Hallo,
Könnte Deutschland bei schlechter Haushaltslage (ähnlich wie Griechenland) seine Beamten entlassen oder ist der Kündigungsschutz der Beamten (ich meine natürlich der auf Lebenszeit verbeamteten) absolut?
Mit vielen Grüssen,
Walkürax
Hallo,
Könnte Deutschland bei schlechter Haushaltslage (ähnlich wie Griechenland) seine Beamten entlassen oder ist der Kündigungsschutz der Beamten (ich meine natürlich der auf Lebenszeit verbeamteten) absolut?
Mit vielen Grüssen,
Walkürax
Hallo,
in Deutschland ja…schon,weil das deutsche Beamtenrecht einzigartig ist auf der Welt (Übrigens auch nicht ohne Grund…der alte Preußenkönig hatte schon eine gute Idee damals…)
In den meisten anderen Staaten müsste man eher Politiker
dazu sagen, da es sich nicht um Berufsbeamte wie in D handelt,sondern um Wahlbeamte…
Ein vereinfachender Vergleich soll dieses verdeutlichen…
Kasimir Ohduheiligkusimir fährt einen Linienbus in Griechenland.
Hat er
a) die beruflichen Qualifikationen
b) das „richtige“ Parteibuch
so kann er zum Beamten „gewählt“ (ernannt) werden.
Das hat sowohl für den Beamten selber als auch für seinen AG entscheidende Vorteile…den Beamten sind billige Arbeitskräfte…(außer in Griechenland,wo man wohl „vergessen“ hat,zahlreiche Zulagen nur für die richtigen Politiker zu zahlen…)
und du meinst wirklich…
dass diese „garantie“ im ernstfall nicht innerhalb weniger tage durch ein neues gesetz gekippt werden kann/ wird?
luise
Hallo,
ja das meine ich…schließlich sind in Deutschland ALLE
Waffenträger Beamte…lool…
Warum glaubst du wohl,gesteht man dem „Otto Normalverbraucher“
nicht das Recht auf eine scharfe Waffe ein ???..
)
Hi
natürlich kann das geändert werden: dazu ist lediglich eine Verfassungsänderung nötig, also ein 2/3 Mehrheit in bundestag und -rat.
Auch muss dann natürlich geklärt werden, wer denn bitte schön die Nachversicherung der (Ex-)Beamten in Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlt, wie die Arbeitgeberkosten der Sozialversicherung finanziert werden sollen und (da es ja keine „Vorteile“ des Berufsbeamtentums mehr gäbe) wie man an das Personal kommen soll, das für das Geld die Arbeit macht, wo doch die „freie Wirtschaft“ besser bezahlt.
Mahlzeit,
ja das meine ich…schließlich sind in Deutschland ALLE
Waffenträger Beamte…lool…
auf was für eine Medikament bist Du??
Warum glaubst du wohl,gesteht man dem „Otto Normalverbraucher“
nicht das Recht auf eine scharfe Waffe ein ???..)
Wer sagt das?
Dann gibt es also keine privaten Waffenscheinträger?
Kopfschüttelnd RS99
Hallo!
Nun, ich gehöre nicht zu denen, die Beamtenbashing betreiben, aber eines stößt mir bei solchen Diskussionen immer wieder auf: erstens stimmt das mit dem Einkommen im Gesamten gerechnet oft nicht und zweitens - selbst wenn es stimmt - stellt die Unkündbarkeit eine erhebliche wirtschaftliche Leistung des Arbeitgebers gegenüber dem Beamten dar, wird er doch dadurch von einem erheblichen wirtschaftlichen Risiko befreit. Bei gleicher Tätigkeit gegenüber einem Nichtbeamten müsste dies eigentlich deshalb zu einem niedrigeren Gehalt führen. Das vergessen die Beamten ganz gerne in der Diskussion.
Die Unkündbarkeit hat manchmal schon einen Sinn, aber auch sie ist eine Leistung und sie ist auch ein erheblicher Kostenfaktor für einen Arbeitgeber.
