Hallo Elimelech!
Das macht gleich viel mehr Spaß jetzt, wo wir einen ordentlichen Ton gefunden haben.
Wäre dem so gewesen, gäbe es mehr Belege dafür.
Ich sehe hier nur wage Behauptungen, auf deren Basis ich es
ablehnen muss eine zweistellige Millionenzahl Menschen
pauschal zu verurteilen.
Ich glaube dieses ist fast der einzige Punkte wo wir
auseinander gehen und verschiedene Meinungen haben. Nach
meiner Ansicht gibt es genau hierfür genügend Belege und es
sind nicht nur wage Behauptungen.
Ich denke, dass die meisten der genannten Belege nicht valide sind. Es wurde ja schon angesprochen, dass viele Leute auch i Beisein ihrer Familien befragt worden sind und daher vermutlich nicht ehrlich geantwortet hatten.
Derer Ungereimtheiten gibt es einige, so auch beispielsweise Aussagen wie „das ganze Haus war froh, dass die Juden endlich ausgezogen waren“. Hier spricht dann einer für andere, was so nicht der Wahrheit entsprechen muss.
Problematisch ist nur dein Nachsatz, da dieser nicht meiner
Meinung entspricht und ich eben nicht davon spreche, dass die
ganze Bevölkerung damals zu verurteilen ist, sondern eben nur
in ihrer Wahrnehmung als Einheit. Daraus folgt jedoch
keinerlei Verurteilung Einzelner.
Das ist es ja. Die Verurteilung der gesamten Bevölkerung als Einheit setze ich glaich mit der einheitlichen Verurteilung der ganzen Bevölkerung…
Hierzu muss ich vielleicht noch einmal darauf hinweisen, dass
die Bevölkerung damals ja auch alle Opfer mitenthielt. Gerade
in Frage einer Gesamtverantwortung muss dieses immer klar
sein, dass hieran alle beteiligt waren.
Nach meiner Ansicht gibt es zwar eine gewisse Gesamtverantwortung der Deutschen, sie unterkliegt jedoch einer Verschiebung weg von der Schuld der Tätergeneration hin zur Verantwortung der nachfolgenden generationen, so etwas nicht mehr geschehen zu lassen.
Die Gesamtschuld für die Tätergeneration ist somit, auch wenn wir hier verschiedener Ansicht sind, eigentlich kein Thema mehr, denn diese Generation ist fast ausgestorben.
Der Fehler vieler Juden ist es, das jüdische Schicksal
isoliert zu betrachten.
Sinti, Roma, Kollaborateure, Behinderte, u.s.w. waren alle
unerwünscht.
Ja, alle waren unerwünscht und dieses auch in einer Zeit als
es der Gesamtbevölkerung immer besser ging. So widerspricht
auch deiner These der Armut und hungernden Nazis, dass die
Entrechtung eben von Teilen der Bevölkerung ausging. Somit
kann ich dir hier nicht folgen. Aber das steht auch in jedem
Geschichtsbuch.
Nein, in den geschichtsbüchern steht eben nicht, dass ale Deutschen Naziverbrecher waren.
Hier steht, dass die NSDAP durch Wahlbetrug an die Macht kam und Hitler anfangs nur mit seinen kleinen teroreinheiten die ganze Bevölkerung auf Kurs hielt, bis er dann in den Krieg zog, wovon auch nicht alle Deutschen begeistern gewesen sein dürften…
Das Problem lag wohl eher in der allgemein schlechten
Lebenssituation nach dem 1. WK. Da fragte man wohl nicht so
genau, wenn einem jemand etwas zu Essen versprach. das war der
eigentliche Fehler, welchen man breiten teilen der Bevölkerung
vorwerfen kann.
Wenn dieser Zusammenhang bestehen würde, hättest Du recht und
es wäre heute für uns einfacher, damit fertig zu werden, dass
die damalige Gesellschaft in die Barbarei zurückfallen konnte.
Nur leider war dem nicht so. So haben sich sicherlich auch
Menschen daran beteiligt, weil sie sich davon eine
gesellschaftlichen Aufstieg versprochen haben.
