Esperanto?!

warum fällt es dir nicht auf, daß du dich hier widersprichst?
die argumente, mit denen du die lateinische schrift als
kompromiß rechtfertigst und die erfindung einer neuen als
überflüssig, unpraktikabel usw. darstellst, kann man ebenso
dazu verwenden, englisch als kompromiß zu rechtfertigen und
esperanto als überflüssig und unpraktikabel zu deklarieren.

außerdem müßte dann
jeder esperantosprecher eine neue schrift erlernen.

da chinesisch, russisch, arabisch und hindi unter den
meistgesprochenen sprachen überhaupt sind und diese gebiete
milliarden einwohner haben, gehe ich mal grob davon aus, daß
die mehrheit der weltbevölkerung eine andere als die
lateinische schrift schreibt und liest. ein globaler
esperantolerner muß also sehr wohl eine neue schrift lernen.
dazu kommt, daß mit dem esperanto die gesamte
druckwerkproduktion auf europäische standards „gezwungen“
wird. weißt du wie bücher aussehen, die nicht von links nach
rechts gelesen werden? manche werden sogar von oben nach unten
gelesen!

Wiedermal so ein absurdes Argument deinerseits. Merkst du nicht, dass das, was du schreibst, Käse ist und gar keinen Sinn ergibt?
Fast jeder zivilisierte Mensch auf der Welt beherrscht die Lateinschrift. Daran kannst du nicht rütteln. Jeder Chinese der nicht grad im tiefsten Xinjiang oder wo lebt, beherrscht die lateinische Schrift, schon der Pīnyīn-Umschrift wegen. Russen können praktisch alle Latein, bei Arabern und Hindus mag der Prozentsatz vielleicht etwas niedriger liegen, aber wenn du dir mal überlegst, wer überhaupt vom Zugang her in der Lage ist, Esperanto durch irgendwen oder irgendwas zu lernen, dann können diese Leute praktisch alle die Lateinschrift lesen, egal ob Chinese, Hindu, oder sonstwer.
Bücher die von rechts nach links laufen, oder von oben nach unten, werden halt andersrum gedruckt, das kannst du sicher gut nachvollziehen. Drucktechnisch gibt’s da keine Schwierigkeiten. Und in der Mongolei (wo man mal früher abwärts schrieb) ist schon seit längerem die kyrillische Schrift Mode.
Aber wie gyuri schon formulierte: Schreib’s ruhig auf arabischen Buchstaben, oder erfinde selbst was. Nur ist die Idee nicht wirklich tragfähig.

http://www2.ignatius.edu/faculty/turner/languages.htm

  • eine andere existierende schrift übernehmen: wäre weit
    weniger neutral, weil keine andere in frage kommende schrift
    von annähernd so vielen menschen beherrscht wird.

nun entschuldige daß ich jetzt lachen muß. dasselbe argument
kann man für englisch anführen: eine andere existierende
SPRACHE als englisch übernehmen (zb. esperanto) wäre weit
weniger neutral, weil keine andere in frage kommende SPRACHE
von annähernd so vielen menschen beherrscht wird.

Da magst du irgendwie nicht ganz Unrecht haben. Aber wann siehst du denn endlich ein, dass Esperanto sich nicht als Gegner des Englischen ansieht, sondern als gutgemeinte Alternative?
Esperanto behauptet keine 100%ige Neutralität von sich, sowas ist albern und praktisch nicht durchsetzbar. Sogar Klingonisch ist nicht 100% neutral.

  • eine schrift aus verschiedenen existierenden schriftsystemen
    zusammenzimmern: das wäre in der tat habwegs neutral und
    gerecht… und die typographen würden schimpfen…

esperanto wurde zusammengezimmert!

mit dem schriftargument kann man jeden esperantisten dazu
bringen, sich selbst zu widerlegen. die lateinische schrift
ist nämlich dem europäer als das einzig denkbare derart
eingebrannt, daß dieses argument die klassischen „wir
dominieren die welt, unseres ist weltweit die norm“-argumente
zum vorschein bringt, die grade zuvor noch am beispiel des
englischen bekämpft worden sind.

Erzähl uns noch so einen… gyuri hat dir die Alternativen für die Schriftauswahl dargelegt. Ich kann die nur bestätigen:
a) Alle lernen 'ne neue Schrift. Dann könnte sich Esperanto erst recht nicht durchsetzen.
b) Man sucht sich wahllos Buchstaben aus allen existierenden Alphabeten aus. Dαס вæरे ஔಖ ดოოཕ, Ⴍد俄ր?
c) Man wählt das Alphabet, dass die meisten Bewohner der Erde ohnehin schon prima schreiben und lesen können: das Lateinische.

1 „Gefällt mir“

nachdem du dich mit dem agglutinierenden typ ein bißchen blamiert hast, schießt du dich jetzt auf die schrift ein… deine agrumentation, sofern man die überhaupt so nennen kann, ist ziemlich inkonsequent und unlogisch…

warum fällt es dir nicht auf, daß du dich hier widersprichst?

die widersprüche entstehen, wie bereits mehrmals festgehalten, in deinem kopf.

ich würde gern nochmal (hoffentlich ein letztes mal?) einige dinge kurz zusammenfassen:

esperanto ist ein angebot. es wird niemandem etwas aufgezwungen, es ist niemand auf der welt gezwungen, esperanto zu lernen (gut, vielleicht gibt es familien, in denen es üblich ist, aber dafür kann die sprache nichts).
esperanto ist eine leicht zu erlernende und mehr oder weniger neutrale sprache, die außerdem niemandem gehört und daher nicht als macht- oder druckinstrument eingesetzt werden kann (klarerweise könnte trotzdem irgendwer irgendwo auf die idee kommen, esperanto als einzige amtssprache einzuführen, aber das ist auch wieder nicht die schuld der sprache).
esperanto ist nicht vollkommen neutral, weil das gar nicht geht. das war aber nie sinn der sache. esperanto unterscheidet sich aber von jeder anderen sprache zumindest so sehr, daß niemand esperanto als sein (geistiges oder kulturelles) eigentum betrachten und mißbrauchen kann.
esperanto ist keine ideologie. klarerweise transportiert esperanto die werte der sprecher, und die sind wohl in der regel (ausnahmen gibt es überall) aufgeschlossen, offen und kontaktfreudig. ja, es gibt wohl auch kommunisten unter ihnen - das ist auch wieder nix, was an der sprache liegt.

