Episode Two: Beamtenstatus noch finanzierbar?

Wenn man liest was Du für Werbung machst für die armen Beamten könnte man meinen Du bist selbst einer.Aber mal im Ernst und um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.Sicherlich hat es Nachteile Beamter zu sein.Aber es ist gleichermaßen auch mit Vorteilen verbunden,genauso wie es Vor- bzw. Nachteile hat in der „freien“ Wirtschaft zu arbeiten. Also sollten wir alle unsere Arbeit machen uns des Lebens freuen,jedenfalls mehr oder weniger,reichlich im Web surfen und alles das tun was uns sonst noch Spaß macht. Oder wie siehst Du das ???
Gruß Maik

Wenn ein Beamter krank wird, muß er
erstmal sämtliche Arztkosten selbst
zahlen. Er bekommt es nachher wieder,
sicher. Aber das kann ganz schön in die
Zinsen gehen, wenn das Konto nicht mehr
so viel hergibt.

Das kann ich dir sagen! Letzten Monat musste ich allein ein paar Hundert Mark für Medikamente ausgeben (Antibiotika sind ganz schön teuer). Klar bekomme ich es hinterher wieder, aber das Geld muss ich erst mal auf den Tisch legen, sonst bekomme ich in der Apotheke nichts.

Gruß,
Delia

Ganz meine Meinung (o.T.)
.

Es gibt aber die Möglichkeit sich via
Abendschule,Fernkursen etc.
weiterzubilden.Ich z.B. mache in meiner
Freizeit unentgeltlich einen
Hydraulikkursus mit um mich
weiterzubilden größere Chancen zu haben
etc. Wäre das nicht eine Alternative ???
Gruß Maik

Erstens mal habe ich gar nicht vor, etwas anderes zu machen. Ich gebe ja zu, dass ich froh bin, unkündbar zu sein.
Aber wenn ich es vorhätte, in welche Richtung sollte ich mich denn "weiter"bilden? Ich müsste ganz von vorne anfangen, wenn ich einen anderen Beruf ergreifen wollen würde. Und das mit 35, wenn es nicht sein muss? Nein, danke.

Gruß,
Delia

.

Warum bist Du dann diese Diskussion erst angefangen???

Hallo Delia!
Ich will dem guten Maik mal eine Kurzgeschichte erzählen, die einer Bekannte (Beamtin) jetzt passiert ist.

Sie ist Beamtin im mittl.Dienst.
Beurteilung „Gut“.
Interesse am gehobenen Dienst, also Bewerbung.
Zugelassen zum Lehrgang „Gehobener Dienst“ (3 Jahre). (Voraussetzg.: Beurteilung „Gut“)

Plötzliche Beförderung im mittl. Dienst.
Damit fällt automatisch die Beurteilung von „gut“ auf „befriedigend“.

Damit nicht mehr zugelassen für den gehobenen Dienst. Lehrgang gestrichen.

So, mein lieber Maik, geht man mit Beamten um. Man wird befördert, um unten zu bleiben!
Ich glaube, das könnte Dir mit Deinem Hydr.kursus nicht passieren.
Gruß Werner.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

.

Warum bist Du dann diese Diskussion erst
angefangen???

Ha womit wir wieder von vorne anfangen könnten.Ich habe nur meine Meinung geäußert an der sich nichts geändert hat.Der allererste Artikel stammt übrigens nicht von mir !
Gruß Maik

So, mein lieber Maik, geht man mit
Beamten um. Man wird befördert, um unten
zu bleiben!
Ich glaube, das könnte Dir mit Deinem
Hydr.kursus nicht passieren.
Gruß Werner.

Mag sein , aber ich werde mit abgeschlossenem Kursus in eine andere Abteilung versetzt , wo Not am Mann ist.Plötzlich ist diese Schulung überflüssig weil sie mit dem neuen Aufgabengebiet absolut nichts zu tun hat.So einem Kollegen passiert.
Gruß Maik

Es merkt
auch keiner, dass die Arbeit weiterläuft,
obwohl die Anzahl der Beschäftigten
ständig weiter sinkt!

