Hi!
Hallo Mathias,
danke für Deine Zeilen, ich muß Dir recht geben. Mathias, nimm
uns mit nach Bosten.
Gern geschehen!
Was hast Du denn gelernt?
Grüße,
Mathias
Hi!
Hallo Mathias,
danke für Deine Zeilen, ich muß Dir recht geben. Mathias, nimm
uns mit nach Bosten.
Gern geschehen!
Was hast Du denn gelernt?
Grüße,
Mathias
Hi, Guido!
Ich stimme Dir in diesen 5 Punkten zu - ABER: Darf man ihn
deshalb nicht in Frage stellen?
Klar darf man. So viel und so weit jeder mag. Aber wenn er etwas von sich gegeben hat, was ich (sic!) für schlüssig und sinnig halte, dann führe ich seine Thesen argumentativ ins Feld (machen andere ja auch so).
Weil der Mensch nichts dafür kann, zu welchem Volk, welcher
Nation er gehört.Stimmt! Ich sehe es auch so, dass ich nur auf Dinge stolz sein
kann, zu denen ich etwas beitrage! Allerdings trägt doche
jeder in Deutschland wohnende etwas zu diesem Land (und sei es
nur die Einkommensteuer) bei!
Sehr schöne Aussage! Logischer Rückschluß daraus wäre, daß ein türkischer Gemüsehändler aus Berlin-Kreuzberg oder ein polnischer Weinlesehelfer von der Mosel sagen darf: „Ich bin stolz darauf, Deutscher zu sein!“
Ich habe in England, Frankreich, Italien und Spanien gearbeitet - deshalb darf ich stolz sein, Engländer, Franzose, Italiener und Spanier zu sein?
Ansonsten lies das Zitat nochmal und denk drüber nach. Wer
stolz ist, ein Deutscher zu sein, ist auch stolz auf alle
Negativa, die sich mit dem Begriff „Deutsch“ verbinden.Wenn ich stolz auf meine Person bin, dann akzepiere ich doch
auch meine schwachen Seiten!
Exakt! Gute Argumentation. Nur habe ich noch nie von jemandem gehört, der stolz ist, Deutscher zu sein, daß ihn die deutschen schwachen Seiten (Expansionspolitik im 19.Jhdt; kriegstreiberischer Aufrüstung Anfang des 20.Jhdts; Massenvernichtung im Dritten Reich; zweimal mithauptverantwortlich für Weltkriege, Feigheit vor der Verantwortlichkeit gegenüber der Welt usw.) mit Stolz erfüllen würden. Rausgepickt werden doch nur die Rosinen.
Grüße
Siegfried
Hi Reiko!
Ansonsten lies das Zitat nochmal und denk drüber nach. Wer
stolz ist, ein Deutscher zu sein, ist auch stolz auf alle
Negativa, die sich mit dem Begriff „Deutsch“ verbinden.Und positive Dinge gibts nicht? Wirklich nicht? Der Deutsche
in seiner Art ist ein schlechter, böser, negativer Mensch?
Habe ich das irgendwo gesagt?
So wenig ich mir die Schuld an Schienbein nagele für Dinge, die Leute vor meiner Zeit begangen haben, so wenig erhebe ich für mich aber auc Anspruch auf positive Leistungen von Menschen aus der Vergangenheit.
Schopenhauer hat das Zitat nicht auf Deutsche begrenzt. Lies
nach! Denk nach! Er bezieht sich auf jeden Nationalstolz.Und? Deswegen darf ich nicht stolz sein? Auf mich? Auf mein
Volk? Auf meine Herkunft?
Alles Dinge, für die du nichts kannst.
Du hast nichts dafür getan, einem bestimmten Volk anzugehören. Oder eine bestimmte Herkunft zu haben. Nur weil du ganz zufälligerweise auf der einen Seite vom Schlagbaum geboren wurdest, erfüllt dich das mit Stolz.
Dann bist du sicher auch stolz darauf, ein Weißer zu sein.
