Energiepass

Hallo,

dass der Energiepass kommt ist sicher. Ab wann geanu und was beinhaltet er? Eine Maklerin hob einmal das isolierte Dach hervor, mit dem wir nach der neuen Energieverordnung keine Probleme mehr bekommen würden. Was muss noch alles gemacht werden? Welche Kosten kommen auf einen zu, wenn man ein Haus kaufen möchte, Baujahr 1958, wo man auf dem Dachboden die Dachzieglen von unten sieht?

Gruß
Doris

Hallo,

der Energiepaß ist ne tolle Sache, aber kein Muß!!! Niemand auf dieser Welt kann einen wirklich zwingen den erstellen zu lassen. Kosten werden sich bei ca. 250 Euro einpendeln (laut unserer letzten Sitzung beim Energieberater)

Was beinhaltet der Paß: Die Energieverbrauchswerte des Hauses. Vermutlich wird das Ganze so ähnlcih sein wie das Bewrtungssystem bei den Haushaltsgeräten. A und B für Niedrigenergiehäuser/ Passivhäuser und dann gehts abwärts bis F. Der Pass soll ein Anhaltspunkt für z. B. Mieter werden, damit die ne Idee haben, was an Kosten auf sie zu kommt. Daneben ist die Analyse des Hauses auch Gesprächsgrundlage für Verbesserungen an der Substanz des Hauses. Maßnahmen müssen nicht umgesetzt werden, können aber langfristig mit eingeplant werden. Haben so z.B. schon mla angedacht ne Grauwasseranlage einzubauen… das werden wir aber erst berücksichtigen, wenn in 5 Jahren das Bad erneuert wird. Genauso haben wir uns über Solaranlagen etc. Gedanken gemacht und werden diese dann entsprechend bei anfallenden Modernisierungsmaßnahmen einplanen…also, wenn das Dach eh neu gedeckt werden muß, kann auch so eine Anlage mit berücksichtigt werden.

Konkret bei Deinem Haus gibt es jetzt zwei Möglichkeiten:
a) ich will den Dachbiden nutzen - dann macht es Sinn, das Dach direkt von innen zu dämmen und eventuell auch neue Fenster einsetzen zu lassen etc…

b) das Dach wird nicht ausgebaut, dann reicht es aus, den Boden zum bewohnten Raum abzudämmen.

Klar, dass bei Variante a mehr Dämmaterial etc. benötigt wird. Meine Oma hat zu DM Zeiten das reine Dämmaterial und die Dampffolie für ca. 1000 DM bekommen. Wir haben so um die 2000 Euro für unser Dach veranschlagt, bei Eigenleistung. Dann kommt natürlich noch wieteres Material für Fenster und Verkleidung dazu… Der Preis richtet sich auch ein wenig nach den verwendeten Materialien…

Ich kann Die nur empfehlen mal zu ner kostenlosen Energieberatung zu gehen, da bekommt man wertvolle tips.

Wir sind z.B. für unser Objekt zu dem Entschluß gekommen nur das Dach zu dämmen und ansonsten unser Gehalt in Öl etc. zu investieren, da ne Innendämmung mit erheblichen Risiken und nem gigantischen Aufwand verbunden wäre und rein betriebswirtschaftlich gesehen die Kosten sich dafür nicht amortisieren würden…Dafür gibt es aber ganz viele andere tolle Dinge, die wir nach und nach berücksichtigen wollen, wie andere Heizmittel, Solaranlage, Grauwassernutzung, Regenwassernutzung für den Garten etc… Damit kann man die Werte beim Energiepaß auch positiv beeinflussen.

Energiepass
Hallo Andrea,

vielen Dank für die informative Ausführung.
Der Energiepass ist also freiwillig. Ob das Dach noch x-Jahre nicht isoliert ist, da kümmert sich keiner drum. Ok. Kein Zwang zur Energieeinsparung.
Nicht, dass ich dagegen bin. Ich wollte mich informieren, was an Kosten auf uns zukommt, wenn wir dieses Haus kaufen.

Gruß
Doris

Der Energiepass ist also freiwillig. Ob das Dach noch x-Jahre

Nicht ganz. Solange Du eine Immobilie selber nutzt oder eine vermietete Immobilie keinen Mieterwechsel erfährt, brauchst Du keinen Energiepass.

