Esst mehr Äpfel!

Hallo,

„one apple a day keeps the doctor away“ (heisst übersetzt etwa: ein Apfel am Tag, hält den Doktor fern) - dieser alte Spruch scheint Gültigkeit zu besitzen.

http://de.news.yahoo.com/041118/336/4atx8.html
"Studie: Äpfel könnten vor Alzheimer schützen

Geneva (ddp). Der regelmäßige Genuss von Äpfeln könnte helfen, neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson vorzubeugen. Das schließen amerikanische Wissenschaftler aus den Ergebnissen von zwei Laborstudien an kultivierten Hirnzellen von Ratten. Dabei hatten die Forscher entdeckt, dass Antioxidantien aus frischen Äpfeln die Zellen sehr effektiv gegen die schädlichen Wirkungen aggressiver freier Radikale schützen. Als besonders wirkungsvoll erwies sich die Substanz Quercetin, die in und direkt unter der Apfelschale vorkommt. Über die Untersuchungen von Cy Lee und seinen Kollegen berichtet die Cornell-Universität.

In immer mehr Studien finden Wissenschaftler Hinweise auf gesundheitsfördernde und vorbeugende Wirkungen von Äpfeln. So soll das Kernobst beispielsweise vor Krebs schützen, Allergien lindern, den Cholesterinspiegel senken und Herzkreislauferkrankungen vorbeugen können. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei das Antioxidans Quercetin, das auch in Zwiebeln, Grünkohl, Brombeeren und Preiselbeeren enthalten ist. Die Substanz gehört zu den Flavonoiden und fängt die meist sauerstoffhaltigen freien Radikale ab, die im Körper den so genannten oxidativen Stress und damit Schäden an Zellen und Gewebe verursachen.

Freie Radikale werden auch mit der Entstehung von Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer in Verbindung gebracht, bei denen Nervenzellen zerstört werden. Um zu überprüfen, ob die antioxidative Wirkung von Äpfeln auch vor solchen Erkrankungen schützen kann, setzten die Forscher Nervenzellen aus Rattenhirnen simuliertem oxidativen Stress aus. Tatsächlich konnten die aggressiven Teilchen den Zellen deutlich weniger anhaben, wenn diese vorher mit einem Extrakt aus roten Delicious-Äpfeln behandelt worden waren.

Eine weitere Studie zeigte den Wissenschaftlern, dass auch bei den Hirnzellen die schützende Wirkung hauptsächlich vom Quercetin ausging. Der Schutzeffekt des Flavonoids war dabei sogar effektiver als der von Vitamin C. Obwohl die Ergebnisse bislang nur aus Laboruntersuchungen stammen, empfiehlt Lee, möglichst häufig frische Äpfel zu essen. Rote Sorten sind dabei besser geeignet als gelbe oder grüne, da sie mehr Antioxidantien enthalten."

Gruß
karin

zu freien Radikalen
Hallo,

um den Enthusiasmus etwas zu bremsen:

http://www.baeder-fuehrer.ch/Newsletter/130979.html

(leider hat der Übersetzer einen Fehler gemacht. Es muss heißen „freie Sauerstoffradikale“ und nicht „sauerstofffreie Radikale“).

http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/3485508.stm
http://www.ucl.ac.uk/news/archive/april-2004/latest/…

Dazu gibt es auch in der aktuellen (12/04) Bild der Wissenschaft einen Bericht auf Seite 30 „fragwürdige Zusatzstoffe“.

Wobei ich mit Sicherheit nichts gegen den regelmäßigen Genuß von Obst sagen will. Nur ist der von dir gepostete Link wieder sehr einseitig so ganz nach „Apfelessig macht glücklich“, „Teebaumöl macht gesund“ etc.

Gruß, Niels

Hallo,

um den Enthusiasmus etwas zu bremsen:

http://www.baeder-fuehrer.ch/Newsletter/130979.html

(leider hat der Übersetzer einen Fehler gemacht. Es muss
heißen „freie Sauerstoffradikale“ und nicht

„sauerstofffreie Radikale“).
hmm, sauerstofffreie radikale --> sind das nicht nazis???

axl

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Hi

hmm, sauerstofffreie radikale --> sind das nicht nazis???

ne, das sind zerebral entkernte Radikale

HH

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Äpfel sind gesund!
Hallo, Niels

um den Enthusiasmus etwas zu bremsen:

warum den Mehrwert von natürlichen, für jeden Menschen leicht verfügbaren und erschwinglichen Nahrungsmitteln gleich in Frage stellen?

