Erfahrungen aus den USA

vor 15 Jahren schon war es möglich, in einem amerikanischen College jedes beliebige Fach so gut wie kostenlos zu erlernen von Speed reading bis pottery und computer classes … alles war mit nur einer sehr geringen Anmeldegebühr verbunden. Ein riesiger Lesesall stand allen kostenlos zur Verfügung. Das arrangiert der Staat damit die Jugendlichen nicht auf dumme Ideen kommen und von der Straße und Drogen ferngehalten werden.

Nur bei uns ist es immer noch gang und gäbe, daß für Ausbildung viel zu viel bezahlt werden muß. Ob Volkhochschule oder Computerschulen … das kann sicher keiner leisten. Daher brauchen wir uns auch nicht zu wundern, daß es an IT-Fachleuten mangelt und wir noch lange nicht auf dem Stand sind wie andere Länder zum Beispiel Indien. Sobald wir aus der Schule draußen sind, ist hier in Deutschland das LERNEN Luxus. Irgendwann lernen wir dann vielleicht doch von anderen Ländern …

ROTFL

vor 15 Jahren schon war es möglich, in einem amerikanischen
College jedes beliebige Fach so gut wie kostenlos zu erlernen
von Speed reading bis pottery und computer classes … alles
war mit nur einer sehr geringen Anmeldegebühr verbunden. Ein
riesiger Lesesall stand allen kostenlos zur Verfügung.

Jede öffentliche Bibliothek (d.h. alle Uni- FH- und Stadtbibliotheken und sogar die einiger Forschungseinrichtungen) haben prima Lesesäle, in denen Du Dich gerne bedienen kannst. Aber da Lesen (wie ich weiter unten erfahren habe) ein unwichtiges Randerscheinungskulturgut für Ewiggestrige ist, findest Du die Crash-Kids, Drogendealer und Kaugummiautomatenknacker dort nur sehr selten an.

Nur bei uns ist es immer noch gang und gäbe, daß für
Ausbildung viel zu viel bezahlt werden muß. Ob Volkhochschule
oder Computerschulen … das kann sicher keiner leisten.

Das ist der Witz des Jahres. Du hast nicht zufällig die Länder vertauscht? Mir fällt auf Anhieb kein Land ein, in dem eine Ausbildung teurer wäre, als die USA. Das College-Wissen bekommst Du hier völlig „Gratis“ am Gymnasium. Die Unis hierzulande verlagen sehr geringe Einschreibegebühren und dann kann es auch schon losgehen. In den USA müssen die Familien ihre Häuser verpfänden und zur Not auch mal ihr letztes Hemd hergeben, damit ein Kind studieren kann.

Daher brauchen wir uns auch nicht zu wundern, daß es an
IT-Fachleuten mangelt und wir noch lange nicht auf dem Stand
sind wie andere Länder zum Beispiel Indien.

Es mangelt mittlerweile an gar nix mehr. Siemens, Telekom, Bosch, Cisco, etc. haben gerade 10.000e von IT Fachkräften aller Art „freigesetzt“. Die Informatik-Fachbereiche platzen aufgrund des „Booms“ mal wieder aus allen Nähten. Keine Bange, bald heisst es wieder: Blos nicht studieren, und schon gar nichts mit IT drin.

Sobald wir aus der
Schule draußen sind, ist hier in Deutschland das LERNEN Luxus.
Irgendwann lernen wir dann vielleicht doch von anderen Ländern

Mich stört vielmehr, das die Menschen bereits in der Schule nicht lernen wollen. Hinterher schon gar nicht.

Gruß

Fritze

PS: VHS Kurse sind spottbillig

vor 15 Jahren schon war es möglich, in einem amerikanischen
College jedes beliebige Fach so gut wie kostenlos zu erlernen
von Speed reading bis pottery und computer classes … alles
war mit nur einer sehr geringen Anmeldegebühr verbunden. Ein
riesiger Lesesall stand allen kostenlos zur Verfügung.

Jede öffentliche Bibliothek (d.h. alle Uni- FH- und
Stadtbibliotheken und sogar die einiger
Forschungseinrichtungen) haben prima Lesesäle, in denen Du
Dich gerne bedienen kannst.

schon mal gar nicht kostenlos - Du mußt Dich fest einschreiben für Monate oder Jahre und jedesmal Eintritt zahlen. In USA war es völlig gratis. Mit einem tollen Blick über ganz Los Angeles

Aber da Lesen (wie ich weiter

unten erfahren habe) ein unwichtiges Randerscheinungskulturgut
für Ewiggestrige ist, findest Du die Crash-Kids, Drogendealer
und Kaugummiautomatenknacker dort nur sehr selten an.