Sobald Du neu vermieten willst oder etwa verkaufen willst, mußt Du einen Energiepass vorlegen können. Aber wenn niemand danach fragt, …

Hallo Doris,

schau mal hier:

http://www.gebaeudeenergiepass.de/page/index.php?id=…

Sofern ich das richtig verstanden habe, bekommt man einen Zuschuss für die Erstellung des Passes. Gerade beim Kauf oder bei der Sanierung eines Altbaus halte ich die Einschaltung eines Expertens VOR umfangreichen Maßnahmen für sehr sinnvoll.

Eine Dachisolierung o.ä. wird übrigens von der KfW mit zinsgünstigen Darlehen, und bei Erreichen eines definierten Mindeststandards sogar durch einen Teilschuldenerlass gefördert.

Viele Grüße,

Inselchen - die nächstes Frühjahr einen Energieberater einladen wird :wink:

Hallo !

Wir haben unser Haus jetzt untersuchen lassen.

Nach Erhalt des Untersuchungsberichtes stellte sich heraus, dass unser Haus damit unverkäuflich ist. Den eigentlichen Pass wird es erst 2006 geben.

Ein potentieller Käufer unseres Hauses wird sich natürlich diese Unterlagen ansehen und feststellen, dass, sollte er das Haus nach dem Kauf nach Vorschrift ausrüsten, er sich besser ein neues kaufen kann.
Er muß natürlich diese Verbesserungen an der Heiztechnik, Isolierung usw nicht ausführen, es ist aber ein Argument, den Preis so weit zu drücken, dass der Verkauf für den Hausbesitzer unakzeptabel ist.
Nur Häuser, nach 2002 gebaut, brauchen diesen Paß nicht. Diese Häuser sind nach den neuesten Vorschriften gebaut.

Jedes Haus, vor 2002 gebaut, hat Isolierfehler, keine Isolierung, Heizungsbrenner, die bald nicht mehr den Normen entsprechen, Kältebrücken usw, usw.

Das Problem ist, die meisten handwerklichen Verbesserungen, wie eben Isolierung, neue Heizung usw sind so teuer, dass sie kaum durch geringeren Energieverbrauch irgendwann mal wieder hereingeholt werden können.

Kostet ein neues Dach um die 20 000,- Euro und die Heizkostenersparniss liegt dadurch bei 50,- Euro im Monat, kann sich jeder ausrechnen, wieviele Jahre er braucht, um diese Kosten wieder reinzuholen. 400 Monate, 33 Jahre.

mfgConrad

…der Mieter, der mich nach dem Pass fragt, der kann sich gleich nen anderen Vermieter suchen…der kann die Nebenabrechnung der letzten Jahre haben und gut ist…wo kommen wir denn da hin!!! *empört guck* 120 qm beste Lage Altbau mit original Stuck und Böden am besten geeignet für 4 Kinder 2 Hunde und ein Klavier, den S-Bahnanschluß nicht zu vergessen und Energiesparend soll das Ganze ja auch noch sein…ach ja, die 3000qm Garten nicht vergessen… Der Hausmeister und die Putzfrah sind in den 350 Euro Miete dann natürlcih auch schon drin… ;o)

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Hallo Conrad, du sollst ja nicht gleich alle Ziegel austauschen ;o) Du sollst nur dämmen!!!

Wir schauen bei unserem neuen Objekt auch auf die Ziegel und haben das ganze wirklich an Material ohne Verkleidung mit 2000 Euro angesetzt (natürlich in Eigenarbeit) Sollten irgendwann mal die Ziegel etc. dran sein, wird das nachträglich gemacht…das geht, zumindest bei uns ganz gut.

Aber wie Du schon sagtest, die Amortisation würde bei uns bei einer Außen oder Innendämmung nie eintreten…

Übrigens…trotz miserabler Werte haben wir unser Häuschen gekauft (morgen unterschreiben wir den endgültigen Vertrag) Hier ging es uns aber nicht so sehr um die Energie, sondern um den Charme des ganzen. Da es eins der wenigen Häuser ist, die noch halbwegs original ohne Pfusch am Bau da stehen (Baujahr 1898), haben wir durchaus den Preis angeboten, den in etwa auch ein Neubau für ein Fertighaus kosten würde. Manchmal kommmte es auch auf die inneren Werte an ;o) Waren am Anfang auch ein wenig skeptisch, haben jetzt aber sooo viele „Gutachter“ durchlaufen lassen, dass wir mit jedem Mal was neues tolles entdecken, was das Haus noch liebenswerter macht.

