Hallo sine!
Ich danke Dir für Deine Antwort und dass du Dir Gedanken gemacht hast.
Vielleicht möchte er den Erwartungen des
Trainers oder der Mannschaft gerecht werden? Vielleicht hat er
einfach auch sehr hohe Ansprüche an sich selbst?
Unter Umständen letzteres, gerade weil ihm an sich Sport so leicht fällt und deshalb entspr. Erwartungen da sind. Wir wollten noch eine Sportart streichen, im Hinblick auf den Schulwechsel, aber er möchte beides machen. Da es Winter und Sommersportarten sind im Wechsel quasi, haben wir ihm beides gelassen.
Ihr könntet evtl. versuchen, solche Spieltreffen regelmäßiger
zu organisieren.
Eigentlich möchte ich das nicht so überorganisieren, aber leider ist das nötig, wegen der Fahrerei und dem Zeitplan der Kinder.
Ich kann mir Vieles vorstellen: Waldspaziergang,
Ja, ganz in Ruhe die Natur erleben - das ist sicher für jeden
Menschen überhaus heilbringend. Unser Sohn kam früher auch
immer völlig überdreht und wutgeladen aus der Grundschule. Auf
dem Rückweg durch den Wald entspannte er sich zusehends.
Ich glaube, der Schulweg spielt da eine große Rolle. Die Kinder werden in völlig überfüllten Bussen über die Landstrasse gekarrt, mit dem Schulranzen auf dem Rücken und dem Sportzeug in der Hand. Geht aber leider nicht anders.
Kontakt zu Tieren hilft ihm auch heute noch sehr gut,
Spannungen abzubauen. Habt Ihr Haustiere zum Streicheln?
Vielleicht ist ein Streichelzoo in der Nähe oder eine Weide
mit Pferden und Kühen etc.?
Yupp, Katze - seeeehr entspannend, aber leider nicht auf Zuruf verfügbar. Leider hat er eine leichte Allergie, die wir aber bisher noch gut ignorieren können.
Hätte er Spaß am Reiten oder Voltigieren?
Nein: Das ist in seinen Augen „Mädchenkram“
Außerdem noch ein Extra-Termin und Fahrerei. Nebenbei bemerkt auch recht teuer. Ich hatte mal versucht, ihn quasi zu Reiterferien zu überreden, mit einer recht guten Freundin. Aber als er erfuhr, dass er der einzige Junge dort wäre, wollte er nicht mehr mit.
Musik,
Er könnte ein Instrument lernen, wenn er dazu Lust hat. Ich
würde aber nicht gerade zum Schlagzeug raten, weil ich
fürchte, dadurch wird man eher noch hibbeliger 
Ich hab versucht, ihn zum Schulchor zu überreden (1 Wahlfach muss er eh belegen). Hier steht ein Klavier, ich spiele superschlecht und nur ein paar Töne, finde aber selber den Klang einfach wunderschön. Aber er will nicht, kann ihn ja nicht zwingen. Schade, weil er nicht unmusikalisch ist.
Nach dem Mittagessen mal eine halbe Stunde aufs Bett legen und
gemeinsam ruhige, harmonische Musik hören, z. B. von Bach
finden wir noch heute sehr entspannend. Mir scheint, da steckt
kosmische Ordnung drin, die die Körperzellen mit in die
Harmonie zieht - hört sich komisch an, aber ich fühle das so
-)
An klassische Musik dachte ich auch schon. Ist ein wenig schwierig, weil er erstmal superzappelig wird, wenn ruhige Musik läuft. ich denke das ist ganz normal und das muss man aushalten.
Gute Idee, wenn er das mag. Gemeinsam schöne Hörbücher anhören
kann ich auch empfehlen, aber möglichst keine spannenden
Abenteuer, sonder eher schöne philosophische Themen.
Philosophische Themen findet er total blöd, in Geschichten muss richtig was passieren. Ich suche in der Bücherei schon mal ruhigere Bücher für ihn aus, aber meistens bleiben die ungelesen.
Ich würde zusätzlich zu solch äußeren Veränderungen auch mal
über eine klassisch homöopathische Konstitutionsbehandlung
nachdenken.
Ist eher nicht so mein Ding 
Wobei ich einen umfassenden Ansatz schon begrüße.
Grüße
kernig