Erdanziehungskraft?

Hallo!
Ich habe heute folgendes gelesen:

„Jemand schießt mit einer Pistole eine Kugel waagerecht zum Boden ab. Gleichzeitig lässt er eine andere Kugel auf den Boden fallen. Welche Kugel landet zuerst auf der Erde?
Antwort: Beide kommen gleichzeitig an.“

Stimmt das? So stand es jedenfalls im Spiegel.
Kann mir das jemand genauer erklären?

Curto

„Jemand schießt mit einer Pistole eine Kugel waagerecht zum
Boden ab. Gleichzeitig lässt er eine andere Kugel auf den
Boden fallen. Welche Kugel landet zuerst auf der Erde?
Antwort: Beide kommen gleichzeitig an.“

Stimmt das?

Das kommt darauf an, in welche Richtung er schießt.

Stimmt das? So stand es jedenfalls im Spiegel.
Kann mir das jemand genauer erklären?

Ja, das stimmt.
die waagrecht geschosene Kugel besitzt in wagrechter Richtung zum Abschusszeitpunkt die Geschwindigkeit v. In senkrechter richtung ist ihre Geschwindigkeit zunächst 0. Da sie von der Erde angezogen wird, beginnt sie nun in senkrechter Richtung mit 9,8m/s² (Erdbeschleunigung) zu beschleunigen - genauso wie eine vorher in völliger Ruhe befindliche Kugel. Wenn der Abstand zur Erdoberfläche gleich ist, erreichen demnach auch beide Kugeln gleichzeitig den Boden.
Die waagrechte Geschwindigkeitskomponente spielt für eine rein senkrechte Bewegung keine Rolle.

LG
Stuffi

Stimmt das? So stand es jedenfalls im Spiegel.
Kann mir das jemand genauer erklären?

Ja, das stimmt.
die waagrecht geschosene Kugel besitzt in wagrechter Richtung
zum Abschusszeitpunkt die Geschwindigkeit v. In senkrechter
richtung ist ihre Geschwindigkeit zunächst 0. Da sie von der
Erde angezogen wird, beginnt sie nun in senkrechter Richtung
mit 9,8m/s² (Erdbeschleunigung) zu beschleunigen - genauso wie
eine vorher in völliger Ruhe befindliche Kugel. Wenn der
Abstand zur Erdoberfläche gleich ist, erreichen demnach auch
beide Kugeln gleichzeitig den Boden.
Die waagrechte Geschwindigkeitskomponente spielt für eine rein
senkrechte Bewegung keine Rolle.

Hallo,

Das stimmt nur im luftleeren Raum, da eine waagerecht abgeschossene Kugel ziemlich lange auf dem Luftpolster „Schwebt“. Somit ist die Aussage falsch.

Steven

Stimmt das? So stand es jedenfalls im Spiegel.
Kann mir das jemand genauer erklären?

Hallo,

Das stimmt nur im luftleeren Raum, da eine waagerecht
abgeschossene Kugel ziemlich lange auf dem Luftpolster
„Schwebt“. Somit ist die Aussage falsch.

Steven

Da hat Steven Recht!
Aber hat jemand ne ungefähre Ahnung, wie stark das „Luftpolster“ Einfluss hat?
Muss doch hier einen Bundi geben oder jemand aus nem Schützenverein, der Erfahrungswerte hat, oder! :wink:

Schöne Grüße, Ralle

Hallo,

Da hat Steven Recht!
Aber hat jemand ne ungefähre Ahnung, wie stark das
„Luftpolster“ Einfluss hat?
Muss doch hier einen Bundi geben oder jemand aus nem
Schützenverein, der Erfahrungswerte hat, oder! :wink:

Schöne Grüße, Ralle

Man kann das noch ins Extreme treiben. Die Dicke des Luftpolsters, die Viskosität ist ja auch noch von der Temperatur, von der Höhe und vom Grad der Verschmutzung abhängig.

AberTasache bleibt, dass eine abgeschossene Kugel langsamer fällt.

BTW: Was fällt schneller im Vakuum, eine Feder oder eine Stahlkugel.

Man kann das noch ins Extreme treiben. Die Dicke des
Luftpolsters, die Viskosität ist ja auch noch von der
Temperatur, von der Höhe und vom Grad der Verschmutzung
abhängig.

Ich sagte ja: Erfahrungswerte aus dem normalen Umfeld!
Klar, daß in MexikoCity ne andere Temperatur, n anderer Druck und, ne andere Anziehungskraft herrscht, ganz mal vom Wetter abgesehen etc. etc…

AberTasache bleibt, dass eine abgeschossene Kugel langsamer
fällt.

is klar… aber einfach mal ein Daumenwert. Strömungmechanisch würden man das eh nicht exakt ausrechnen können!

BTW: Was fällt schneller im Vakuum, eine Feder oder eine
Stahlkugel.

Is die Feder auch aus Stahl und wie groß ist sie? :wink: Scherz, bedes glech!