Genau!Ich sag nur:
Stellenbesetzungssperre

Glaub’ ich ja gerne, allerdings ist das kein beamtenspezifisches Problem, sondern ein allgemeines. Auch in der sogenannten freien Wirtschaft müssen immer weniger Leute die gleiche Arbeit leisten.

Kubi

Und über die
Bezüge der Spitzenverdiener unter Ihnen
müßte man auch mal verhandeln…

Sehe ich auch so. Wobei meistens
übersehen wird, dass dies nur ein
Bruchteil der Beamten ist. Der
überwiegende Teil der Beamten ist im
einfachen und mittleren Dienst, und wenn
ihr hören würdet, was die verdienen,
würdet ihr es sowieso nicht glauben (weil
Beamte doch schließlich soooo viel
verdienen).

Kann ich als Nicht-Beamter trotzdem nur bestätigen. Mein Schwiegervater ist nämlich bei der Post Beamter gewesen und hat da weiß Gott kein Luxusgehalt gekriegt. Dafür aber unmögliche Schichtarbeit als Fahrer.

Ich schätze, das ganze Problem entsteht dadurch, daß viele Beamter als Beamter in den oberen Rängen des höheren Dienstes gleichsetzen.

Kubi

Gruß,
Delia

Hallo !

Zudem werden seit Jahren zeitliche und
prozententuale Abschläge auf
Besoldungserhöhungen einbehalten,
sozusagen für einen Pensions-font. Das
steht aber höchstens miniklein in der
Zeitung, wenn überhaupt! Wir leisten also
ebenso unseren Beitrag, wie z.B.
Angestellte im Öff. Dienst (oder jeder
andere), nur das Geld landet anscheinend
im Nirgendwo!

Das ist ja wohl überhaupt kein Argument !
Ich zahl als KFZ-Mechaniker in der freien
Wirtschaft horrende Beiträge an die
Rentenversicherung (z.Zt.knappDM500 im
Monat) mein Arbeitgeber zahlt nochmal
daselbe und ob ich je was raus bekomme
steht noch in den Sternen weil aus diesen
Geldern auch mit die Pensionen der
Beamten bezahlt werden sowie aller
anderer (sorry) Scheiß für den sich
unsere Herren Politiker wieder mal
verantwortlich fühlen.

Ich würde mich informieren, bevor ich einen derartigen Unsinn ins Netzt schicken würde.

Aber es zeigt, dass Du weder von der Rentenkasse, Rentenfinanzierung, noch von einem Staatshaushalt und den Zusammenhängen eine Ahnung zu haben scheinst. Dies ist ein typisches ‚Stammtisch‘ Gewäsch. Du kannst mich ja gelegentlich an-mailen um ein paar Informationen zu bekommen

Gruß
Walter

Ich bekomme ein Weihnachtsgeld von DM
1200,- (40 % vom Bruttolohn) und das seit
5 Jahren,wovon nach der Versteuerung ca.
500 Mark übrigbleiben.

Dazu fragt man sich, wieviele Spitzenverdiener gibt es in der freien Wirtschaft?? Der Großteil der Beamten ist im mittleren Dienst und da gibt`s bicht viel zu holen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Harald der mit seinen Steuern Beamte
finanziert

Ich bin kein Beamter, sondern N U R Soldat, aber ich zahle - wie jeder Beamte und sonstige Erwerbstätige auch - ganz normale Lohnsteuer. Da gibt es keinerlei Vergünstigungen. D.h. ich würde mit meiner Lohnsteuer auch Deine möglicherweise Arbeitslosigkeit finanzieren…

Und zeig mir mal den Beamten/Soldaten etc. der sich im Mittleren Dienst „einfach“ mal ein Häuschen finanziert. Du darfst den „einfachen Beamten“ nicht mit unseren „Spitzenpolitikern“ vergleichen…

Gruß, ein frustrierter „Öffentlicher“…

Ich bin kein Beamter, sondern N U R
Soldat, aber ich zahle - wie jeder Beamte
und sonstige Erwerbstätige auch - ganz
normale Lohnsteuer. Da gibt es keinerlei
Vergünstigungen.

