Erziehungsprobleme-Vorsicht lang!

Hallo Ihr Lieben!

Ich nochmal. (Die Fressattacken haben sich etwas gelegt :wink: )

Aber ich habe noch ein anderes Problem. Und zwar, dass mein vierjähriger Sohn absolut aus jeder Norm heraus fällt mit seinem Verhalten und er auf nichts und niemanden hört.
Egal ob der Papa, die Erzieherinnen, Oma+Opa oder ich etwas zu ihm sagen: er reagiert überhaupt nicht! (Und er hat laut HNO-Arzt sehr gute Ohren - daran kanns also nicht liegen)

Mal ein simples Beispiel: Auf dem Weg zum Kindergarten sage ich ihm, dass er bitte an der Straße stehen bleiben soll, wegen den Autos. Da ich weiß, wie unbedacht er in solchen Situationen ist, sage ich es ihm schon mehrere Meter vor der Straße und das nicht nur einmal. Und was glaubt ihr passiert? Nichts! Mein Sohn läuft fröhlich weiter und bleibt erst stehen, wenn ich ihn am Kragen festhalte. So langsam verzweifle ich noch an ihm, da wir gerade diese Situation schon seit über einem Jahr haben und ich ihm jeden Tag aufs Neue erkläre, warum er stehen bleiben soll usw.
Seine Wutanfälle habe ich mittlerweile nahezu unter Kontrolle, es sind nicht mehr 3-5 am Tag, sondern 3-5 in der Woche und er versucht nicht mehr sich selbst zu verletzen. Jetzt muß das Mobiliar und das Spielzeug darunter leiden, aber immer noch besser als der Kopf.
Ebenso macht er seit Wochen Theater, wenn er irgendwo hin muss, wie z.B. zum Friseur, da hat er letztes Mal so ein Theater gemacht, dass ich unverrichteter Dinge wieder mit ihm nach Hause gegangen bin und doch zur Maschine gegriffen habe. Und dabei hat ihm die Friseurin vorher nie etwas getan, im Gegenteil er kam super mit ihr aus und auf einmal das! Wenn ich mit ihm zum Arzt muss, versteckt er sich in der letzten Ecke, z.B. unter dem Stuhl oder Tisch und läßt sich erst untersuchen, nachdem ich ihn darunter weg hole und selbst dann ist es für den Arzt kein einfacher Job.
So langsam zweifel ich an mir und meinem Kind, weil ich bei ihm einfach nicht weiter komme. Es gelten seit Jahren die gleichen Regeln bei uns zu Hause und er schafft es immer noch nicht, sich daran zu halten - nicht an eine einzige!
Bestrafungen und Sanktionen bezwecken bei ihm gar nichts, im Gegenteil - er grinst einen dann noch ganz frech an. Das hat er als einjähriger schon gemacht, wenn er nach dem dritten „Nein“ einen auf die Finger bekommen hat. Da hat er gegrinst und gleich wieder versucht an die Steckdose zu gehen.

Das kann doch nicht alles daran liegen, dass er eine „Selbststeuerungsstörung mit ADHS-Vorläufersymptomatik“ hat oder ?
(Die Diagnose stammt von einer Kinderärztin, welche sich auf ADHS spezialisiert hat)

Sämtliche Erziehungstipps aus den Ratgebern nützen nichts und ich bin kurz davor, den Geisteszustand meines Kindes prüfen zu lassen, denn ich weiß mir langsam keinen Rat mehr.

Hat jemand von Euch einen Tip für mich?

Erziehungsprobleme, AD(H)S-Verdacht
Hallo Eve,
dazu ein paar Ideen und Fragen, keine „das ist so“ Ratschläge…

  • Was sagen denn die Erzieherinnen im Kiga?

…aus jeder Norm heraus fällt mit seinem Verhalten und er auf nichts und niemanden hört.

Was Du da beschreibst, ist doch eher *normal* bei vierjährigen, oder? :wink:

  • Im Ernst, aus welcher Norm fällt er heraus?
  • Wer gibt diese *Norm* vor?

…Ein Kind muß ja auch nicht auf jedermann, sondern auf seine wichtigsten Bezugspersonen hören…

  • Hörvermögen O.K., prima :smile:

  • wie ists mit den Augen?
    Würde ich ebenfalls untersuchen lassen.

…Auf dem Weg zum Kindergarten sage ich ihm, dass er bitte an der Straße stehen bleiben soll, wegen den Autos.

Ein vierjähriger begreift Autos nicht unbedingt als Gefahr…

Da ich weiß, wie unbedacht er in solchen Situationen ist, sage ich es ihm schon mehrere Meter vor der Straße und das nicht nur einmal. :Und was glaubt ihr passiert?
Nichts! Mein Sohn läuft fröhlich weiter und bleibt erst stehen, wenn ich ihn am Kragen festhalte.

Er muss offenbar das was Du sagst spüren.

Er ist erst vier, dieses Verhalten zeigen viele Kinder dieses Alters, er ist doch noch kein Vorschulkind…

  • Nimm ihn an die Hand, wo es gefährlich ist.

  • Versuche es sprachlich lieber mit einem deutlichen, einmaligen
    „Am Bordstein ist HALT!“,
    oder
    „Am Bordstein bleiben wir immer stehen!“

Nicht soviel reden, kurze, freundliche Sätze, nicht alles und immer wieder erklären…

  • Kind innen laufen lassen, Du an der, dem Verkehr zugewandten Seite.
  • Wenn er dann irgendwann auf Deine freundliche Anweisung hört, darf er allein laufen, sonst nicht. Die Entscheidung liegt dann erst bei ihm.

Seine Wutanfälle habe ich mittlerweile nahezu unter Kontrolle,
es sind nicht mehr 3-5 am Tag, sondern 3-5 in der Woche und er
versucht nicht mehr sich selbst zu verletzen.

*aufhorch*

Jetzt muß das Mobiliar und das Spielzeug darunter leiden,
aber immer noch besser als der Kopf.

  • Was waren das für Wutanfälle?
  • Warum hast Du sie unter Kontrolle?