alle bisher von dir angeführten widersprüche sind daraus entstanden, daß du diese fakten mißinterpretiert oder einfach ignoriert hast. damit stellst du kein armutszeugnis über esperanto aus, sondern… über dich selbst. jedes einzelne mal. was ich schade finde - aber bitte.

die argumente, mit denen du die lateinische schrift als
kompromiß rechtfertigst und die erfindung einer neuen als
überflüssig, unpraktikabel usw. darstellst, kann man ebenso
dazu verwenden, englisch als kompromiß zu rechtfertigen und
esperanto als überflüssig und unpraktikabel zu deklarieren.

der unterschied ist: die lateinische schrift ist ein aspekt der sprache, und zwar ein aspekt, den viele andere sprachen mit esperanto teilen. natürlich nicht alle, da hast du recht - aber eben viele.
es gibt ja auch millionen analphabeten auf der welt - welche schrift würdest du denn empfehlen, um die nicht auszugrenzen?
englisch hingegen ist eine sprache, die ein in keiner hinsicht neutrales gebilde aus schrift, vokabular (und damit inhalten), grammatik (und damit einer bestimmten denkweise), phonetik, kultur, politik usw. darstellt. der vergleich hinkt.

du wirst immer etwas finden, womit du die neutralität von esperanto schmälern kannst - ist ja auch nicht schwer, denn esperanto ist nicht vollkommen neutral und will es auch nicht sein. wenn dich das stört, wie gesagt: dein problem.

da chinesisch, russisch, arabisch und hindi unter den
meistgesprochenen sprachen überhaupt sind und diese gebiete
milliarden einwohner haben, gehe ich mal grob davon aus, daß
die mehrheit der weltbevölkerung eine andere als die
lateinische schrift schreibt und liest. ein globaler
esperantolerner muß also sehr wohl eine neue schrift lernen.

da die meisten menschen dieser welt deiner aussage nach sowieso englisch als zweitsprache sprechen, dürfte die schrift das geringste problem sein… die vorherrschaft des englischen in kultur, wissenschaft und technik hat längst dafür gesorgt, daß das lateinische alphabet, so europazentriert es ursprünglich auch gewesen sein mag, längst zu einem weltweiten standard geworden ist. wieso sollte eine ernstzunehmende sprachliche alternative sich nicht ebenfalls dieser schrift bedienen dürfen?
(aber nochmal der hinweis: wenn du eine bessere idee hast, wird sie von den esperantisten viel eher angenommen werden, als von den sprechern jeder anderen beliebigen sprache, da bin ich mir ganz sicher).

dazu kommt, daß mit dem esperanto die gesamte
druckwerkproduktion auf europäische standards „gezwungen“
wird. weißt du wie bücher aussehen, die nicht von links nach
rechts gelesen werden? manche werden sogar von oben nach unten
gelesen!

stell dir vor, das ist mir alles bewußt… und wie lautet nun deine empfehlung? sollen wir alle anderen schriften und druckstandards berücksichtigen, oder keine? was ist deines erachtens neutraler?

nun entschuldige daß ich jetzt lachen muß. dasselbe argument
kann man für englisch anführen: eine andere existierende
SPRACHE als englisch übernehmen (zb. esperanto) wäre weit
weniger neutral, weil keine andere in frage kommende SPRACHE
von annähernd so vielen menschen beherrscht wird.

ja, nur geht es bei esperanto nicht um übernehmen im sinne von ersetzen. esperanto ist eine zusätzliche alternative. das erlernen und die verwendung von esperanto schließt nicht aus, daß du auch andere sprachen sprichst… im gegenteil, esperanto hilft dir sogar beim erlernen neuer sprachen, weil dir aufgrund der wirklich transparenten struktur einige zusammenhänge bewußt werden, die beim lateinlernen verborgen bleiben.

esperanto wurde zusammengezimmert!

ja, und? worauf willst du damit hinaus?
esperanto wurde zusammengezimmert, indem verschiedene aspekte verschiedener sprachen hergenommen und sinnvoll vereinigt wurden. das bedeutet nicht, daß alle aspekte in sich auch zusammengezimmert werden müssen… im gegenteil, eine zusammengezimmerte schrift wäre alles andere als praktikabel oder sinnvoll. beim vokabular funktioniert es (und ist in jeder existierenden sprache von natur aus so), bei anderen dingen eben nicht.

mit dem schriftargument kann man jeden esperantisten dazu
bringen, sich selbst zu widerlegen.

aso? dann mach mal…

die lateinische schrift
ist nämlich dem europäer als das einzig denkbare derart
eingebrannt, daß dieses argument die klassischen „wir
dominieren die welt, unseres ist weltweit die norm“-argumente
zum vorschein bringt, die grade zuvor noch am beispiel des
englischen bekämpft worden sind.

hmm…
esperanto bekämpft nicht englisch. als esperanto erfunden wurde, gab es diese weltweit spürbare dominanz von englisch noch gar nicht.
esperanto bietet eine alternative, so wie linux eine alternative zu windows oder LaTeX eine alternative zu word bietet… ziel ist nicht die zerstörung eines gegners, sondern die bereicherung der landschaft um einen zusätzlichen, für viele sinnvollen mitspieler.
im gegensatz zu englisch ist esperanto weder mit macht- noch mit wirtschaftlichen interessen verbunden. die verwendung einer bestimmten schrift ist eine aus der sicht des erfinders praktikable lösung, die jeder einzelne mit einem sinnvollen gegenvorschlag verändern könnte. interessanterweise gibt es aber meines wissen mehr esperantisten in südamerika oder in asien als in europa - so schlimm kann also die böse kulturelle dominanz der lateinischen schrift also gar nicht sein…

