Erzieherische Willkür im Kindergarten?

Hallo Ihr!

Ich habe da folgendes Problem:

Mein Sohnemann kommt ab Dienstag in den Kindergarten. Seit einer halben Ewigkeit trinkt er fast ausschließlich Apfelschorle. Die Leiterin machte mich nach dem letzten Schnuppertag darauf aufmerksam, dass es unerwünscht sei, Getränke mitzubringen. Die Kinder sollen gefälligst die Sachen trinken, die der Kindergarten anbietet (Tee & Mineralwasser). WARUM?

Ich könnte verstehen, wenn die Begründung auf die Vermeidung von Müll liegen würde (Einwegverpackungen wie z.B. bei Capri-Sonne) - aber mein Filius hatte eine Radlerflasche bei! Ich könnte auch verstehen, wenn darauf bestanden wird, dass die Zwerge nicht aus der Flasche trinken sollen - aber es ist ja nun wirklich kein Problem, aus der Flasche in ein Glas umzuschenken, oder?

Mein Sohn hat Tee noch nie gemocht, und Mineralwasser (zumindest dieses) lehnt er wegen der Kohlensäure (die er nicht so toll findet, weil er immer aufstoßen muß) ab. Vielleicht hätten wir ihm in der Vergangenheit andere Getränke reinzwingen sollen, allerdings glaube ich da nicht dran (nicht unbedingt mein Erziehungsstil!). Da er für seine Größe eher dünn ist, und unser Kinderarzt es deshalb regelrecht toll findet, dass er Apfelschorle trinkt (weil sie wohl sehr gehaltvoll sei), möchte ich nicht, dass er wegen einer meiner Meinung nach unbegründbaren Willkür auf seine Schorle verzichten soll!

Außerdem braucht der Mensch eine gewisse Menge an Flüssigkeit - da ich meinen Zwerg kenne, weiß ich, dass er diese mit Wasser garantiert nicht zu sich nehmen wird.

Das nächste Problem ist, dass meine Frau in dem Kindergarten (andere Gruppe) arbeitet und sich verständlicherweise nicht direkt mit ihrer direkten Vorgesetzten zoffen will!

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Gruß
Guido

Hy Guido,

schon problematisch, denn normalerweise sollte man sich ja einigen können. Und auch eine Kindergartenleitung sollte auf gewisse Bedürfnisse (Erwachsene haben ja auch welche) eingehen. Das man da natürlich aus erzieherischer Sicht nicht alles erfüllen sollte ist auch ganz o.k.
Aber das sich die Leitung generell weigert, deinem kleinen seine Apfelsaftschorle zu „gewähren“ finde ich schon ziemlich heftig.

Meiner Meinung nach, hast du 4 Möglichkeiten:

  1. Du fängst einen Streit an, und bescherst deiner Frau ein wohl recht unangenehmes Arbeitsklima

  2. Du nimmst es im Sinne der „Frieden-für-den-ruhigen-job-bewahren-Haltung“ einfach hin. Redest mit deinem kleinen, und sagst ihm er soll trinken, was da ist.

  3. Du redest einfach nochmal mit der Leiterin. Denn wenn du ihr das normal erklärst denke ich doch mal, das man sich da „einigen“ kann.

  4. Du suchst dir einen anderen Kindergarten

gruss
Andy

HALLO Guido!

Also ich denke, daß man vermeiden will, daß jeder mit „seinem“ Getränk daherkommt.

Aber was tun, wenn ein Kind Diät leben muß?
Ausnahmen gibt es immer. Auch ich würde nochmals ein Gespräch suchen, der Leiterin bestätigen, daß Du Ihre Sorge verstehst und auch den Kinerarzt miteinflechten, der es der Gesundheit des Kindes zuträglich findet.
Abschließend, würde ich bitten Deinen großen Wunsch zu erfüllen, da du weißt Sie wäre einzig und allein kompetent dazu. Darum hast du auch gleich mit ihr und nicht mit der Kindergärtnerin geredet.

Gib mal Bescheid, ob es geklappt hat.

Nicht demütigst, aber mit dem Hintergrundwissen, daß SIE am längeren Ast sitzt. Außerdem bestätigst du sie in ihrer Position.