Ein garantierter Arbeitsplatz auf Lebenszeit ist ein enormes Privileg, das viele Beamte nicht schätzen bzw. sich dessen überhaupt nicht bewusst sind. Es gäbe wohl viele Menschen, die ihren Arbeitsplatz gegen einen lebenslang garantierten Arbeitsplatz mti niedrigerem Gehalt eintauschen würden. Das meine ich z.B. wirklich
Gruß
Tom
ja das meine ich…schließlich sind in Deutschland ALLE
Waffenträger Beamte…lool…
Jetzt mach mal einen Punkt. Ach, hasse schon.
Ist die Bundeswehr denn schon abgeschafft? Dachte das dauert noch ein paar Jahre.
Hallo,
nicht nur das, auch grenzenlose Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bis zur Grenze der Erwerbsunfähigkeit führen dazu, dass es in meinem Bekanntenkreis so viele Fehltage bei Beamten gibt.
Den Gipfel hatte aber ein Spruch eines mit 50 frühpensionierten Lehrerehepaares erreicht. Frühpensioniert, weil sie nicht mehr dem Druck der Schüler gewachsen waren, schoben mal wieder ihre Koffer ins Auto, um zum siebten Mal in diesem Jahr auf Reisen zu gehen. Da grüßten sie dann ganz freundlich mit den Worten: „Na, dann heute viel Spaß beim Einzahlen in die Rentenkasse“.
VG
EK
Hallo,
natürlich kann das geändert werden: dazu ist lediglich eine Verfassungsänderung nötig, also ein 2/3 Mehrheit in bundestag und -rat.
Vorher müsste durch Wahlen freilich noch eine andere Zusammensetzung der Parlamente erreicht werden ;o)
Auch muss dann natürlich geklärt werden, wer denn bitte schön die Nachversicherung der (Ex-)Beamten in Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlt,
Ist doch schon geklärt (Oder anders gefragt, wie ist es den jetzt „bezahlt“? Richtig, verdeckte Verschuldung. Dann wird daraus eine offene). Aber mal abgesehen davon, dürfte es in einem solchen Szenario kein Problem sein, auch hierfür noch schnell ein Gesetz durch die Parlamente zu jagen. Eine Variante könnte so aussehen: Beamte des mittleren Dienstes bekommen für ihrer erworbenen Ansprüche Staatsanleihen in grün, die des gehobenen Dienstes in blau und die des höhren in rot.
wie die Arbeitgeberkosten der Sozialversicherung finanziert werden sollen
Wenn die entlassen sind, stellt sich diese Frage noch?
und (da es ja keine „Vorteile“ des Berufsbeamtentums mehr gäbe) wie man an das Personal kommen soll, das für das Geld die Arbeit macht, wo doch die „freie Wirtschaft“ besser bezahlt.
In diesem Szenario wird es nicht mehr viel freie Wirtschaft geben, vermute ich mal. Ansonsten ist das mit dem mehr in der freien Wirtschaft sicher eine unzulässige Verallgemeinerung. Das mag auf Tätigkeiten zutreffen, für die ein Hochschulstudium oder Ähnliches notwendig ist und die naturgemäß auch in der freien Wirtschaft nahcgefragt werden. Das sehe ich bei einigen Laufbahnen bzw. Tätigkeiten eher nicht.
Ich wage jetzt mal ganz kühn die These, dass die relativen Anteile derjenigen, die aus dem bestehenden Beamtenverhältnis in die freie Wirtschaft wechseln, in den einzelnen Laufbahngruppen sehr stark differieren und am unteren Ende wahrscheinlich gegen null streben.
Als realistischer sehe ich eher, dass bei einer steigenden Inflation einfach die Besoldungsanpassungen nicht mehr schnell genug hinterherkommen. Inflation wäre also auch hierfür eine „Lösung“.
Grüße
Hallo,
nicht nur das, auch grenzenlose Entgeltfortzahlung im
Krankheitsfall bis zur Grenze der Erwerbsunfähigkeit führen
dazu, dass es in meinem Bekanntenkreis so viele Fehltage bei
Beamten gibt.
ich habe einige Beispiele von Beamten, die nach Jahren „Krankheit“*, endlich wieder arbeitsfähig waren, dann nach dem Hamburger Modell (§ 74 SGB V) eingegliedert werden sollten und jedes Mal, wenn ihnen etwas nicht passte, einfach nach Hause gingen. Und der Dienstherr machte das mit, ohne mit der Wimper zu zucken.