Ja - die lungern dafür auf unseren Straßen rum und werden zu nichts besserem motiviert.

Nur bei uns ist es immer noch gang und gäbe, daß für
Ausbildung viel zu viel bezahlt werden muß. Ob Volkhochschule
oder Computerschulen … das kann sicher keiner leisten.

Das ist der Witz des Jahres. Du hast nicht zufällig die Länder
vertauscht? Mir fällt auf Anhieb kein Land ein, in dem eine
Ausbildung teurer wäre, als die USA. Das College-Wissen
bekommst Du hier völlig „Gratis“ am Gymnasium.

Ich spreche nicht vom Gymnasium, in dem ich das Computerwissen nie gelernt habe weil es das zu der Zeit nicht gab. Heute zahlst Du für 3 bis 4 Stunden Einstieg ins Internet fast DM 300,- an der Volkshochschule und bei IBM werden die Frauen geködert mit Schulungen und Seminare, die teilweise DM 5.000,- für Tage kosten. Ich bin kein armes Schwein aber ich finde das Köderei.
Nur bei der Aktion Frauen-ans-Netz, das in ganz Deutschland gestartet hat, bekommst Du die ersten Einführungsunterrichte kostenlos - auch wieder Köderei. Dann könnte es ja doch für die nächste Schulung die VHS oder ein Computerseminar sein, das Dir die letzten Kleider vom Leibe reißt.

Die Unis

hierzulande verlagen sehr geringe Einschreibegebühren und dann
kann es auch schon losgehen. In den USA müssen die Familien
ihre Häuser verpfänden und zur Not auch mal ihr letztes Hemd
hergeben, damit ein Kind studieren kann.

Ich habe nicht vom Studium gesprochen - ich spreche hier von Colleges. Man kann dort hingehen ohne das Abitur vorweisen zu müssen.

Daher brauchen wir uns auch nicht zu wundern, daß es an
IT-Fachleuten mangelt und wir noch lange nicht auf dem Stand
sind wie andere Länder zum Beispiel Indien.

Es mangelt mittlerweile an gar nix mehr. Siemens, Telekom,
Bosch, Cisco, etc. haben gerade 10.000e von IT Fachkräften
aller Art „freigesetzt“. Die Informatik-Fachbereiche platzen
aufgrund des „Booms“ mal wieder aus allen Nähten. Keine Bange,
bald heisst es wieder: Blos nicht studieren, und schon gar
nichts mit IT drin.

Nenne mir mal eine Firma, die kostenlose Kurse anbietet … ich kenne da gar nichts. Tja und Computerkenntnisse in USA kann man sich auch kostenlos aneignen … so war es jedenfalls wirklich.

Sobald wir aus der
Schule draußen sind, ist hier in Deutschland das LERNEN Luxus.
Irgendwann lernen wir dann vielleicht doch von anderen Ländern
… Ich mußte lachen, als ich einen Töpferei-Kurs belegen wollte, daß ich für den Kurs über hundert Mark zahlen sollte. Da kaufe ich mir doch lieber einen fertigen Becher als daß ich ihn mühsam eigens herstellen muß und dann noch dafür bezahlen :smile:)

Mich stört vielmehr, das die Menschen bereits in der Schule

nicht lernen wollen. Hinterher schon gar nicht.

Tja, ich möchte halt mit 44 Jahren noch dazulernen. Das gibts auch. Man hat im Leben nie aufgehört zu lernen. Vielen Dank deinen ausführlichen Beitrag.

Gruß

Fritze

PS: VHS Kurse sind spottbillig - naja - ich weiß ja nicht woher Du kommst - aber dafür sind die Kurse auch so ziemlich das letzte. Als ich dort einen Einführungskurs ins Internet besuchte, war der Lehrer ein Grieche. Sein Deutsch hat man kaum versanden. Die Projektion an die Wand konnte man überhaupt nicht sehen und nachher kam ich noch konfuser raus als vorher. Das war wohl beabsichtigt, damit man weitere Kurse besucht.