MArina

Hallo
also mit Willkür hat das sicher nichts zu tun. Im KiGa will man vermeiden, dass einige Kinder z.B. Cola mitbringen, die dann alle haben wollen. Und das ist sicherlich für alle ungesund.

Wenn Dein Kind partout kein Sprudel und keinen Tee mag, dann geht es doch auch mit Leitungswasser (Das gesündeste Getränk, das es in Deutschland gibt !).

Kinder sollten aber auch lernen, dass sie sich in eine Gruppe einfügen müssen und nicht dass Papa gleich in solchen Alltäglichkeiten eingreift. Dass sich Kinder an die dort geltenden Regeln halten sollen ist doch OK. Wenn Kinder aus der Reihe tanzen, werden sie schnell von den anderen gehänselt. Das wäre auch nicht wünschenswert, nur wegen einer Apfelschorle.

Ansonsten rede doch mal mit der Leiterin des Kiga
Andreas

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Hallo,
ungachtet des Problems mit dem Getränk, würde ich sowieso einen Kindergarten suchen, in dem nicht die Mama arbeitet . Das bringt wahrscheinlich noch ganz andere Probleme mit sich. Und dann noch mit nem Extra-Fläschchen, der Sohn einer Mitarbeiterin ? Hat der am Ende auch die schöneren Spielsachen, oder ein goldenes Stühlchen ? Ich denke, darüber solltet Ihr nochmal nachdenken !
Gruß, Stephan

Hi Stephan!

Du kannst mir glauben: Diese Überlegungen haben wir durchgekaut!

Da der Zwerg allerdings in einer anderen Gruppe ist, werden diese Probs nicht auftauchen!

Gruß
Guido

Welcher Grund?
Hallo Andreas!

also mit Willkür hat das sicher nichts zu tun. Im KiGa will
man vermeiden, dass einige Kinder z.B. Cola mitbringen, die
dann alle haben wollen. Und das ist sicherlich für alle
ungesund.

Na ja - zwischen Cola und Apfelschorle gibt es einen Unterschied! Ich bin ja auch mit dem Süßigkeitenverbot einverstanden!

Wenn Dein Kind partout kein Sprudel und keinen Tee mag, dann
geht es doch auch mit Leitungswasser (Das gesündeste Getränk,
das es in Deutschland gibt !).

Gesund bei einem Härtegrad von mehr als 4?! Sorry, aber es geht mir darum, dass er genug trinkt! Und er trinkt nur genug von den Sachen, die er auch mag. Leitungswasser gehört da nicht unbedingt zu!

Kinder sollten aber auch lernen, dass sie sich in eine Gruppe
einfügen müssen und nicht dass Papa gleich in solchen
Alltäglichkeiten eingreift. Dass sich Kinder an die dort
geltenden Regeln halten sollen ist doch OK. Wenn Kinder aus
der Reihe tanzen, werden sie schnell von den anderen
gehänselt. Das wäre auch nicht wünschenswert, nur wegen einer
Apfelschorle.

Ich versuche meinen Sohn zu einer eigenen Persönlichkeit zu erziehen! Dazu gehört, dass man sich auch mal über sinnlose Regeln hinwegsetzt! Ich habe das viel zu spät gelernt - je eher er es lernt, desto besser!

Bei se wei - ich war jemand, der immer alle Regeln befolgt hat. Dadurch war ich auch der, der immer gehänselt wurde! Die „Aus-der-Reihe-Tänzer“ waren die, die wenig bis keine Probleme hatten!

Ansonsten rede doch mal mit der Leiterin des Kiga

Mir wird nichts anderes übrig bleiben - nur, wenn sie mir wieder kein Argument nennen kann, dann wird mein Filius seine Schorle mitnehmen! Und er wird sie auch trinken! Das merkwürdige ist nämlich, dass dies der einzige Kindergarten des Trägers ist, bei dem es diese „Regelung“, die auf Wunsch einiger Eltern eingeführt wurde…

Danke für Deine Antwort
Gruß
Guido

*GRINS*
Hi Marina!

Hey, das hört sich genau an, wie unsere „Kommunikations- und Motivationstrainings“!