Auch „Ärztehopping“ ist ein beliebtes Spiel in manchen Kreisen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass, sollte die Gehaltsfortzahlung nach 6 Wochen beendet werden, eine Vielzahl von Beamten nach dieser Zeit wundersam geheilt werden würden. Doch dazu müssten erst einmal die „hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums“ geändert werden, und dazu braucht’s 2/3, die sicher nicht zustande kämen.
*Meines Erachtens nach eher „taktisches“ krank.
Gruss
Iru
Servus, Tom,
schon mal darüber nachgedacht, warum das Einkommen eines Beamten etwas höher sein muß?
Beamte müssen von ihrem Nettoeinkommen ihre Krankenversicherung und die ihrer Familie bezahlen. Übrigens auch noch nach der Pensionierung, wenn die Beiträge erfahrungsgemäß noch höher sind.
Außerdem müssen sie auf viele Rechte verzichten, die Normalbürger haben.
Man darf z.B. nicht streiken. Und wenn aus 38,5 h plötzlich 42 h wöchentliche Arbeitszeit ohne Lohnausgleich werden, kann man nichts dagegen tun und wird von den Angestellten ausgelacht, die immer ne Stunde früher nach Hause gehen. Fies, vor allem wenn man zuvor 10 Jahre lang Nullrunden hingenommen (sprich Lohnverzicht geübt)hat, um auf die 38,5 h zu kommen.
Und für die lächerlichen Zulagen (DUZ), die Beamte für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste bekommen, würde man in der freien Wirtschaft ausgelacht.
Im Übrigen wurden die Lebenszeitverbeamtung und das Alimentationsprinzip auch mit der Absicht eingeführt, Korruption und Bestechlichkeit bei den Staatsdienern zu verhindern, was in D übrigens sehr gut funktioniert.
Und schon mal davon gehört, daß Beamte im mittleren Dienst ohne zweites Einkommen der Ehefrau in Großstädten früher teilweise sogar Anspruch auf Wohngeld hatten, weil sie sich die Mieten nicht leisten konnten? Nur kann sich ein Beamter seinen Dienstort sehr oft nicht selbst aussuchen.
Schon gewußt, daß z.B. in BY sehr viele junge Polizisten, die fast alle die ersten Jahre in München Dienst tun müssen, jeden Schicht 100 - 150 km einfach pendeln?
Aber es wird halt immer gerne über die Beamten geschimpft.
Gruß Manu
Hallo!
So eine Diskussion führt zu nichts, ist doch völlig unsachlich.
schon mal darüber nachgedacht, warum das Einkommen eines
Beamten etwas höher sein muß?
Beamte müssen von ihrem Nettoeinkommen ihre
Krankenversicherung und die ihrer Familie bezahlen.
Das muss ich auch. Abgesehen davon ist Argument irrelevant, weil es nur auf das Endergebnis ankommt. Nicht wer was formell zahlt.
Außerdem müssen sie auf viele Rechte verzichten, die
Normalbürger haben.
Man darf z.B. nicht streiken.
Na da schau her, wieviel wird denn eigentlich gestreikt so in der Praxis?
Und wenn aus 38,5 h plötzlich 42
h wöchentliche Arbeitszeit ohne Lohnausgleich werden, kann man
nichts dagegen tun und wird von den Angestellten ausgelacht,
die immer ne Stunde früher nach Hause gehen. Fies, vor allem
wenn man zuvor 10 Jahre lang Nullrunden hingenommen (sprich
Lohnverzicht geübt)hat, um auf die 38,5 h zu kommen.
Und für die lächerlichen Zulagen (DUZ), die Beamte für Nacht-,
Sonn- und Feiertagsdienste bekommen, würde man in der freien
Wirtschaft ausgelacht.
Das ist nun aber schon sehr weit hergeholt. Es gibt so aus dem Zusammenang gerissene Todschlagargumente, die man immer wieder hört. Es kommt halt auf eine Gesamtsicht an.
Im Übrigen wurden die Lebenszeitverbeamtung und das
Alimentationsprinzip auch mit der Absicht eingeführt,
Korruption und Bestechlichkeit bei den Staatsdienern zu
verhindern, was in D übrigens sehr gut funktioniert.