***************************************

ich würde gern (als abschluß?) folgendes festhalten:
du hast recht, es gibt keine für alle gleichermaßen geltenden argumente, esperanto zu lernen. das hat auch niemand behauptet (die argumente, die angeführt werden, gelten für menschen, die gern eine neue sprache lernen würden und jetzt überlegen, welche).
aber: es gibt ebensowenig für alle gleichermaßen geltenden argumente, die dagegen sprechen, daß jemand, der esperanto lernen möchte, dies tun soll.
die ganze diskussion ist also vollkommen unsinnig, weil du aufgrund deiner (subjektiven und für mich als deine persönliche meinung vollkommen akzeptablen) meinung versuchst, objektive argumente gegen esperanto zu finden. was dir nicht gelingt.
hättest du nicht angefangen, in deiner verzweiflung (woher die kommt, frag ich mich echt) irgendwelche lügen zu verbreiten, hätte ich gar nicht mehr mitdiskutiert. und ich scheine nicht der einzige zu sein, der jede einzelne deiner pseudoargumente als unbrauchbar einstuft. lassen wir die diskussion lieber, wir haben wohl beide etwas besseres zu tun. keine sorge, ich werde niemanden gegen seinen willen bekehren, das böse machtinstrument der europäischen kommunisten zu übernehmen, aber du sei bitte so lieb, und rede niemandem aus, seinen horizont zu erweitern. gut?

4 „Gefällt mir“

ich lache mich tot !! merkt ihr denn nicht was ihr da schreibt??

Fast jeder zivilisierte Mensch auf der Welt beherrscht die
Lateinschrift.

ja, wegen der kulturellen vorherrschaft der europäer und dem kolonialismus. die zivilsation schreibt lateinisch, die wilden schreiben was anderes. jeder wilde, der was auf sich hält, muß gefälligst lateinisch schreiben lernen.

aus demselben grund beherrscht auch jeder zivilisierte mensch englisch. ha ha.

Daran kannst du nicht rütteln. Jeder Chinese
der nicht grad im tiefsten Xinjiang oder wo lebt, beherrscht
die lateinische Schrift

merkst du nicht, daß du hier koloniale herrenmenschendiktion benutzt? jeder wilde, wenn er nicht dunkelsten hintersten busch wohnt, beherrscht englisch. man könnte auch sagen: jeder primitive buschneger.

so, jetzt muß ich aufhören, da ich lachen muß.

gruß
dataf0x

jetzt windest du dich nur mehr. oder du hast es bis jetzt nicht kapiert, daß du deine eigene ideologie ad absurdum geführt hast.

zwei argumente bringen die esperantisten:

  1. esperanto ist neutral und zwingt niemandem eine kultur auf.

  2. esperanto ist für alle gleichermaßen neu. daher gibt es keine muttersprachler, die einen vorteil hätten.

ad 1.

ich habe deutlich anhand von argumenten gezeigt, daß die lateinische schrift, in der das esperanto geschrieben wird, von der mehrheit der weltbevölkerung nicht als mutterschrift geteilt wird.

ich habe dann gefragt, warum für esperanto nicht eine neue schrift erfunden wurde, da es ja eine neutrale sprache sein will.

die antwort der esperantisten war, daß eine neue schrift überflüssig wäre, da die meisten ohnehin lateinisch schreiben und lesen könnten.

daraus folgt - mit den argumenten der esperantisten selbst - daß die einführung einer neuen sprache überflüssig ist, da die meisten ohnehin schon englisch können.

ad 2.

außerdem habe ich gezeigt, daß durch die lateinische schrift ein ungleichgewicht entsteht zwischen lateinischen mutterschriftlern und solchen, die es nicht sind. (eine neue schrift lernen ist langwierig und bedeutet meistens einen lebenslangen nachteil).

daraus folgt, daß esperanto weder kulturneutral ist noch ein lerngleichgewicht erzeugt.

bummer kann ich nur sagen. das war ein griff ins klo.

gruß
dataf0x

jetzt windest du dich nur mehr. oder du hast es bis jetzt
nicht kapiert, daß du deine eigene ideologie ad absurdum
geführt hast.

au ja, du hast vollkommen recht. meine „ideologie“… :wink:
so sehr ich mich auch winde, habe ich es bisher nicht nötig gehabt, deine „argumente“ einfach so zu ignorieren und dauernd das thema zu wechseln.

  1. esperanto ist neutral und zwingt niemandem eine kultur auf.

anders wäre richtiger: esperanto ist neutraler als andere sprachen und zwingt niemandem irgendwas auf (da esperanto generell freiwillig erlernt wird).

  1. esperanto ist für alle gleichermaßen neu. daher gibt es
    keine muttersprachler, die einen vorteil hätten.

esperanto ist für alle neu, aber klarerweise nicht für alle gleichermaßen, da dies praktisch nicht möglich wäre.
muttersprachler haben natürlich einen vorteil… und du kannst deine kinder auch muttersprachlich erziehen… es geht vielmehr darum, daß esperanto keine landessprache ist und daher nicht politisch, wirtschaftlich oder kulturell mißbraucht wird, was fremden sprechern einen nachteil bescheren würde.

ich habe deutlich anhand von argumenten gezeigt, daß die
lateinische schrift, in der das esperanto geschrieben wird,
von der mehrheit der weltbevölkerung nicht als mutterschrift
geteilt wird.

du hast diese vermutung geäußert, ohne genaue zahlen zu nennen… von einer mutterschrift zu sprechen ist sowieso etwas weit hergeholt, weil man schreiben nicht mit der muttermilch verabreicht bekommt, sondern in der regel ab einem gewissen alter im laufe der schulischen sozialisation erlernt - und meines wissens gibt es etliche schulsysteme, die die lateinische schrift parallel zu der originalschrift des landes unterrichten.
aber selbst wenn du recht hast (kann ja sein, ich bin kein erbsenzähler), dürfte die lateinische schrift dennoch die „mutterschrift“ mit der größten verbreitung sein, weil die von dir angenommene merheit ganz viele verschiedene schriftsysteme hat.
UND???