Schönen Gruß, Ralle

Is die Feder auch aus Stahl und wie groß ist
sie? :wink: Scherz,
bedes glech!

Wieder falsch. In der Stahlkugel werden beim freien Fall Wirbelströme induziert, die ein Magnetfeld hervorrufen, welches der Ursache seiner Entstehung, nämlich dem freien Fall, entgegenwirkt. Dadurch wird die Kugel abgebremst.

Gruß
Oliver

Wieder falsch. In der Stahlkugel werden beim freien Fall
Wirbelströme induziert, die ein Magnetfeld hervorrufen,
welches der Ursache seiner Entstehung, nämlich dem freien
Fall, entgegenwirkt. Dadurch wird die Kugel abgebremst.

Das hieße, dass das Magnetfeld und das Schwerefeld wechselwirken müssten (über die Unterlage hat ja noch keiner gesprochen), denn alleine kann sich die Kugel nicht abbremsen (wie Münchhausen, der sich selber bei den Haaren aus den Sumpf zog). Und dann wäre die Frage zu klären, wenn es auf der Nordhalbkugel abbremst, beschleunigt es dann auf der Südhalbkugel?

Wenn jetzt aber ein induziertes Magnetfeld auf die Kugel von Außen einwirken würde, dann hätte aber auch das Magnetfeld der Erde eine Auswirkung und dann muss es Punkte geben, wo sich die Auswirkungen aufheben, addieren oder subtrahieren.

Schwierig das Ganze.

Das hieße, dass das Magnetfeld und das Schwerefeld
wechselwirken müssten

Tun sie ja auch. Und zwar über die Elektronen der Kugel, die haben nämliche Ladung UND Masse und vermitteln deshalb zwischen den beiden Feldern.
Dass die kinetische Energie der Kugel dabei abnehmen muss, ist auch klar, denn die induzierten el-mag. Felder haben nun mal eine gewisse Feldenergie und dreimal darfst du raten wo die herkommt… :wink:

Und dann wäre die Frage zu klären, wenn es auf der
Nordhalbkugel abbremst, beschleunigt es dann auf der
Südhalbkugel?

Das ist egal, es wird immer abgebremst.

Gruß
Oliver

Wieder falsch. In der Stahlkugel werden beim freien Fall
Wirbelströme induziert, die ein Magnetfeld hervorrufen,
welches der Ursache seiner Entstehung, nämlich dem freien
Fall, entgegenwirkt. Dadurch wird die Kugel abgebremst.

Wieder falsch :smile:
Deine Aussage ist zu allgemein.
Damit in der Kugel Wirbelströme induziert werden, muss das Magnetfeld eine zur Bewegungsrichtung rechtwinklige Komponente aufweisen.
An zwei Stellen dieser Erde sind die Gravitations- und Erdmagnetfeldlinien aber parallel *grinz* Und da keine geografische Eingrenzung gemacht wurde…
Und nun komm mir nicht mit Kugelausdehnung. Die verschwindet im Messfehler :smile:

Viele grüße,
J~

Hallo,

Wieder falsch. In der Stahlkugel werden beim freien Fall
Wirbelströme induziert, die ein Magnetfeld hervorrufen,
welches der Ursache seiner Entstehung, nämlich dem freien
Fall, entgegenwirkt. Dadurch wird die Kugel abgebremst.

Und auf die Feder wirkt der Sonnenwind viel stärker,
weil viel größere Oberläche :smile:
Naja, man könnte wohl noch einige Effekte finden, die
das Ergebnis nicht meßbar beeinflussen. Z.B. Radioaktivität,
kosmische Hintergrundstrahlung und Neutrinos.

Das hieße, dass das Magnetfeld und das Schwerefeld
wechselwirken müssten (über die Unterlage hat ja noch keiner
gesprochen), denn alleine kann sich die Kugel nicht abbremsen
(wie Münchhausen, der sich selber bei den Haaren aus den :Sumpf zog).

Nö, der Effekt, der durch das Magnetfeld verursacht wird,
wirkt nur auf die Stahlkugel und bremst eben diese im Fall,
wenn durch Änderung des umgebenden Magnefeldes Ströme im
metalischen Leiter induziert werden.
Gleichzeitig wirkt die Gravitation auf alle Körper ganz
unabhängig von elektischer Leitfähigkeit und magnetischer
Permabilität.

Und dann wäre die Frage zu klären, wenn es auf der
Nordhalbkugel abbremst, beschleunigt es dann auf der
Südhalbkugel?

Das kannst Du dir auch selbst überlegen.
Die Kugel fällt im Magnetfeld, welches sich unmerklich
ändert. Die Polarität ist hat da erstmal egal.

Wenn jetzt aber ein induziertes Magnetfeld auf die Kugel von
Außen einwirken würde, dann hätte aber auch das
Magnetfeld der Erde eine Auswirkung und dann muss es
Punkte geben, wo sich die Auswirkungen aufheben,
addieren oder subtrahieren.