…ja aber nicht nur deswegen. Oder sind leicht die nicht verbeamteten Vertragsbediensteten korrupter? Wohl nicht. Im Übrigen weiß ich ziemlich genau wozu das gedacht war.
Und schon mal davon gehört, daß Beamte im mittleren Dienst
ohne zweites Einkommen der Ehefrau in Großstädten früher
teilweise sogar Anspruch auf Wohngeld hatten, weil sie sich
die Mieten nicht leisten konnten?
Häh? Wieviele Nichtbeamten können sich das auch nicht leisten? Das wäre mit exakten Statistiken zu untermauern, wenn du das beweisen willst, was du behauptest.
Nur kann sich ein Beamter
seinen Dienstort sehr oft nicht selbst aussuchen.
Ja und?
Schon gewußt, daß z.B. in BY sehr viele junge Polizisten, die
fast alle die ersten Jahre in München Dienst tun müssen, jeden
Schicht 100 - 150 km einfach pendeln?
Ich wüsste nicht, was das mit dem Thema zu tun hat. Ich wüsste jetzt auch nicht, warum das bei einem Beamten anders wäre als bei einem Vertragsbediensteten.
Ich - und viele andere Juristen - hab halt den Vorteil, dass ich den öffentlichen Dienst kenne und die Privatwirtschaft. Vielen Beamten fehlt aber leider die umgekehrte Erfahrung und das ist nicht gut.
Ich betreibe kein Beamtenbashing, das habe ich schon geschrieben, ich hab da durchaus ein differenziertes Bild.
Tom
Ich - und viele andere Juristen - hab halt den Vorteil, dass
ich den öffentlichen Dienst kenne und die Privatwirtschaft.
Vielen Beamten fehlt aber leider die umgekehrte Erfahrung und
das ist nicht gut.
Ich betreibe kein Beamtenbashing, das habe ich schon
geschrieben, ich hab da durchaus ein differenziertes Bild.
Das sehe ich, der ich ebenfalls sowohl in der freien Wirtschaftt als auch nunmehr im öffentlichen Dienst (sowohl in der Verwaltung als auch jetzt in der Justiz) gearbeitet habe, bzw. arbeite, eigentlich ebenso.
Der Gang in den ÖD ist eine ganz klare Entscheidung in Kenntnis der Für und Wieder. Und natürlich spielt da die Jobsicherheit, der deutlich geringere Druck und die im Verhältnis zur Privatwirtschaft geringere Arbeitszeit eine entscheidende Rolle. Man hat viele Vorteile und dafür gibt es eben weniger Geld. Ob das, was am Ende im ÖD rauskommt, angemessen ist, darüber kann man natürlich immer streiten, diese Diskussion kann aber nicht im Vergleich zur Privatwirtschaft geführt werden, weil es eben zwei grundverschiedene Dinge sind.
Und ich sehe es auch ebenso, dass es vielen im ÖD, und zwar insbesondere denjenigen, die sich nie in der freien Wirtschaft behaupten mussten, oftmals erheblich an der Arbeitseinstellung fehlt. Da wird über alles gemeckert, vom Gehalt über die Arbeitsbelastung, die Arbeitszeit, die Arbeitsaustattung bis hin zur bösen Hierarchie. Es wird sich Gedanken über alles mögliche gemacht, jeder will bei allem mitreden und gefragt werden, mit der eigentlichen Arbeit hat das wenig zu tun.
Das ist natürlich jetzt etwas harsch formuliert und ich habe auch hervorrange Leute kennen gelernt. Aber ich bin auch schon sehr froh, dass ich hier in meinem Job gänzlich autark bin.
