Ernährungsumstellung = Bauchschmerzen?

Hallo,

ich stelle gerade (seit zwei Wochen etwa) meine Ernährung sehr deutlich um:

Vorher: Cola, beim Kochen viel Öl, Sahne, Käse etc.
Jetzt: Keine Cola oder Limo mehr, sehr wenig Fett, mehr Obst und Gemüse

Problem: Ich hab permanent leichte Schmerzen im Bereich Magen, Bauchspeicheldrüse oder so. Getsern hab ich mir mal ne Pommes gegönnt, da war dieses Unwohlsein auf einmal weg und kam erst eine Weile später wieder.

Familiär gibt es eine Prädisposition zu Magengeschwüren, außerdem bin ich Raucher (ca. 20 Zig./d). Ich bin internistisch jetzt nicht so super fit, aber meine „worst case“-Überlegung ging in Richtung Magensäureüberschuß durch zu wenig/zu magere Kost.

Ist das einfach eine Begleiterscheinung der Ernährungsumstellung oder sollte ich mir da Sorgen machen = mal zum Gastro-Enterologen gehen?

Hat das jemand ähnlich erlebt?

Danke & Gruß,

Malte.

Hallo Malte,

einen Erfahrungsbericht kann ich Dir geben:

Vor etwa zwei Monaten hat mein Mann seine Ernährung umgestellt - ähnlich wie Du.
Daraufhin hat er anfallsartige Leibschmerzen bekommen. Ein Magenröntgen war aber o.B.
Jetzt ist er ganz ohne Behandlung wieder beschwerdefrei.

Hanna

Hallo Malte
Ich denke auch, daß deine Beschwerden von einer noch auf fettreiche Kost eingestellten Magenbesaftung herrühren.
Das dauert so seine Zeit, bis sich der Organismus auf neue Zusammensetzungen einstellt (schätzungsweise 2 Wochen). Bis dahin lieber viele (5-8)kleinere Mahlzeiten pro Tag und reichlich (!) Wasser trinken (mind. 2Liter - ohne Kohlensäure) und erstmal säuernde Speisen vermeiden (Kaffee, Tee, saures oder zuckersüßes Obst, Obstsäfte, Vollkornbrot, scharfe Gewürze, essigsauer Eingelegtes, Blumenkohl) bzw. mit mildernden Lebensmitteln kombinieren (Kartoffeln, Reis, gedünstete Möhren, Kürbis, Fisch …).
Mehr fällt mir jetzt spontan nicht ein, aber ich denke, das sollte auch schon genügen, bis deine Innereien wissen, was pro Mahlzeit auf sie zukommt und sich dementsprechen organisieren können.
Liebe Grüße, Melanie

Hallo Malte,

Im Schmerzfall zwei EL Olivenöl schlucken.
Wasser nachtrinken.
Schadet Deiner Umstellung in keinster Weise weil Olivenöl nicht unter belastende Fette fallen.

Gibt dem Magen und dem Organismus was er braucht.

Und bestens geeignet für Menschen cholerischen Temperaments

Gruß
Merkur

Hallo,

Im Schmerzfall zwei EL Olivenöl schlucken.
Wasser nachtrinken.
Schadet Deiner Umstellung in keinster Weise weil Olivenöl
nicht unter belastende Fette fallen.

Danke, werde ich ausprobieren. Problem: Schmerzfall ist immer. Ich habe keine anfallartigen Koliken oder so, sondern ein ständiges Unwohlsein mit leichten Schmerzen.

Und bestens geeignet für Menschen cholerischen Temperaments

Oh, dazu zähle ich mich nicht :smile: Das beschriebene Unwohlsein tritt auch auf, wenn ich tagelang maximal entspannt bin, wie zur Zeit zum Beispiel. Psychische Ursachen kann ich weitestgehend ausschliessen - momentan läuft alles ziemlich gut.

Vielen Dank für den Tip und Gruß,

Malte.