…der Mieter, der mich nach dem Pass fragt, der kann sich
gleich nen anderen Vermieter suchen…der kann die
Nebenabrechnung der letzten Jahre haben und gut ist…wo
kommen wir denn da hin!!! *empört guck* 120 qm beste
Lage Altbau mit original Stuck und Böden am besten geeignet
für 4 Kinder 2 Hunde und ein Klavier, den S-Bahnanschluß nicht
zu vergessen und Energiesparend soll das Ganze ja auch noch
sein…ach ja, die 3000qm Garten nicht vergessen… Der
Hausmeister und die Putzfrah sind in den 350 Euro Miete dann
natürlcih auch schon drin… ;o)

Kann ich die Wohnung haben ? *grins*

Aber im Ernst, es gibt auch andere. Dafür sind die Energiepässe gedacht, dass der potentielle Mieter sehen kann, was an Nebenkosten auf ihn zukommt.

Hallo Alexandra!

haben das ganze wirklich an :Material ohne Verkleidung mit :2000 Euro angesetzt (natürlich in Eigenarbeit) :Sollten irgendwann
mal die Ziegel etc. dran :sein, wird das nachträglich
gemacht…das geht, :zumindest bei uns ganz gut.

Und wo ist jetzt die Unterspannbahn?

Oft geht es gar nicht anders, als ein Haus nach und nach auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Dabei besteht die Gefahr, daß man es mit dem Stückwerk übertreibt. Bei einer thermischen Isolation - an der richtigen Stelle belüftet und dennoch vor Durchfeuchtung geschützt - kommt man am Hochnehmen der Bedachung und Anbringen einer zusätzlichen Lattung nicht vorbei.

Gruß
Wolfgang

Hallo Conrad, du sollst ja nicht gleich alle Ziegel
austauschen ;o) Du sollst nur dämmen!!!

Wenn Du das Dach nach neuesten Erkenntnissen dämmen mußt, müssen die Dachziegel ab und die Belattung wird auf Konterlattung geändert.
30 Jahre alte dachziegel werden immer erneuert. Damit hat Du den Preis!

Wir schauen bei unserem neuen Objekt auch auf die Ziegel und
haben das ganze wirklich an Material ohne Verkleidung mit 2000
Euro angesetzt (natürlich in Eigenarbeit)

Dacherneuerung in Eigenarbeit geht nicht!!

Sollten irgendwann

mal die Ziegel etc. dran sein, wird das nachträglich
gemacht…das geht, zumindest bei uns ganz gut.

Aber wie Du schon sagtest, die Amortisation würde bei uns bei
einer Außen oder Innendämmung nie eintreten…

Übrigens…trotz miserabler Werte haben wir unser Häuschen
gekauft (morgen unterschreiben wir den endgültigen Vertrag)
Hier ging es uns aber nicht so sehr um die Energie, sondern um
den Charme des ganzen.

Paßt auf, dass der Charme Euch nicht frißt, finanziell!.

mfgConrad

Hallo Conrad!

Kostet ein neues Dach um die :20 000,- Euro und die
Heizkostenersparniss…

Mit solcher Vorgehensweise kann das Ergebnis zur lauten: Thermische Isolation ist wirtschaftlicher Unfug.

Man darf Maßnahmen am Haus nicht nur unter dem Aspekt eingesparten Brennstoffs durchführen, wenn das Tun bezahlbar bleiben soll. Wird ein Haus trocken gelegt, geht es u. a. um die Heizkosten, aber es es geht auch um Substanzerhalt, Wohnklima, Schimmelvermeidung, Vermeidung von Frostschäden. Bei einer nachträglichen Außenisolation kann man gleichzeitig für langfristige Wartungsfreiheit sorgen, weil man das Haus nicht mehr alle paar Jahre streichen muß. Ein Dach wird man isolieren, wenn das Dach ohnehin fällig ist, wenn neue Kehlbleche und neue Regenrinnen gebraucht werden.

Für Schritt für Schritt durchgeführte Sanierungs- und Iso-Mahnahmen braucht man ein langfristiges Konzept, damit die Einzelmaßnahmen zueinander passen und sich nicht womöglich gegenseitig ausschließen.