ich habe dann gefragt, warum für esperanto nicht eine neue
schrift erfunden wurde, da es ja eine neutrale sprache sein
will.

weil
a) esperanto nicht auf teufel komm raus absolut und von jedem standpunkt aus gesehen objektiv und vollkommen neutral sein will (und ich glaube, jeder außer dir erkennt auf den ersten blick, daß solch ein anspruch auch nicht haltbar wäre) und
b) esperanto nicht nur mehr oder weniger neutral, sondern in erster linie auch einfach sein will, und dem eine neu erfundene schrift etwas entgegenwirkt, sowie
c) eine schrift für irgendwelche klugscheißer auch nicht absolut und vollkommen neutral sein könnte, weil vielleicht die statistische verteilung der geraden und der gebogenen striche usw. die kulturelle vorherrschaft einer ihre ideologie durchsetzen wollenden gemeinschaft bedeuten könnte.

die antwort der esperantisten war, daß eine neue schrift
überflüssig wäre, da die meisten ohnehin lateinisch schreiben
und lesen könnten.

nö. die antwort kannst du einen absatz weiter oben lesen. was du schreibst, hat natürlich den erfinder der sprache beeinflußt, war aber kein „ideologisches argument“.

daraus folgt - mit den argumenten der esperantisten selbst -
daß die einführung einer neuen sprache überflüssig ist, da die
meisten ohnehin schon englisch können.

daraus folgt, daß jede sprache außer englisch überflüssig ist, oder nicht?
du machst einen entscheidenden denkfehler: die schrift ist ein aspekt einer sprache, und zwar ein aspekt, bei dem einen konsens geben muß, damit keine verwirrung entsteht. die anzahl der sprachen, die du beherrschen darfst, ist hingegen nicht beschränkt, im gegenteil: es erweist sich als sinnvoll, mehrere sprachen zu sprechen. daher kann man das argument, man müsse sich bei der erfindung einer sprache für eine schrift entscheiden, nicht darauf umlegen, daß man also nur eine einzige sprache zu sprechen bräuchte.

außerdem habe ich gezeigt, daß durch die lateinische schrift
ein ungleichgewicht entsteht zwischen lateinischen
mutterschriftlern und solchen, die es nicht sind. (eine neue
schrift lernen ist langwierig und bedeutet meistens einen
lebenslangen nachteil).

nun gut.
ein franzose kennt die lateinische schrift, spricht aber in der regel nur flektierende sprachen - ein gänzlich neues konzept (die agglutination) zu erlernen ist auch ein gewisser nachteil.
ein finne kennt auch die lateinische schrift und spricht selbst eine agglutinierende sprache, dafür kennt er womöglich die ganzen wörter, die aus romanischen und slawischen sprachen stammen, nicht.
manch einen treffen vielleicht gleich mehrere dieser nachteile… das leben ist unfair. aber de facto hat niemand alle vorteile auf seiner seite (es sei denn, er ist sowieso mehrsprachlich erzogen worden).
der vergleich hinkt hier trotzdem auch, denn während man eine sprache wirklich von klein auf erlernt, setzt man sich mit der schrift normalerweise erst ab schulalter auseinander. so gesehen müßten spracheliche umstellungen schwerwiegender sein, als schriftliche. oder nicht?
aber nochmal: niemand behauptet, daß esperanto gar kein ungleichgewicht erzeugt. aber eben weniger, als andere sprachen.

daraus folgt, daß esperanto weder kulturneutral ist noch ein
lerngleichgewicht erzeugt.

nicht absolut, nein - in diesem punkt hast du recht. das hat auch nie jemand behauptet… aber esperanto ist im vergleich zu anderen sprachen um welten kulturneutraler und weit weniger lernintensiv, sodaß da das ungleichgewicht auch viel weniger zu tragen kommt.

bummer kann ich nur sagen. das war ein griff ins klo.

vergiß nicht, deine hände zu waschen!

2 „Gefällt mir“

ja, wegen der kulturellen vorherrschaft der europäer
und dem kolonialismus.

ja ok. und?
vielleicht sollten wir auch nicht vergessen, daß ein teil der infrastruktur in vielen asiatischen und afrikanischen ländern durch die kolonialmächte errichtet wurde. heißt das, wir sollten auf die dortigen straßen verzichten?
manches ist nun mal vorhanden, auch wenn es mit falschen mitteln und durch falsche motivation erschaffen worden ist. brauchbar kann es trotzdem sein…

merkst du nicht, daß du hier koloniale
herrenmenschendiktion
benutzt?

interessant, daß du esperantisten nun koloniale herrenmenschenideologie in die schuhe schieben willst, wo du dich doch erst vor ein paar tagen über das linksradikale gedankengut ausgelassen hast. eine links-rechte weltverschwörung?

ich verrate dir was: es ist sehr befreiend, nicht nur in solchen schubladen denken zu können. versuchs vielleicht mal…

1 „Gefällt mir“

So langsam macht’s echt keinen Sinn und Spaß mehr, mit dir zu „diskutieren“, wenn du nicht mal mehr zu formalen Antworten fähig bist, sondern alles mit deiner Meinung zu belegen versuchst. Deine engstirnige Sichtweise macht’s irgendwie unmöglich, dir was zu sagen. Erkundige dich mal, wie die Welt so läuft, und stell’ hier nicht wilde Behauptungen ohne Hand und Fuß auf. Was nicht deiner Vorstellung entspricht, wird ja anscheinend von dir grundlegend verdammt.

Deine künstlichen „Lachanfälle“ machen dich auch nicht wirklich glaubwürdiger. Hat eher den umgekehrten Effekt: Sie wirken lächerlich.

