Entzündung der Hüfte

Hallo,

ich habe seit 1/2 Jahr eine Entzündung in der Hüfte (Satoriusansatz). Trotz vielfältiger Untersuchungen (Röntgen, CT) konnte man die Ursache nicht feststellen. Krankengymnastik sowie Ultraschalltherapie und Salben haben nicht geholfen. Ich nehme, wenn ich die Schmerzen nicht mehr aushalte, Monoflam retard. Da ich aber wegen der Nebenwirkungen dieses Medikament nicht gerne nehme und es ja auch die Entzündung nicht beseitigt, bitte ich um euere Hilfe. Die Ärzte sind ratlos! Ich bin dankbar für auch nur den kleinsten Tipp, was ich noch tun könnte, um die Entzündung zu beseitigen. Sie tut schrecklich weh bei jedem Schritt.

Gruß Isolde

Hallo Isolde!

Hast du schon eine Physiotherapie versucht? Die Entzündung kommt wahrscheinlich von einer Überbeanspruchung(Haltungsfehler?).
Weiters würde ich dir vorschlagen, dass du dich mal umhörst, umschaust (telefonbuch…) ob es in deiner Nähe einen Akupunkturarzt hast. (Traditionelle Chinesische Medizin TCM)
Bei der Akupunktur wird zwar die Entzündung selber nicht behandelt, aber der Auslöser.

Liebe Grüße
Andy

Hallo,

eine Freundin von mir hatte auch immer wieder eine Entzüdung im Hüftgelenk. Letztendlich kam heraus das das von einem chronisch entzündeten Zahn kam und als das Übel beseitigt war, war auch das mit den Hüftgelenksentzündungen herum.
Also vielleicht mal beim Zahnarzt ein komplettes Röntgen aller Zähne.

Auch wenn es sich vielleicht komisch anhört. Die Idee die Zähne zu überprüfen kam vom Orthopäden!

Gruß
und gute Besserung

Juhe

Hallo Isolde,

soweit ma durch das Internet eine Krankheit beurteilen kann denke ich, dass es sich um eine „insertionstendopathie“ der Sartoriusansatzsehene handelt.
Dies ist eine mehr oder minder chronische Entzündung der Stelle wo elastische Sehne des Sartoriusmuskel mit dem festen Knochen verankert ist.
Dies ist eine akute oder chronische lokale Überlastung, z.B. durch ungewohnte manuelle Tätigkeit, gelegentlich ohne fassbare Ursache.
Dies würde unter dem ICD unter
M77.9 Nicht näher bezeichnete Enthesiopathien fallen.
folgende Untersuchungen sollten genauestens optimalerweise durch einen Orthopäden mit Gebietsbezeichnung „Sportmedizin“ erfolgen:
Schmerzbefragung: Ort, Dauer, Schmerzausstrahlung, Belastungsabhängigkeit, Funktionseinschränkung (Schneidersitz etc.)
vorherige Behandlung, Unfälle, Gelenkerkrankungen, Beruf, Sport- und Freizeitaktivitäten
eine genaue Untersuchung (Dehnung im Schneidersitz, lokaler Druckschmerz) bestätigen meist die Vermutung

Weiteres Vorgehen:
Beurteilung der bereits gemachten Bilder (Röntgen, falls vorhanden MRT oder Szintigramm) zum Ausschluss anderer Erkrankungen und zur Unterstützung der Diagnose.
Injektion eines örtlichen Betäubungsmittel welches höchstwahrscheinlich sofortige Beschwerdefreiheit für etwa 2-12h bringt.
Damit lässt sich schon mal viel über die weitere Therapie entscheiden.

  1. Physikalische Therapie
    Kälte (Eis im akuten Stadium, evtl. Kälte-Gele)
    Wärme (Packung) im chronischen Stadium
    Querfriktion, Dehnungsübungen
    Detonisierende Massage
    Elektrotherapie
    Sonophorese
    Ultraschall

Die Prognose des natürlichen Verlaufes liegt bei einer oft mehrmonatigen schmerzhaften Bewegungs- und vor allem Belastungsbeeinträchtigung.
Mit medikamentöser und physikalischer Therapie sowie Infiltrationsbehandlung ist in vielen Fällen eine Beschwerdebeseitigung möglich. Ein Teil geht in einen chronifizierten Verlauf über.

Prävention
Vermeidung der Überlastung und Fehlbelastung

Bei chronischem Verlauf Vorstellung bei einem Spezialisten
Monoflam ist meiner Meinung nach noch nicht das optimalste Medikament.
Eventuell sollte man noch mal mit dem Sportmediziner einen genauen Behandlungsplan aufstellen (Zeitdauer mindestens 6 Wo mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen)
Im Zweifelsfall bei entsprechender Bildgebung (3 Phasen Szintigraphie und MRT [T1 fettgesättigtem mit Kontrastmittel]) Spritzen (=INfiltrationstherapie mit Kortison = Volon A)

Meist aber nicht notwendig!

Viel GLück,

Helmut

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Diese Art der Hüftentzündung betraf sehr wahrscheinlich das Gelenk selber und war eine bakterielle.

Streuherde von Bakterien sind oft Zähne und Nasennebenhöhlen, aber hier liegt wohl ein etwas anderer Fall vor.

Danke aber für die Unterstützung

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