Der Energiepaß liefert für das selbstgenutzte Haus Anhaltspunkte, wo man sinnvolle Verbesserungen durchführen kann. Der Energiepaß soll vor allen Dingen für Mieter eine Hilfe sein. Leute, die eine Wohnung mieten wollen, sind nicht unbedingt vom Baufach und können viele für den Fachmann auf den ersten Blick sichtbare oder mindestens nahe liegenden Mängel bei der Anmietung nicht bemerken. Dabei kann es dem Vermieter am Allerwertesten vorbei gehen, wenn sich die Mieter im miserabel isolierten 50er-Jahre-Bau totheizen. Dieses Spiel ist vorbei, wenn bei Neuvermietung ein Energiepaß vorgelegt werden muß, auf dem dann D, E oder F steht und der zukünftige Mieter deshalb weiß, in welches Heizkostengrab er einzieht. Das Pfiffige daran: Ohne Zwang, nur mit einem marktwirtschaftlichen Instrument, wird dafür gesorgt, daß der Vermieter mit seiner Altimmobilie unter Bestandsschutz plötzlich ein Interesse daran entwickelt, etwas für die thermische Isolation seines Hauses zu tun. Dieser Punkt ist nämlich bis heute einigen Millionen Vermietern herzlich egal.

Nebenbei: Der weit überwiegende Teil unseres gesamten Gebäudebestands besteht aus technischen und thermischen Katastrophen. Das alles auf einen Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen, ist eine derart gewaltige Aufgabe, daß das chronische Leiden des Baugewerbes absehbar zu Ende sein sollte. Dabei sorgen etliche der bereits durchgeführten Iso-Maßnahmen nur für zusätzliche Arbeit, weil vieles fehlerhaft und konzeptlos gemacht wurde.

Gruß
Wolfgang

Nicht so pessimistisch !
Hallo Conrad,

auch wir renovieren seit 2 Jahren an einem Haus Bj. 1967 herum. Keine Frage, momentan heizen wir mangels zeitgemäßer Dämmung noch den Garten mit :-/, aber wir werden dies Schritt für Schritt ändern, bzw. haben schon damit angefangen.

Nach Erhalt des Untersuchungsberichtes stellte sich heraus,
dass unser Haus damit unverkäuflich ist.

Moment, wenn der Energiepass Vorschrift wird und bei jedem (Ver-)Kauf vorgelegt werden muss, dann betrifft dies ja ALLE Objekte. Auch heute schon, ohne den Pass für alle, stehst Du auf dem Immomarkt in Konkurrenz zu Häusern gleichen Alters und nicht zu Neubauten mit völlig anderen Verbrauchswerten.

Auch jetzt schon sind sämtliche Investitionen in Energiesparmaßnahmen preissteigernd, bzw. alte Fenster/Heizung und eine fehlende Dämmung drücken den Preis um ungefähr die Summe, die die entsprechende Renovierung kosten wird.

Den eigentlichen Pass
wird es erst 2006 geben.

Wer einen solchen vorlegen kann und wenigstens einzelne Massnahmen zum Energiesparen schon durchgeführt hat, verfügt vor allem dann, wenn die Passpflicht noch ganz neu ist, über ein hervorragendes Verkaufsargument, finde ich.

Ein potentieller Käufer unseres Hauses wird sich natürlich
diese Unterlagen ansehen und feststellen, dass, sollte er das
Haus nach dem Kauf nach Vorschrift ausrüsten, er sich besser
ein neues kaufen kann.

Schon jetzt wird jeder Käufer, der ein bißchen Ahnung hat, genau rechnen, ob sich der Kauf eines älteren Objekts lohnt, wobei - siehe Alexandra - nicht nur der rein finanzielle Aspekt berücksichtigt wird.

Er muß natürlich diese Verbesserungen an der Heiztechnik,
Isolierung usw nicht ausführen, es ist aber ein Argument, den
Preis so weit zu drücken, dass der Verkauf für den
Hausbesitzer unakzeptabel ist.

Siehe oben - das ist bisher schon so.

Jedes Haus, vor 2002 gebaut, hat Isolierfehler, keine
Isolierung, Heizungsbrenner, die bald nicht mehr den Normen
entsprechen, Kältebrücken usw, usw.

Und in 5 Jahren gelten die Neubauten von heute bereits als veraltet - so ist es eben.

Das Problem ist, die meisten handwerklichen Verbesserungen,
wie eben Isolierung, neue Heizung usw sind so teuer, dass sie
kaum durch geringeren Energieverbrauch irgendwann mal wieder
hereingeholt werden können.

Stimmt. Man darf aber nicht nur den Energieverbrauch betrachten, sondern muss auch die Wertsteigerung und eben das bessere Wohnklima mit bedenken.