Ortszuschlag ?
Dienstaltererhöhung alle 2 Jahre ?
Außendienstzulage ?
Hatte ich jedenfalls zu meiner Zeit.

D.h. ich würde mit

meiner Lohnsteuer auch Deine
möglicherweise Arbeitslosigkeit
finanzieren…

Ich werde nicht arbeitslos, und wenn dann höchstens ein paar Tage.
Weil ich möchte meinen Lebensstandard nicht auf ein Arbeitslosengeld herunterfahren.

Und zeig mir mal den Beamten/Soldaten
etc. der sich im Mittleren Dienst
„einfach“ mal ein Häuschen finanziert.

Einfach ist es sicher nicht aber machbar.
Als SaZ oder Berufsoldat hast Du doch ein regelmäßiges und gesichertes Einkommen, das eine Finanzierung viel sicherer macht.

Du:darfst den „einfachen Beamten“ nicht mit

unseren „Spitzenpolitikern“
vergleichen…

Nein das hatte ich nicht vor. Mein Vater war auch nur Beamter im mittleren Dienst und hat sein Häuschen.

Gruß, ein frustrierter „Öffentlicher“…

Na ja, das ist doch Deine Entscheidung.
Ich habe nach 12 Jahren denn Absprung geschafft. Obwohl ich gerne Soldat war, aber ich habe eben keine Zukunftsperspektiven gesehen.

Gruß

Harald Seeg
Ofw d. R.

Ortszuschlag ?
Dienstaltererhöhung alle 2 Jahre ?

Ist zu unseren Ungunsten geändert worden… Gibt jetzt nur noch alle 3-4 Jahre, abhängig vom Eintrittsalter…

Außendienstzulage ?

Nur noch für Leute, die „ständig“ in der Ausbildung sind…

Für Leute die nur sechs Mal im Jahr auf Übung sind, gibts das nicht…

Und zeig mir mal den Beamten/Soldaten
etc. der sich im Mittleren Dienst
„einfach“ mal ein Häuschen finanziert.

Einfach ist es sicher nicht aber machbar.
Als SaZ oder Berufsoldat hast Du doch ein
regelmäßiges und gesichertes Einkommen,
das eine Finanzierung viel sicherer
macht.

Zu dem Thema nur soviel. Ich sollte - als Offizier - mal als Bürge für eine kurzfristige Zwischenfinanzierung für die Eigentumswohnung meiner (ehem.) Lebensgefährtin herhalten. Bin also mit meiner Gehaltsbescheinigung zur Bank. Der hat nur gegrinst und dankend abgelehnt…

Du:darfst den „einfachen Beamten“ nicht
mit

unseren „Spitzenpolitikern“
vergleichen…

Nein das hatte ich nicht vor. Mein Vater
war auch nur Beamter im mittleren Dienst
und hat sein Häuschen.

Ja, damals war einiges ander… :wink:

Gruß, ein frustrierter „Öffentlicher“…

Na ja, das ist doch Deine Entscheidung.
Ich habe nach 12 Jahren denn Absprung
geschafft. Obwohl ich gerne Soldat war,
aber ich habe eben keine
Zukunftsperspektiven gesehen.

Hat sich keiner von uns denken lassen, daß es mal so bergab geht… Mit 23 Dienstjahren an Ausstieg einfach kaum noch zu denken. Wenn ich nur an den „Mindestsatz“ zur Rentennachzahlung (ausgehend vom Gesamtdurchschnittsbruttoverdienst) denke, wird mir schlecht. Es gibt viele, die sich morgens Wolfgang Petri reintun „Augen zu und durch“ und auf Dienstzeitende warten…

Aber das ist eine andere Diskussion und sollte hier nicht vertieft werden…

Grüße, Wolly