Oder ein Blau-/Braun-/Grünäugiger?
Oder ein Blonder/Brünetter/Schwarzhaariger?
Ich war und bin der Meinung, daß man stolz darauf sein kann, was man selbst getan und geleistet hat, sich aber nicht mit den Federn anderer als Trittbrettfahrer der Geschichte schmückt.
Grüße
Siegfried
Hi Siegfried!
Klar darf man. So viel und so weit jeder mag. Aber wenn er
etwas von sich gegeben hat, was ich (sic!) für schlüssig und
sinnig halte, dann führe ich seine Thesen argumentativ ins
Feld (machen andere ja auch so).
OK! Wenn dann jemand sagt, Schopenhauer sei blöde (ist zwar ziemlich flach und unargumentativ), dann ist es auch ok…
Stimmt! Ich sehe es auch so, dass ich nur auf Dinge stolz sein
kann, zu denen ich etwas beitrage! Allerdings trägt doche
jeder in Deutschland wohnende etwas zu diesem Land (und sei es
nur die Einkommensteuer) bei!
Sehr schöne Aussage! Logischer Rückschluß daraus wäre, daß ein
türkischer Gemüsehändler aus Berlin-Kreuzberg oder ein
polnischer Weinlesehelfer von der Mosel sagen darf: „Ich bin
stolz darauf, Deutscher zu sein!“
Ich habe in England, Frankreich, Italien und Spanien
gearbeitet - deshalb darf ich stolz sein, Engländer, Franzose,
Italiener und Spanier zu sein?
Zumindest darfst Du stolz darauf, sein, etwas produktives für diese Länder getan zu haben!
Nochmal: Ich halte von dieser Aussage nichts! Vielleicht wäre die treffendere Aussage: Ich bin stolz darauf, wozu es dieses Land durch meine Mithilfe gebracht hat.
Auch da sind sicher Negativa drin…
Wenn ich stolz auf meine Person bin, dann akzepiere ich doch
auch meine schwachen Seiten!Exakt! Gute Argumentation. Nur habe ich noch nie von jemandem
gehört, der stolz ist, Deutscher zu sein, daß ihn die
deutschen schwachen Seiten (Expansionspolitik im 19.Jhdt;
kriegstreiberischer Aufrüstung Anfang des 20.Jhdts;
Massenvernichtung im Dritten Reich; zweimal
mithauptverantwortlich für Weltkriege, Feigheit vor der
Verantwortlichkeit gegenüber der Welt usw.) mit Stolz erfüllen
würden. Rausgepickt werden doch nur die Rosinen.
Vielleicht: Ich bin stolz auf das Positive, was es in Deutschland
gibt (ist imho nicht wenig).
Wenn ich zum Beispiel stolz auf mein bisher Erreichtes bin, dann muss ich auch dazu stehen, dass ich einige „Mitbewerber“ über die Klinge hüpfen ließ (überspitzt formuliert).
Jedes Ding hat zwei Seiten!
Ich denke, man sollte nicht sooooo viel in diesen Satz hineininterpretieren. Die wenigsten der „stolzen Deutschen“ dürften Verantwortung der von Dir genannten Negativa mittragen (bis auf die bekannten 12 Jahre - da soll es noch welche geben).
Ich finde es nur schade, dass ein GESUNDER Patriotismus (den es durchaus geben soll) in unserem Land immer gleich mit Nazismus (gibt es dieses Wort eigentlich?) gleichgestellt wird!
Grüße
Guido
Schon wieder!
Mahlzeit,
Es ist soo müssig, mit Stolz-Gegner zu disuktieren, vor allem wil eh nur Zitate (nicht mal eigene) genannt werden, mit denen versucht wird eine Begründung zu finden, Stolz sei falsch und verpönnt.
Ich als Deutscher trage meinen Teil zu diesem Land, zu diesem Volk bei, darauf habe ich das Recht, Stolz zu sein. Wenn Du mit solchen Dingen nicht klarkommst, so sei das Dein Problem, nicht meines.