Wutanfall haben ist aktiv.
Wenn ich einen Wutanfall hatte und jetzt keinen mehr, dann habe ICH ihn unter Kontrolle.
Du schreibst aber DU hast SEINE Wutanfälle unter Kontrolle…
Warst Du der „Auslöser“ oder „Verstärker“?

Was passiert mit dem kaputten Spielzeug?

  • Gibt es eventuell „Ersatzabreagierzeug“?
    Tonklumpen, rennen, Wutlauf, Schreien, Gummipompfe, Ball, Boxsack…

  • Wie reagiert Euer Kind beim Schwimmen?
    Wäre das evtl. ein Ausgleich, fühlt/ verhält er sich im Wasser vielleicht ganz anders?

Er will sich selbst verletzten…?

  • Will er sich eventuell intensiv spüren?

  • Geht er viel raus, Matsch,laufen, schaukeln, Sand…?

  • Kann er sich dort erproben, spüren?

-> Wurde schon einmal über Ergotherapie nachgedacht?

Ebenso macht er seit Wochen Theater, wenn er irgendwo hin
muss, wie z.B. zum Friseur, da hat er letztes Mal so ein
Theater gemacht, dass ich unverrichteter Dinge wieder mit ihm
nach Hause gegangen bin und doch zur Maschine gegriffen habe.

Das ist Stress der ersparbar ist, dann bleiben die Zotteln halt mal dran… :smile:
…sieh diese Nichtigkeiten doch in Deinem Interesse zur Zeit etwas lockerer…
Das machen fast alle Kinder irgendwann mal. Irgendwann schmeckt auch das vorherige Lieblingsessen partout nicht mehr… Es muss nicht immer alles funktionieren… Du hast genug um die Ohren

Wenn ich mit ihm zum Arzt muss, versteckt er sich in der letzten
Ecke, z.B. unter dem Stuhl oder Tisch und läßt sich erst
untersuchen, nachdem ich ihn darunter weg hole und selbst dann
ist es für den Arzt kein einfacher Job.

Zuhause hat sich doch einiges verändert, wenn ich mich recht entsinne, irgendwie muss Dein Kind doch reagieren, andere Mittel kennt es doch noch nicht…
Er kann sich verweigern, damit hat er Deine volle Aufmerksamkeit.
Die Nerven liegen blank.

So langsam zweifel ich an mir und meinem Kind, weil ich bei
ihm einfach nicht weiter komme.
Es gelten seit Jahren die gleichen Regeln bei uns zu Hause und er schafft es immer noch nicht, sich daran zu halten

  • nicht an eine einzige!
  • Vielleicht sind aber auch nicht alle Regeln notwendig für ein zufriedenes Zusammenleben?
  • Vielleicht lohnt es sich, sich auf die 3-5 Wichtigsten zu beschränken?
    Erstmal, bis man langsam durchgeatmet hat und nach vorn blicken kann.

Bestrafungen und Sanktionen bezwecken bei ihm gar nichts, im
Gegenteil - er grinst einen dann noch ganz frech an.

…„frech“ ist Deine Interpretation…

Das hat er als einjähriger schon gemacht, wenn er nach dem dritten
„Nein“ einen auf die Finger bekommen hat.

…:-/ nunja, nicht grad erste Wahl, oder?

Da hat er gegrinst und gleich wieder versucht an die Steckdose zu gehen.

Dann würde ich ihn von dort wegnehmen. Ist doch klar, das er es nochmal ausprobieren muss… Er muss doch gucken, ob Du es ernst meinst…
Mit hauen bringt es ja nun auch nix.

Das kann doch nicht alles daran liegen, dass er eine
„Selbststeuerungsstörung mit ADHS-Vorläufersymptomatik“ hat oder ?

Doch, kann es.

Er kann sich ja ganz offenbar nicht ausreichend selbst steuern.

(Die Diagnose stammt von einer Kinderärztin, welche sich auf ADHS spezialisiert hat)

Ich würde mich noch einmal vertrauensvoll an sie wenden, aus irgendeinem Grund hast Du Dich doch mal an sie gewandt…
Warum „darf es denn nicht“ diese Stoffwechselstörung im Gehirn sein? Wenn er Diabetes hätte, würdest Du doch auch versuchen, mehr über die Krankheit zu erfahren, oder?
…oder wende Dich noch an einen anderen Facharzt zum Thema, falls Du zu ihr nicht genug Vertrauen hast.
Stelle Deine Fragen und Sorgen vorher in Ruhe auf einem Zettel zusammen, sprich mit den Erzieherinnen vom Kiga.

  • Informiere Dich auf *korrekten* Seiten über AD(H)S.

  • Augenarztbesuch machen.

  • Kurze Sätze, klare Ansagen von Dir.

  • Augen- und Körperkontakt, beim Sprechen
    -> Hand auf die Schulter legen, intensiviert das Gesagte…

  • Loben und stärken, wenn was gelingt :smile:

Sämtliche Erziehungstipps aus den Ratgebern nützen nichts und
ich bin kurz davor, den Geisteszustand meines Kindes prüfen zu
lassen, denn ich weiß mir langsam keinen Rat mehr.

Du klingst erschöpft und benötigst offensichtlich mutmachende Unterstützung.
Es geht bei allem nicht um den „Geisteszustand“ Deines Kindes, Eve.
Auch nicht um den Deinigen.

Wenn Dein Kind sich extrem verhaltensauffällig verhält ( was ich zumindest anhand des Beschriebenen nicht sehe) dann hat das Ursachen. Diese können entweder „organisch“ oder „Umfeldbedingt/ hausgemacht“ sein…

Du beschriebst im letzten Thread, das Dein Sohn keine Schokolade, etc. essen darf. Dafür gibt es doch eine Begründung, oder? Wird er nach Schokokonsum hibbeliger?

  • Was wäre denn für Dich so schlimm an der Diagnose evtl. AD(H)S-Vorläufer?
  • Welche Ängste, Vorurteile, Wissen, Phantasien hast Du zu dem Thema?

