Moin,
Hmmm.
Also das hängt doch stark vom Treppenhaus und der Menge und
Art der Leute ab, die dadrin haust. Sofern das Treppenhaus
auch Fenster hat, wird das Licht wirklich nur benutzt, wenn’s
dunkel ist. Im Sommer sehr wenig, im Winter dafür mehr. Und es
leuchtet ja auch immer nur zwei Minuten, dann wären die 20
Minuten 10 Schaltvorgänge. In einem Drei-Parteienhaus könnte
das hinkommen.
Ist schwer abzuschätzen, geb ich zu. Man müsste mal einen
Zähler an die Erregerleitung vom Tako anklemmen.
I der Frage war von 4 Etagen und 3 Minuten die Rede.
Was meist du mit „Kosten für das Auswechslen der
Leuchtmittel“?
Arbeitszeit? Dann geb ich dir recht, aber wenn ich die
ursprüngliche Frage richtig verstanden habe, wohnt der Inhaber
mit in diesem Haus. Dann würde ich die Arbeitsszeit nicht
rechnen.
Naja, wem es Spass macht auf die Leiter zu klettern und sich mit Lampen zu bevorraten 
Gerade in diesem Falle wird das aber auch schwer überschätzt.
Mit obigen 20 Minuten kommen wir im Jahr auf um die 120
Betriebsstunden. Da selbst eine stinkormalen Gühbirne mit 1000
Stunden Haltbarkeit engegeben wird, hält die Birne statistisch
gesehen acht Jahre . . . das relativiert dann auch die längere
Lebensdauer der Kompakt-LSR.
Im letzen Haus hab ich so nebenbei quasi den Hausmeister
gespielt. Von sieben Lampen mit stinknormalen Gühbirnen hab
ich in sieben Jahren ganze drei ausgewechselt. Passt also grob
gepeilt.
Die Lebensdauer einer Allgebrauchslampe ist in erster Linie von der Spannung abhängig. Nach meinen Messungen hat man fast überall zwischenzeitlich mehr als 230V.
5% Überspannung = 50% verkürzte Lebensdauer.
Hach Gott.
- Effizientere Kühl-, Wasch-, Spülmaschinen.
Ok, das habe ich dann falsch verstanden. Ich dachte Du meintest das in Bezug auf die Beleuchtung.
Und so weiter. Einmal mit offenen Augen (und möglichst einem
Energie-Verbrauchs-Messgerät) durch die Wohnung laufen und man
findet einige Stellen, wo man nachrechnen sollte und evtl.
sparen kann. Wichtig sind besonders alle Geräte, die ständig
eingestöpselt sind.
Aber wem sag ich das?
Richtig.
Vorsicht . . .
Ich hab vor ein paar Wochen eine dieser neuen High-Power-LEDs
bei einem Freak im Einsatz gesehen. Abgesehen von der
unmöglichen Lichtfarbe ist das Ding mit drei ganzen Watt
durchaus in der Lage, einen herkömmlichen 20 W-Halogenstrahler
zu ersetzen. Wenn man die Abwärme unter Kontrolle bekommt, da
sind die Dinger noch etwas unpraktisch.
Man beachte die Lebensdauer. Die von den Herstellern angegebenen Werte werde in der Praxis nicht annähernd erreicht. Weiteres Problem:
Es werden, sofern es sich um Niedervoltlösungen handelt, LED-Konverter oder konventionelle Trafos benötigt. An den elektronischen funktioniert das nicht (unterschrittene Mindeslast).
Ich seh das mittlerweile durchaus als potentielle Alternative.
Vieleicht noch nicht für’s Wohnzimmer, aber gerade im Bereich
dieses Themas hier (Treppenhaus), denn die Teile bringen
sofort die volle Beleuchtungsstärke, sind absolut
unempfindlich auch gegen Hunderte von Ein- und
Ausschaltvorgängen täglich und die Lebensdauer bei Einsatz als
Treppenlicht kann man grob geschätzt mit unendlich angeben.
Du übersiehst hierbei, das Du mit einer LED niemals eine homogene Ausleuchtung eines Treppenhauses hinbekommst, es sei denn Du setzt einen ganzen Sack voll von den Dingern ein.
Das Gegenteil ist der Fall: Fürs Wohnzimmer wird es vielleicht irgendwann Lösungen geben, aber nicht für den professionellen Einsatz bei dem auch Mindestbeleuchtungsstärken vorgegeben sind.
Wenn Du Dich wirklich mal mit der Materie befasst kommst Du schnell zu dem Ergebnis das eine Treppenhausbeleuchtung mit LED ziemlicher Mumpitz ist.
Und mit Preisprognosen . . . ich denke, wenn’s richtig
funktioniert wird das ein gigantisches Geschäft. Bedeutet
viele Hersteller = viel Wettbewerb = fallende Preise.
Es gibt bereits unzählige Hersteller (warst Du auf der Light & Building?) und es gibt viel Wettbewerb. 95% der Angebote sind einfach nur Schrott. Und über die Preise will ich nicht viel sagen, aber soviel verrate ich: Bei den No-Name Produkten verdienen sich die Hersteller dumm und dusselig am LED-Hype.
Warte mal noch fünf Jahre ab.