[…]

schon mal gar nicht kostenlos - Du mußt Dich fest einschreiben
für Monate oder Jahre und jedesmal Eintritt zahlen. In USA war
es völlig gratis. Mit einem tollen Blick über ganz Los Angeles

Es ist in Deutschland „völlig Gratis“ (wenn man von Deinen Steuern absieht, mit denen die Bibliotheken finanziert werden). Lediglich für die Ausleihe muss man in Einzelfällen Gebühren berappen. Eintritt in Bibliotheken gibt es vielleicht in den USA, in Deutschland aber garantiert nicht. Naja, vielleicht in Bayern, aber eigentlich kann ich mir das selbst da nicht vorstellen. So blöd können selbst die nicht sein.

Aber da Lesen (wie ich weiter

unten erfahren habe) ein unwichtiges Randerscheinungskulturgut
für Ewiggestrige ist, findest Du die Crash-Kids, Drogendealer
und Kaugummiautomatenknacker dort nur sehr selten an.

Ja - die lungern dafür auf unseren Straßen rum und werden zu
nichts besserem motiviert.

Richtig. In Los Angeles gibt es hingegen kaum Kriminalität, weil die schweren Jungs da alle beim CalTech Internet-Kurse besuchen … *kicher*

Die schlechte Qualität der VHS-Kurse ist leider ein ernstes Problem, dass wohl mit der Finanzierung einhergeht. Wer will schon für die paar Mücken Unterricht geben? Aber es steht Dir frei, selbst ehrenamtlich tätig zu werden um die Situation zu verbessern!

Gruß

Fritze

Kleiner Irrtum
Hi Karin:
Bislang war das rerine Ansehen in Universitären Teilbibliotheken kein Problem. Sowohl die Uni Augsburg, die Uni München, die Bay. Staatsbibliothek und das bay. Geol. Landesamt verlangen für das reine Angucken nichts, bzw einen Witzbeitrag.
Mit Begründung ist sogar die Fernleihe kostenlos

Komm doch mal an unser institut, (Geologie; LMU München) Wenn die Bib offen ist, kann JEDER! kostenlos lesen (Und wenn man die Bibliothekarin höflich fragt, bekommt man sogar kompetente Auskunft… oder sie schaut mal ob ein Wissenschaftler grade ein bisschen Zeit hat, bei sehr speziellen Problemen)

Ich weiss ja nicht, wo Du liest…

Gruß
Mike

Studenten kommen sicher kostenlos in Bibliotheken - das will ich gar nicht bestreiten - aber Personen ohne Studentenausweis, die müßen zahlen. Aber ich rede hier ja hauptsächlich von Fort- und Weiterbildung für Jedermann. Ich habe nicht das Abitur gemacht und möchte trotzdem weiterlernen und mir irgendwo auf kostengünstige Weise Computerwissen aneignen, der etwas taugt.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wenn 10 Schüler in einem VHS für 3 Stunden Internet-Schulung DM 300,- zalen, sind das DM 3.000,- für einen Lehrer. Nehmen wir einmal an die VHS kassiert schon einmal die Hälfte, dann wären das für den Lehrer ein Honorar von 1.500,- DM für 3 Stunden Unterricht. Findest Du das so wenig. Ich frage mich manchmal, was so manche Leute verdienen müssen, damit sie zufrieden zu stellen sind … und auch Ausländer, die ziemlich fehlerhaft deutsch sprechen … ich hab wirklich nichts gegen Ausländer. Aber eines ist sicher. Die Preise, die hier so mancher verlangt für Computerschulungen sind so unrealistisch, daß ich überhaupt nicht wundere wenn sehr viele Privatmenschen sich keinen Computer kaufen werden. Schulungen werden wie Sand am Meer angeboten - aber alle unbezahlbar. Es wird immer angenommen: wer einen Computer kaufen hat Geld und da ist was zu holen. Ich wäre bereit, kostenlosen Computerunterricht zu geben anhand einer Webseite - also vom eigenen Computer zuhause aus für jeden, der was lernen will und der Staat oder Sponserfirmen müßten nur ein eeinziges Gehalt zahlen nämlich meines… um tausenden von Menschen eine kostenlose Lern-Plattform zu ermöglichen :smile:

aber der Staat unterstützt ja die Bauernfängerei, die hier betrieben wird seit Jahren …

schon mal gar nicht kostenlos - Du mußt Dich fest einschreiben
für Monate oder Jahre und jedesmal Eintritt zahlen. In USA war
es völlig gratis. Mit einem tollen Blick über ganz Los Angeles

Es ist in Deutschland „völlig Gratis“ (wenn man von Deinen
Steuern absieht, mit denen die Bibliotheken finanziert
werden). Lediglich für die Ausleihe muss man in Einzelfällen
Gebühren berappen. Eintritt in Bibliotheken gibt es vielleicht
in den USA, in Deutschland aber garantiert nicht. Naja,
vielleicht in Bayern, aber eigentlich kann ich mir das selbst
da nicht vorstellen. So blöd können selbst die nicht sein.