Vielleicht kann es Dich unterstützen, wenn ich Dir sage, dass es für viele Eltern hilfreich ist, zu wissen, dass ihr Kind AD(H)S hat,
dann kann man nämlich etwas tun und weiß, woran manche Schwierigkeit, die einen zur Verzweiflung treibt, liegen kann und was man tun kann - oft liegt ein jahrelanger Leidensweg von Eltern und Kind davor.
Da standen dann immer die Fragen:
Was ist nur mit meinem Kind los?
Was mache ich als Elternteil nur falsch?

Nach einer fachlich fundierten Diagnose kann man aktiv etwas tun. …Verhaltenstraining, medikamentöse Hilfen, Therapie…

Das Thema ist so kaputtgeredet, keiner kann es mehr hören, die Diagnose wurde häufig vorschnell von irgendwelchen Leuten in die Luft gesetzt, wer selbst Betroffen ist, kann ein Lied davon singen.
Steck nicht den Kopf in den Sand und verzweifle, informiere Dich lieber z.B.:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-…
http://www.adhs.de/1sympt.htm
http://www.netdoktor.de/Krankheiten/ADHS/Symptome/
http://www.adhs-deutschland.de/content.php?abt_ID=1&…
Mut-und-Freude-miteinander-schickende Grüße,
Finjen

Hallo Finjen!

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich hätte absolut kein Problem mit der Diagnose ADHS, da ich mir im Stillen eigentlich ziemlich sicher bin, dass es bei ihm der Fall ist (er erfüllt fast alle Items dafür). Nur leider kann das in seinem Alter noch nicht richtig getestet werden, da die Tests erst auf das Schulalter ausgelegt sind.
Die besagte Diagnose wurde vor etwa 1 1/2 Jahren gestellt, woraufhin dann erst mal die Frühförderung verordnet wurde, wo er gott sei dank auch sehr gerne hin geht. Im Mai habe ich einen Wiedervorstellungstermin bei der Kinderärztin und ich hoffe, dass ich dann etwas mehr Klarheit erhalte, ob er nun ADHS hat oder nicht, denn dann kann ich etwas dagegen tun.
Im Kiga verhält er sich genauso wie zu Hause. Er ist ständig in Bewegung, kann sich auf ein Spiel im „sitzen“ überhaupt nicht konzentrieren und verweigert es auch. Im Stuhlkreis spielt er immer den Clown, hört nicht zu, lenkt andere Kinder ab. Vor Karneval ist er deshalb sogar schon auf den Flur gesetzt worden, weil alle Emahnungen der Erzieherinnen nicht fruchteten. Er hat durch sein impulsives Verhalten nicht viele Freunde im Kiga, nur zwei richtige, die er dann auch immer verteidigt, wenn andere Kinder sie ärgern.

Schokolade und ähnliches gibt es bei uns zu Hause fast gar nicht, da er dann regelrecht „abdreht“ und über Tische und Bänke geht. Seitdem ich den Süßigkeitenkonsum fast auf null gesenkt habe, ist er etwas ruhiger. Natürlich darf er auch mal was naschen, aber ich achte schon beim Kauf darauf, das die Dinge keine Farbstoffe und keinen Rohrzucker enthalten, aber trotzdem nur in Maßen.

Mit „die Wutanfälle habe ich unter Kontrolle“ meint ich, dass ich mittlerweile erkenne, wann sich einer anbahnt und dementsprechend darauf reagieren kann. Als er noch jünger war, waren die Wutanfälle so extrem, dass er mit dem Kopf auf den Boden oder an die Wand geschlagen hat - und das nicht nur einmal, sondern immer wieder.
Ich bin zwar kein Fan des Festhaltens, aber in diesen Situationen habe ich ihn mir geschnappt und ihn festgehalten, da er sich sonst ernsthaft weh getan hätte. Ich habe ihn mir auf den Schoß gesetzt, ganz ruhig mit ihm geredet und ihn einfach festgehalten und dann hat er sich sehr schnell wieder beruhigt. Mittlerweile klappt diese Technik nicht mehr ganz so gut, da er jetzt natürlich größer und auch viel stärker ist. Aber nun habe ich mir andere Wege gesucht, wie z.B. die Wut weg kitzeln, oder die Wut richtig laut raus schreien lassen oder den Knautschball so oft gegen die Wand schmeißen, bis der ganz platt ist. Mir ist durchaus klar, dass sein Verhalten in gewissem Maße der Altersnorm entspricht, aber entspricht es auch der Altersnorm, wenn ein Kind 1 1/2 Stunden vor Wut tobt??? Das passiert nämlich, wenn ich ihn nicht vorher ablenke.

Viele Regeln gab es bei uns noch nie und ich denke, dass die in jeder Familie ähnlich sein werden, wie z.B. während des Essens sitzen bleiben, vor dem Essen und nach dem Toilettengang Hände waschen, morgens und abends die Zähne putzen. Solche Regeln meinte ich, keine aussergewöhnlichen. Die einzige Regel, an die er sich hält, ist dass er abends sein Zimmer aufräumt. Zwar nicht superordentlich, aber so, dass die Laufwege frei sind und er nachts auch ohne zu fallen oder sich weh zu tun auf die Toilette kann.

Er hat einen intensiven Körperwahrnehmungsdrang, bedingt durch die Selbststeuerungsstörung und mittlerweile haben wir viele Wege gefunden, die ihm dann auch noch richtig Spaß machen, wie z.B. von einem Pezziball überrollt werden, ein Sandwich in der Kuschelmatratze sein, im Bällebad eingraben usw. So lernt er seine Körpergrenzen kennen und hat einen riesen Spaß dabei.

Beim Augenarzt waren wir auch schon vor 2 Jahren, darum trägt er eine Brille, da er etwas weitsichtig ist und eine leichte Hornhautverkrümmung hat (Kontrolltermin im Juni).

