Tja, und damit leider auch leblos. Zack, leider voll in die
Falle gelaufen!!!
ist alles, was künstlich erschaffen worden ist, leblos? wenn nicht, verstehe ich deine konklusion nicht. wenn ja… kannst du vieles andere auch kübeln.
Klar, wenn man sich an DEN Strohhalm klammert…
es ist sicher kein strohhalm. manche menschen lernen lieber eine fremdsprache, die dafür gut… ich glaube kaum, daß viele auf dieser welt goethe, shakespeare und tolstoi im original lesen können - und wenn schon übersetzung, dann wieso nicht gleich esperanto?
aber das ist wirklich nur ein marginaler aspekt. viel wichtiger ist, daß viele menschen kunst auf esperanto schaffen, ohne muttersprachler zu sein - was bei anderen sprachen eher die ausnahme ist (und was auch zu rezeptionsschwierigkeiten führen kann).
Neee, gibt es nicht… sagen wir kaum! Die Sprecher müssen
sich mühselig zusammenorganisieren. Dann kann ich auch gleich
Englischsprecher suchen, oder Deutschsprecher. Ich behaupte
mal: Es gibt in jedem Land dieser Erde auch irgendwo einen
Deutschsprecher!
ja, super, deutsch ist ja so toll.
heißt das, daß wir alle sprachen, die kaum noch sprecher haben, gleich tilgen sollen?
klar kannst du dir auch englischsprecher suchen, aber der wird dir gegenüber eventuell einen gewissen vorteil haben, wie du ihm gegenüber auf deutsch. auf esperanto hat jeder die selben voraussetzungen.
Neee, mit Nörgler hat es nichts zu tun. Mir erschließt sich
nicht im Ansatz der Sinn dieses Konzepts.
mach ja nix, niemand zwingt dich dazu, es zu lernen. aber ich hoffe, du willst nicht behaupten, daß das gleichbedeutend damit ist, daß das konzept gar keinen sinn hat…
Da lerne ich lieber
die Gebärdensprache als Nicht-Taub-Stummer! Oder von mir aus
Hieroglyphenschrift oder so.
ist sicher auch interessant… aber beides schwerer zu erlernen und wesentlich spezifischer als esperanto (ich weiß nicht, ob du es weißt, aber es gibt viele unabhängig voneinander existierende und einander zum teil recht unähnliche gebärdensprachen - kannst du eine, kannst du die anderen noch lange nicht).
Das ist allesamt noch nützlicher
als Esperanto!!
was definierst du als nützlich?
eine sprache zu erlernen ist immer nützlich, weil das deinen geistigen horizont erweitert. in diesem punkt gehört esperanto zu den besten alternativen, da wirklich leicht zu erlernen.
eine sprache ist nützlich, wenn du sie als kommunikationsmittel verwenden kannst. da die meisten esperantosprecher gut organisiert sind, ist es wesentlich leichter, einen in einem beliebigen land der erde zu finden, als einen deutschsprecher.
Ich habe mir die drei Minuten Zeit genommen, um mich mal auf
Esperanto.de umzuschauen. Also die pro-Argumente lassen sich
doch leicht entkräften.
die argumente sind natürlich einigermaßen subjektiv. sie erheben nicht den anspruch, jeden einzelnen zum esperantolernen zu bewegen. du kannst sie für dich persönlich entkräften, aber nicht für alle… also versuchs bitte erst gar nicht.
Die Sprache hat ja nur noch den
Anspruch - wenigstens lese ich das so auf dieser Seite (quer)
- daß sich die Leute zusammenrotten, um ein bisschen Esperanto
zu radebrechen, oder sich gegenseitig beim Lernen helfen etc.
von zusammenrotten kann keine rede sein, höchstens mal kurz besuchen… das ist ja das schöne an esperanto: du kannst zu einer gruppe gehören, die nicht an nationalität, geographische nähe, politische gesinnung oder sonst was gehört. so gesehen ist esperanto ein hobby wie briefmarkensammeln. und für manche eben etwas mehr…
Da wird ja noch nicht mal mehr der Anspruch erhoben, die
Sprache als Alternative oder Idee einer Weltsprache zu sehen.
diese idee gibt es schon, nur ist das kein deklariertes ziel… esperanto hat was mit freiheit zu tun, und freiheit verträgt sich nicht wirklich damit, jedem auf der welt eine uniformität aufzwingen zu wollen. sollte sich jeder von sich aus dazu entscheiden, ok. wenn nicht - auch ok.
eine tatsächliche weltsprache, die von jedem gesprochen wird, hätte wiederum alle nachteile, die die natürlich entstandenen sprachen dieser welt haben: sie würde von manchen als muttersprache gesprochen werden, sie würde sich in dialekte aufteilen, sie würde sich verändern, sie würde von irgendwem verreinnahmt werden usw. - so gesehen ist es also gar nicht so schlecht, daß nicht jeder esperanto spricht. aber wer das will, kann das tun, und er gewinnt dabei meines erachtens wesentlich mehr, als bei vielen anderen sprachen.