außer Haus und er kann ohne Streit in Ruhe zu Hause Relaxen? Dann wäre auch das gut geschriebene von Ingo einige Zeit berücksichtigt, mit aus dem Weg gehen. (hier braucht ihr noch keine getrennte Wohnung, falls das nicht hilft, dann natürlich die getrennte Wohnung)
Das mit dem Haushalt, hat Ingo ebenfalls sehr schön geschrieben. Man ändert sich nur, wenn man selbst einen Vorteil daraus zieht. Wenn Du keine getrennte Wohnung möchtest, müsstest Du hier für eine gewisse Zeit die Augen und Nase zu machen.
Es ist klar, dass er nicht hilft, weil Du es sowieso machst. Wenn er helfen würde, würdest Du vermutlich etwas zu kritisieren haben, dass seine Finger in der ganzen Küche auf den Kästchen zu finden sind oder ähnliches.
Wann sieht er einen Vorteil daraus, dass er hilft? Wenn ihr beide im Dreck erstickt (Grad der Verschmutzung ist der, je nachdem wo seine Schmerzgrenze ist). Was hältst Du davon, mit ihm gemeinsam einen Plan zu erstellen, den ihr Beide halbwegs gerecht findet? Also nicht sagen „hilf mir bitte“, sondern jeder ist für eigene Bereiche zuständig. Und nun wirst Du belastet: Wenn er es nicht macht, oder murrt, muß er sehen, was raus kommt, wenn diese Arbeit nicht gemacht wird. Und wenn Du über die Mistsäcke drüber steigen musst. Irgend wann werden auch ihm die Mistsäcke zu viel. Ich selbst bin extrem und schmunzel gerade, ich würde hier sogar extra Freunde einladen, damit er sich geniert, dann macht er es vermutlich früher freiwillig (kurz bevor die Freunde kommen).
Konsum:
Ob das bei Dir Schuhe sind und bei ihm Bier. Was er trinkt, ist alleine seine Sache. Ob Deine Angst begründet oder unbegründet ist egal. Es ist sein eigenes Leben. Wenn er unter dem Alkoholeinfluss Gewalttätig wird oder zu viel trinkt, dass er betrunken ist, sodass es Dir nicht gefällt, dann ziehe bitte aus! Verbote bewirken oft, dass man es in jeder freien Minute dennoch macht. Sogar mehr, wie wenn man sagt „ich freue mich dass es dir schmeckt und vertraue dir, dass du dich an Grenzen hältst, sodass du nur so viel trinkst, sodass du dich nüchtern verhältst“.
Genau so ist es bei Dir zum Beispiel bei Schuhen. Es ist kontraproduktiv, wenn er es Dir verbietet, vermutlich wirst Du dann unbewusst noch mehr Energie hineinstecken und nach mehr Möglichkeiten suchen, welche zu kaufen.
Was hältst Du von den Änderungen?
Ich glaube auch, dass ein Buch, die Situation bei euch sehr gut beschreibt und wie wer denkt. Denn wie Ray richtig geschrieben hat, niemand kann Gedanken lesen. (auch wenn man in der Beziehung vom anderen genau das verlangt).
Das Buch heißt: Wie Frauen und Männer die Liebe erleben
http://www.amazon.de/Wie-Männer-Frauen-Liebe-erleben…
Übrigens, natürlich kann die Beziehung durch diese Änderungen sogar gleich zerbrechen, nur soll es so weiter gehen wie bis jetzt, oder soll es Änderungen geben?
Liebe Grüße