Hallo,

ich stelle gerade (seit zwei Wochen etwa) meine Ernährung sehr
deutlich um:

Vorher: Cola, beim Kochen viel Öl, Sahne, Käse etc.
Jetzt: Keine Cola oder Limo mehr, sehr wenig Fett, mehr Obst
und Gemüse

Hallo Malte,

falls Du Obst und Gemüse hauptsächlich roh zu Dir nimmst, kann es eventuell daran liegen. Natürlich kann man zur Kirschenzeit Kirschen essen und „an apple a day keeps the doctor away“, aber grundsätzlich ist Rohkost ziemlich schwer verdaulich und sollte nicht den größten Teil der Ernährung ausmachen. Wer nicht im Vollbesitz seiner inneren Körperkräfte ist - und das dürfte nach viel Cola und Limo bei Dir der Fall sein - sollte mit Rohkost also zurückhaltend sein.

Viele Grüße

Peter

hallo malte,

du solltest besonders darauf achten, daß gemüse gegart ist. auch besonders blähende sorten solltest du vermeiden.
ein bekannter von mir hat es durch seine ernährungsumstellung von cola auf gemüse irritierender weise bis zur lebensbedrohlichen verstopfung gebracht.
es reagiert eben jeder körper anders.
also, lieber die möhrchen!

strubbel
H:open_mouth:)

Hi,

nachdem die anderen schon viel richtiges und wahres geschrieben haben, nur noch ein Hinweis: die Dosis macht das Gift! Also immer Antidot bereithalten …

http://www.taz.de/pt/2004/08/17.nf/tomnf

Gruß, Ralf

derauchschonmalzweiwochenbauchwehvongesundemessenhatte

[SOLVED] Bauchschmerzen = Ulcus
Hallo,

Problem: Ich hab permanent leichte Schmerzen im Bereich Magen,
Bauchspeicheldrüse oder so. Getsern hab ich mir mal ne Pommes
gegönnt, da war dieses Unwohlsein auf einmal weg und kam erst
eine Weile später wieder.

Familiär gibt es eine Prädisposition zu Magengeschwüren,
außerdem bin ich Raucher (ca. 20 Zig./d). Ich bin
internistisch jetzt nicht so super fit, aber meine „worst
case“-Überlegung ging in Richtung Magensäureüberschuß durch zu
wenig/zu magere Kost.

ich war dann heute doch mal beim Doc und siehe da: Ein dickes Magengeschwür ziemlich eindeutig aufgrund Helicobacter Pyloris :smile:

Aber gut, dagegen kann man was tun und gut is.

Danke an alle Antwortenden und

Gruß,

Malte.

Hallo,
da ich nächste Woche auch so einen Termin habe - ist im Fall, daß ein Antibrechmittel verabreicht wird, die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt ?

Gruss
Enno

Zur Gastroskopie
Moin,

da ich nächste Woche auch so einen Termin habe - ist im Fall,
daß ein Antibrechmittel verabreicht wird, die Fahrtüchtigkeit
eingeschränkt ?

Kurzform: Ja, auf jeden Fall.

Langform: Du bekommst zwei Medikamente:
Einmal Xylocain zur Lokalanästhesie im Rachenraum, welches dazu führt, daß Du wegen beeinträchtigtem Schluckreflex bis etwa eine Stunde nach der Gastro nichts essen darfst, und zum zweiten Dormicum - das ist nicht nur für ängstliche Patienten sinnvoll, sondern für jeden, da nur so der Magen ruhig genug ist, daß der Doc gut was sehen kann. Dormicum dürfte Dir bekannt sein, ansonsten siehe Google… Ich hab 7,5mg bekommen - damit ist man (95kg) schon ziemlich neben der Spur :smile: Nach der Untersuchung ist es meist so, daß der Patient dann noch n Stündchen in der Praxis schläft und dann abgeholt wird - mindestens vom Taxi, besser von einem Freund oder Angehörigen. Nach weiteren zwei Stunden ist man dann eigentlich wieder recht klar im Kopf.

Gruß,

Malte.

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