Einzelne taten das natürlich. Das würde ich auch nicht leugnen.
Aber in der
Mehrheit trifft dieses nicht zu. So wurden die meisten
„Programme“ auch ohne diesen Zusammenhang durchgezogen.
Das geht nicht, denn die Situation war wie sie war. Das kann man nicht aus dem Zusammenhang herauslösen.
Ich kenne Leute um die 25, die felsenfest der Ansicht sind, dass Versailles die eigentliche Ursache für den zweiten Weltkrieg war.
Ich persönlich halte das für eine der Ursachen, aber man muss sich schon die Frage stellen, warum so etwas wie Hitler überhaupt möglich war.
Sicherlich nicht, weil alle Deutschen faschistische Schweine waren oder sind.
Dann musst Du versuchen, die Situation in Deutschland nach
Versailles zu verstehen, und zwar von deutscher Seite aus,
nicht von der Position der ermordeten Juden.
Hier machst Du den Fehler zu trennen zwischen den Juden und
den Deutschen.
Nein, das wollte ich nicht. Ich habe mich ungeschickt ausgedrückt.
Ich wollte genau diese Trennung, diese isolierte Betrachtung als falsch bezeichnen.
Aber zu der Zeit damals lebten beide in der
gleichen Situation. Beide hatten ihre Probleme mit Versaille
und die Juden haben sich hier nicht von anderen Teilen der
Bevölkerung unterschieden.
Richtig.
Diese waren
lediglich ein Teil der Geschichte, wenn auch ein besonders
grauenvoller.
Eben, aber nur Teil. Hier sind wir schon länger einer Meinung.
Ich halte noch einmal ein paar Punkte fest, wo ich denke, dass
wir dieses ähnlich sehen (bezogen auf die Menschen damals!):
* Alle Menschen mussten damals in der einen oder anderen Form
leiden.
* Auch wenn die Leiden unterschiedlich waren, gibt es hier
keine
Skala.
* Jeder Mensch muss angemessen an sein Leider und Opfer
erinnern
können und die Gesellschaft (heute) muss ihm hierfür den
Raum
geben.
* Alle Menschen heute zusammen tragen Verantwortung für die
gesamte(!) Geschichte.
* Es gibt keine Form einer Kollektivschuld. Nur die Täter sind
für ihre Taten verantwortlich und daran schuldig.
Korrekt.
Genau das versuche ich seit fast 3 Jahren hier zu vermitteln.
Ja, aber mir musst Du das nicht vermitteln. Du kämpfst hier
gegen Windmühlen 
Ist dennoch interessant.
Es geht ja auch gar nicht um Sippenhaft
doch, genau darum geht es.
Nein, uns beiden geht es nicht um Sippenhaft, da wir beide
diesen Begriff in diesem Zusammenhang ablehnen. Somit müssen
wir darüber uns auch nicht unterhalten. Und ich sehe keinen
Sinn darin, hier die Probleme von anderen Leuten zu
diskutieren.
Ach so, vor diesem Hintergrund betrachtet, hast Du natürlich recht.
Ich dacht aber doch, dass wir hier im Kern über das Problem sprechen, weshalb manche Nichtjuden mit manchen Juden und umgekehrt nicht unbefangen umgehen können mit allen daraus resultierenden Folgen.
das wird so nicht offenbar.
Gut, ich werde nun immer schreiben: "Ich als Deutscher… "

(Wir sicherlich auch meinem Ruf als Nationalist nicht
abträglich sein 
Leute, die das dann so sehen, sind nicht wirklich interessant. Da kann man drüber stehen, denke ich.
Anscheinend ist es aber für dich
undenkbar in dieser Form abstrakt über die damalige Zeit zu
diskutieren oder?
Das ist für mich durchaus denkbar.
Nur war diese Linie in Deiner Argumentation für mich bislang
nicht erkennbar.