Mit aus der Norm fallen, meinte ich die uns auferlegten Normen der Gesellschaft. Ich habe meistens kein Problem damit, dass er lebhafter ist, als viele andere Kinder die ich kenne. Doch in gewissen Situationen treibt es einen halt an díe Grenzen. Ich kann ihn zum Beispiel nicht allein draußen auf den Spielplatz lassen, da er vor nichts Angst hat und leider auch fast kein Schmerzempfinden hat, was ein ziemlich großes Problem darstellt. Er macht einen Salto auf der Schaukel, weil er zu wild war, rappelt sich wieder auf und macht den selben Fehler gleich wieder, und wieder, und wieder. Er lernt nicht aus den Folgen seines Handelns!

Natürlich weiß ich auch, dass Schlagen keine Lösung ist, und das wende ich auch nicht an! Mit eins auf die Finger meinte ich den besagten Klaps, der nicht wirklich weh tut, aber da das nichts brachte, habe ich ihn danach jedes Mal, wenn er nicht hörte in den Laufstall gesetzt und den hat er vom ersten Tag, schon als Säugling gehasst. Nach zwei oder drei Wochen wollte er dann auch nicht mehr an die Steckdosen (Es waren ja sowieso überall Schutzstecker drin!).
Da mein Kleiner schon mit 6 Monaten gekrabbelt ist und sich mit acht Monaten überall hochgezogen hat, waren die gefährlichen Dinge immer ganz weit oben und das sind sie heute noch.

Ich wüsste halt einfach gerne wo ich mit ihm dran bin, denn ich richte meinen Tagesablauf fast ausschließlich nach den Terminen des Kleinen aus und der Job und die Hausarbeit werden irgendwo dazwischen gequetscht. Mal ein kleiner Auszug von vor einem Jahr: Termin Logopädie, wegen mangelnder Sprachentwicklung, danach Termin beim Chiropraktiker - Diagnose: Verdrehung des 2. Halswirbels - In den nächsten Monaten 3 mal eingerenkt worden, dann zwölf Wochen lang Physio zur Stabilisierung der Halsmuskulatur, einmal in der Wöche Frühförderung, einmal motopädisches Turnen (da er in der Grobmotorik unter der Altersnorm liegt), einmal in der Woche psychomotorisches Turnen (um die sozialen Fähigkeiten zu verbessern) …
Auf dieses hin und her habe ich keine Lust mehr, ich will endlich wissen, ob er ADHS hat oder nicht und dass mir endlich jemand Hilfestellungen gibt, wie ich den Alltag damit bewältigen kann, denn bei den sogenannten Beratungsstellen hier bekommt man nur zu hören, das ist in dem Alter normal, kommen sie wieder, wenn er mit 5 bzw. 6 Jahren noch die selben Auffälligkeiten zeigt.

Entschuldigung, die Antwort war jetzt glaube ich etwas zu lang, aber ich wollte so viele Deiner Fragen wie möglich beantworten.

Liebe Grüße
Eve78

Ergänzende Informationen der UP bitte lesen
Hallo Eve,
danke für Deine vielen, ergänzenden Informationen.
Ees ist wichtig, „alles“ zu lesen, um sich ein Bild zu machen.
Manches liest sich jetzt deutlich anders…

Dir scheint es ähnlich zu gehen.
Mit meinen Nachfragen habe ich Dich ja auch nicht ärgern wollen, es war nur so deutlich für mich zu spüren, wie belastet Du bist, emotional wirktest Du sehr aufgewühlt, jetzt liest sich alles doch viel sachlicher und die Informationen, welche Du gibst, sind wichtig.
Das scheint also richtig rüber gekommen zu sein, puh! *hatteetwasgeschwitzt*

Ich hätte absolut kein Problem mit der Diagnose ADHS

In Ordnung, es hatte für mich so geklungen, als wehrtest Du Dich dagegen. Du wirktest sehr aufgewühlt beim verfassen.

Die besagte Diagnose wurde vor etwa 1 1/2 Jahren gestellt,

Also im Alter von 3,5 Jahren?

Im Mai habe ich einen Wiedervorstellungstermin bei der Kinderärztin und ich hoffe, dass ich dann etwas mehr Klarheit erhalte, ob er nun
ADHS hat oder nicht, denn dann kann ich etwas dagegen tun.

Gut so.
Tun kannst Du aber auch jetzt schon, machst Du ja auch.
Du nimmst je alles an, was man Dir bietet.

Das finde ich sehr positiv!

…aber…:
Aufpassen solltest Du dabei auf 2 Dinge:

  • Auf Dich.
    Du bist auch noch da, es darf sich nicht Dein ganzes Leben um Dein Kind drehen…

  • Ein Kind ist erstmal ein Kind.
    Nicht mehr, nicht weniger.

    -> Wenn sich alles um die *Verhaltenskreativität*, Auffälligkeit, Behinderung oder Störung des Kindes dreht, nimmt es sich häufig als *nicht normal* wahr.
    Das führt zu neuen, anderen Problemen, die sich oftmals bis ins „hohe Jugendlichenalter/ Erwachsenenalter“ ziehen…
    Dann definieren manche Kinder sich selbst als „gestört/ ich kann ja nix dafür/ das ist, weil…“

-> Nur als *im-Hinterkopf-behalter*…!

Im Kiga verhält er sich genauso wie zu Hause.

  • ständig in Bewegung
  • kann sich auf ein Spiel im „sitzen“ nicht konzentrieren und verweigert es auch.
  • Im Stuhlkreis spielt er immer den Clown, hört nicht zu, lenkt ab.

Motorik, Konzentrationsprobleme…
Alles, was Du zusammenhängend beschreibst, sind deutliche Symptome von ADHS.

  • Er hat durch sein impulsives Verhalten nicht viele Freunde im Kiga,
    nur zwei richtige, die er dann auch immer verteidigt, wenn andere Kinder sie ärgern.

Das ist doch wertvoll und viel.
Freut Euch darüber, schätzt das wert!
…und welch positive Eigenschaft Du dort beschreibst, klasse. :o)))

Du bist so drin in dem Thema, das Dein Kind Förderung braucht, „nicht normal ist“, das Du gar nicht mehr so recht darauf schauen kannst, was gut ist…
Zumindest schreibst Du nichts dazu - Dein Augenmerk liegt bei der „Störung“…

Was macht Spaß zusammen?
Was kann er gut?
Worüber könnt Ihr lachen?
Was tut gut? …

Diese Dinge würde ich an Deiner Stelle nicht unter den Tisch fallen lassen.