Ein Schopenhauer und die, die ihn mit Vorliebe immer wieder gern zitiren, weil sie keine eigenen Argumente anbringen können, werden garantiert nicht meinen Stolz zubröseln (können).
In diesem Sinne
Reiko
Hallo, Guido,
Ein englischer Journalist hat mal gesagt: Ihr Deutschen
solltet Euch bei Eurer Geschichte nicht immer nur auf diese 12
Jahre Dunkelheit beschränken. Ihr seit ein sooo altes Volk -
da sollten diese 12 Jahre zwar Beachtung finden, man sollte
sich allerdings nicht nur auf diese beziehen!
Ich habe schon öfters festgestellt, dass „Nichtdeutsche“ die besseren Deutschen sind. Viele Amerikaner sind stolz auf ihre Deutschen. Auch auf ihre teilweise deutschen Ursprünge, die zu der heutigen amerikanischen Gesellschft beitrugen.
Als USA die Einwanderung stoppte, gab es für ein paar Staaten immer Erleichterungen, einzuwandern. Dazu zählte Deutschland.
Ein Amerikaner, ein Spanier, ein Franzose… versteht es sowieso nicht, warum wir Nachkriegsdeutschen immer unser Spiegelbild anspucken und dazu sagen: schäm Dich!
Aber das Thema hatten wir schon mehrmals und sind auch nie zu einem Konsens gekommen.
Grüße
Raimund
Hallo Mathias,
Projekt-Manager, business analyst
Gruß
Markus
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Markus,
vielen Dank für die Blumen 
Das musste einfach mal heraus…
Viele Grüße
Jana
Hallo Jana,
alle Achtung, ich finde Deine Meinung Klasse.
Gruß
Markus
Hallo Raimund,
da muß ich Dir zustimmen.
Gruß
Markus
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Guido!
Zumindest darfst Du stolz darauf, sein, etwas produktives für
diese Länder getan zu haben!Nochmal: Ich halte von dieser Aussage nichts! Vielleicht wäre
die treffendere Aussage: Ich bin stolz darauf, wozu es dieses
Land durch meine Mithilfe gebracht hat.
Du bringst es auf den Punkt!
Stolz sein auf das, was man selbst geleistet hat - kein Problem!
Dummerweise sind die meisten anderen mit dem Satz „ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ stolz auf Leistungen anderer (dazu noch selektiv stolz: „Die guten ins Töpfchen…“)
Vielleicht: Ich bin stolz auf das Positive, was es in
Deutschland
gibt (ist imho nicht wenig).
Mmh… Selektiver Stolz bei einem umfassenden Begriff.
Schämst du dich denn auch, Deutscher zu sein, wenn es um die Negativa geht?
Ich denke, man sollte nicht sooooo viel in diesen Satz
hineininterpretieren. Die wenigsten der „stolzen Deutschen“
dürften Verantwortung der von Dir genannten Negativa mittragen
(bis auf die bekannten 12 Jahre - da soll es noch welche
geben).
Wie ich schon schrieb, habe ich ein paar Jahre in verschiedenen Ländern gearbeitet. In jedem Land ist es mir passiert, als sich herausstellte, woher ich komme, daß mich jemand breit angrinste und mit „Heil Hitler!“ begrüßte.
Das Bild des „Deutschen“ ist im Ausland durch ganz bestimmte Dinge definiert (nach eigenen, wiederholt gemachten Erfahrungen an den genannten Orten):
a) die Deutschen trauern bis heute ihrem Führer nach und sind in Wahrheit Wölfe im Schafspelz, die andauernd nach dem „starken Mann“ rufen, der endlich mal aufräumt (England, Spanien, Italien)
b) die Deutschen verstehen nichts von „Leben und Leben lassen“; selbst wenn es mal lustig zugehen soll, brauchen sie Marschmusik und Gleichschritt (O-Ton eines brasilianischen Freundes, der entsetzt war über die deutsche Art, Karneval zu feiern)
c) Deutsche sind im Ausland leicht zu erkennen: kurze Hosen, Sandalen, Bierflasche, Bild-Zeitung und laut am gröhlen (Italien, Spanien, Österreich - oh ihr Österreicher, ihr habt ja so recht mit den Piefkes!).