  • André
1 „Gefällt mir“

anders wäre richtiger: esperanto ist neutraler als andere
sprachen und zwingt niemandem irgendwas auf (da esperanto
generell freiwillig erlernt wird).

das „aufzwingen von kulturellen hintergründen“ hast DU ins spiel gebracht, bzw. die esperantisten. daß englisch eine gesamte kultur im schlepptau mitbringt, wird von den esperantisten als ein argument FÜR esperanto gebraucht.

du hast diese vermutung geäußert, ohne genaue zahlen zu
nennen…

ich habe einen LINK gepostet, in dem die weltweit häufigsten sprachen aufgelistet waren. darunter waren chinesisch, hindi, russisch und arabisch unter den top10 - alles ohne lateinische schrift!

von einer mutterschrift zu sprechen ist sowieso
etwas weit hergeholt, weil man schreiben nicht mit der
muttermilch verabreicht bekommt

dann sprichst du auch nicht von einer muttersprache? selbstverständlich gibt es eine mutterschrift - es ist die ERSTE schrift, die man als kind lernt. am schriftbild von erwachsenen kann man erkennen, ob ein bestimmtes alphabet als erste schrift erlernt wurde (mit 4-8 jahren ca.) oder später als zweites, bzw. wie lange man schon diese schrift schreibt.

beim lesen ist es noch krasser. das erste alphabet lernt man zu 100%. jedes folgende wird niemals dieselbe selbstverständlichkeit erreichen - man bleibt immer „funktionaler analphabet“. symptome sind: versagen bei streß, verwechseln von selteneren wörtern mit häufigeren, angst vor situationen, in denen man öffentlich schreiben muß (formulare bei der bank usw.)

daß du davon keine ahnung haben KANNST ist nicht dein fehler. es zeigt aber, daß du dir keine großen gedanken darüber gemacht hast, welche bedingungen eine wirklich neutrale sprache erfüllen müßte.

sondern in der regel ab einem
gewissen alter im laufe der schulischen sozialisation erlernt

richtig.

  • und meines wissens gibt es etliche schulsysteme, die die
    lateinische schrift parallel zu der originalschrift des landes
    unterrichten.

ich kann nur aus meiner eigenen erfahrung sprechen: hier lernen alle kinder in der grundschule hebräisch lesen und schreiben, und erst ein paar jahre später ENGLISCH - im zuge dessen natürlich auch die schrift. ein israeli, der als solcher geboren worden ist, schreibt anders auf englisch als jemand, der in europa mit lateinischen buchstaben aufwuchs.

aber selbst wenn du recht hast (kann ja sein, ich bin kein
erbsenzähler), dürfte die lateinische schrift dennoch die
„mutterschrift“ mit der größten verbreitung sein, weil die von
dir angenommene merheit ganz viele verschiedene schriftsysteme
hat.
UND???

du merkst es nicht, oder??? ja das stimmt, lateinisch ist die am weitesten verbreitet schrift - sowohl als erste schrift als auch als zweitschrift. warum? weil englisch die am meisten verbreitete SPRACHE ist, sowohl als erstsprache als auch aus zweitsprache!

das erfinden einer neuen schrift ist überflüssig, ebenso wie das erfinden einer neuen sprache.

b) esperanto nicht nur mehr oder weniger neutral, sondern in
erster linie auch einfach sein will, und dem eine neu
erfundene schrift etwas entgegenwirkt

wenn man eine einfache sprache erfinden kann, dann auch eine einfache schrift. ich hätte da ein paar ideen… übrigens: diese slawischen akzente sind jedenfalls nicht nur kulturell belastet sondern auch noch im internationalen computerschriftverkehr unbrauchbar.

daraus folgt, daß jede sprache außer englisch überflüssig ist,
oder nicht?

jede andere zweitsprache - JA!

du machst einen entscheidenden denkfehler: die schrift ist ein
aspekt einer sprache, und zwar ein aspekt, bei dem einen
konsens geben muß, damit keine verwirrung entsteht.

dasselbe gilt für die sprache selbst :wink:

die anzahl
der sprachen, die du beherrschen darfst, ist hingegen nicht
beschränkt, im gegenteil: es erweist sich als sinnvoll,
mehrere sprachen zu sprechen. daher kann man das argument, man
müsse sich bei der erfindung einer sprache für eine schrift
entscheiden, nicht darauf umlegen, daß man also nur eine
einzige sprache zu sprechen bräuchte.

richtig. mein argument zielte aber auf etwas adneres ab. es ging mir um den grundgedanken, der hinter der erfindung einer neuen sprache steht.

gruß
dataf0x

interessant, daß du esperantisten nun koloniale
herrenmenschenideologie in die schuhe schieben willst, wo du
dich doch erst vor ein paar tagen über das linksradikale
gedankengut ausgelassen hast.

du bist merkbefreit.

ich habe lediglich dir vorgeführt, wie absurd das esperantodenken ist. ich selbst bin selbstverständlich der meinung, daß man vorhandenes nutzen sollte (wie zb. englischkenntnisse) und daß der kolonialismus auch fortschritt gebracht hat.

gruß
dataf0x

das „aufzwingen von kulturellen hintergründen“ hast DU ins
spiel gebracht, bzw. die esperantisten. daß englisch eine
gesamte kultur im schlepptau mitbringt, wird von den
esperantisten als ein argument FÜR esperanto gebraucht.

ja, und?
es ist ein argument für eine sinnvolle ergänzung, nicht für die alleinige verwendung von esperanto als weltweite kommunikationssprache - wo liegt das problem?

ich habe einen LINK gepostet, in dem die weltweit häufigsten
sprachen aufgelistet waren. darunter waren chinesisch, hindi,
russisch und arabisch unter den top10 - alles ohne lateinische
schrift!

du hast einen link gepostet, wo unter anderem drei verschiedene, einander zum teil ziemlich widersprechende aufstellungen der 11 bzw. 13 meistgesprochenen erstsprachen dieser welt aufgelistet waren. danach scheint die lateinische schrift tatsächlich weit weniger als 50% auszumachen. die frage ist nur, wie die liste weitergeht, wo man überall lateinische schrift parallel zu einer anderen schrift von anfang an dazulernt und wie hoch der analphabetenanteil der entsprechenden sprachen ist. dein link untermauert deine vermutung gewissermaßen, ist aber noch lange kein schlüssiger beweis. aber wie bereits gesagt, das tut eigentlich nichts zur sache.

dann sprichst du auch nicht von einer muttersprache?

