ich hab gehört, dass man ab einer gewissen windstärke auf see (egal ob Meer oder See und unabhängig vom wellengang) ersticken kann, weil durch den starken wind über der wasseroberfläche ein Vakuum gebildet wird.
weiß jemand wie genau das Vakuum zustande kommt, oder wie man das nennt? dachte erst es heißt „fliegendes wasser“ oder so ähnlich, aber dazu habe ich leider nichts gefunden.
also ein freund von mir segelt des öfteren, bzw ist als kleiner junge gerne bei starkem wind segeln gegangen, und hat genau deswegen ärger gekriegt, weil das echt gefährlich wird.
denk also, dass des schon irgendwie stimmen muss.
ich denke mal, dass vakuum der falsche begriff ist. vakuum wäre ja die abwesenheit von luft - wie das durch wind zustande kommen soll, wäre mir ein rätsel.
aber vielleicht meinst du ja den effekt, den man leicht in einem schnell fahrenden auto oder in einem zug ausprobieren kann. öffne das fenster und stecke den kopf raus, gesicht in fahrtrichtung. du wirst bemerken, dass das atmen nun extrem schwer fällt. es fühlt sich an, wie wenn irgendein reflex das atmen unterbindet. ob man dadurch tatsächlich ersticken kann, weiss ich nicht - solange hab ich es nicht ausprobiert.
nun - im auto muss man lediglich den kopf wieder reinziehen und das fenster zumachen. auf einem kleinen segelboot gibt es ev. keine möglichkeit, sich effizien einen windschatten zu machen, wesshalb die atemprobleme nicht so leicht zu beheben sind. ev. kommt daher die aussage vom ersticken bei starkem wind.
oder es war einfach nur seemannsgarn für eine landratte…
ich hab gehört, dass man ab einer gewissen windstärke auf see
(egal ob Meer oder See und unabhängig vom wellengang)
ersticken kann, weil durch den starken wind über der
wasseroberfläche ein Vakuum gebildet wird.
weiß jemand wie genau das Vakuum zustande kommt, oder wie man
das nennt? dachte erst es heißt „fliegendes wasser“ oder so
ähnlich, aber dazu habe ich leider nichts gefunden.
Es ist zwar theoretisch möglich, dass durch hohe Strömungsgeschwindigkeiten ein Unterdruck ensteht (Bernoulli), aber ich bin ziemlich sicher, dass es hier um das Gegenteil geht, nämlich das erschwerte Atmen gegen den Wind. Woran das liegt, weiß ich zwar auch nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Körper den Staudruck vor dem Mund als statischen Druck einer Wassersäule fehlinterpretiert und daraufhin die Atmung blockiert, um ein Ertrinken im vermeintlich vorhandenen Wasser zu verhindern.
es könnte ja der schon angesprochene Bernoulli-Effekt sein. Bei einer Windgeschwindigkeit von 50 m/s (und das ist schon Orkan) entsteht ein Unterdruck von etwa 1500 Pa, wenn ich richtig gerechnet habe. Also 0,015 bar Unterdruck, und das sollte eine Lunge schaffen.
Kritisch für die Lunge wird es wohl erst bei 0,1 bar, und das entspräche einer Windgeschwindigkeit von etwa 130 m/s. Und das kann wohl nicht vorkommen, oder? Das wäre dann so, als ob man den Kopf aus einem Flugzeug halten würde.
Das geschilderte Problem kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe selbst mal getestet, welchen Unterdruck ich durch Saugen mit meiner Lunge erzeugen kann, er liegt bei ca. 0,5 bar, also 50% des Atmosphärendrucks. Das ist barbarisch viel und wird durch keine auf der Erde denkbare natürlich entstandene Luftbewegung per Bernoulli-Effekt auch nur annähernd erreicht, nicht mal im Auge eines Hurrikans. Sonst könnten übrigens auch Bergsteiger nicht ohne Sauerstoffgerät über 8000 m klettern.
Die Lunge ist also locker in der Lage, mit dem Mini-Luftunterdruck in einem Sturm klarzukommen, das heißt, dabei einzuatmen.
Der Effekt, den man bei hohen Geschwindigkeiten spürt, wenn man das Gesicht aus dem Autofenster in den Fahrtwind hält, ist genau das Gegenteil, nämlich Staudruck. Man muss also nicht gegen Luftunterdruck saugen, sondern beim Ausatmen gegen Luftüberdruck pusten. Aber auch das geht. Wen es aber stört, der kann seinen Kopf nach Lee drehen und wird das auch instinktiv tun und dabei merken, dass es plötzlich einfacher geht, auszuatmen.
also ein freund von mir segelt des öfteren, bzw ist als
kleiner junge gerne bei starkem wind segeln gegangen, und hat
genau deswegen ärger gekriegt, weil das echt gefährlich wird.
denk also, dass des schon irgendwie stimmen muss.
