Hallo,
ohne jetzt den ganzen Thread durchzulesen:
Für mich gibt es Unterschiede ob man mit der festen Regelung das Minimum vom Umgang festlegen oder ob man eine möglichst großzügige Umgangsregelung einengen will.
Ich hoffe es gelingt mir, dass ich mich richtig ausdrücke. Willst Du erreichen, dass die Kinder feste Zeiten haben und nicht zusätzlich spontan weiteren Umgang haben?
Oder willst Du erreichen, dass überhaupt erst mal ein Minimum an Umgang funktioniert, der aber gerne noch zusätzlich erweitert werden kann.
Für den letzteren Fall würde ich vorschlagen, dass dem Vater eine Zusammenstellung an Vorschlägen der demnächst stattfindenden Umgänge überreicht wird.
Er soll dann mitteilen inwieweit sie nicht in seine Planung passen und es Verschiebungen geben wird - weil er z. B. an dem von Dir vorgeschlagenen Termin einen beruflichen oder privaten wichtigen Termin (z. B. Hochzeitsfeier seines besten Freundes) hat.
Das wäre dann schon mal das Grundgerüst. Ihm dann weiterhin mitteilen, dass er - wenn er sich rechtzeitig (z. B. zwei Tage vorher) meldet - zusätzliche Umgänge haben kann. So sind die Kinder nicht zu einem „Warentermingeschäft“ reduziert.
Er hat seinen Willen nach einer gewissen Freiheit und Du hast eine gewisse Planungssicherheit.
Es gibt durchaus Mediationen die z. B. von Gerichten mehr oder weniger „zwangsweise angeregt“ werden, wo mindestens ein Partner nicht mit vollem Herzen dabei ist. Sie enden gut, wenn es dem Mediator gelingt den ablehnenden Partner von den Kompromissen zu überzeugen.
Allerdings sollte in dem Fall, wo der bisherige Umgang nicht reduziert werden soll, eine Mediation nicht notwendig sein.
Eine Übereinstimmung zu finden, die beiden Elternteilen eine größtmögliche Planungssicherheit und den Kindern den größtmöglichen Erhalt beider Eltern auch nach der Trennung ermöglicht, sollte jeder Vater von sich aus mit Freuden annehmen.
Solltest Du planen, den bisherigen Umgang mit nicht zum beruflichen Alltag des Vatern konformen Regelungen „schleichend“ zu reduzieren, wird kein Mediator den Vater überzeugen können, wenn dieser gerne mehr Zeit mit den Kindern verbringen möchte.
Für den Fall, dass es keine schleichende Umgangsreduzierung oder Festmauerung ohne jede zusätzliche Ausweitungsmöglichkeit sein soll, könnte ein Vater z. B. von einem Väterverein sich den Papa Deiner Kinder „zur Brust nehmen“ um ihm die von Dir angebotene großzügige Regelung schmackhaft zu machen.
Dürfte billiger und effektiver sein als eine teuere Mediation. Ich kann Dir dabei dann gerne behilflich sein.
Solltest Du gegen den Willen des Vaters durch ein festes Gerüst seine Umgänge reduzieren wollen, wird es u. U. auf ein gerichtliches Verfahren hinaus laufen.
Gruß
Ingrid