Liebe ExpertInnen,
die unten stehende Frage zum Konjunktiv von Ertrinken brachte mich auf die Idee, dem Menschen die Eigenschaft ertrinkbar zuzuordnen. Spricht irgend etwas dagegen?
Gruß Ralf
Liebe ExpertInnen,
die unten stehende Frage zum Konjunktiv von Ertrinken brachte mich auf die Idee, dem Menschen die Eigenschaft ertrinkbar zuzuordnen. Spricht irgend etwas dagegen?
Gruß Ralf
Hallo,
die unten stehende Frage zum Konjunktiv von Ertrinken brachte
mich auf die Idee, dem Menschen die Eigenschaft
ertrinkbar zuzuordnen. Spricht irgend etwas dagegen?
Ja, denn mit -bar wird die Möglichkeit in Bezug auf das Verb für das Objekt einer Handlung gegeben, nicht für das Subjekt.
Wasser ist trinkbar = man kann Wasser trinken
Äpfel sind essbar = man kann Äpfel essen
der Vertrag ist kündbar = man kann den Vertrag kündigen
das Fenster ist schließbar = man kann das Fenster schließen
Aber:
*der Mensch ist ertrinkbar = *man kann den Menschen etrinken???
Das geht nicht. Ein Mensch ist höchstens ertr ä nkbar. Und weil „ertrinken“ ein strikt intransitives Verb ist, kann es das Wort „ertrinkbar“ nicht geben.
Grüße,
Ja, denn mit -bar wird die Möglichkeit in Bezug auf das
Verb für das Objekt einer Handlung gegeben, nicht für das
Subjekt.
Im Prinzip ja, aber du kennst wohl den unabsteigbaren Fussballverein noch nicht.
Gruss Reinhard
nichts.
So gehts: http://www.nartube.net/12f38e1a92:b1m0wY34JCs.html
Wow, das ist mal sehr weit um die Ecke gedacht. 
Nacksche Frauen sind mit Alk also auch nicht ertrinkbar, Spielekonsolen aber offenbar. 
Grüße,
http://www.textlog.de/mauthner-grammatik-vorsilbe-er…
Was man sich nicht erarbeiten kann, muss man sich ertrinken.
Im Prinzip ja, aber du kennst wohl den unabsteigbaren
Fussballverein noch nicht.
und auch nicht die rutschbare Kaffeetasse, bekommbare Zinsen und ansteckbare Krankheiten - alles Blüten aus dießem unßerem Forum 
Gruß Rauß Ralf,
Moin, André,
ein strikt intransitives Verb
besternten Dank - das war das Argument, das mir gefehlt hat.
Gruß Ralf
Hi,
und auch nicht die rutschbare Kaffeetasse, bekommbare Zinsen
und ansteckbare Krankheiten - alles Blüten aus dießem unßerem
Forum
Tanzbare Musik hört man auch ab und zu… 
Aber „bekommbare Zinsen“ ist eigentlich doch nur unüblich, grammatikalisch ist’s doch eigentlich eine logische Bildung, oder?
Grüße,
Hi André,
Aber „bekommbare Zinsen“ ist eigentlich doch nur unüblich,
grammatikalisch ist’s doch eigentlich eine logische Bildung,
oder?
nicht alles, was grammatikalisch möglich ist, ergibt auch gleich einen Sinn. Zinsen haben es so an sich, dass sie „bekommbar“ sind, sonst wären sie keine. Oder wie sollten wir uns unbekommbare Zinsen vorstellen?
Gruß Ralf
Hallo, Ralf,
Zinsen haben es so an sich, dass sie
„bekommbar“ sind, sonst wären sie keine. Oder wie sollten wir
uns unbekommbare Zinsen vorstellen?
wünschbar? erhoffbar? erträumbar?
)
Gruß
Kreszenz
nicht alles, was grammatikalisch möglich ist, ergibt auch
gleich einen Sinn. Zinsen haben es so an sich, dass sie
„bekommbar“ sind, sonst wären sie keine. Oder wie sollten wir
uns unbekommbare Zinsen vorstellen?Gruß Ralf
Naja, doch, das ist schon möglich. Wenn eine Bank einen hohen Zinssatz ausstellt, sagen wir 6 % (wow!), den aber nur für bestimmte Leute oder Einkommensklassen ausstellt, und ich in diese Kategorie nicht reinpasse, dann sind das für mich leider unbekommbare Zinsen. Generell sind diese Zinsen natürlich schon bekommbar, aber eben nicht von mir.
Oder generell könnte man auch sagen, ein Zinssatz bei der Bank von 20 % ist maximal erträumbar, aber mit keinen Mitteln bekommbar. 