Ich weiß schon, wie ich sie „überzeugen“ kann - das Problem ist nur, dass es da den Konflikt gibt, dass meine Frau dort arbeitet.

Vielen lieben Dank aber für Deine wirklich tollen Tips!

Libe Grüße
Guido

hallo guido,

ich kenne die regel, nichts mitzubringen auch. und ich verstehe das motiv so, dass es sonst schwer wird, zu entscheiden und erklaeren und durchzusetzen, wer was mitbringen darf. (wenn ein anderes kind zuhause cola trinken darf, wille sdie dann sicher auch mitbringen.)

unser kiga hat aber eine regelung, die ich ganz ok finde. im kiga selbst gibt es milch, tee und wasser. alle eltern sind aber eingeladen saefte in den kiga zu bringen, die dann auch vom kiga ausgeschenkt werden. der haken fuer euch waere, dass diese saefte bei uns in der regel allen kindern der gruppe zur verfuegung stehen.

vielleicht laesst sich analog etwas machen. nicht dein sohn bringt den schorle vor aller anderen kinder augen. er kriegt ihn halt im kiga - und andere kinder auch.

gernot

Hallo Guido!

Aus eigener Erfahrung, habe ein längeres Praktikum im KiGa hinter mir:

WARUM?

Weil es, wie andere schon gesagt haben, um Anpassung geht. Individualität ok, aber anpassen muss er sich trotzdem.
Ausserdem kann es ganz schön „Arbeit“ machen, wenn dauernd jemand Extrawürste will.
Klar, ihm nun seine Apgfelschorle zu geben, wäre nicht die Welt. Aber, es gibt eben auch Kinder, die dann auch wollen etc.
Wenn ein kidn Diät halten muss, ist es etwas komplett anderes. Das verstehen oft auch die Kleinen, dass jemand anders ist. Beispiel moslemische Kinder, die kein Schweinefleisch essen dürfen.
Nur, bloss weil sich die Eltern einbilden, ihr Kind bräuchte Extrawürste…
Und, Du tust Deinem Kind sicher nichts gutes, wenn Du trotzdem seine Schorle mitbringst. Das gibt nur Ärger. Und endet evt. darin, dass Dein Kind trotzdem keine zu trinken bekommt.
Andererseits, klar dass es Dich ärgert, ich würde auch Aufstand schieben. Bei uns ging es auch problemlos, dass ein Kind nur Kamillentee bekam, weil es bei anderen Sorten brechen musste.

Das nächste Problem ist, dass meine Frau in dem Kindergarten
(andere Gruppe) arbeitet und sich verständlicherweise nicht
direkt mit ihrer direkten Vorgesetzten zoffen will!

Ganz ehrlich, ich würde mein Kind, wie andere schon gesagt haben, in einen anderen KiGa stecken. Wir hatten auch eine Mutter in einer anderen Gruppe arbeiten. Gab öfters Probleme.
Ich hätte auch Probleme, wenn ich sehe würde, wie andere mein Kind erziehen.

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Anpassen, mit dem Filius reden. Bei uns schmeckte z.B. allen der Tee umso besser, wenn er „Feuerwasser“ genannt wurde (zur Faschingszeit). Zunehmen wird er übrigens soweit ich weiss von Apfelschorle eher weniger, allerdings sind natürlich viele Mineralien udn Vitamine drin.

Liebe Grüsse
Bine

`Hallo Guido,

Da der Zwerg allerdings in einer anderen Gruppe ist, werden
diese Probs nicht auftauchen!

Aber dann sollte das Getränk-Problem auch nicht so gross sein. Lässt sich das nicht unter Frauen klären?

Deborah

Hallo, Guido!
Ich kenne Kindergarten von beiden Seiten - als Mitarbeiterin und als Mutter/Elternrat. Du sagst,

Na ja - zwischen Cola und Apfelschorle gibt es einen
Unterschied!