Sie sind das, was das Leben miteinander schön macht, wovon man zehrt.

Wenn man Probleme miteinander hat, so guckt man gar nicht mehr hin, was gut läuft.
Bitte mach das wieder!

Lass nicht das, was schlecht läuft, *unnormal* ist, Euer Leben bestimmen…

Schokolade und ähnliches gibt es bei uns zu Hause fast gar
nicht, da er dann regelrecht „abdreht“…

So hatte ich das auch interpretiert, wirkt ja bei vielen Kindern verstärkend auf motorische Unruhe.

Mit „die Wutanfälle habe ich unter Kontrolle“ meinte ich,
dass ich mittlerweile erkenne, wann sich einer anbahnt und dementsprechend darauf reagieren kann.

Das hatte ich vermutet, aber Dein schreiben las sich anders, deshalb hatte ich nachgefragt.

Als er noch jünger war, waren die Wutanfälle so extrem, dass er mit dem Kopf auf den Boden oder an die Wand geschlagen hat - und das nicht nur einmal, sondern immer wieder.
Ich bin zwar kein Fan des Festhaltens, aber in diesen Situationen habe ich ihn mir geschnappt und ihn festgehalten, da er sich sonst ernsthaft weh getan hätte.

Dann scheint „ich halte Dich/ ich bin bei Dir/ ich gebe Dir Halt“ ja bei ihm gut anzukommen.
Ich finde es klingt gut
Halt zu geben,
zu vermitteln, „ich halte Dich“
Dreh es doch mal so und guck, wie sich das für Dich „anfühlt“…

Aber nun habe ich mir andere Wege gesucht, wie z.B. die Wut
weg kitzeln, oder die Wut richtig laut raus schreien lassen
oder den Knautschball so oft gegen die Wand schmeißen, bis der
ganz platt ist.

Super, Du machst es doch alles klasse!
Davon hattest Du nur nichts geschrieben beim ersten Posting :wink:

Mir ist durchaus klar, dass sein Verhalten in gewissem Maße der Altersnorm entspricht, aber entspricht es auch der Altersnorm, wenn ein Kind 1 1/2 Stunden vor Wut tobt???

Nein, das nimmst Du schon richtig wahr.
Das ist heftig.
Aber Du findest gute Wege des Umgangs damit.

Viele Regeln gab es bei uns noch nie und ich denke, dass die in jeder Familie ähnlich sein werden,

Ich lese bei Dir verständliche, aber recht hohe, ich sag mal mittelschichtsorientierte Ansprüche.
Versteh mich bitte nicht falsch, auch ich habe diese Ansprüche, bin auch so erzogen worden…

…aber ich merke in den Jahren, das diese Ansprüche nicht immer durchzusetzen sind.
Nicht allen Kindern ist das, was ich als Erwachsene wichtig und gut finde, zu vermitteln.
Und das Problem dabei ist, das man als Mutter/ Elternteil sich dann häufig komisch angeschaut fühlt. „Man hat versagt, zieht sich ein Rotzblag ran…“

Erziehen sollte zum Wohle des Kindes und der Familie sein, wenn man an Grenzen stößt, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Ich kann die Grenzen hinterfragen.
…warum ist mir das und das sooo wichtig?
Ist es das wirklich, oder war es meinen Eltern, Tante Trude oder Nachbar Meier wichtig?

…Ist es nicht vielleicht wichtiger, dass eine Mahlzeit mal ohne Theater verläuft, als das Klein Pitti unbedingt saubere Finger nach dem Toben haben muss?
Wie wäre es, bewusst Raum zu schaffen für essen draußen im Wald?
Da sind die Finger schmutzig, da reibt man sie halt an der Hose ab… Dabei benenen, „Mist, kein Wasser in der Nähe, na hier macht das ja nichts, zuhause waschen wir dann wieder die Finger“…

wie z.B. während des Essens sitzen bleiben,
vor dem Essen und nach dem Toilettengang Hände waschen,
morgens und abends die Zähne putzen.
Solche Regeln meinte ich, keine aussergewöhnlichen.

Mensch, Eve, das sind tatsächlich *ganz normale* Regeln.
Für mich und für Dich.

Aber Dein/ Euer Kind ist vier Jahre alt, das wird noch ewig und drei Tage dauern, bis das sitzt.
( Und so, wie Du ihn beschreibst, werden manche Dinge nie klappen, das ist aber nicht Dein oder Sein Scheitern, sondern völlig verständliches Verhalten…
Andre Eltern haben damit auch Probleme.
Aber sie sind nicht Spiegelbild des Lebens an sich. Er wäscht sich nicht die Hände nach der Toilette, nicht schön…
aber guck mal, wie viele Erwachsene das in Kneipen ( und erst recht dann daheim…) ganz offensichtlich auch nicht tun… Ihhhh! Aber Alltag…)
Welches Kind putzt freiwillig die Zähne?
…Was meinst Du, was erst in der Pubertät abgehen wird…?

Die einzige Regel, an die er sich hält, ist dass er abends sein Zimmer aufräumt.

Neid! :o)
Mensch prima, er sieht also einen Sinn darin, hat es verstanden, astrein!
…Ressourcenwahrnehmung…

Er hat einen intensiven Körperwahrnehmungsdrang, bedingt durch
die Selbststeuerungsstörung und mittlerweile haben wir viele
Wege gefunden, die ihm dann auch noch richtig Spaß machen, wie
z.B. von einem Pezziball überrollt werden, ein Sandwich in der
Kuschelmatratze sein, im Bällebad eingraben usw. So lernt er
seine Körpergrenzen kennen und hat einen riesen Spaß dabei.

Schön, ist doch prima, Du machst doch viel, es hilft ihm…

Beim Augenarzt waren wir auch schon vor 2 Jahren, darum trägt
er eine Brille, da er etwas weitsichtig ist und eine leichte
Hornhautverkrümmung hat (Kontrolltermin im Juni).