Das geht schon… die Situationen sind selten, in denen man das Wort verwenden kann, aber ich denke nicht, dass das Wort dadurch unmöglich oder zum Pseudowort wird. Die Form ist bildbar und das Wort semantisch gesehen auch prima benutzbar.
Grüße,
wünschbar? erhoffbar? erträumbar?
)
Unkaputtbar!
Gruß TL
Fragesatz zu -bar
Hi André,
bekommbar - das wäre also wieder ein -lich, das auf dem Altar der kreativen -bar-Konstruktionen geopfert wird. Alte Leute kennen noch das schöne Wort erhältlich.
Ich bin immer noch auf der Suche nach dem Fragesatz, der mir sagt, ob ein -bar angebracht ist oder nicht, so ähnlich wie das „Wem“ den Dativ liefert. Kennst Du sowas?
Mein Vermutung: Was kann ich mit dem (einem) Ding machen? Verschieben - verschiebbar; essen - essbar; bekommen - bekommbar? Da hakt es nämlich, weil bekommen nichts ist, was ich machen kann. (Wenn ich jemals verstünde, was transitiv heißt, täte ich mir wohl leichter.)
Gruß Ralf
(Wenn ich jemals verstünde, was transitiv
heißt, täte ich mir wohl leichter.)
Hallo, Ralf,
Ich bin immer noch auf der Suche nach dem Fragesatz, der mir
sagt, ob ein -bar angebracht ist oder nicht,
Mein Vermutung: Was kann ich mit dem (einem) Ding machen?
Verschieben - verschiebbar;
auch - aber eben nicht nur, siehe http://www.canoo.net/services/WordformationRules/Der… :
"Das Suffix bar ist das bei der Bildung von neuen Adjektiven aus Verben am häufigsten vorkommende Suffix. Es drückt aus, dass
* die Verbhandlung mit jemandem oder etwas gemacht werden kann (bei transitiven Verben, z. B. anwendbar, beheizbar);
* die Verbhandlung durch jemanden oder etwas gemacht werden kann (bei intransitiven Verben, z. B. brennbar, gerinnbar);
* etwas für die Verbhandlung geeignet ist (z. B. tanzbar)."
Mit -bar ist also fast alles machbar 
(Wenn ich jemals verstünde, was transitiv heißt, täte ich mir wohl leichter.)
Vielleicht hilft http://www.teachsam.de/deutsch/d_lingu/synt/wort/Ver… ?
Gruß
Kreszenz
kennen noch das schöne Wort erhältlich.
Hallo Ralf,
Vorsicht Glatteis - Briefmarken sind bei der Post erhältlich (nicht nur für alte Leute), unser altes Postamt ist als Baudenkmal möglicherweise erhaltbar.
Da hat aber das Wort erhalten schon verschiedene Bedeutungen.
Gruss Reinhard
* die Verbhandlung durch jemanden oder etwas
gemacht werden kann (bei intransitiven Verben, z. B.
brennbar, gerinnbar);
Oha, dann ist meine Theorie wohl doch verkehrt. Gerinnbar hab ich zwar noch nicht gehört, aber „brennbar“ ist ein gutes Gegenbeispiel. Aber müsste laut dieser Regel nicht auch „ertrinkbar“ funktionieren?
Gruß,
* die Verbhandlung durch jemanden oder etwas
gemacht werden kann (bei intransitiven Verben, z. B.
brennbar, gerinnbar);
Gerinnbar hab
ich zwar noch nicht gehört, aber „brennbar“ ist ein gutes
Gegenbeispiel. Aber müsste laut dieser Regel nicht auch
„ertrinkbar“ funktionieren?
auch wenn, wie z. B. hier http://books.google.de/books?id=dZtRgYJoXFcC&lpg=PA1… , gelegentlich der Standpunkt vertreten wird, „alle Verben“ seien „im Prinzip … mit dem Suffix -bar kombinierbar“, ist nach meinem Dafürhalten die bar-Suffigierung bei intransitiven Verben ohnehin eher die Ausnahme (wird in manchen Grammatiken sogar als „irreguläre Analogiebildung“ bezeichnet).
Nicht alles, was sich rein schematisch übertragen und „vervielfältigen“ lässt, wird tatsächlich zur „Sprachwirklichkeit“.
„Ertrinkbar“ (wie auch „gerinnbar“) würde ich, selbst wenn sich für die Bildung irgendeine Regelmäßigkeit konstruieren ließe, jedenfalls genauso wenig verwenden wie „sterbbar“, „stehbar“, „schlafbar“ etc.
Gruß
Kreszenz
Re^4: Speziell für André 
Hab grad noch etwas entdeckt, was ich Dir keinesfalls vorenthalten möchte *gngngn*:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,285…
(… Deine Reaktion ist für mich lebhaft ausmalbar)
Kreszenz