Lass den Kopf nicht hängen, ich bin davon überzeugt, dass ein Energiepass auch bei alten Häusern nicht zu nennenswerten Preiseinbrüchen führen wird.

Viele Grüße,

Inselchen

Hi,

Sobald Du neu vermieten willst oder etwa verkaufen willst,
mußt Du einen Energiepass vorlegen können.

wo steht das, bitte?

Gruß Ralf

Hallo Alexandra!

…wo kommen wir denn da :hin!!

Hoffentlich in die richtige Richtung. Für Vermieter und Veräußerer von Wohnimmobilien wird der Energiepaß ab 2006 zur Pflicht.

Ich halte diese Maßnahme für lange überfällig und sinnvoll. Bisher gab es nämlich für Vermieter keinerlei Anreiz, ihre Energieverschleuderer auf zeitgemäßen Stand zu bringen. Die Zeche zahlen Mieter und Umwelt. Außerdem wird es Zeit, daß die Dämmerei etwas professioneller vonstatten geht. Auf diesem Gebiet geschieht viel mit dem Sachverstand von Baumarktverkäufern und Heimwerkern, eben Hauptsache billig. Wofür ein Bauing. ein halbes Jahrzehnt studierte, macht der blutige Laie natürlich mit links. In der Folge erschöpfen sich etliche Maßnahmen bestenfalls in Nutzlosigkeit, im weniger günstigen Fall in Verschlimmbesserung.

Wenn ein Hauseigentümer zu geizig war, vorher den Rat eines Architekten/Statikers einzuholen und selbst in seiner Hütte mit durchfeuchteter Do-it-yourself-Isolierung und Pilzzucht lebt, ist das sein privates Bier. Wenn aber Mieter ahnungslos einziehen und bald darauf geht die millionenfach bekannte Leier los (Mieter: In der Wohnung ist Schimmel. Vermieter: Mußt Du besser lüften. Mieter: Ich lüfte…, dann Mieterverein, Sachverständige, Gericht), steckt der Wurm in der Sache und gibt es Handlungsbedarf.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Sobald Du neu vermieten willst oder etwa verkaufen willst,
mußt Du einen Energiepass vorlegen können.

Das ist nicht ganz richtig. Es ist nicht so, dass der Vermieter/Verkäufer einen Energiepass vorlegen MUSS.
Es ist aber so, dass ein Mieter oder ein Käufer ein ANRECHT darauf hat, den Energiepass für ein Haus einsehen zu können.
Gruß,
Frank Scholtysek

Moin, Frank,

Es ist aber so, dass ein Mieter oder ein Käufer ein ANRECHT
darauf hat, den Energiepass für ein Haus einsehen zu können.

ob diese Regelung sehr sinnvoll ist? Auch hier jedoch: wo steht das, bitte?

Gruß Ralf,

Hallo Wolfgang,

Ich halte diese Maßnahme für lange überfällig und sinnvoll.
Bisher gab es nämlich für Vermieter keinerlei Anreiz, ihre
Energieverschleuderer auf zeitgemäßen Stand zu bringen. Die
Zeche zahlen Mieter und Umwelt.

Dumme Frage meinerseits:
Warum sollte der von dir genannte Vermieter wegen einem Energiepass an seiner Mietwohnung was ändern?
Es ist - auch jetzt schon! - allein eine Preisfrage: ein Altbau hat nun mal eine günstigere Miete als ein Neubau.

Grüße von
Tinchen

Hallo Ralf

Auch hier jedoch: wo steht das, bitte?

Unter anderem hier:
http://www.zukunft-haus.info/page/index.php?id=2578

Auf der Seite und allen dazugehörigen steht im Prinzip alles wissenswerte.
Für mehr Infos mußt Du einfach mal selber Suchen. Stichwort Energiepass.
Gruß,
Frank Scholtysek

Hallo Alexandra,

achte bitte bei deiner Kalkulation darauf ob du eine Unterspannbahn (Folie zwischen Dachziegel und Sparren) hast. Ich habe es bei meinem Hauskauf übersehen. Dann bleibt dir nur die Alternative die Unterspannbahn unterhalb der Sparren anzubringen, was ich probiert habe und was wircklich der größte Pfusch ist oder aber das Dach komplett abzudecken, die Verlattung zu entfernen und dann die Folie aufbringen. Auf jeden Fall wirst du mit 2000 € und etwas persönlichem Einsatz wohl nicht hinkommen.

Trotz allem wünsche ich dir viel Spaß mit dem neuen Haus

Gruß
Michael Wittmann

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