Ich hätte nichts dagegen, wenn diese Deutschtümelei in einem gesamteuropäischen Begriff aufgehen würde. Oder wenn aus 80 Mio Deutschen im Jahre 2000 tatsächlich 22 Mio im Jahre 2100 werden, wie prognostiziert wird. Weniger Deutschtum täte der Welt gut.
Grüße
Siegfried
Hi Siegfried!
Du bringst es auf den Punkt!
Stolz sein auf das, was man selbst geleistet hat - kein
Problem!
Dummerweise sind die meisten anderen mit dem Satz „ich bin
stolz, ein Deutscher zu sein“ stolz auf Leistungen anderer
(dazu noch selektiv stolz: „Die guten ins Töpfchen…“)
Naja - ich kenne persönlich nicht sooo viele Leute, die diese Aussage treffen - eigentlich nur einen *g*. Als ich ihn mal fragte, worauf er denn stolz sei, definierte er es ziemlich genau so, wie ich es geschildert habe. Vielleicht gäbe es diese populisierte Phrase in dieser Form ohne diese braun angefärbte Propaganda gar nicht - wer weiß…
Mmh… Selektiver Stolz bei einem umfassenden Begriff.
Schämst du dich denn auch, Deutscher zu sein, wenn es um die
Negativa geht?
Hmmm - gute Frage! Ich denke, manchmal ja! Vor einigen Jahren (ich glaube 1991) gab es dieses schreckliche Brandattentat in Hünxe/Niederrhein. Obwohl es bekannt war, dass es einiges an rechter Energie dort gab, habe ich im Vorfeld nicht versucht, eine Demo (in friedlicher Form) dort auf die Beine zu stellen. Ob es etwas geändert hätte, weiß ich nicht, aber ich hatte Schuldgefühle…
Wie ich schon schrieb, habe ich ein paar Jahre in
verschiedenen Ländern gearbeitet. In jedem Land ist es mir
passiert, als sich herausstellte, woher ich komme, daß mich
jemand breit angrinste und mit „Heil Hitler!“ begrüßte.
Die Tatsache, dass dieses grinsend geschieht (ist mir in England auch passiert!), sollte aber vielleicht etwas über die Ernsthaftigkeit sagen…
Das Bild des „Deutschen“ ist im Ausland durch ganz bestimmte
Dinge definiert (nach eigenen, wiederholt gemachten
Erfahrungen an den genannten Orten):
a) die Deutschen trauern bis heute ihrem Führer nach und sind
in Wahrheit Wölfe im Schafspelz, die andauernd nach dem
„starken Mann“ rufen, der endlich mal aufräumt (England,
Spanien, Italien)
Würde dieses Bild von UNS nicht so penibel in der Presse breitgetreten, gäbe es dieses vermutlich nicht (zumindest nicht so stark).
b) die Deutschen verstehen nichts von „Leben und Leben
lassen“; selbst wenn es mal lustig zugehen soll, brauchen sie
Marschmusik und Gleichschritt (O-Ton eines brasilianischen
Freundes, der entsetzt war über die deutsche Art, Karneval zu
feiern)
Ob das der Grund ist, warum ich Karneval hasse (und das, obwohl ich in Düsseldorf arbeite!)?! Aber, so grausam es auch klingt: Es ist nun mal ein Stück unserer Kultur.
c) Deutsche sind im Ausland leicht zu erkennen: kurze Hosen,
Sandalen, Bierflasche, Bild-Zeitung und laut am gröhlen
(Italien, Spanien, Österreich - oh ihr Österreicher, ihr habt
ja so recht mit den Piefkes!).