Aber da Lesen (wie ich weiter

unten erfahren habe) ein unwichtiges Randerscheinungskulturgut
für Ewiggestrige ist, findest Du die Crash-Kids, Drogendealer
und Kaugummiautomatenknacker dort nur sehr selten an.

Ja - die lungern dafür auf unseren Straßen rum und werden zu
nichts besserem motiviert.

Richtig. In Los Angeles gibt es hingegen kaum Kriminalität,
weil die schweren Jungs da alle beim CalTech Internet-Kurse
besuchen … *kicher*

Die schlechte Qualität der VHS-Kurse ist leider ein ernstes
Problem, dass wohl mit der Finanzierung einhergeht. Wer will
schon für die paar Mücken Unterricht geben? Aber es steht Dir
frei, selbst ehrenamtlich tätig zu werden um die Situation zu
verbessern!

Gruß

Fritze

Ich gebs auf

Studenten kommen sicher kostenlos in Bibliotheken - das will
ich gar nicht bestreiten - aber Personen ohne
Studentenausweis, die müßen zahlen.

Hi
Nochmal von forne und ganz langsam:
in den von mir angegebenen Bibliotheken ist es möglich, praktisch ohne zu zahlen reinzukommen und zu lesen. Die meisten Uni-Teilbibliotheken sind tatsächlich öffentlich zugänglich…
Zumindestens diejenigen, die Ich kenne (Naturwissenschaften)

Ich weiß nicht, wo Du deine Meinung her hast, ich arbeite an einer Uni

Ich bin im übrigen auch kein Student mehr *ggg*

Gruß
Mike

in Deiner Bibliothek mag das ja der Fall sein und das finde ich lobenswert. Ich bezog mich allerdings im großen und ganzen auf den Zusammenhang mit fast kostenlosen College-Lehrgängen, zu denen jeder Zutritt hat. Wenn ich jetzt das Abitur nachholen müßte, nur um Studieren zu können, würde ich finanziell eingehen. Schon die Fernlehrgänge sind furchtbar teuer und gleichzeitig meinen jetzigen Beruf auzuüben geht leider nicht. Schau Dir mal die Seite an www.be-it.de . Da werden Frauen geködert mit tollen Ausbildungschancen und dem riesigen Bedarf und der verzweifelten Suche nach Fachkräften … dann wird man weitergeleitet auf die IBM-Seite, wo Lehrgänge angeboten werden von DM 5.000,- oder mehr für 3 Tage. Da bleibt einem die Spucke weg … welcher Mensch kann sich das leisten … Sie vielleicht? Das ist für manche der Viendienst von einem ganzen Monat. Sorry … das finde ich Bauernfängerei … nichts anderes

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Fernuni Hagen
Hallo,
kennst du die FernUni Hagen? http://www.fernuni-hagen.de
Die meisten Kurse des Studiengangs Informatik kannst du auch ohne Hochschulzugangsberechtigung (Abitur u.a.) als sogenannte Fortbildungskurse oder Weiterbildungskurse machen.
Die Gebühren sind zwischen DM 150 und DM 300 (je nach Paket, Klausurgeb. DM 180).

Da gibt es z.B.:
Objektorientierte Datenbanksysteme
Einführung in die Programmierung mit C++
Einführung in C
Einführung in UNIX
SOL- Die relationale Datenbanksprache
Fuzzy Logic

zu finden unter:
http://www.fernuni-hagen.de/FeU/Studserv/studserv_f…

Schau Dich doch dort einfach mal um, ob etwas für dich dabei ist.
Grüsse Rossi

Man gibt Pakete auf…
Hallo Karin
(by the way… Grüßen???

nix für ungut :smile:)

Also: Nenne mir bitte mal die öffentlich-rechtliche Hochschule, die blos zum lesen in der Bib einen signifikanten Beitrag verlangt… (Ich meine nicht zum ausleihen)… Ich kenne in D keine.

