Hallo Kroeti,
folgendes: mein Freund hat einen überhöhten Cholesterinspiegel
(kenne keine Werte),
die genauen Werte sind aber wichtig, um zu wissen, ob man nur ein wenig aufpassen sollte, oder ob es schon schlimmer ist. Frag doch noch mal nach.
war schon ein paar mal bei
unterschiedlichen Ärzten wg. Feststellen lassen etc.
Das Problem wurde höchstwahrscheinlich vererbt, Bruder hats
auch so erwischt, und Mutter schlägt sich noch mit
Stoffwechselproblemen herum.
Die Veranlagung zu hohen Cholesterinspiegeln kommt allerdings familiär gehäuft vor, so daß in solch einem Fall eine bewußte Ernährung rein prophylaktisch schon sinnvoll ist.
Er ist 25 Jahre jung, und klar, mit Medikamenten halten sich
die Ärzte zurück, es wird geraten, sich ‚bewusst zu ernähren‘,
‚weniger Fett‘.
Eine cholesterinreduzierende Kost beschränkt die Fettmenge (einschließlich des unsichtbaren Fettes) auf zunächst maximal 25-30% der Energiezufuhr, gegebenenfalls muß auf unter 20% reduziert werden.
Und dann regelmässige Kontrolle des Cholesterienwertes; sollte
dann nichts anschlagen, Medikamente. (ist doch nicht ganz
ungefährlich?)
Noch gefährlicher als Tabletten sind dauerhaft zu hohe Cholesterinspiegel. Sie sind einer der Risikofaktoren für Schlaganfälle. Allerdings muß man sagen, daß in Deutschland viele Ärzte die Grenzwerte sehr niedrig ansetzen. Darum auch meine Frage, wie hoch die Werte sind. Bei etwas über 200 muß man sich meiner Meinung nach nicht allzuviel Gedanken machen, da reicht es, sich im Essen etwas einzuschränken. Liegen die Werte über 300 muß medikamentös behandelt werden.
Dazu kommt, dass er leicht übergewichtig ist, bei 160 / ca. 65
kg .
Das wäre jetzt mal das wichtigste, das Übergewicht abzubauen - am besten geht das durch Sport.
Bis jetzt haben wir noch ‚gut‘ gelebt, also auf Wurst und Fett
(Schweinefleisch, Bratwürste etc) wurde nicht verzichtet;
seine Mutter befürchtet aber bzw. beschwört immer, dass er
früher oder später einen Schlag/Herzanfall bekommt, wenn er so
weiter macht.
Hat sie recht!
Nun mein Anliegen: auf was sollte man besser verzichten?
(seine Hausärztin meinte zB. nur 1 Ei max. alle zwei Wochen,
sind Eier wirklich so ‚böse‘?)
Wie sollte idealerweise der Speiseplan aussehen?
Welche Fleischsorten sollte man bevorzugen? (wir sind keine
Vegetarier)
Speiseplan:
- fettarme Milch anstelle von Vollmilch
Magerjoghurt anstelle von Vollmilch- oder Sahnejoghurt
fettarme Kondensmilch anstelle von Kaffeesahne
fettarme Käsesorten
- häufiger fetten Seefisch essen (Eikosapensäure!
weniger Fleisch und Wurst
keine Schalentiere
keine tierische Haut
- mageres Fleisch anstelle von fettem Fleisch, Innereien oder üblicherweise fetten Fleisch- und Wurstwaren
evtl. fettmodifizierte Wurst (becel)
- Huhn und Truthan anstelle von Gans und Ente
- Fleischportionen verringern, Kartoffel- oder Gemüseportionen vergrößern
- gekochte Kartoffeln oder Kartoffelpüree anstelle von fettreichen Bratkartoffeln, Kartoffelchips oder Pommes frites
- Öle und Pflanzenmargarine (polyensäure- und ölsäurereich) anstelle von Butter, Schmalz gehärteten oder Hartfetten.
Vermeiden aller trans-Fettsäuren (aus hydrierten Pflanzen- und Seetierölen)in größerer Menge enthaltenden Produkte, einfache Sorten von Haushaltsmargarine, Back-, Brat-, Fritierfette.
- Eiklar oder cholestrinfreie Ei-Ersatzstoffe (gibt’s von becel) anstelle von Vollei oder Eigelb
- Vollkornbrot oder Hafergebäck anstelle von Weißbrot und Feinmehlbackwaren
- Bevorzugung von Haferkleie als Getreidebasis von Müslis und als Dickungsmittel für alle geeigneten Zubereitungen
- sehr viel Gemüse aller Art, regelmäßig Hülsenfrüchte
- trockenen, fettarmen Kuchen, ggf. mit Obst oder Magerquark; keine Sahnetorte, kein fettiges Cremegebäck
fettarme Schlagsahne anstelle von Schlagsahne
- Frischobst anstelle süßer Nachspeisen
Nüsse oder Sonnenblumenkerne anstelle von Schokolade und Marzipan
14.Bei höherem Konsum an coffeinhaltigen Getränken: schwarzer oder grüner Tee anstelle von Bohnenkaffee; ungefilterter und entcoffeinierter Kaffe sollten vermieden werden
Schöne Grüße
Sabine