Bei einem Permanatmagneten könnte man da evtl. einiges
diskutieren. Hier geht’s aber um Effekte, die durch das
Fallen selbst induziert werden und deshalb der Ursache
(dem Fallen) entgegenwirken.
Gruß Uwi

glaube ich nicht!
Hallo,

Das stimmt nur im luftleeren Raum, da eine waagerecht
abgeschossene Kugel ziemlich lange auf dem Luftpolster
„Schwebt“. Somit ist die Aussage falsch.

wie soll da ein „Luftpolster“ wirken.
Es ist ja nicht das gleiche, wie wenn man einen Stein
auf’s Wasser wirft und die Grenzschicht des Abprall-
effekt verursacht.

Was anderes ist es, wenn durch die Drallbewegungen
des Geschoßes noch Strömungseffekte dazukommen, die
eine Abweichung von der idealen ballistischen Bahn
bewirken.

In einem homogenen Gas und keinen sonstigen Bewegungen,
außer dem waagrechten Schuß und dem senkrechten Fall
fällt das Geschoß meiner Meinung nach eben auch nur
mit 1 g Beschleunigung runter.
Gruß Uwi

An zwei Stellen dieser Erde sind die Gravitations- und
Erdmagnetfeldlinien aber parallel

Das gilt aber nur im Falle des idealisierten zentralsymmetrischen Gravitationsfelds und dem zum Stabmagneten idealisierten Erdmagnetfeld. Die realen Felder sind aber… ach lassen wir das!

Und nun komm mir nicht mit Kugelausdehnung. Die
verschwindet
im Messfehler :smile:

Kommt auf das Messgerät an…

Gruß
Oliver

wie soll da ein „Luftpolster“ wirken.

Wie wär’s damit:

Bei hohen Reynolds-Zahlen gilt für den Strömungswiderstand

F = -ρ·A·cw·v·|v|

Daraus folgt, daß eine Erhöhung der Horizontalgeschwindigkeit zu einer stärkeren Abbremsung in vertikaler Richtung führen müßte.

ich auch nicht!
Hallo,

In einem homogenen Gas und keinen sonstigen Bewegungen,
außer dem waagrechten Schuß und dem senkrechten Fall
fällt das Geschoß meiner Meinung nach eben auch nur
mit 1 g Beschleunigung runter.

Egal welchen Effekt die horizontale Bewegung hervorruft, er sollte zylindersymmetisch um die Kugel verteilt und die Gesamtwirkung auf die Kugel daher Null sein.

Gruß
Oliver

Hallöle.

Die waagrechte Geschwindigkeitskomponente spielt für eine rein
senkrechte Bewegung keine Rolle.

So weit kann ich das gut nachvollziehen. Jetzt stellt sich aber für mich folgendes Problem : Dieser unser putziger blauer Planet ist ja nach Mehrheitsauffassung *g* eine recht kugelige Kugel … wenn ich nun einen waagerechten Schuss abfeuere, müsste sich das Geschoss nicht allein durch die Erdkrümmung ein wenig von der Erdoberfläche weg entfernen und demzufolge auch später (und weiter wegger *g*) den Boden erreichen? Wenn nein, warum, oder auch nicht?

Ganz verstörte Grüße von
kw

Hallo,

und was noch keiner bedacht hat, ist die Geschwindigkeit des Geschossen une seine Flugbahn relativ zur Erde.

Hallo,

So weit kann ich das gut nachvollziehen. Jetzt stellt sich
aber für mich folgendes Problem : Dieser unser putziger blauer
Planet ist ja nach Mehrheitsauffassung *g* eine recht kugelige
Kugel … wenn ich nun einen waagerechten Schuss abfeuere,

Und ich dachte es wäre eine Hohlkugel und wir leben auf der Innenseite *g*

müsste sich das Geschoss nicht allein durch die Erdkrümmung
ein wenig von der Erdoberfläche weg entfernen und demzufolge
auch später (und weiter wegger *g*) den Boden erreichen? Wenn
nein, warum, oder auch nicht?

Scherz beiseite, prinzipiell hast du recht. Jetzt ist aber nach allgemeiner Auffassung unser putziger blauer Planet ein nicht ganz kleiner putziger Planet - und demzufolge ist auch die Krümmung nicht besonders groß, sie liegt bei 1,7*10^-7 1/m.

Sprich: die Erde ist groß genug um solche Effekte meistens vernachlässigen zu können.

Wenn du’s genau wissen willst kannst du aber mal nachrechnen was Krümmung der Oberfläche, Zentrifugalkraft, Corioliskraft, Azimutalkraft in Folge der Störungen der Winkelgeschwindigkeit ausmachen - und Luftreibung (damit sollte man anfangen *bg*)

putzige Grüße,
Moritz

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und was noch keiner bedacht hat, ist die Geschwindigkeit des
Geschossen une seine Flugbahn relativ zur Erde.

Einer hat daran gedacht :o)