Ich bezog mich allerdings im großen und ganzen
auf den Zusammenhang mit fast kostenlosen College-Lehrgängen,
zu denen jeder Zutritt hat. Wenn ich jetzt das Abitur
nachholen müßte, nur um Studieren zu können, würde ich
finanziell eingehen.

Ich weiss nicht, was du für einen Abschluß hast, aber bezüglich eines Gasthörerscheins bei den Universitäten kannst Du mal mit dem jeweiligen Studentensekretäriat reden… als Betreiberin eines Übersetzungsbüros dürfet dein Schulabschluß bzw deine darauffolgende Qualifizierung ja auch nicht von Pappe gewesen sein.

Ansonsten bieten sich die Kurse der IHK´s an (kommt natürlich sehr auf den Dozenten an) oder Du frägst einfach mal beim Arbeitsamt, was es so an Kursen für dich gibt… so als Möglichkeit.

Volkshochschule kann man m.e. meist vergessen (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Ich stimme dir zu, es ist unglaublich viel Humbug auf dem Weiterbildungssektor unterwegs.

Der Vergleich zwischen dem US-System und dem Deutschen System ist ja kaum möglich. allerdings ist das Schulsystem in den USA derartig marode, das diese kostenlosen Kurse wohl bitter nötig sind… (Sonst würde man sie nicht anbieten)
… was natürlich nicht heißt, das sie hier nicht auch nötig wären…

Gruß
Mike

Hallo alle,

[…]

Also: Nenne mir bitte mal die öffentlich-rechtliche
Hochschule, die blos zum lesen in der Bib einen signifikanten
Beitrag verlangt… (Ich meine nicht zum ausleihen)… Ich
kenne in D keine.

Nicht nur, dass sie keinen „signifikanten Beitrag“ verlangen, sie verlangen gar nichts, solange man die Bücher nicht mit nach Hause nehmen will. Das gilt für alle öffentlichen Bibliotheken in Deutschland. Zumindest ist mir noch keine einzige bekannt, in der das nicht gelten würde. Die mögliche „Ausnahme“ Bayern habe ich schon genannt.

Ich bezog mich allerdings im großen und ganzen
auf den Zusammenhang mit fast kostenlosen College-Lehrgängen,
zu denen jeder Zutritt hat.

College und universitäre Ausbildung in den USA ist glaube ich weltweit am teuersten. Dort ist es übrigens auch so, dass man ohne Studentenausweis die Bibliotheken nicht benutzen darf. Ich musste mir dort seinerzeit jedenfalls eine Genehmigung von einem Prof holen, dass ich als „Gast“ ausnahmsweise auch die Bibliothek nutzen durfte. Das liegt daran, dass dort zumindest die guten Unis fast alle private Unternehmen sind, nicht wie bei uns öffentlich. Von „gratis College Kursen für Jedermann“ kann überhaupt keine Rede sein!

Wenn Du Dich hingegen in Deutschland einer User-Group Deines Vertrauens anschliesst (minimale Mitgliedsbeiträge), dann bekommst Du dort i.d.R. Zugriff auf derer Hard- und Software und es werden Schulungen durchgeführt. Zumindest kenne ich das so.

Ich weiss nicht, was du für einen Abschluß hast, aber
bezüglich eines Gasthörerscheins bei den Universitäten kannst
Du mal mit dem jeweiligen Studentensekretäriat reden… als
Betreiberin eines Übersetzungsbüros dürfet dein Schulabschluß
bzw deine darauffolgende Qualifizierung ja auch nicht von
Pappe gewesen sein.

Das ist der nächste Punkt. Wenn Du keinen Wert darauf legst, auch amtliche eine Prüfung abzulegen, kannst Du Dich als Gasthöhrer einschreiben lassen oder gar nicht und einfach in die Vorlesungen gehen. Ich habe es an der Uni nirgends erlebt, dass jemand am Eingang die Studentenausweise kontrolliert hat.

Ansonsten bieten sich die Kurse der IHK´s an (kommt natürlich
sehr auf den Dozenten an) oder Du frägst einfach mal beim
Arbeitsamt, was es so an Kursen für dich gibt… so als
Möglichkeit.

Das ist die nächste Möglichkeit. Wenn Du es finanziell nicht alleine schaffst, weil Du z.B. arbeitslos bist, dann finanziert auch das Arbeitsamt eine Umschulung oder Fortbildung. Auch dieses Angebot suchst Du in den USA vergebens.