Das ist leider keine Meinung - das ist Tatsache!!! Wie hat Kaya Yanar mal gesagt: Wenn Ihr Deutschen Urlaub macht - macht Euer Geschmack dann auch Urlaub? Ich bevorzuge Hotels, in denen es etwas multikulturell zugeht. Ich hasse es, wenn ich in eine Anlage komme, in der außer der deutschen keine andere Sprache gesprochen wird. Dann kann ich auch ins örtliche Schwimmbad gehen. Merkwürdigerweise gibt es in solchen Anlagen DIESE Deutschen eher selten…
Ich hätte nichts dagegen, wenn diese Deutschtümelei in einem
gesamteuropäischen Begriff aufgehen würde. Oder wenn aus 80
Mio Deutschen im Jahre 2000 tatsächlich 22 Mio im Jahre 2100
werden, wie prognostiziert wird. Weniger Deutschtum täte der
Welt gut.
Huch! Was ist das für eine Prognose? Vielleicht passiert ja in den nächsten 98,5 Jahren etwas besseres, und es gibt nur noch den Begriff Erdenbürger (ich weiß, dass ich träume…)
Aber, um noch mal auf den Ruf des Deutschen im Ausland zurückzukommen - ich befürchte wirklich, dass wir da selbst nicht unschuldig sind. Die wenigsten der heute noch lebenden Deutschen können für etwas verantwortlich gemacht werden, was mittlerweile 56 Jahre zurückliegt. Wenn wir uns nicht dauernd entschuldigen würden, wäre unser Ruf imho besser!
Oder macht den Amerikanern heute noch jemand dauernd den Vorwurf über ihren Rassismus, der noch weit länger offiziell praktiziert wurde als in Deutschland?
Und schau mal nach Südafrika - da ist man nur noch voll des Lobes über die Entwicklung.
Und die Türkei macht mit den Kurden imho nichts anderes, als die Deutschen seinerzeit mit den Kurden - da kommt ab und zu mal ein Zeigefinger, und das ist es dann (KOTZ! - sorry).
Oder Israel - wir marschieren in ein Land ein und machen es mit aller Gewalt zu unserem Eigentum. Wenn die Palästinenser dagegen kämpfen (was ich in dieser gewalttätigen Form nicht gutheiße), dann kommt fast von der gesamten Welt die böse Ermahnung…
Grüße
Guido
Hi!
Schick mir doch im Herbst mal ne Bewerbung!
Aber bitte nur mit Parteibuch-Kopie…
CU,
Mathias
Hallo Mathias,
danke für Deine Zeilen, ich muß Dir recht geben. Mathias, nimm
uns mit nach Bosten.Gern geschehen!
Was hast Du denn gelernt?Grüße,
Mathias
Hallo Mathias,
Projekt-Manager, business analyst
Gruß
Markus
Hi Guido!
Ich hätte nichts dagegen, wenn diese Deutschtümelei in einem
gesamteuropäischen Begriff aufgehen würde. Oder wenn aus 80
Mio Deutschen im Jahre 2000 tatsächlich 22 Mio im Jahre 2100
werden, wie prognostiziert wird. Weniger Deutschtum täte der
Welt gut.Huch! Was ist das für eine Prognose? Vielleicht passiert ja in
den nächsten 98,5 Jahren etwas besseres, und es gibt nur noch
den Begriff Erdenbürger (ich weiß, dass ich träume…)
War das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung:
1995 lebten in Deutschland 81,8 Mio Menschen. Bei einer Geburtenquote von 1,2 (z.Zt. 1,25) und einer Lebenserwartung von 81 Jahren bei Männern (heute 74 Jahre) bzw. 86 Jahre bei Frauen (heute 81 Jahre) sinkt die Bevölkerungszahl auf 50 Mio im Jahre 2050 und auf 22 bis 24 Mio im Jahre 2100. Die Zahl der als erwerbsfähig geltenden Menschen ist im Jahre 2030 um ein Drittel kleiner als heute - was bedeutet, daß auf jeden Arbeitnehmer ein zu finanzierender Mitbürger unter 20 oder über 60 kommt.