Gut, dann noch einmal ein Punkt, wo wir wahrscheinlich einer
Meinung sind:
* Man muss unterscheiden bei der Diskussion von Geschichte,
zwischen allgemeinen Bewertungen welche alle betreffen und
Fragen welche Einzelne betreffen.
Soweit gehe ich mit.
Wir beantworten diese Frage eben abweichend.
Das ist eben die große Frage: war es wirklich so, dass niemand
eingeschüchtert war, sondern dass es den Leuten einfach egal
war, wohin die Juden kamen und sie sich über die
freigewordenen Wohnungen freuten?
Das ist die grosse Frage, weil das Wissen darüber, mit welchen
Motiven die Leute gehandelt haben, verloren gegangen ist, weil
darüber eben nicht gesprochen wurde und wird.
Oben sprichst Du noch von „Belegen“ hierfür.
Aber nach dem
wie die Leute gehandelt haben und in welchen Situation sie
dieses getan haben, müssen wir annehmen, dass sie oft ohne Not
hier gehandelt haben und oft auch für weitere Entrechtungen
eingetreten sind.
Das sehe ich eben anders. Manche haben das getan, aber ich halte das für eine Minderheit.
Und, das gebe ich zu, ich will das auch für eine Minderheit halten.
Der damalige Deutsche, geprügelt, arm und durch die
kaiserliche Erziehung devot und obrigkeitshörig, war es
einfach nicht gewohnt, zu hinterfragen.
Nun, in anderen Bereichen hat er dieses sehr wohl getan. Somit
ist diese These zumindest allgemein nicht haltbar.
In wiefern hat er das getan?
Der Bildungsstand war doch viel niedriger, es gab eine überwiegende Mehrheit von Arbeitern und Angestellten gegenüber den Akademikern. Es gab sicherlich einen deutlich geringeren Anteil Tageszeitungsabbonenten, der allgemeine Wohlstand ist mit dem heutigen nicht vergleichbar. Man befand sich einfach noch eine Stufe weiter unten auf der Marslow´schen Bedürfnispyramide.
Somit
bleibt die Frage offen, warum die Leute damals so gehandelt
haben. Und ich denke sie waren hier gleichgültig gegenüber den
anderen, was an sich schon tragisch genug ist, da die Leute
oft sehr wohl wusste, welche Konsequenzen es hat.
Das ist mir eben zu pauschal.
…weil Demonstranten als große Gruppe eben nicht greifbar
sind.
So gross waren eigentlich nicht alle Gruppen.
Diese Aussage ist ein Allgemeinplatz.
Ich kann hier entgegnen, dass „Die Weisse Rose“ schließlich ausgehoben und vernichtet worden ist.
Ich nahm Dich als Israeli war.
Tja, siehst Du, so kann man sich irren.
Offenbar.
Du willst damit behaupten, dass deine ganzen Aussagen sich
hier auf das Buch beziehen? Dann müsste in dem Buch ja Zitate
des ZdJ zu finden sein, welche von Kollektivschuld sprechen
usw. usw. Nein, wir sprechen hier schon lange nicht mehr über
das Buch.
O.K., da gehe ich mit.
Stört mich jedoch nicht, machen wir weiter?
Nun, du hast auf einmal angefangen von Israel zu schreiben. Da
war mir nicht ganz klar, ob du hier wirklich noch über den
Artikel aus der SZ schreibst 
Ich entwickle die Sache eben weiter.
Nein, er sprach von einer Verantwortung. Von dieser spreche
ich auch und er hat hier sogar alle Teile der deutschen
Bevölkerung mit eingeschlossen.
Nein, das hat er definitiv nicht.
Muss ich jetzt das Zitat raussuchen?
„Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des
judenmordenden Staates kommt gar nichts anderes zu, als die
schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen,
generationenlang, für immer.“
Genau das meine ich.
- Versöhung und in diesem Zusammenhang vorliegende
Schuldfragen werden von ihm zurückgewiesen. Genauso wie ich
dieses oben getan haben. Dieses bedeutet jedoch nicht, dass
die Diskussiond darüber sinnlos ist, sondern dass es keine
Ausgangslage für Versöhnung gibt, da diese wiederum
Kollektivschuld voraussetzen würden.
