Ich gebe zu dass Gott nicht nur Feuer loeschen, sondern auch
legen kann. Aber dass heisst dann noch lange nicht dass jedes
Feuer von Gott kommt.wieder jemand, der es nicht wagt, Joh. 1.3 endlich einmal
ernst zu nehmen? „ALLES“ steht da!!
Also, bei Joh. 1.3. heißt es „Alles ist durch ihn gemacht…und nichts ohne ihn“…
Das ist wahr, bezieht sich aber auf das Schoepfungsgeschehen. Also Gott hat alles erschaffen, aber das heisst nicht das alles geschehen von ihm ausgeht(mehr dazu unten).
Beispielsweise, kann ich abends ins
Kaufhaus einbrechen und dieses in Brand stecken. Dann waere es
doch falsch zu behaupten, Gott habe dieses Feuer gelegt, nicht
wahr?und beispielsweise kann ich später vorbeikommen und das Feuer
löschen. Dann wäre es doch falsch zu behaupten, Gott habe
diese Feuer gelöscht, nicht wahr?
Richtig erkannt!
Ich will nicht den Eindruck erwecken, daß ich dir deinen
Glauben an einen „zwar allmächtigen, aber…“-Gott streitig
machen will, dem IRGENDETWAS ins Handwerk zu pfuschen vermag.Mich würde aber interessieren, WER oder WAS vermag (deiner
Vorstellungswelt nach) ihm ins Handwerk zu pfuschen??
Gute Frage. In der Tat ist die Realitaet eigentlich komplexer als oben kurz dargestellt. Als Teilchenphysiker solltest Du ja auch wissen wie schwierig es sein kann solch komplexe Vorgaenge sprachlich zu beschreiben. z.B. gibts da die beruehmte Frage: Ist das Licht Welle oder Teilchen…
Nun, zu unserem Thema. In der Tat kann niemand Gott ins Handwerk pfuschen, und alles was geschieht, geschieht unter Gottes Zustimmung. Das heisst nicht das er es DIREKT bewirkt, sondern dass er teilweise Dinge zulaesst. Warum? Weil er uns den freien Willen gegeben hat. Es ist nunmal so, dass wir Entscheidungen treffen koennen, auch gegen Gottes Willen etwas zu tun, und nicht immer wird er uns daran hindern.
Stell Dir zum Beispiel vor, du haettest eine komplexe Computersimulation der gesamten Wirklichkeit programmiert. In der Simulation wuerde dann ein Mensch den anderen erschlagen. Wer hats getan? Natuerlich der „Mensch“ denn Du hast ja nicht direkt eingegriffen, nur zugelassen. Jetzt stell Dir vor, Du beschliesst bei diesem Geschehen einzugreifen, indem Du den angegriffenen durch ein „Schutzschild“ unverwundbar machst. Wer hat nun den Menschen beschuetzt? Du als Programmierer.
Wenn man natuerlich argumentiert, tja, Gott hat alles erschaffen insofern ist auch alles geschehen ihm (indirekt) zuzuordnen kan mann natuerlich sagen, er tut alles. Aber es gibt eben immer auch direkte Verursacher, und dazu gehoeren eben Menschen mit ihrem freien Willen und Handlungsmoeglichkeiten.
Richtig, manchmal tut Gott uns einen Gefallen indem er ein
Gebet nicht erhoert.Ich wüßte nicht, woher ein Gläubiger die Beurteilungskriterien
hernehmen könnte, ob etwas ein Gefallen Gottes sei, was ihm
(nicht) wiederfährt…
Das ist in der Tat ein Problem. Allerdings bin ich so konsequent zu glauben, dass Gott mir auch sagen wird, wann er ein Gebet nicht erfuellen wird. Ich kenne solche Beispiele aus der Praxis und auch in der Bibel bei Paulus, wo er 3 mal fuer seine Heilung bat und Gott sie ihm mit Begruendung verweigerte…
… ist sie im Gegenteil
geeignet, zu erkennen, ob es sich bei dem Gegenstand seines
Glaubens um einen absoluten Gott handelt, oder um einen Gott,
dem eine „Macht des Bösen“ gleichrangig zur Seite steht…In Wahrheit sieht es so aus:
Woher weißt du, wie es in Wahrheit aussieht?
Ich beziehe mich da auf die Bibel
Joh. 12.31 „…jetzt wird der Herrscher dieser Welt
hinausgeworfen werden“
Ich denke da bezieht sich Jesus auf den Sieg den er durch seine Kreuzigung erreicht hat, welche allen Menschen einen Zugang zu Gott ermoeglicht.
Ah ja! also ist es doch Gott, der gibt!?
der Spielraum der von dir hypostasierten „Macht des Bösen“
dürfte ja wohl kein Raum zu spielen sein, es müßte ja wohl
Raum des lückenlosen Bösen sein. Wo ist dieser Raum,
wenn der Gott konsequent als absoluter aufgefaßt wird (zu dem
es also kein „außerhalb“ geben kann?
Absolut bedeutet fuer mich nicht dass es kein ausserhalb geben kann. Wenn ich sage Gott ist absolut will ich das so definieren:
Gott ist allmaechtig, allgegenwaertig, allwissend, vollkommen, nicht in Frage zu stellen, nicht zu relativieren…
Allgegenwaertig bedeutet fuer mich nicht dass wir alle ein Teil Gottes waeren, oder in Gott sind. Im Gegenteil kann man alles in 2 Kategorien einordnen: Gott und Schoepfung. Es gibt einen Gott und alles andere ist seine Schoepfung, wozu auch wir Geschoepfe zaehlen…
Diese koennen selbst Entscheidungen treffen und verschiedenes
bewirken, z.B. den Wald in brand stecken, oder dich in die
Kuhflade stossen…jaja, so einfach ist das mit dem passend gemachten
blankpolierten „Gott ist nur Einer“? alles, was mir nicht
gefällt ist - schwupps - Ausgeburt der Hölle, für die nur
Man kanns sich auch einfach machen…
leider bei einem absoluten Guten eigentlich kein Platz ist…
Wieso nicht?(siehe oben)
Aber damit keine Mißverständnisse aufkommen - ich bestreite
nicht den sog. „freien Willen“! ich bezweifle nur, daß hier
ein Glaubensbekenntnis vertreten wird, das Joh. 1.3
entspricht…
Wie gesagt bezieht sich Joh. 1,3 nur auf die Schoepfung.
Gruss Abe…
)