Allein um die Bevölkerungszahl zu halten, wäre eine Geburtenquote von 2,1 notwendig. Auf absehbare Zeit eine Utopie.
Also müssen die Menschen woanders herkommen. Die UNO hat ausgerechnet, daß Deutschland jährlich 500.000 Einwanderer braucht, nur um die Zahl der momentan vorhandenen Arbeitskräfte aufrechtzuhalten. Berücksichtigt man die Tendenz zum vorzeitigen Ruhestand und der längeren Lebenserwartung, wären bis über 3 Mio Einwanderer jährlich erforderlich.
500.000 Leute - minimum pro Jahr! Woher sollen die kommen? Aus Holland, Dänemark, Österreich? Vermutlich mehr aus Ländern des Balkans, aus Afrika, auf Vorder-, Mittel- und Südasien. Da müssen wir aber ganz schön runter von unserem hohen Ross des nationalen Gedankens, wenn innerhalb von 20 bis 30 Jahren ein Drittel bis die Hälfte der Mitbürger plötzlich dunkle Hautfarbe hat.
Oder macht den Amerikanern heute noch jemand dauernd den
Vorwurf über ihren Rassismus, der noch weit länger offiziell
praktiziert wurde als in Deutschland?
Und schau mal nach Südafrika - da ist man nur noch voll des
Lobes über die Entwicklung.
Und die Türkei macht mit den Kurden imho nichts anderes, als
die Deutschen seinerzeit mit den Kurden - da kommt ab und zu
mal ein Zeigefinger, und das ist es dann (KOTZ! - sorry).
Oder Israel - wir marschieren in ein Land ein und machen es
mit aller Gewalt zu unserem Eigentum. Wenn die Palästinenser
dagegen kämpfen (was ich in dieser gewalttätigen Form nicht
gutheiße), dann kommt fast von der gesamten Welt die böse
Ermahnung…
Aber wohin man auch hört: beliebt sind Amerikaner, Türken, Israelis und Palästinenser auch nicht gerade - eben wegen ihres gezeigten Nationalstolzes (siehe auch so manche Diskussion hier im Politikforum zum Verhalten der USA in der Weltpolitik).
Und ob der Versuch „Südafrika“ funktioniert, bezweifle ich. Weiße und schwarze Südafrikaner mit hochqualifizierter Ausbildung verlassen das Land und gehen nach Großbritannien oder Australien. Das Land blutet intellektuell und wissenschaftlich aus; in Teilen des Landes ist z.B. die ärztliche Versorgung mittlerweile kritisch geworden.
Grüße
Siegfried
*argh*…
Art. 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
…
nur mal so…
soviel intolleranten M*** habe ich lange nicht gelesen. Die bösen „Roten“ … tz… Wenn ihr mal eure eigenen Postings durchlesen würdet…
Gruß
Daniel Scholdei
WOW!
Hi Siegfried!
War das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie der
Konrad-Adenauer-Stiftung:
____snip______
500.000 Leute - minimum pro Jahr! Woher sollen die kommen? Aus
Holland, Dänemark, Österreich? Vermutlich mehr aus Ländern des
Balkans, aus Afrika, auf Vorder-, Mittel- und Südasien. Da
müssen wir aber ganz schön runter von unserem hohen Ross des
nationalen Gedankens, wenn innerhalb von 20 bis 30 Jahren ein
Drittel bis die Hälfte der Mitbürger plötzlich dunkle
Hautfarbe hat.
Hmmm - fände ich klasse! Dann hätten wir ja die schon mal besungene Bunte Republik Deutschland…
Aber wohin man auch hört: beliebt sind Amerikaner, Türken,
Israelis und Palästinenser auch nicht gerade - eben wegen
ihres gezeigten Nationalstolzes (siehe auch so manche
Diskussion hier im Politikforum zum Verhalten der USA in der
Weltpolitik).
OK - mit einem leichten Negtivtouch könnte ich leben! Aber die USAmerikaner werden in der Regel nicht als Nazis beschimpft, etc.
