Hallo Anke,
ich weiß erstmal gar nicht, wie ich anfangen soll.
Gibt es eurer Meinung nach einen DEN RICHTIGEN Zeitpunkt, mit
der Familienplanung anzufangen?
Einen ZeitPUNKT gibt es sowieso nicht, derartige Überlegungen entwickeln sich in einer Beziehung irgendwann. Ich bin der Meinung, je früher desto besser. „Warten wir noch etwas“ sagt man leichter als „Hätten wir doch früher…“. Ob man nun bessere Eltern abgibt, wenn man jung ist oder eher etwas älter, ist schwierig zu beantworten. In jeder Lebensphase hat man bestimmte „Probleme“. Wir haben uns dafür entschieden, recht jung Eltern zu werden, weil wir in Kindern unseren Lebenssinn sehen und es uns nicht so wichtig ist, jedes Jahr toll in den Urlaub zu fahren. Aber diese Prioritäten muss natürlich jeder für sich selbst setzen, ein „so ist es gut und so ist es schlecht“ gibt es nicht.
Ist es normal, dass man sich unzählige Gedanken drüber macht
(z.B. klappt das denn auch wirklich so, wie man sich das
vorstellt… Job-Verlust-Angst [man denke an die momentane
Arbeitsmarktsituation], sowas wie Versagensangst wg. der
Verantwortung, u.a.)
Ja, solche Gedanken sind normal und meiner Meinung nach sogar wichtig. Gedankenlos ein Kind in die Welt zu setzen endet meist mit einigen Problemen…
Es wäre nett, wenn ihr (falls ihr Zeit u. Lust dazu habt) mir
schreiben könntet, wie das bei euch so war. Eure Ängste oder
eure Gedanken zu dem Thema allgemein…
Naja, bei meiner Frau und mir gabs die gleichen Überlegungen: Reicht uns ein Gehalt? Kriegen wir das so jung überhaupt hin? Sollen wir nicht noch warten? Sind wir der Verantwortung gewachsen?
Und noch viel, viel mehr. Nachdem aber bestimmte Rahmenbedingungen (finanzielle Absicherung, Wohnungs- und Arbeitssituation etc.) in Ordnung waren, haben wir uns dazu entschlossen. Wir waren uns über die Rollenverteilung einig. Meine Frau wollte für das Kind da sein, es nicht nach ein paar Wochen wieder abschieben. Meine Frau wollte 100%ig Mutter sein, und nicht aus persönlichen oder finanziellen Gründen sofort wieder arbeiten gehen.
Grundsätzlich würde ich es so formulieren:
Wenn ihr beide euch sicher seit, die Verantwortung übernehmen zu wollen (das Können kommt von allein!), ihr für das Kind rund um die Uhr da sein wollt und eure Bedürfnisse hinter denen des Kindes zurückstellen wollt und könnt, dann wünsch ich schon mal viel Spaß…
Ich hoffe, ihr versteht, was bzw. WIE ich das meine und könnt
mir Klarheit verschaffen, ob ich denn wirklich die einzige
bin, die sich so „ins Hemd macht“ 
Nein, wie gesagt, solche Überlegungen sind genauso wichtig wie der echte Wunsch nach einem Kind. Ihr macht bis jetzt alles richtig… 
Vielen Dank schonmal und liebe Grüße an euch da draußen
viele Grüße zurück
Jolly