Gut.
–O-O–
Hilft!

Mit aus der Norm fallen, meinte ich die uns auferlegten Normen der Gesellschaft.

Dann lass Dich dadurch nicht so sehr einschränken.
Du stehst unter hohem Druck.

Du stellst Dir selbst die Aufgabe, eine perfekte, fördernde Mutter zu sein, ein gut funktionierendes Kind zu haben. ( Die „harten“ Worte wählte ich bewusst, nicht zum verletzten, sondern, damit Du merkst, was ich meine)

Ich habe meistens kein Problem damit, dass er lebhafter ist…

Dann ist doch auch gut, Eve.

Doch in gewissen Situationen treibt es einen halt an díe Grenzen.

Das ist völlig verständlich.

Ich kann ihn zum Beispiel nicht allein draußen auf den Spielplatz lassen,
da er vor nichts Angst hat und leider auch fast kein Schmerzempfinden hat,
was ein ziemlich großes Problem darstellt.

Das wird sich durch die Körperwahrnehmungsübungen, die er macht, bestimmt noch verbessern.
Setz Dich auf eine Bank, lies ein Buch,
quatsch mit anderen Leuten.
Du bist da, er wird Dich holen, wenn er Dich braucht.

Er macht einen Salto auf der Schaukel, weil er zu wild war, rappelt sich wieder auf und macht den selben Fehler gleich wieder, und wieder, und wieder.

Und, verletzt er sich dabei?
Oder bleibt es bei blauen Flecken?
Wenn nichts wirklich ernsthaftes zu passieren droht ( klar darf er nicht aus 10 Metern Höhe springen…, aber wenn er aufs Klettergerüst geht, stell Dich dazu, mach Du aufmerksam, wenn es zu hoch wird. Das er selbst sich erprobt, ist die einzige Möglichkeit, dass er Erfahrungen sammelt.
Wenn er nicht an seine Grenze kommen darf, wird er sie nicht spüren.

Deine Grenze ist offenbar erreicht beim Salto auf der Schaukel, aber vielleicht liegt die Deine schlicht woanders?)
Das soll jetzt nicht zu „lass mal machen“ ermuntern, aber zu etwas mehr Entspanntheit führen.

Oder, was wäre, wenn er mit Fahrradhelm schaukelt?
Oder beim Klettern ein Band bis zu der Stelle machen, wo es tatsächlich gefährlich wird?
Wir können unsere Kinder ja nicht ständig schützen, sie müssen ihre Erfahrungen selbst machen.
Vielleicht braucht er einfach diese eher heftigen Erfahrungen.

Er lernt nicht aus den Folgen seines Handelns!

Das glaube ich irgendwie nicht so ganz.
Kinder wiederholen immer wieder Dinge beim Lernen, was passiert so schlimmes beim Salto auf der Schaukel?
( Vielleicht verstehe ich das aber auch nicht richtig)

Natürlich weiß ich auch, dass Schlagen keine Lösung ist,
und das wende ich auch nicht an!

Das hatte ich schon so verstanden, deshalb schrieb ich auch nicht „schlagen“ und ging da auch nicht näher drauf ein, es kam nicht rüber, das Du Schläge als Mittel einsetzt.
…aber gar nichts dazu zu sagen, das ging für mich nicht :wink:

…denn ich richte meinen Tagesablauf fast ausschließlich nach den Terminen des Kleinen aus und der Job und die Hausarbeit werden irgendwo dazwischen gequetscht.

Das meinte ich, als ich oben schrieb, pass auf Dich auf.
Es dreht sich alles nur um seine „Störung“…

Wann ist normaler Alltag mit spielen, lachen, Wald und malen und einfach LEBEN?..

  • Sprachentwicklungsverzögerung - Logopäde - Sprach förderung
  • Chiropraktiker, Verdrehung des 2. Halswirbels, 3 mal eingerenkt
  • Physiotherapie zur Stabilisierung der Halsmuskulatur Muskelförderung
  • Früh förderung
  • motopädisches Turnen (Grobmotorik fördern )
  • psychomotorisches Turnen (soziale Fähigkeiten fördern )

Therapien und Förderungen bestimmen euer Leben.

Entschuldigung, die Antwort war jetzt glaube ich etwas zu lang,
aber ich wollte so viele Deiner Fragen wie möglich beantworten.

Ich danke Dir für diese ausführliche Antwort, Eve.
Du bist doch auf einem sehr guten Weg, sieh nur zu, dass das Schöne, wieder mehr Überhand gewinnt.
…Es ist nicht alles nur „Störung“…
Grüße, Finjen

1 „Gefällt mir“

Hallo Eve

Hat jemand von Euch einen Tip für mich?

Gab oder gibt es Auffälligkeiten
beider Sprachentwicklung?

Grüße

CMБ

Hallo

die Frage hat Eve in ihrer Antwort weiter unten schon beantwortet, wo sie von Besuchen beim Logopäden schreibt…

Viele Grüße
Johanna

1 „Gefällt mir“

Hallo

die Frage hat Eve in ihrer Antwort weiter unten schon
beantwortet, wo sie von Besuchen beim Logopäden schreibt…

Ja und? Du meinst, da sollte man nicht tiefer
bohren? Das hat nichts weiter zu sagen?

Vielleicht ist das gerade eine kritische Stelle,
siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Autism_spectrum_disorder

Grüße

CMБ

Nur leider kann das in seinem Alter
noch nicht richtig getestet werden, da die Tests erst auf das
Schulalter ausgelegt sind.

Hallo,
das stimmt so nicht. Die diagnostischen Mittel sind auf „Früherkennung“ ausgelegt. „Meist“ ist die Erkennung in der Schule schon zu spät und die Probleme vorprogrammiert.

Versuche über deinen Kinderarzt einen Kinderpsychologen der auf ADS spezialisiert, ist zu finden. Die sind noch recht selten, aber durchaus erreichbar.

lg
das K

1 „Gefällt mir“

Hallo!