…die ja auch vrausgesetzt wird. Das ist doch zwischen den Zeilen ganz klar herauszulesen. Das interpretiere doch auch nicht nur ich alleine so. Wäre dem so, dann könnte ich mich ja überzeugen lassen. Aber außer den NPD-Wählern und mir kamen noch sehr viel gemässigtere Leute zu dieser Ansicht.
- „Die Erben“, je wer ist denn das? Doch wohl die
Gesamtbevölkerung des deutschen Staates und damit halt auch
die hier lebenden Juden.
…welche damit aber eigentlich nciht gemeint sind, fürchte ich…
- Er spricht hier von Verantwortung genauso wie ich das tue.
Wir können uns nicht davor drücken, sondern müssen diese auf
uns „nehmen“.
Richtig. Nur wird hier „Verantwortung“ sehr differenziert definiert…
Sonst würde ich mich doch nicht immer noch gegen ihn
einsetzen.
Ja, was weiss ich, warum du dieses in genau diesem Punkt tust?
s.o.
Das ist infam und muss nicht weiter kommentiert werden.
So infam ist es nicht, da es ja anscheinend sogar der Wahrheit
entspricht (siehe oben). Daraus musst Du nicht gleich wieder
eine Wertung ableiten, sondern nimm es hin, dass du dadurch
vielleicht die eine oder andere Aussage anders verstanden
hast, vor allem wenn ich von „den Deutschen“ geschrieben habe.
Mag sein, aber eine Minderheit hätte solche Barbarei nie gegen
die Mehrheit durchsetzen können.
Doch, genau das ist geschehen.
Was soll das denn? Das wissen wir doch alles.
Wissen wir das? Könntest Du hierfür eine seriöse Quelle
nennen, welche diese These stützt?
Beispielsweise die von Dir angeführten „Geschichtsbücher“. Vielleicht hatten wir verschiedene Ausgaben?
Es war eben nicht „der Normalbürger“, sondern „einige Bürger“.
Dieser Unterschied ist mir wichtig.
Nein, es waren Normalbürgen, aus ganz unterschliedlichen
Kreisen, mit unterschliedlichen Beziehungen zu ihren Opfern.
Warum ist das schon schwer aushaltbar, dass man dieses hier
relativieren muss. Natürlich waren es nur einige, aber darum
ging es nicht.
Doch, genau das ist mir wichtig.
Genauso, wie wir alle wissen, dass nicht alle Belgier Kinderschänder sind.
Zu dieser Zeit hat noch die Wenigsten Hunger und die waren es
nicht, welche an den Enteignungen etc. mitgemacht haben, weil
man auch dazu Geld brauchte.
Wer war es dann?
Alle Bürger mit einem Einkommen über 300 Reichsmark?
Der Preis für die Häuser und Fabriken von Juden lagen wohl
etwas höher. Ein Blick in ein Geschichtsbuch welches sich
diesem Thema widmet hilft hier weiter.
Hier finde ich nur Aussagen über einzelne. Ich konnte niemals lesen, dass „alle Deutschen sich an jüdischem vermnögen schadlos gehalten“ oder „alle Deutschen Juden ermordet“ hätten.
Du sprachst davon, dass die heutige Lobby an die alte Zeit
anknüpft. Somit muss in dieser Zeit ja etwas gewesen sein
oder?
Die heutige Lobby holt sich ihre Daseinsberechtigung noch im
Damals ab.
Ich zitiere dich hier noch einmal: „[…] um die Geldquellen
am Sprudeln zu halten und die alten Machtpositionen zu
erhalten.“
Korrekt.
Du sprichst hier von alten Machtpositionen und nicht von
obigen. Somit bleibt meine Frage stehen, was du hiermit genau
meinst.
Ich meine damit, dass sich rund um die Wiedergutmachung des Nachkriegsdeutschlands eine Lobby entwickelt hat, die nun merkt, dass die neue Generation nicht mehr so zahlungsfreudig ist und somit mal wieder etwas Druck gemacht werden muss.