doch - denn mit sprache hat das kind von anfang an kontakt.

selbstverständlich gibt es eine mutterschrift - es ist die
ERSTE schrift, die man als kind lernt. […]
das erste alphabet lernt man
zu 100%. jedes folgende wird niemals dieselbe
selbstverständlichkeit erreichen - man bleibt immer
„funktionaler analphabet“.

bist du sicher, daß ein chinese die chinesische schrift zu 100% beherrscht, sich bei der lateinischen aber schwertut?
und du meinst, die ideale lösung wäre, wenn bei esperanto alle gleichermaßen funktionale analphabeten wären?

symptome sind: versagen bei streß,
verwechseln von selteneren wörtern mit häufigeren, angst vor
situationen, in denen man öffentlich schreiben muß (formulare
bei der bank usw.)

wie gut, daß du mit esperanto sehr selten in solche streßsituationen kommst…

daß du davon keine ahnung haben KANNST ist nicht dein fehler.

wer sagt denn, daß ich keine ahnung davon habe? ich habe auch russisch gelernt als kind… die schrift war für mich immer das kleinste problem…

es zeigt aber, daß du dir keine großen gedanken darüber
gemacht hast, welche bedingungen eine wirklich neutrale
sprache erfüllen müßte.

hatte ich auch nie vor, denn eine wirklich neutrale sprache wäre alles andere als praktisch oder sinnvoll… sofern überhaupt möglich.

ich kann nur aus meiner eigenen erfahrung sprechen

tja, das ist unter anderem das problem…
du kannst von israel nicht auf den rest der welt schließen - mancherorts ist es ganz anders.

du merkst es nicht, oder??? ja das stimmt, lateinisch ist die
am weitesten verbreitet schrift - sowohl als erste schrift als
auch als zweitschrift. warum? weil englisch die am meisten
verbreitete SPRACHE ist, sowohl als erstsprache als auch aus
zweitsprache!

interessant, ich hab da grad vorhin noch einen link gesehen, da war mandarin weit vor englisch mit mehr als doppelt so vielen zusammengezählten erst- und zweitsprechern…
aber inzwischen habe ich den zusammenhang zu der schriftlichkeit von esperanto verloren…

das erfinden einer neuen schrift ist überflüssig, ebenso wie
das erfinden einer neuen sprache.

so wie das erfinden neuer technologien, das erfinden neuer kunstformen, …
nochmal: eine sprache hat in der regel eine schrift (ja, ich kenne auch ausnahmen). deshalb ist die erfindung einer neuen schrift und das ersetzen der alten schrift überflüssig, wenn nicht irgendwelche wichtigen gründe dafür sprechen…
das erfinden von dingen, die aber nichts anderes ausschließen, verdrängen oder ersetzen, ist nicht objektiv gesehen überflüssig, weil es die welt bereichert - auch wenn du das nicht merkst. für dich mag es überflüssig sein, für andere ist es das nicht.
deine vergleiche sind immer ein bißchen weit hergeholt.

wenn man eine einfache sprache erfinden kann, dann auch eine
einfache schrift. ich hätte da ein paar ideen…

wie oft soll ich dir noch sagen, daß du es gern tun kannst? selbst wenn deine schrift nicht großflächig übernommen wird, stellt sie eine gewisse bereicherung dar.
(aber ich wette mit dir, da kommt dann auch irgendein schlaumeier her und beweist dir schlüssig, daß sie nicht vollkommen neutral ist - im schlimmsten fall mach ich es selbst.)

diese slawischen akzente sind jedenfalls nicht nur kulturell
belastet sondern auch noch im internationalen
computerschriftverkehr unbrauchbar.

naja, nicht unbrauchbarer als ü, è, ð, ę, þ, å, ł, ñ, æ, ø und andere.
interessanterweise kann ich allerdings die „slawischen akzente“ nicht erkennen, denn esperanto verwendet nur den sogenannten zirkumflex (^), der neben esperanto eigentlich nur im französischen und sowie im chichewa (eine bantu-sprache) verwendet wird. was du meinst, ist genau das gegenteil, nämlich das sogenannte hatschek, das zwar bei weitem nicht in allen slawischen sprachen vorkommt, aber auch unter anderem im (ach so slawisch beeinflußten) pinyin verwendet wird.
mal wieder gut aufgepaßt…

jede andere zweitsprache - JA!

wieviele sprachen sprichst du selbst?

dasselbe gilt für die sprache selbst :wink:

was? es darf nur eine einzige sprache geben, damit keine verwirrung herrscht?

richtig. mein argument zielte aber auf etwas adneres ab. es
ging mir um den grundgedanken, der hinter der erfindung einer
neuen sprache steht.

ok, ich seh schon das problem: du kannst nicht nachvollziehen, wieso irgendjemand eine neue sprache erfindet, und hältst das ergebnis daher von vorne herein für schlecht. oder hab ich mal wieder was falsch verstanden?

ich fands schade, daß du auf mein angebot eines schlußwortes nicht eingegangen bist - entweder hattest du keine argumente dagegen und deswegen mal wieder ignoranz walten lassen, oder du willst einfach nicht diese diskussion beenden. na gut, wie du magst.

1 „Gefällt mir“

anders wäre richtiger: esperanto ist neutraler als andere
sprachen und zwingt niemandem irgendwas auf (da esperanto
generell freiwillig erlernt wird).

das „aufzwingen von kulturellen hintergründen“ hast DU ins
spiel gebracht, bzw. die esperantisten. daß englisch eine
gesamte kultur im schlepptau mitbringt, wird von den
esperantisten als ein argument FÜR esperanto gebraucht.

du hast diese vermutung geäußert, ohne genaue zahlen zu
nennen…

ich habe einen LINK gepostet, in dem die weltweit häufigsten
sprachen aufgelistet waren. darunter waren chinesisch, hindi,
russisch und arabisch unter den top10 - alles ohne lateinische
schrift!