Wie gesagt, es ist seit 10 Jahren mein Job Beleuchtungsanlagen zu planen und zu realisieren. Und die Fachleute sind sich im Bezug auf die LED alle einig. Die grossen Hersteller prognostizieren optimistisch ca.70lm/W in den nächsten Jahren. Davon ist noch nicht viel zu sehen, zumindest nicht im bezahlbaren Bereich. Ich habe letztens ein Muster einer 100W LED dagehabt. Natürlich ist das Ding verdammt hell, aber mit einer gigantischen Heatpipe und elektrischem Lüfter. Weiterhin sind LED empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Der Lichtstrom fällt bei zunehmender Temperatur drastisch ab. Höhere Luftfeuchtigkeit mögen die LED überhaupt nicht. Die angegebenen Lebensdauern sind kritisch zu betrachten, da die Platinen- und Treiberlebensdauer oft geringer als der angegebene Wert ist und auch der Lichtstromrückgang des Chips eine wichtige Rolle spielt. Sicher leuchtet eine LED nach 20.000 Betriebsstunden noch, aber mit Licht hat das dann nicht mehr viel zu tun. Die neueste Generation Leuchtstofflampen hat eine Lebensaduer von 75.000 Stunden, erreicht hier aber knapp 90lm/W. LED erreichen heute im Labor etwas mehr als 30lm/W, kosten aber unendlich mehr.
Auch die Farbwiedergabe bei weissen LED ist mangelhaft. In der Praxis liegt sie bei Ra70. Die Labor LED erreichen zwar bereits
Ra>90, sind aber nicht serienreif.
Schon geringste Dicke- oder Dichteschwankungen verschieben den Weisspunkt.
Selbst Philips (Lumileds) meint, das grossflächige Lichtanlagen sicher in den nächsten 10 Jahren nicht wirtschaftlich wären.
Ich hab letztens noch irgendwo gelesenen, das die Umrüstung
der Beleuchtung eines PKWs (ohne Hauptscheinwerfer, wegen der
noch nicht ausreichenden Leuchtdichte, nur Blinker, Rück- und
Bremslicht, Instrumentenbeleuchtung etc.) etwa 0,1 l Benzin
auf 100 km sparen würde. Klingt nach nicht viel, läppert sich
aber über die Lebensdauer eines PKW zusammen - auch weil die
so gut wie ewig halten.
Ja, das sieht man bei diversen Autos an ausgefallenen LED der dritten Bremsleuchte 
Wie gesagt, höhere Luftfeuchtigkeit mögen LED garnicht.
Ich finde es immer wieder spannend, wie hochgelobt die LED ist. Ich dagegen habe in der Praxis damit zu tun, da sieht es leider ganz anders aus. Aber stelle Dich ruhig einmal hin und rechne aus, wieviel LED Du brauchst um die erforderlichen Lux für ein Treppenhaus zu erreichen.
Bei PKW kann es Sinn machen, aber davon sprechen wir ja hier nicht.
Und den Vorteil, das man mit herkömmlichen Glühlampen schnell selbst unterwegs die Beleuchtung instand setzen kann, verspielt man dabei.
Wir arbeiten zur Zeit an einem Nachrüstsatz für die Hauptscheinwerfer in Xenon-Technik und hoffen, dass wir dieses Jahr noch die Zulassung von der LTIK bekommen. Dann spart man da auch. Aber wie gesagt, darum ging es hier ja nicht.
In allen modernen Treppenhäusern werden heute bereits Leuchten
für Kompaktleuchtstofflampen eingesetzt, wobei
Kompaktleuchtstofflampen für diesen Bereich (meist mit Sockel
G24q3) deutlich günstiger sind als mit Sockel E27. Weil eben
das EVG in der Leuchte sitzt.
Aber beim Umrüsten eines Wohnhauses? Bedenke, das Kompakt-LSRs
meist länger sind als Gühbirnen. Ja nach Lampe passen die
Dinger gar nicht bzw. nur mit sehr geringer Leistung. Und dann
wird der Wechsel wirklich witzlos, wenn man auch noch neue
Leuchten kaufen und anbringen müsste.
Ich sprach von Leuchten für Kompaktleuchtstofflampen. Da passen die Kompaktleuchtstofflampen natürlich rein. Und teurer sind die Leuchten nur geringfügig. Sicher teurer als die klassischen „Treppenhaus-UFO´s“.
Im Prinizp hast du recht, aber wie schon gesagt, man sollte
irgendwie versuchen, auszurechnen, wie schnell es sich lohnt.
Und dann überlegen, ob eine Investition in einem anderen
Bereich sich nicht schneller rechnet. Schließlich ist bei
Privatleuten das Budget doch meist eher begrenzt.
Das ist für mich garkeine Frage. Solange nicht geplant ist das Haus in den nächsten Jahren abzureissen lohnt es sich. Sicher kann man parallel noch andere Einsparungsmöglichkeiten in Betracht ziehen.
Wie gesagt, ich mache das schon seit über zehn Jahren. Und, ohne den Eindruck erwecken zu wollen das ich überheblich sei, ich weiss schon wovon ich rede. Ich verfüge über gute Kontakte zu allen Entwicklungsabteilungen der namhaften Hersteller und dort ist die LED immer wieder Thema. Aber die Fachleute sind sich einig, bis es bezahlbare LED-Lösungen für die Allgemeinbeleuchtung geben wird vergehen noch mehr als 5 Jahre, wenn überhaupt.
Aber LED sind jetzt so schick wie es die Niedervolt-Halogengeschichten vor 20 Jahren waren. Heute weiss man, das NV-Halogen Energievernichter sind.
Jeder Tante Emma Laden bietet jetzt LED an und die Leute kaufen die auch. Ich habe einige interessierte Kunden vorgewarnt, aber die wollten sie trotzdem haben. Und ausnahmslos alle waren schwer enttäuscht und gaben mir im Nachinein recht.
Aber kauft nur alle LED, das sichert nebenbei meinen Job 
Mir persönlich liegt aber an einer seriösen Beratung. Das bringt mir mehr zufriedene Kunden als der schnelle Euro mit ein paar Billig-LED.
Gruss Jakob