Nur - es ist tatsächlich meiner Erfahrung nach **immer so gelaufen, daß eine Ausnahme (gleich welcher Art) andere Eltern auf den Plan rief, die dann auch Ausnahmen forderten. Mit der gleichen Begründung: Mein Kind ißt/trinkt aber nur dies oder jenes (der Gipfel war eine Mutter, deren Kind angeblich nur Milchschnitten aß, und die meinte, die seien doch so gesund, da könne niemand was dagegen haben).
Leider wird es bei allen Grenzen, die mensch zieht, immer Leute geben, die - wie im Fall deines Sohnes - doch „eigentlich“ zu Unrecht betroffen sind. Kann ich schon verstehen, wenn er nix anderes trinken mag. Nur: die Kehrseite ist wirklich oft, daß dann andere Eltern auch mit „Extrawürsten“ kommen.
Wie wäre aber die Idee, auf einem Elternabend das Thema anzuschneiden und zu versuchen, für die ganze Gruppe außer Tee und Wasser auch Apfelschorle bereitstellen zu lassen (vor allem, wenn diese „Getränke-Regel“ auf Elternwunsch existiert? Vielleicht gibt es ja noch andere Eltern, die für ihr Kind gern was anderes zu trinken hätten, und die sich dann auch zu Wort melden? Es sind ja dann mehrere neue Eltern dabei, die das vielleicht ähnlich sehen? Das ist u.U. einfacher, als einem Kind etwas anderes zu erlauben (auch für die Mitarbeiterinnen).

Viel Erfolg,
Sams**

Hi Sams,
und was ist so schlimm daran, daß jemand gerade in seiner „Milchschnitten-Phase“ steckt? Einerseits wollen wir tolerant sein, andererseits werden den Kids persönliche Eigenarten schon im Kindergarten ausgetrieben, nach dem Motto: „Wer anders ist, ist schlecht!“ Finde ich schon ein bißchen bedenklich…

Ciao
Uwe

Hallo, nochmal

Wenn Dein Kind partout kein Sprudel und keinen Tee mag, dann
geht es doch auch mit Leitungswasser (Das gesündeste Getränk,
das es in Deutschland gibt !).

Gesund bei einem Härtegrad von mehr als 4?! Sorry, aber es
geht mir darum, dass er genug trinkt! Und er trinkt nur
genug von den Sachen, die er auch mag. Leitungswasser gehört
da nicht unbedingt zu!

Sag mir mal, warum Wasser (auch Härtegrad 4) schlechter sein sollte als Apfelschorle. Ich nehme an, Deinem Filius geht’s vor allem um den (Frucht-)Zucker, der im Apfelsaft drin ist und auch der ist schädlich für die Zähne. Also Dein Argument „Gesundheit“ zieht nicht !

Die notwendigen Mineralien werden übrigens bei gesunder Ernährung überwiegend über die feste Nahrung aufgenommen (Daher isst Boris Becker beim Tennis immer eine Banane zwischendurch !).

Und wenn Dein Kind im Kiga etwas weniger trinken sollte, dann trinkt er eben zu Hause etwas mehr. Wenn nicht eine Erkrankung vorliegt, wird er nicht verdursten (vorher trinkt er nämlich - welch Wunder - ganz von selbst Wasser oder doch Tee)

Gruß Andreas

Hallo Ihr!

Hallo du,

bei einer solchen Lapalie von Willkür zu sprechen, ist imho übertrieben.

Verlange ruhig eine Sonderregel für dein Kind. Dann kommt der nächste mit Cola, einer mit Schokolade, noch einer mit der Milchschnitte … etc.

Könnte es sich bei dem „Angebot“ Wasser oder Tee zu trinken, nicht um eine pädagogische Maßnahme handeln?
Wenn deine Frau im KiGa arbeitet, sollte sie dir den Grund schon erklären können.

Ein (zugegebenermaßen merkwürdiger) Punkt ist jedoch:
Viele Kinder bekommen zu Hause alles, was sie wollen und lernen erstmals im Kindergarten, dass es Grenzen gibt, dass man nicht immer alles bekommt, was man haben will. Vielleicht sollte dein Kind lernen, dass es auch einmal keine Schorle gibt.
(Die Idee unten, „Schorle für alle“, finde ich übrigens gut).
Meine Frau ist auch Erzieherin in einem KiGa mit einer solchen „Getränke-Regel“. Sie erzählt regelmäßig von Eltern, die Ausnahmen haben wollen, die jedoch nicht genehmigt werden. Interessanterweise machen gerade diese Kinder (meistens) den geringsten „Aufstand“, wenn sie merken, dass die Regel ernst gemeint ist.