Na und? Die lateinische Schrift wird von weit mehr Menschen beherrscht, als Chinesisch, Devanagari, Kyrillisch oder Arabisch. Jeder Chinese, Russe, Inder und sicherlich auch Araber lernt natürlich auch die lateinische Schrift in der Schule. Nicht wegen Englisch, nein, sondern weil gerade die Lateinschrift in der Welt so weit verbreitet ist.
Ob du das als Argument wertest oder, wie ich mir denken kann, es wieder aufgrund deiner fehlgeleiteten Antipathien in den Wind schießt, ist letztendlich egal. Fakt ist, dass Esperanto in erster Linie eine einfach zu lernende Sprache verkörpert. Und wenn man dafür erstmal ein fremdes Alphabet lernen muss, schreckt das die meisten Leute erstmal ab.

von einer mutterschrift zu sprechen ist sowieso
etwas weit hergeholt, weil man schreiben nicht mit der
muttermilch verabreicht bekommt

am schriftbild von
erwachsenen kann man erkennen, ob ein bestimmtes alphabet als
erste schrift erlernt wurde (mit 4-8 jahren ca.) oder später
als zweites, bzw. wie lange man schon diese schrift schreibt.

Das ist Blödsinn. Vielleicht mag das in den ersten paar Jahren so sein, ja, aber wenn man eine Schrift erstmal mehrere Jahre schreibt, dann kann man die auch nicht von der „Mutterschrift“ unterscheiden.

beim lesen ist es noch krasser. das erste alphabet lernt man
zu 100%. jedes folgende wird niemals dieselbe
selbstverständlichkeit erreichen - man bleibt immer
„funktionaler analphabet“. symptome sind: versagen bei streß,
verwechseln von selteneren wörtern mit häufigeren, angst vor
situationen, in denen man öffentlich schreiben muß (formulare
bei der bank usw.)

Das stimmt in gewisser Weise. Und ich glaube auch nicht, dass z.B. ein Araber die Lateinschrift immer genauso fließend lesen kann, wie die Arabische. Aber hier widersprichst du dir schon wieder selbst, denn die Entscheidung, ob man nun die Lateinschrift verwendet (die mit guter Näherung jeder potentielle Möchtegern-Esperantist beherrscht), oder eine völlig neue einführt, die auch erstmal gelernt werden muss und die nur für Esperanto zu gebrauchen ist, liegt doch auf der Hand.
Ein Großteil (damit meine ich, weit über 50% der Menschheit) beherrscht die Lateinschrift bereits. Warum also ein neues System einführen? Bei einer Sprache wie Englisch funktioniert das nicht, denn Englisch ist nicht wirklich weltweite Allgemeinbildung, auch wenn es zugegebenermaßen sehr viele Menschen mehr oder weniger gut sprechen. Ein Alphabet und eine Sprache sind nicht wirklich so zu vergleichen, wie du’s dir vielleicht vorstellst.

daß du davon keine ahnung haben KANNST ist nicht dein fehler.
es zeigt aber, daß du dir keine großen gedanken darüber
gemacht hast, welche bedingungen eine wirklich neutrale
sprache erfüllen müßte.

Hör endlich mal auf, ständig nur auf dem Pseudo-Fakt zu pochen, Esperanto sei zu 100% neutral. Das denkst du dir, vielleicht hast du’s mal irgendwo gelesen. Aber das ist gar nicht möglich, wie du sicher selbst weißt. Ich kann genauso gut Klingonisch vorweisen, dass es nicht „neutral“, sondern „europäisch-beeinflusst“ ist, weil es agglutinierend ist und was-weiß-ich nicht noch alles…

  • und meines wissens gibt es etliche schulsysteme, die die
    lateinische schrift parallel zu der originalschrift des landes
    unterrichten.

ich kann nur aus meiner eigenen erfahrung sprechen: hier
lernen alle kinder in der grundschule hebräisch lesen und
schreiben, und erst ein paar jahre später ENGLISCH - im zuge
dessen natürlich auch die schrift. ein israeli, der als
solcher geboren worden ist, schreibt anders auf englisch als
jemand, der in europa mit lateinischen buchstaben aufwuchs.

Verurteilst du Leute, bei denen man erkennt, dass sie nicht in ihrer Mutterschrift schreiben? Ich erkenne auch, ob ein deutscher Text von einem Chinesen oder Japaner geschrieben wurde (aus „Übung“ sozusagen), aber er sieht perfekt und natürlich aus, nur deren Handschriften ähneln sich. Bei Russen wird’s ähnlich sein. Es ist doch nicht so, dass eines Israeli englische Handschrift schlechter aussähe als seine hebräische.
Ich sehe nicht, was dein Argument für einen Sinn macht. Falls dir was neues bei Esperanto einfällt, was du kritisieren kannst, dann bitte. Aber hör mir mit deinem Schriftquark auf, da.

aber selbst wenn du recht hast (kann ja sein, ich bin kein
erbsenzähler), dürfte die lateinische schrift dennoch die
„mutterschrift“ mit der größten verbreitung sein, weil die von
dir angenommene merheit ganz viele verschiedene schriftsysteme
hat.
UND???

du merkst es nicht, oder??? ja das stimmt, lateinisch ist die
am weitesten verbreitet schrift - sowohl als erste schrift als
auch als zweitschrift. warum? weil englisch die am meisten
verbreitete SPRACHE ist, sowohl als erstsprache als auch aus
zweitsprache!

Orh nee… also… ich glaub’s ja nicht. Bist du so anglophob, dass du wirklich glaubst, Englisch allein wäre der Grund, dass die lateinische Schrift so verbreitet ist? Amerika wurde in erster Linie von Spaniern besiedelt. Sie waren es, die damals ihr Alphabet bei den Maya und Azteken einschleppten, nicht Englisch. In Asien waren es zum Teil zwar die Engländer, aber auch die Niederländer (Indonesien/Malaysia), Franzosen (Vietnam) und die Portugiesen, auf den Philippinen waren’s auch die Spanier. In Afrika waren’s vor allem die Niederländer, Franzosen, Portugiesen, Belgier und Deutschen. Die Engländer waren dort gar nicht so sehr am Werk. Die Türkei hat die lateinische Schrift auch nicht von den ach so bösen Engländern übernommen, ähnlich auch die Länder der Ex-Sowjetunion. Ich kann dir gerne mehr darüber erzählen - ich schreibe darüber eine Hausarbeit in Sprach(en)tod (Uni).
Niemand verdammt heute noch England oder Amerika dafür, dass sie dadurch ein anderes Schriftsystem übernommen haben. Deswegen ist es auch sinnlos, auf der Seite irgend eine Neutralität einführen zu wollen. Wann begreifst du das?

das erfinden einer neuen schrift ist überflüssig, ebenso wie
das erfinden einer neuen sprache.

