Hallo tilli,
wenn sich das so darstellt, verstehe ich erst recht nicht, warum du nicht klarere grenzen ziehst. und eben dein programm durchziehst, wie es ist. d.h. sonntags erst ab einer von dir genannten uhrzeit (z.B. 18h00) wieder erreichbar sein - oder eben nicht da sein. hast du nur famileintherapie gemacht - oder auch mal eine therapie „nur für dich“?
du schreibst sehr wenig darüber, wie deine kinder auf das ganze reagieren. wenn er so ist, wie du sagst, müsste sie sehr wohl verstanden haben, wo das problem liegt.
meiner ansicht nach kommen sie jetzt langsam in ein alter, wo du dich aus den terminwirren auch einfach rausziehen kannst. du kannst sie davor einfach nicht ewig beschützen. das heißt: lass sie das in zukunft mit papa selbst ausmachen (wenn sie 12 sind, werden sie sowieso anfangen eigene ideen und wünsche an ihre wochenendgestaltung zu stellen.) wer weiss, ob es dann nicht sehr bald sehr gut klappt. und wenn nicht, dann ist das nicht deine verantwortung. das geht dann nur die kinder und ihren vater was an.
ich bin harmoniebedürftig und es fällt mir schwer, mich gegen
seine übergriffe abzuschotten, zumal er geschickt die kinder
einsetzt (ticketkauf an meinem WE etc.).
du hast ihm nie klare grenzen gezogen, da ist es jetzt schwer damit anzufangen. du wirst aber nicht daran vorbeikommen. sonst wird das nie was. das hat auch nichts mit harmonie oder konfrontation zu tun.
auf mich wirkst du immer noch so, als würdest du extrem an ihm hängen, selbst nicht recht loslassen wollen. ich wiederhole mich: aber zu diesen spielchen gehören 2!!!
Nein-sagen lernen und grenzen setzen - das scheinen die beiden dinge zu sein, du „lernen“ musst. ich weiß ja nicht, ob du das nur bei deinem ex nicht kannst, oder ob das ein grundsätzliches problem ist. man erfährt auch nix über deinen neuen, jetztigen mann. was sagt er denn dazu?
soeben kam eine nachricht von ihm, dass er den ganzen
gemeinsam mit viel bohei abgestimmten jahresplan noch einmal
umgestellt habe.
es liegt jetzt an dir zu schauen, wo dir die neuen termine passen und wo nicht. und dann wären dir für mich verbindlich und basta. flexibel kann man ja immer dann sein, wenn es für dich eh passt oder kein problem ist - aber wenn ihr da schon anderes geplant habt, dann verstehe ich nicht, dass du hier einknickst und dann jammerst. das müssten deine kinder eigentlich auch verstehen bzw. du hast gute argumente, warum das dann nicht geht.
ich verstehe also, dass es mühsam mit ihm ist, ich verstehe nicht, warum du für dich nicht klarere grenzen ziehst. (und warum das alle anderen in der familie mitmachen verstehe ich sowieso nicht.)
ich bleib dabei: es liegt an dir Nein zu sagen. (und als ausblick: sehr bald machen das deine kinder mit ihm unter sich aus (wenn du es zulässt) dann bist du raus aus der nummer. natürlich nicht ganz, denn wenn er die kinder auch versetzt und enttäuscht, musst du sie trösten und für sie da sein. aber grundsätzlich ist die vater-kind beziehung nicht deine baustelle.)
beste grüße,
barbara