Der Vergleich zwischen dem US-System und dem Deutschen System
ist ja kaum möglich. allerdings ist das Schulsystem in den USA
derartig marode, das diese kostenlosen Kurse wohl bitter nötig
sind… (Sonst würde man sie nicht anbieten)

Sie werden nicht angeboten. Zumindest ist mir derartiges nicht bekannt. Einen kleinen Beitrag muss man mindestens entrichten.

Was die Notwendigkeit in Deutschland betrifft, sage ich lieber nichts. Da mache ich mich nur unbeliebt.

Gruß

Fritze

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Studenten kommen sicher kostenlos in Bibliotheken - das will
ich gar nicht bestreiten - aber Personen ohne
Studentenausweis, die müßen zahlen.

Ich kenne nicht eine Universitätsbibliothek in der „Nichtstudenten“ was zahlen müßten. UNI- und FH-Bibliotheken sind grundsätzlich öffentlich. Das steht sogar in den Satzungen. Sind ja schließlich mit Steuergeldern finanziert. Sag’ mir doch mal in welcher Bib. man Kohle von Dir verlangt hat.

Gruß
Tom

Das mit dem feien Eintritt in eine Bibliothek mag ja wahr sein in manchen Fällen. In Frankfurt mußte ich erst Mieglied werden für einen Jahresbeitrag in der Deutschen Bibliothek. Aber darum ging es mir nicht vorderrangig. Die Möglichkeit fast kostenlos an Computerkursen und einer riesen Auswahl von anderen Kursen teilzunehmen. Das gibt es hier nicht für Jedermann. Hier ist das billigst Vergnügen die Volkshochschule. Und die langen zu. DM 300,- für 3 Stunden Einführung ins Internet etc. Ich habe davon nichts gehabt. Oder Du machst eine Schulung von 3 Tagen bei IBM für DM 5.000,-. Toll, wirklich toll wie man da zulangt.

Hallo Karin,

wenn 10 Schüler in einem VHS für 3 Stunden Internet-Schulung
DM 300,- zalen, sind das DM 3.000,- für einen Lehrer. Nehmen
wir einmal an die VHS kassiert schon einmal die Hälfte, dann
wären das für den Lehrer ein Honorar von 1.500,- DM für 3
Stunden Unterricht. Findest Du das so wenig. Ich frage mich
manchmal, was so manche Leute verdienen müssen, damit sie
zufrieden zu stellen sind

Wo lebst Du eigentlich? In allen VHS, in denen ich bis jetzt gewesen bin, kriegt man Kurse über 10 bis 20 Stunden für ca. 100 bis 200 DM. Mal 10 Schüler, macht 2000 DM für 20 Stunden - maximal. Von diesen 100 DM/h muß die VHS und der Lehrer finanziert werden. So furchtbar viel ist das nicht.

Gruß Kubi

[…]

Das mit dem feien Eintritt in eine Bibliothek mag ja wahr sein
in manchen Fällen.

In allen (öffentlichen) Fällen. Die Siemens Hausbibliotheken sind natürlich nicht jedermann zugänglich.

In Frankfurt mußte ich erst Mieglied werden
für einen Jahresbeitrag in der Deutschen Bibliothek.

Aber nur, wenn Du auch Bücher ausleihen willst. Vor Ort ist es kostenlos. Sogar günstige Kopierer stehen in den meisten Bibliotheken zur Verfügung.

Aber
darum ging es mir nicht vorderrangig. Die Möglichkeit fast
kostenlos an Computerkursen und einer riesen Auswahl von
anderen Kursen teilzunehmen. Das gibt es hier nicht für
Jedermann.

Wie gesagt, werde Mitglied in einem der Zahlreichen Computer- oder Internetvereine und schwups …

Hier ist das billigst Vergnügen die
Volkshochschule. Und die langen zu. DM 300,- für 3 Stunden
Einführung ins Internet etc.

Ich habe jetzt gerade mal nachgeschaut. Hamburger Volkshochschulen bieten ein erstaunlich vielfältiges Angebot an einschlägigen Internet-Kursen:

http://www.vhs-hamburg.de/kurse/Kurs_haupt.html

„Einführung ins Internet“ 8 Unterrichtsstunden 124,- DM. Ich finde, das ist nicht übertrieben.

Ich habe davon nichts gehabt.