Alle dürfen Lobbyarbeit machen, die sich nicht gegen die
Mehrheit der Deutschen richtet, auch die Juden.
*prust* Wie gut dass dieses nicht Rechtsgrundlage dieses
Staates ist und wir in einer Demokratie leben.
Eine Demokratie muss sich auch wehren können.
Ach, die Demokratie ist wegen dem ZdJ in Gefahr?
Ihr Ansehen ist es.
Ich frage
mich hier wirklich schon, wegen sich die Demokratie da wehren
muss. Dagegen, dass der ZdJ sich manchmal öffentlich zu Wort
melden? Ist das schon nicht aushaltbar, um sich dagegen wehren
zu müssen? Doch eine sehr sonderbare These, unabhängig davon,
was man von der Arbeit des ZdJ in diesem Punkt hält.
Jeder darf sich „zu Wort melden“.
Allerdings darf es nicht möglich sein, dass einzelne Lobbyisten ein ganzes Land über Jahrzehnte hinweg erpressen.
*g* Hierzu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein. Ich bin mir
ziehmlich sicher, wenn ich eines der obigen Dinge begehen
würde, dass ich das Gesetz spüren würde, wie jeder andere
Teilnehmer von w.w.w. auch.
Das ist eben die Frage. Bist Du Jude? Wenn ja, kannst Du im
Zentralrat mitmachen und hast Narrenfreiheit.
Schön wäre es. Dem ist aber beleibe nicht so.
Dann kannst Du ja konvertieren…
Und das halte ich für falsch und der „jüdischen Sache“ in
Deutschland ohnehin für äußerst abträglich.
Wenn dem so wäre, würde ich dir zustimmen. Somit bleibt aber
nur abträglich, dass sich dauernd einige gegen dieses wehren
müssen, was aber real garnicht stattfindet.
Das ist wiederum die Einstellung einer (sehr mächtigen) Minderheit.
Richtig. Nichts anderes versuche ich hier.
Dieser Punkt gehört auch zum Thema „Diskussion über die
NS-Vergangenheit“.
Aha, warum?
Wie diskutiert man darüber? Versuche ich, zu integrieren oder
zu desintegrieren?
Gebe ich meinem Gesprächspartner eine Chance? Lege ich meine
Ziele offen?
Nun, der Punkt hier ist die aktuelle Situation in Israel. Und
du bist hier nicht auf meine Nachfrage eingegangen, was denn
nun dieses mit der Diskussion über die NS-Vergangenheit zu tun
hat.
Beides ist politisch verknüpft. Zumindest solange man immer wieder darauf herumhackt.
Die geschichtliche Verknüpfung ist ohnehin unabdingbar vorhanden.
Belege, Belege, Belege. Ansonsten kann ich hier nur immer
wieder schrieben, dass es die Israelis - ausgrechnet
heutzutage - in keinster Weise interessiert, wie ein Mathias
in Deutschland lebt. Du überschätzt dich hier masslos 
Naja, allein lehitraot als Einzelfall widerlegt das ja
bereits.
Schönes Beispiel
))) Nur leider ist lehitraot Deutsche.
Sie ist Jüdin und lebt(e) in Tel Aviv, soweit ich sie verstanden habe.
So geht das dort vielen, der „Judenstaat“ ist ja nicht allzu alt und von Immigration geprägt.
Ansonsten hat Israel ja hier mit dem Zentralrat der Juden in
Deutschland eine Art moralisches Konsulat, welches seine
Interessen in Deutschland wahrnimmt.
Sonderbareweise nimmt weder Israel auf die Arbeit des
Zentralrats noch umgekehrt Einfluss.
Das kann niemals belegt werden.
Der Einfluß war in der Diskussion Karsli damals glasklar geworden.
Ausserdem stellt sich
hier die Frage was Israel damit nun wieder zu tun hat? Wir
reden hier doch nach wie vor über die Diskussion in
Deutschland über unsere Vergangeheit oder nicht?
Ich sehe hier, wie gesagt, eine Verknüpfung der Themen.