Ja es gab Auffälligkeiten in der Aussprache der Wörter und des allgemeinen Wortgebrauchs (Grammatik), daher habe ich ihn einer Logopädin vorgestellt. Die stellte in der ersten Sitzung fest. dass er den Kopf zur einen Seite weiter drehen kann, als zur anderen Seite und meinte, dass eine Halswirbelblockade vorliegen könnte (KISS - Syndrom). Sie verwies mich an einen Chiropraktiker, welcher sich auf dieses Krankheitsbild bei Kindern spezialisiert hat. Und siehe da, beim Röntgen kam heraus, dass der 2. Halswirbel verdreht war und somit auf die Nervenbahnen drückte, welches sich auch in der Sprache, Motorik (er fiel ständig über seine eigenen Füße) und dem Hörvermögen bemerkbar machte. Nachdem der Wirbel wieder richtig stand, haben sich die Sprachrückstände ganz schnell von selbst geregelt und heute entspricht er im Bereich der Sprache einem 5-6 Jährigen.
Allerdings müssen wir immer wieder beobachten, ob der Wirbel wieder raus springt, was schon 3mal der Fall war und dann ist wieder Physio angesagt, damit die Muskeln wieder angeregt werden, den Wirbel wieder dort zu halten, wo er hingehört, denn andauerndes Einrenken ist nicht gut, da sonst ein Gleitwirbel entsteht, welcher später fixiert werden muss und das möchte ich ihm natürlich ersparen.

Liebe Grüße

Hallo!

Ich habe vor 1 1/2 Jahren eine Kinderärztin in Hamm aufgesucht, welche sich auf dieses Thema spezialisiert hat. Sie hat auch einige kleine Tests mit ihm gemacht, aber da war er gerade mal knapp 3 Jahre alt und da gaben die Testergebnisse noch nicht wirklich Aufschluss, daher die Diagnose „Selbststeuerungsstörung mit ADHS-Vorläufersymptomatik“. Wir haben im Mai einen Wiedervorstellungstermin und ich bin mal gespannt, was dabei heraus kommt.
Die nächste Kinderpsychologin bei uns in der Nähe vergibt aus Prinzip keine Termine an Kinder unter vier Jahren, ganz toll oder?
Da denke ich mir nur, die armen Kleinkinder, die durch den Verlust eines Elternteils traumatisiert sind, denen wird dann wohl erst mit 4 geholfen.

Liebe Grüße

Du hast Post:smile:

das K

Hallo!

Ich habe vor 1 1/2 Jahren eine Kinderärztin in Hamm
aufgesucht, welche sich auf dieses Thema spezialisiert hat.

Mit der Dame haben wir auch Bekannstschaft gemacht… Den Rest erspar ich dir…

Sie hat auch einige kleine Tests mit ihm gemacht, aber da war
er gerade mal knapp 3 Jahre alt und da gaben die
Testergebnisse noch nicht wirklich Aufschluss, daher die
Diagnose „Selbststeuerungsstörung mit
ADHS-Vorläufersymptomatik“.

Und hat euch auch genau damit nach Hause geschickt und auf eure Frage: Was nun…, höflich mit den Schultern gezuckt…wie gesagt… wir hatten das Vergnügen.

Wir haben im Mai einen
Wiedervorstellungstermin und ich bin mal gespannt, was dabei
heraus kommt.

Aus meiner Erfahrung: Geh mit deinem Kind auf den Spielplatz. Da hast du und dein Kind mehr von. Aber wie gesagt…: NUR meine Erfahrung.

Die nächste Kinderpsychologin bei uns in der Nähe vergibt aus
Prinzip keine Termine an Kinder unter vier Jahren, ganz toll
oder?
Da denke ich mir nur, die armen Kleinkinder, die durch den
Verlust eines Elternteils traumatisiert sind, denen wird dann
wohl erst mit 4 geholfen.

Das wäre dann wohl ein Fall zwecks Meldung an die Krankenkasse oder die kassenärtzliche Vereinigung, wenn dem so ist und die Dame an der Rezeption nicht einen schlechten Tag hatte…

Liebe Grüße

jo
das K

Zum Thema: kein Termin unter 4 Jahren
Hallo Eve

Die nächste Kinderpsychologin bei uns in der Nähe vergibt aus
Prinzip keine Termine an Kinder unter vier Jahren, ganz toll
oder?

Ja, vielleicht ist das wirklich gut,
dass sie es nicht macht, das sie da ein Prinzip hat.

Sie wird ihre Gründe haben.
Man könnte nachfragen, statt zu urteilen.

Sieh es doch mal aus anderer Perspektive:
Ich z.B. würde mir wünschen, mehr Ärzte und Therapeuten würden auf Prinzipien halten, statt „alles“ zu machen, egal ob sie es gut oder schlecht können, Hauptsache, die Kasse stimmt…
Nicht jeder, der überaus erfolgreich Spieltherapie macht, kann auch ebensogut auf jugendliche Mädchen mit Missbrauchserfahrung eingehen…

Da denke ich mir nur, die armen Kleinkinder, die durch den Verlust eines Elternteils traumatisiert sind, denen wird dann wohl erst mit 4 geholfen.

Ohne mehr Wissen würde ich den „Fall“ anders betrachten wollen:
Da weiß jemand, was er fachlich kann und was nicht.
Ein Psychologe spezialisiert sich nun mal, genau wie andere Berufe auch, auf das, was er meint, gut zu können.
Es gibt Psychotherapeuten/ Psychologen, die *können nun mal besser mit* Jugendlichen oder Erwachsenen, nicht so mit Kleinkindern…

Nicht jeder hat die dementsprechenden fachlichen und persönlichen Voraussetzungen.
Sind die deshalb gleich schlecht?

Nee, so einfach ist es nicht…

Ein Automechaniker, der ausschließlich VW Käfer und keine Rolls Royce repariert, ist deshalb kein schlechter Mechaniker…
Gruß Finjen

2 „Gefällt mir“

AD(H)S- eher nicht.