Generell solltest Du Dich vor der Anmeldung genauer über die Zielgruppe und die Inhalte informieren. Es gibt auch Fortgeschrittenen-Kurse.

Oder Du machst eine Schulung von 3 Tagen bei IBM für DM
5.000,-. Toll, wirklich toll wie man da zulangt.

Die Kurse von Firmen wie IBM, SAP, etc. sind sehr spezielle Profiseminare und nicht „Hausfrauen ins Internet“ Kurse.

Weniger aufwendige VHS-Kurse zu Themen der Geschichte oder Kunst sind auch noch einmal erheblich günstiger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in den USA billiger ist. College-Kurse für umsonst halte ich für ein Gerücht!

Gruß

Fritze

WOW Klasse Vorschlag …USA
Hi

der hier so selten so gut kommt ,echt den * wert …

Ganz genau so ists, es braucht sich wirklich niemand wundern -wenn die USA zumeist Inder als IT einstellen, da diese Zuhause kostenlos gefoerdert werden und fit sind …

Gruss
dizarus

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Überall, wo ich mich umschaue, gewinne ich das Gefühl man wird regelrecht ausgeschröpft. In Indien hat man nicht so viel Geld und da bringen die sich das gegenseitig bei, weil das die einzige finanzielle Überlebenschance ist. Wenn man dem Staat - so wie ich es seit Monaten über e-mail versuche über bmfb - ein Konzept zur kostenlosen Computerschulung darstellt - stellen sich alle stur. Kein Mensch beißt an… wir haben doch alle genug Kohle …

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Verallgemeinerungen
Hi Karin,

meiner Erfahrung nach ist besonders im Bereich der Dienstleistung ein Zusammenhang von Qualität und Preis nicht ganz von der Hand zu weisen.

Wenn man bedenkt, dass man heute für´s Geschäft einen guten Consultant auf keinen Fall für unter DM 2000,- / Tag bekommt und die schlechten genausoviel nehmen, weiss man, das es hier einfach keine preisliche Alternative finden kann, wenn nicht irgendeine Art der Förderung vorliegt.

Allerdings aus Deinen Infos zum Angebot für die „Internetbegeisterte Hausfrau“ auf die ganze IT Landschaft schliessen zu wollen halte ich für grundverkehrt.

Deine Informationen scheinen einigermassen unstrukturiert zu sein, Du sagst auch nicht genau, was Du eigentlich machen willst.
EDV ist sicherlich komplexer als Aschenbecher töpfern, und wenn Du in die Tiefe gehen willst, dann musst Du schon Initiative entwickeln und Dich umgehender Informieren.

Meiner Meiung nach liegt es in unserer Kultur verwurzelt, Andere für unsere Lage / Entwicklung verantwortlich zu machen. Ist auch angenehmer als zu sagen: ich bekomme es nicht auf die Reihe.

Meiner Meinung war es nie so leicht wie heute, zu Wissen zu gelangen, allerdings ist neben Eigeninitiative auch strukturiertes Vorgehen zwingend nötig.

Insofern fände ich eine Anfrage von Deiner Seite nach dem Schema:
„wie kann ich im Raum XY auf günstige Art und Weise den Lehrstoff zum Thema YZ vermittelt bekommen mit dem Ziel, ABC zu verstehen mit meinen Vorkentnissen EFG“ hilfreicher als die vorliegenden Allgemeinplätze.

Und Aussagen, das in Deutschland im Vergleich zu Indien (INDIEN!!!) das lernen Luxus ist, deuten auf geringe Allgemeinkentnisse hin. Ähnliches gilt für die USA.

Meint Zaphod

Überall, wo ich mich umschaue, gewinne ich das Gefühl man wird
regelrecht ausgeschröpft. In Indien hat man nicht so viel Geld
und da bringen die sich das gegenseitig bei, weil das die
einzige finanzielle Überlebenschance ist. Wenn man dem Staat -
so wie ich es seit Monaten über e-mail versuche über bmfb -
ein Konzept zur kostenlosen Computerschulung darstellt -
stellen sich alle stur. Kein Mensch beißt an… wir haben
doch alle genug Kohle …

…und das ist ganz genau die Crux -jeder denkt nur an sisch selbst zu Zeit -ohne nachzudenken -was er oder sie unseren Kindern gegenueber zu verantworten HAT !

Kannst du den Sturkoeppen nicht diese Verantwortung verklaren?

Good luck weiterhin samt richtigem Biss.

Gruss
dizarus