Versuch es erst einmal im Guten, evtl. über den Elternrat.

Deine „Drohung“: Dann geb’ ich ihm einfach Schorle mit:
ist das Schlimmste was du machen kannst. Dem Kind würde nicht erlaubt werden, die Schorle zu trinken („wer wirklich Durst hat, trinkt auch Wasser oder Tee“), es bekäme die volle Flasche wieder mit. Das Gefühl für das Kind ist m.E. besonders schlimm.

Gruß
HaWeThie

Guten Morgen, Uwe!
In diesem Zusammenhang von Intoleranz und dem „Austreiben persönlicher Eigenheiten“ zu sprechen, halte ich für übertrieben.
Kindergarten heißt nicht nur Spielen, sondern auch Erziehung. In den drei Kindergärten, die ich kenne, wird Wert darauf gelegt, den Kindern die Grundbegriffe gesunder Ernährung nahe zu bringen. Und wenn dazu aufgefordert wird, keine Süßigkeiten mitzugeben, dann kann ich es nicht nachvollziehen, wenn nun eine Mutter sagt: „Milchschnitten sind keine Süßigkeiten, sondern die sind gesund.“ (wörtl. Zitat)
Im Fall der Apfelschorle habe ich Guido ja oben gesagt, wie ich da vorgehen würde, aber wenn der Kindergarten dabei bleibt, nur Tee und Wasser anzubieten, dann muß er sich danach richten. Ich habe manchmal den Eindruck, daß Kindergärten bitte nur da erziehen sollen, wo es den jeweiligen Eltern in den Kram paßt. Aber IMHO ist es durchaus berechtigt, die Einhaltung von gegebenen Regeln zu erwarten. Das hat nichts mit Intoleranz zu tun, sondern gehört zum sozialen Zusammenleben dazu. Im Zweifelsfall kann nämlich bei JEDER Regel jemand eine Ausnahme fordern. Und das hat gar nichts zu tun mit „Wer anders ist, ist schlecht“!
Einen schönen Tag noch wünscht
Sams

Super Idee!
Hallo!

Danke für diese Anregung - werde ich dann mal anbringen!

Liebe Grüße
Guido

Na ja
Hi!

Hallo du,

bei einer solchen Lapalie von Willkür zu sprechen, ist imho
übertrieben.

Für mich ist ALLES Willkür, was nicht begründet wird - und eine Begründung (ausser: Das ist halt so) habe ich noch nicht bekommen!

Verlange ruhig eine Sonderregel für dein Kind. Dann kommt der
nächste mit Cola, einer mit Schokolade, noch einer mit der
Milchschnitte … etc.

Das ist - sorry - BILLIG! Einen Fruchtsaft mit Süßigkeiten zu vergleichen, hinkt! Außerdem sind Früchte sehr wohl erlaubt…

Könnte es sich bei dem „Angebot“ Wasser oder Tee zu trinken,
nicht um eine pädagogische Maßnahme handeln?

Um welche? Du hast gefälligst auf jeden Fall zu akzeptieren, was die große Leiterin sagt??

Wenn deine Frau im KiGa arbeitet, sollte sie dir den Grund
schon erklären können.

Meine Frau fängt am Montag nach ihrem Erziehungsurlaub erst wieder an. Vorher gab es diese Regelung nicht. Sie wurde erst (WILLKÜRLICH, da nicht mit dem Träger abgesprochen!) von der neuen Leiterin eingeführt!

Ein (zugegebenermaßen merkwürdiger) Punkt ist jedoch:
Viele Kinder bekommen zu Hause alles, was sie wollen und
lernen erstmals im Kindergarten, dass es Grenzen gibt, dass
man nicht immer alles bekommt, was man haben will. Vielleicht
sollte dein Kind lernen, dass es auch einmal keine Schorle
gibt.

Sei versichert: Mein Kind bekommt definitiv NICHT alles, was er haben will! Mir geht halt der gesundheitliche Aspekt ein wenig vor!