Du verkennst den Unterschied zwischen Schrift und Sprache. Da wir hier den Sinn einer Sprache debattieren, ist die Schrift nur der Mittel zum Zweck. Es entspricht de facto der Wahrheit, zu sagen, dass es bei *fast* allen Menschen von Vorteil ist, wenn Esperanto die lateinische Schrift benutzt.
Fährst du Auto? Wenn du z.B. einen VW fährst, fragst du dich da etwa auch ständig, warum es so viele verschiedene Automarken gibt, wo doch eine reicht? „Es fährt doch eh schon jeder VW.“ Oder noch besser: „Wieso macht man die Autos nicht doppelt so breit? Nicht in allen Ländern gibt’s gleiche Spurbreiten.“
Ähnliche Analogien könnte man bei Spielen bringen, Handies, Uhren, Lehrbüchern, ach… fast allem eigentlich.
Hier nochmal für dich zum Mitkopieren: **Esperanto will NICHT Englisch ersetzen, es will für interessierte Menschen eine ALTERNATIVE Sprache schaffen, die neutraler ist als z.B. Englisch. (man beachte den Komperativ) - bitte sage mir, dass du diesen Punkt verstehst!

b) esperanto nicht nur mehr oder weniger neutral, sondern in
erster linie auch einfach sein will, und dem eine neu
erfundene schrift etwas entgegenwirkt

wenn man eine einfache sprache erfinden kann, dann auch eine
einfache schrift. ich hätte da ein paar ideen… übrigens:
diese slawischen akzente sind jedenfalls nicht nur kulturell
belastet sondern auch noch im internationalen
computerschriftverkehr unbrauchbar.

Nicht unbrauchbar. Wenn du noch einen alten Computer oder ein altes Betriebssystem verwendest, mag’s etwas schwierig sein, ja. Aber es gibt Alternativen. Gängig ist die Ersetzung von „ĉ“ durch „cx“.
Im übrigen sind’s keine slawischen Akzente. Und 5 oder 6 Zeichen sind außerdem kein Grund, über eine ganze Sprache zu urteilen. Vietnamesisch oder Chinesisch wäre demnach noch schwieriger im internationalen Computerschriftverkehr umsetzbar.

daraus folgt, daß jede sprache außer englisch überflüssig ist,
oder nicht?

jede andere zweitsprache - JA!

Das heißt, dass es für dich theoretisch ausreicht, in deinem Falle Deutsch und Englisch zu können, ja? Seh’ ich ja kein Problem mit. Nur warum hast du dann Hebräisch und Griechisch gelernt, und was du noch so kannst?
Mir reichen 2 Sprachen nicht aus, ich will mich nicht nur mit Menschen unterhalten müssen, die (teilweise gebrochenes) Englisch können.

du machst einen entscheidenden denkfehler: die schrift ist ein
aspekt einer sprache, und zwar ein aspekt, bei dem einen
konsens geben muß, damit keine verwirrung entsteht.

dasselbe gilt für die sprache selbst :wink:

Wenn das so sein sollte, dann steht Esperanto Englisch in nichts nach.

die anzahl
der sprachen, die du beherrschen darfst, ist hingegen nicht
beschränkt, im gegenteil: es erweist sich als sinnvoll,
mehrere sprachen zu sprechen. daher kann man das argument, man
müsse sich bei der erfindung einer sprache für eine schrift
entscheiden, nicht darauf umlegen, daß man also nur eine
einzige sprache zu sprechen bräuchte.

richtig. mein argument zielte aber auf etwas adneres ab. es
ging mir um den grundgedanken, der hinter der erfindung einer
neuen sprache steht.

Ich versteh’ immer noch nicht, wieso der Grundgedanke schlecht sein soll. Wenn du’s nicht lernen magst, kann ich damit leben.

gruß
dataf0x**

2 „Gefällt mir“

ich habe lediglich dir vorgeführt, wie absurd das
esperantodenken ist.

du führst anhand bestimmter (erfundener?) ideologien, die du esperanto unterstellst, und den widersprüchen deiner eigenen „logik“ immer wieder vor, wie absurd dein eigenes denken ist.

tut mir leid, aber langsam wird es echt mühsam…

1 „Gefällt mir“

hatte ich auch nie vor, denn eine wirklich neutrale
sprache wäre alles andere als praktisch oder sinnvoll…
sofern überhaupt möglich.

Völlig neutral wäre wohl gar nicht möglich, da müsste man von der Wortstellung (S, V und O) her was wählen, was es noch nicht gibt. Und es gibt bereits Sprachen für jede der möglichen Kombinationen (SVO, SOV, OSV, OVS, VSO, VOS).
Vielleicht wäre Klingonisch 'ne Lösung, das ist noch neutraler als Esperanto. :wink:

ich fands schade, daß du auf mein angebot eines schlußwortes
nicht eingegangen bist - entweder hattest du keine argumente
dagegen und deswegen mal wieder ignoranz walten lassen, oder
du willst einfach nicht diese diskussion beenden. na gut, wie
du magst.

Auch wenn es mir immer wieder vorkommt, als würden wir mit einer Wand diskutieren, so fände ich es doch schön, wenn wir irgendwie zu einem ungefähren Konsens kämen.

Grüße,

  • André
1 „Gefällt mir“

[MOD] Nu is gut
Das hat hier nichts mehr mit der Diskussion über esperanto zu tun. Ich mache dicht, bevor es richtig ausartet.

Kubi

1 „Gefällt mir“