Auf dieses hin und her habe ich keine Lust mehr, ich will
endlich wissen, ob er ADHS hat oder nicht und dass mir endlich
jemand Hilfestellungen gibt,

hallo eve,

ich habe einen hochbegabten sohn mit ads ohne hyper.
ich habe aus zeitgründen nicht ALLES gelesen, aber ich tippe darauf, dass es bei euch weit mehr ist als ADS.

bei meinem sohn war zu beginn sehr auffällig:

schreikind, nicht zu beruhigen
kein durchschlafen, wach beim kleinsten gestöre
wollte nicht auf den arm
kein knuddelkind, bis heute nicht
labiles nervenkostüm
unglaubliche auffassungsgabe
schnelles fehlerfreies sprechen
langsam laufen gelernt
spät auf klo
weltuntergang beim zahnen
konnte sich beim schwitzen nicht aussziehen, bei frieren nicht anziehen --> extrem unleidlich dann aber, weil unwohl.
rumpelstilzchen, wenn hungrig. hat hunger/durst aber nicht gefühlt
unbeherrscht
lesen alleine gelernt
grob und gehässig zu anderen, wenn gereizt
lieb und idealer gesprächspartner, wenn „on“

das etwa war er als kigakind.

jedoch nie:
ordnung halten können/wollen
nicht-lernen bei fehlern/schmerz

tja…
ich hab mal was gehört von kindern, die keine körpergrenzen wahrnehmen und überall gegenlaufen. keine ahnung, wie das heißt.

zwei tips:
auch wenn er noch klein ist: ein guter doc könnte entscheiden, ob die gabe von methylphenidat zur differentialdiagnose in frage kommt.

ich habe bei der tocher mittels kinesiologie gerausgefunden, dass sie milcheiweiß nicht verträgt. selbiges in der kost macht sie zur wutnudel. ohne eiweiß: idealkind.

nimm alle wege wahr. verwirf sie, wenn unsinn rauskommt. nimm aber jeden stohhalm mit.
beantrage eine kur, lass dir helfen.
beiß dich niemals alleine mit einem schwierigen kind durch.

lg
tilli

1 „Gefällt mir“

ot: KiSS-Syndrom
Halle Eve,

es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber bei dem KiSS-Syndrom handelt es sich um eine erfundene Krankheit, deren ‚Behandlung‘ von keinerlei wissenschaftlichen Erkenntnissen gestützt wird:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,613521,00.html

http://de.wikipedia.org/wiki/KiSS-Syndrom

Gruß

=^…^=

1 „Gefällt mir“

Hallo

ich mag ja nicht unken… aber ich fürchte… so ähnliche Berichte gabs vor zwanzig Jahren auch über ADS…

Zumal (nicht erst seit Beiner, ich kenn den Mann nicht und ich verteidige den auch nicht… der Mann ist mir schnurz… nur um das verständlich zu machen) bekannt ist, dass Kinder durchaus „psychisch“ bei Fehlstellungen der „Gliedmaßen“ reagieren.

Gruß

jo

=^…^=

das K

1 „Gefällt mir“

Hallo!

Die Berichte mögen ja stimmen, auch das mit der schiefen Halshaltung im Mutterleib, doch mein Sohn war fast 2 1/2 Jahre alt, als die Blockade festgestellt wurde. Glaubst Du allen Ernstes, dass eine schiefe Lage im Mutterleib so lange ihre Wirkung behält? Ein „steifer“ Hals, wie es in einem Bericht heißt, ist nicht erst nach 2 1/2 Jahren weg!!
Im übrigen waren bei meinem Sohn die Ergebnisse der Behandlung binnen von drei Tagen merkbar. Oder glaubst Du etwa, dass er sich auf einmal nach der Behandlung selbst überlegt hat, nicht mehr ständig über seinen linken Fuß zu stolpern und alle zehn Meter im schnellen Tempo lang auf die Nase zu fallen? Dieses Portal ist dazu da, um Erfahrungen auszutauschen und nicht, um immer alles nieder zu machen.
Ich habe hier über meine Erfahrungen geschrieben und nicht über wissenschaftliche Standpunkte.
Im übrigen ist ja AD(H)S ja auch nur eine „Modekrankheit“, wie immer alle sagen, nur dass ja schon im Struwwelpeter darüber Geschichten geschrieben stehen. Solche Kinder gab es schon immer, doch früher hatte man nicht das medizinische Know-how, dieses zu erforschen.

Hallo Eve,

Die Berichte mögen ja stimmen, auch das mit der schiefen
Halshaltung im Mutterleib, doch mein Sohn war fast 2 1/2 Jahre
alt, als die Blockade festgestellt wurde.

tja, das sollte Dir zu denken geben, wenn die Leutchen, die diese Krankheit propagieren, sich dabei noch nicht einmal an die eigenen Regeln halten.

Dieses Portal ist dazu da, um Erfahrungen auszutauschen und nicht, um
immer alles nieder zu machen.

Irrtum - dieses Forum dient dem Austausch von Wissen. Und es ist nun einmal derzeitiger Wissensstand, dass aus wissenschaftlicher Sicht diese Krankheit gar nicht existiert, erst vor wenigen Jahren erfunden wurde, und sämtliche behaupteten Heilerfolge jedweder wissenschaftlicher Überprüfung nicht standhalten.

Ich habe hier über meine Erfahrungen geschrieben und nicht
über wissenschaftliche Standpunkte.

Du willst aber nicht ernsthaft behaupten, dass persönliche Einzelerfahrungen schwerer zu gewichten seien als wissenschaftliche Studien?

Abgesehen davon - der Placeboeffekt ist ein gar mächtig Ding: http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo

Gruß

=^…^=

1 „Gefällt mir“

Hi K,

gib’s zu - Du hast den Spiegel-Artikel nicht gelesen… ;o)

Grüße

=^…^=

Hi K,

gib’s zu - Du hast den Spiegel-Artikel nicht gelesen… ;o)

Erwischt… mir drehte sich nach deinem ersten Link schon alles und ich bekam nen Haltungsschaden…:smile:)))

Grüße

jo

=^…^=

das K