Ja, ich weiss, es gab schon immer gute und schlechte Juden.
Ganz recht. genau wie es „gute und schlechte“ Christen,
Moslems und Buddhisten gibt.
Nur gibt es diese nicht, nur weil sie Mitglied einer Gruppe
sind, sondern weil es entsprechend gehandelt haben.
Ich sehe das bei der Gruppe der Juden auch so. Man wird an seinen Taten und Worten gemessen.
Alles
andere nenne ich nach wie vor Vorurteile. Oder willst Du zum
Beispiel behaupten, dass alle Mitglieder der Bischofskonferenz
„schlechte“ Christen sind?
Nein, weshalb?
Leider müsste auch die guten Juden immer leiden, wenn es gegen
die schlechten Juden ging.
Das ging den Christen und Moslems auch noch nie anders.
Was sich ja an der Häufigkeit entsprechender Diskussionen hier
bei w.w.w. vortrefflich zeigt, dass es sich dort nicht anders
verhält *g*
Stimmt…
Korrekt, denn Du teilst mit Deiner Wahl dessen Standpunkte.
Aha. Wieder ein sonderbares Politikverständnis.
Hier hat wohl jeder seine eigenen Ansichten.
Meine Argumentation betrifft aber nicht die große Zahl Juden
in Deutschland, die den ZdJ nicht unterstützen.
Ja, wieder deine Behauptung dass die Mehrheit der Juden in
Deutschland die Arbeit des ZdJ ablehnt.
Habe ich Zahlen genannt?
Leider hast du diese
noch nie belegen können und ich bestreite sie und ich gehe
einmal davon aus, dass ich wesentlich mehr Juden hierzulande
kenne.
Möglicherweise.
Wieviele Mitglieder hat der ZdJ? Wieviele Juden leben in Deutschland?
Nur diese Daten könnten wir besorgen, würden damit aber Leute, die die Ansichten des ZdJ teilen, aber nicht Mitglied sind (oder umgekehrt) nicht betrachten können.
Somit ist die notwendige Differenzierung der Thematik in
meiner Argumentation präsent.
Antisemtismus bleibt auch Antisemitismus wenn er sich nur
gegen ein Teil der Juden richtet, wenn er allein sich daraus
begründet, gegen eine Gruppe von Juden zu sein. Deine Form der
Kritik am ZdJ entspricht genau diesem.
Ich bin kein Antisemit, Eli. Ich äußere lediglich meine Ansichten zu den Aussagen einzelner Personen.
Was soll das also??
Nein, warum sollte ich deine Wahrnehmung übernehmen, wenn sie
nicht der meinen entspricht.
Anscheinend tut sie es ja doch, Deine Haltung zum ZdJ belegt
es.
Was belegt meine Haltung, wie auch immer die sei? Ich
kritisiere die Arbeit des ZdJ in einzelen Punkten, käme aber
wie du nie auf die Idee den ZdJ als solches zu kritisieren.
Das ist mir zu platt. Auch ich kritisiere nicht die bloße Existenz eines jüdischen Vereins.
Ich kritisiere dessen Haltung in definierten Fragen.
In meinen Augen „verschwinden“ die anständigen Leute
keineswegs hinter den Greueltaten einer mächtigen Minderheit.
Vielmehr betrachte ich beides und ziehe meine Lehren daraus.
Wie oben schon geschrieben, brauchen wir darüber nicht weiter
zu diskutieren.
Einverstanden.
Dieser Abstand scheint aber für eine offene Diskussion bei
diesem Thema zu fehlen, somit sind es noch viele Schritte bis
zu einer Normalisierung.
Richtig.
Mir haben die letzten Tage jedoch dabei geholfen, Dich besser
zu verstehen. Da dies nicht unsere letzte Diskussion zum Thema
sein wird, ist das doch schon mal was.
Ja, wir liegen nur in zwei kleinen Punkten auseinander. Damit
kann ich sogar leben, wenn es dabei bleiben würde 
Mal sehen.
Grüße,
Mathias