Und ob der Versuch „Südafrika“ funktioniert, bezweifle ich.
Weiße und schwarze Südafrikaner mit hochqualifizierter
Ausbildung verlassen das Land und gehen nach Großbritannien
oder Australien. Das Land blutet intellektuell und
wissenschaftlich aus; in Teilen des Landes ist z.B. die
ärztliche Versorgung mittlerweile kritisch geworden.
Dazu kann ich mich mangels Sachkenntnis leider nicht äußern. Ich weiß nur, dass die Kriminalität dort in der letzten Zeit brutal zugenommen hat…
Grüße
Guido
Hi,
bitte um angabe der adresse und gwünschtes parteibuch
Gruß
Markus
Hi!
Schick mir doch im Herbst mal ne Bewerbung!
Aber bitte nur mit Parteibuch-Kopie…CU,
Mathias
Hallo Mathias,
danke für Deine Zeilen, ich muß Dir recht geben. Mathias, nimm
uns mit nach Bosten.Gern geschehen!
Was hast Du denn gelernt?Grüße,
Mathias
Hallo Mathias,
Projekt-Manager, business analyst
Gruß
Markus
Jawohl Herr General
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung,
seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft,
seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen
Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf
wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Tja, Daniel,
vielleicht sollten sich man alle an diesen Artikel halten, dann gibts auch Toleranz, die sich jeder wünscht.
CIAo
Moin
Jawohl Herr General
???ups… hab ich da was verpasst? Also die Antwort von Reiko kann ich ja gut verstehen, aber das hier? Spiel mal den Erklär-Bär und bring mir das näher 
Ich wollte damit nur sagen, daß der stil dessen sich hier bedient wird (stellenweise) wirklich furchtbar platt und ohne Grundlage ist.
Daß man mit den politischen Ansichten anderer nicht immer einverstanden ist, ist gut so. Deswegen aber mit der großen Keule rumzurennen und jedem der auch nur entfernt „rot“ im Kopf hat eins überzubraten ist dumm (scnr), intollerant und zeugt nicht gerade von einem realistischen Blick auf die Welt.
Welche Gefahr besteht denn schon? Das sich die PDS als Regierungspartei blamieren wird, weil sie einfach nicht dorthin gehört und kein Konzept hat? Das das (leider) höchstwahrscheinlich sehr gute Abschneiden bei der nächsten Wahl in Berlin eine Eintagsfliege wird? — spätestens mit der Beteiligung an einer Regierung wird die PDS merken, daß es mit zwei schillernden Figuren im Vordergrund und ansonsten mit blassen Gesichtern nun einmal nicht funktionieren wird (wir sehen das ja an den derzeitigen problemen der cdu).
Die PDS hat bis auf Berlin nirgendwo die geringste chance stärkste Partei eines Landes zu werden. d.h. wir werden immer in einer jeweiligen (Landes-)Regierung Leute von CDU oder SPD sitzen haben.
Ach und übrigens, wenn hier die große Angst umgeht, hat sich schon einmal jemand überlegt, daß die PDS nur deshalb in der politischen Landschaft auftaucht, weil sie demokratisch gewählt wurde? Genauso demokratisch wird sie auch wieder in der Bedeutungslosigkeit versinken. Beispiele dafür gibt es ja genug.
Gruß
Daniel
Noch…
Hallö Daniel,
Die PDS hat bis auf Berlin nirgendwo die geringste chance
stärkste Partei eines Landes zu werden. d.h. wir werden immer
in einer jeweiligen (Landes-)Regierung Leute von CDU oder SPD
sitzen haben.
Im Land Brandenburg hat die PDS das grösste Wählerpotential in ganz Germany, sie liegt nur drei Prozent hinter der CDU und 13 Prozent hinter SPD (per LW 1999). Eine Initialzündung ala Berlin könnte da für heftige Verschiebungen sorgen…
Im traditionell roten Brandenburg (soll jetzt keine Verunglimpfung sein, es ist nunmal so) ist dies durchaus vorstellbar.
CIAo
Reiko