Na da hat er dich aber mit seinem Seemannsgarn toll eingewickelt. Seeschlangen und Riesenkraken hat er weggelassen? War wohl nicht mehr nötig.
Das geschilderte Problem kann ich mir nicht vorstellen. Ich
habe selbst mal getestet, welchen Unterdruck ich durch Saugen
mit meiner Lunge erzeugen kann, er liegt bei ca. 0,5 bar, also
50% des Atmosphärendrucks.
0,5 bar? Du willst damit sagen, dass Du - allein durch die Bewegung Deiner Atemmuskulatur - eine Flüssigkeit 5m hochsaugen kannst? Mit Verlaub: Bevor ich das mit eigenen Augen gesehen habe, glaube ich es Dir nicht!
Ich behaupte außerdem, dass es Dir bei einem Unterdruck von 0,5 bar im Mund/Rachen-Raum gegenüber der Außenluft das Trommelfell zerreißt!
Das geschilderte Problem kann ich mir nicht vorstellen. Ich
habe selbst mal getestet, welchen Unterdruck ich durch Saugen
mit meiner Lunge erzeugen kann, er liegt bei ca. 0,5 bar, also
50% des Atmosphärendrucks.
0,5 bar? Du willst damit sagen, dass Du - allein durch die
Bewegung Deiner Atemmuskulatur - eine Flüssigkeit 5m
hochsaugen kannst?
Ich möchte das nicht für jede Flüssigkeit behaupten, aber für Wasser schon, ja. Zumindest würde ich die Wassersäule in Bewegung bringen.
Mit Verlaub: Bevor ich das mit eigenen
Augen gesehen habe, glaube ich es Dir nicht!
Das dürfte auf Schwierigkeiten stoßen, aber wenn Du es mit eigenen Augen gesehen hättest, bräuchtest Du es ja auch nicht nur zu glauben, sondern könntest es sogar wissen. Ich habe natürlich nicht an einem 5 m langen Strohhalm aus einem Wasserglas genuckelt, sondern an einem Unterdruckmanometer gesaugt. Ist allerdings schon 20 Jährchen her. Mein aktives Lungenvolumen liegt aber immer noch bei 8 Litern. Vielleicht bin ich nicht ganz durchschnittlich gebaut in der Hinsicht.
Ich behaupte außerdem, dass es Dir bei einem Unterdruck von
0,5 bar im Mund/Rachen-Raum gegenüber der Außenluft das
Trommelfell zerreißt!
Das kannst Du unbekannterweise gerne tun, aber mein Trommelfell ist intakt. Vielleicht ist auch das besonders gut in Schuß, denn mit meinem Hörvermögen sind die Betriebsärzte ebenso zufrieden wie mit meiner Lunge.
Ich möchte Dir ein Gedankenexperiment vorschlagen, bei dem Du ebenfalls gegen eine Druckdifferenz von 5 m Wassersäule einatmen musst. Es findet statt beim Tauchen mit 5 m Schnorchel und in 5 m Wassertiefe. Und…klappt es? Und wie geht’s dem Trommelfell dabei?
ob der effekt mit dem kopf aus dem fahrenden autofenster stecken gemeint ist, also dass es einem nur so vor kommt, als ob man keine luft mehr kriegt (praktisch wie im „vakuum“) weiß ich nicht, könnte ich mir aber gut vorstellen und hab auch selber schon dran gedacht.
allerdings hat sich das so angehört als wäre das explizit ein problem wenn man bei sturm ins wasser fällt und nicht auf dem schiff selber (ok das schließt sich gegenseitig ja nicht aus).
ich frag am freitag mal unseren physik prof, vielleicht hat der ne antwort drauf (auch zwecks bernoulli, inwieweit des realistisch ist).
@Reinhard: klang nicht so als ob er mich auf den arm nehmen will. hat ihn selber auch interessiert wie das zustand kommen könnte, aber vielleichts wars auch einfach nur ein „schlagkräftiger“ grund seiner eltern ihn damals davon abzuhalten bei sturm segeln zu gehn^^
0,5 bar? Du willst damit sagen, dass Du - allein durch die
Bewegung Deiner Atemmuskulatur - eine Flüssigkeit 5m
hochsaugen kannst?
Ich möchte das nicht für jede Flüssigkeit behaupten, aber für
Wasser schon, ja. Zumindest würde ich die Wassersäule in
Bewegung bringen.
Du meinst das bestimmt so: Du machst den Rachenraum dicht und schiebst langsam die Zunge zurück, so wie eine Kolbenpumpe. Damit schaffst Du vielleicht 0,5 bar, aber gesund ist das auch nicht gerade. Aber niemals schaffst Du das durch Luftholen mit der Lunge. Es sei denn Du hast Hornhaut auf den Lungenbläschen.