Gruß
Dea
Zustimmung
Hallo,
Und ich sehe es auch ebenso, dass es vielen im ÖD, und zwar
insbesondere denjenigen, die sich nie in der freien Wirtschaft
behaupten mussten, oftmals erheblich an der Arbeitseinstellung
fehlt. Da wird über alles gemeckert, vom Gehalt über die
Arbeitsbelastung, die Arbeitszeit, die Arbeitsaustattung bis
hin zur bösen Hierarchie. Es wird sich Gedanken über alles
mögliche gemacht, jeder will bei allem mitreden und gefragt
werden, mit der eigentlichen Arbeit hat das wenig zu tun.
du hast damit völlig recht. Die Arbeitseinstellung fehlt, dafür gibt es aber ein sehr starkes Anspruchsdenken ("…und wenn mir etwas nicht passt, dann mache ich eben krank…" siehe meinen Beitrag etwas weiter unten). Es ist durchaus erkennbar, wer von den Beamten schon Erfahrungen im Bereich der freien Wirtschaft gemacht hat und wer nicht. Es gibt dennoch genügend Beamte, die sich den A… aufreißen, wirklich gute Arbeit machen und dennoch auf der Stelle treten, weil im ÖD der Status wichtiger ist als das Wissen. Eignung, Leistung und Befähigung sind Faktoren, mit denen man nur Dienstanfänger beeindrucken kann, im „wahren Leben“ gibt es das nicht.
Gruss
Iru
Quatsch (owt)
nix
Servus, Leute,
ich sehe schon: meine Einwände wollen gar nicht gehört werden.
Tom, ich weiß jetzt nicht, wie es in Österreich ist. Aber in Deutschland gibt es kaum noch einen Arbeiter in der freien Wirtschaft - von Selbstständigen rede ich nicht, das ist was anderes -mit einer Regelarbeitszeit von 42 h. Und diese sind auch in der Regel alle gesetzlich krankenversichert. Die Beiträge dazu werden ihnen bereits vom Bruttolohn abgezogen, so daß ihnen ihr Nettolohn so bleibt, wie er ist. Allerdings wird in D sehr oft der Nettolohn der Beamten als Vergleich herangezogen, ohne eben, wie von mir ausgeführt, zu berücksichtigen, daß sie eben davon erst noch ihre KV zahlen müssen.
Dazu kommt z.B. in Bayern: seit ein paar Jahren werden durch die Beihilfe von jeder einzelnen Arztrechnung 10 EUR Eigenanteil abgezogen (bei gesetzlich versicherten 1 mal im Quartal). Die letzten 15 Jahre lagen die Löhnerhöhungen - wenn es denn welche gab - fast immer unter der Inflationsrate.
Und ja, es gibt in Deutschland desöfteren Streiks im Tarifkampf. Nur dürfen sich Beamte eben nicht daran beteiligen.
Natürlich ist die Lebenszeitverbeamtung ein Vorteil. Aber das ist auch so ziemlich der einzige, den ich in den letzten Jahren wahrgenommen habe.
Angesichts einer Arbeitslosenquote von 2,7 % in meinem Heimatlandkreis macht man sich dann schon seine Gedanken, ob man in der freien Wirtschaft nicht besser dran wäre.
Übrigens: Alleine berufsbedingt bin ich bisher 12 mal umgezogen, nur 1 Versetzung davon ging von mir selbst aus.
Gruß manu
Hab noch was vergessen.
Würdet ihr den Job aller Beamten gleich einschätzen, oder gäbs nicht vielleicht doch gewisse Unterschiede zwischen beispielsweise Lehrern und Polizisten?
Grüße
Manu
Hallo Manu,
deine Einwände wollen und werden gehört (bzw. gelesen). Wo ich drauf hinaus will, ist - so meine Erfahrung im Führungsbereich einer Behörde - dass es genügend Mitarbeiter gibt, die sehr genau ihre Rechte kennen und wissen, sie für sich gewinnbringend einzusetzen, allerdings die Kenntnis ihrer Pflichten nicht sehr ausgeprägt ist. So waren es doch einige, die über Jahre hinweg krank waren und erst dann gesund wurden, als der Dienstherr endlich mal ernst machte, deren Dienstfähigkeit anzweifelte und sie zum Amtsarzt schickte (der sie als kerngesund einstufte).
Ich weiss genau wie du, wie schwer es oft ist, immer wieder umzuziehen und dass es auch Beamte gibt, deren Gehalt nicht ausreicht, um in einer Großstadt über die Runden zu kommen. Ich will auch nicht am Berufsbeamtentum rütteln, es hat für den Staat und den Einzelnen durchaus Vorteile, allerdings würde ich mir manchmal etwas mehr Konsequenz im Umgang mit den Anspruchsdenkern wünschen.
Gruss
Iru