(Die Idee unten, „Schorle für alle“, finde ich übrigens gut).
Meine Frau ist auch Erzieherin in einem KiGa mit einer solchen
„Getränke-Regel“. Sie erzählt regelmäßig von Eltern, die
Ausnahmen haben wollen, die jedoch nicht genehmigt werden.
Interessanterweise machen gerade diese Kinder (meistens) den
geringsten „Aufstand“, wenn sie merken, dass die Regel ernst
gemeint ist.

Die Idee unte finde ich genial! Mein Sohn wird keinen Aufstand machen - er wird schlicht nichts (oder nicht ausrechend) trinken!

Versuch es erst einmal im Guten, evtl. über den Elternrat.

Elternrat und im Guten ist meiner Meinung nach ein kleiner Widerspruch

Deine „Drohung“: Dann geb’ ich ihm einfach Schorle mit:
ist das Schlimmste was du machen kannst. Dem Kind würde nicht
erlaubt werden, die Schorle zu trinken („wer wirklich Durst
hat, trinkt auch Wasser oder Tee“), es bekäme die volle
Flasche wieder mit. Das Gefühl für das Kind ist m.E. besonders
schlimm.

Glaube mir - er wird die Flasche garantiert nicht voll wieder mitbringen! Es gibt höhere Instanzen als die Leiterin (zu denen ich auch einen sehr guten Draht habe) - aber das will ich wegen meiner Frau eigentlich nicht!

Gruß
Guido

Hallo Guido,

Ich versuche meinen Sohn zu einer eigenen
Persönlichkeit zu erziehen! Dazu gehört, dass man sich auch
mal über sinnlose Regeln hinwegsetzt! Ich habe das viel zu
spät gelernt - je eher er es lernt, desto besser!

mein Sohn ist schon eine ganze Weile aus dem Kindergarten raus, aber ich kann mich auch noch gut an eine ähnliche Regelung erinnern.
Guido, ich befürchte, dass du mit dieser Einstellung aus deinem Sohn (es ist dein erster und einziger, nicht wahr?) einen kleinen Tyrannen heranziehst, der immer und überall seinen Kopf durchsetzen will. Dein Ziel, ihn zu einer eigenen Persönlichkeit zu erziehen, in allen Ehren…aber meinst du nicht, dass Kinder auch und vor allem lernen müssen, dass sie in einer Gemeinschaft mit anderen leben und deshalb bestimmte Regeln einzuhalten sind. Sicher sind viele Regeln nicht immer sofort für jeden einsichtig und ich mag auch manche für sinnlos halten (mir fallen da spontan so einige Parkverbotsschilder ein…), aber du sitzt nun mal hier auch am kürzeren Hebel. Es gibt so viele andere Bereiche im Leben, wo man seine Kinder ermutigen kann, gegen den Trend zu schwimmen (Mode, Spielzeug, später Rauchen, Alkohol…nur um ein paar Beispiele zu nennen), warum willst du deinen kleinen Prinzen hier ins Abseits stellen??

Mir wird nichts anderes übrig bleiben - nur, wenn sie mir
wieder kein Argument nennen kann, dann wird mein Filius seine
Schorle mitnehmen! Und er wird sie auch trinken! Das
merkwürdige ist nämlich, dass dies der einzige Kindergarten
des Trägers ist, bei dem es diese „Regelung“, die auf Wunsch
einiger Eltern eingeführt wurde…

Da deine Frau in diesem Kindergarten arbeitet, hättest du das doch vorher wissen müssen, welche Regeln in diesem KiGa gelten…

Gruß
Uschi

Ergänzung - Ich bekomme einen Anfall!
Hallo noch mal!

Zuerst mal Danke an alle für ihre Antworten (auch, wenn ich nicht mit allen Meinungen etwas anfangen kann)!

Ich habe gerade erfahren, dass diese „Regelung“ nur in der Gruppe der Leiterin gilt - also: In der Gruppe, in der meine Frau ab Montag wieder arbeitet weiß man gar nichts davon!

Ich glaube - so human und freundlich ich auch seien könnte - nicht, dass ich einen anderen Ausweg sehe, als mal ein nettes Gespräch mit dem AWO-Leiter (ehemaliger Klassenkamerad - vielleicht kann er ja mal nett anfragen) zu führen…

Gruß
ein kochender Guido