Wobei ich mit Sicherheit nichts gegen den regelmäßigen Genuß
von Obst sagen will. Nur ist der von dir gepostete Link wieder
sehr einseitig so ganz nach „Apfelessig macht glücklich“,
„Teebaumöl macht gesund“ etc.

Publizierte Informationen sind immer einseitig!

Ich empfinde die wissenschaftliche Untersuchung der Inhaltsstoffe des Apfels deshalb als überzeugend und glaubwürdig, weil dahinter keine Lobby steht, die ein finanzielles Interesse an der Vermarktung des Produktes „Apfel“ hat.

Gruß
karin

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Hallo karin,

um den Enthusiasmus etwas zu bremsen:

warum den Mehrwert von natürlichen, für jeden Menschen leicht
verfügbaren und erschwinglichen Nahrungsmitteln gleich in
Frage stellen?

habe ich den Wert in Frage gestellt?

Publizierte Informationen sind immer einseitig!

Ich empfinde die wissenschaftliche Untersuchung der
Inhaltsstoffe des Apfels deshalb als überzeugend und
glaubwürdig, weil dahinter keine Lobby steht, die ein
finanzielles Interesse an der Vermarktung des Produktes
„Apfel“ hat.

Problematisch ist hier wieder die Aussage: „könnte vor Alzheimer und Parkinson schützen, weil es die schädigende Wirkung der freien Radikale vermindert.“ (und vor Krebs und vor Herzkrankheiten und vor…)
Da werden Zellen mit einem Extrakt (also konzentriert!) aus Golden Delicious (man beachte: nicht einfach „Äpfeln“) behandelt und werden dann nicht von den bösen Radikalen angegriffen. Wieviele Radikale waren denn vorhanden? Wie sieht es mit der Konzentration und Wirkung der Schutzstoffe aus, wenn ein 75 kg-Mensch am Tag vier Äpfel isst (nur das ist relevant)?

Der Link, den ich gepostet habe, zeigt nun auch noch, dass die freien Radikale möglicherweise gar nicht die Ursache so vieler schlimmer Erkrankungen sind, sondern nur das Symptom einer anderen Störung.
Ja, vermutlich steht nicht direkt eine Lobby hinter den Wissenschaftlern. Aber die Forschungselder fließen in der Wissenschaft eben ganz gern in Forschung, die im öffentlichen Blickpunkt stehen. Und dorthin kommen sie am besten durch Publikationen wie die von dir genannte. Kurze Zeit später kommen dann die ersten „Iss dich gesund mit Apfelrohkost“, „Nie mehr krank dank Apfelbasisdiät“, „Mein Sieg über den Krebs mit Äpfeln“ usw in die Buchläden. Noch ein wenig später werden die ersten Pillen mit „Apfelkonzentrat“, „Quercetin + Vit. E“ und ähnliches im Supermarkt und - um einiges teurer - in den Apotheken stehen. Das ist es, was ich an der einseitigen Information nicht mag und weshalb ich auch zur Ergänzung die Gegeninformation gepostet habe. Das hat nichts mit grundsätzlichem Ablehnen deiner Quelle zu tun.

Gruss, Niels

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hallo niels und karin,

meistens, wenn ich solche (pseudo-)wissenschaftl. artikel lese wünsche ich mir, dass ich nie in die naturwiss. welt hineingeschnuppert hätte…aber, allein…

wie du, karin ja sagtest: es ist dein gefühl / empfinden, dass diese studie seriös sei. und mehr bleibt dir als endverbraucher angesichts derlei publizierter ergebnisse auch nicht übrig. denn diese publikation erfüllt m.e. nicht die anforderungen, die man an ‚wissenschaftlich‘ stellen sollte (validierbarkeit, nachvollziehbarkeit, korrektheit, logische stringenz, vor allem aber: falsifizierbarkeit!)
niels hat in diesem fall ja schon den finger in einige dieser ‚wunden‘ gelegt, ich merke nur, dass es sehr oft so ist, dass sich ottonormalbürger vom wissenschaftl. umfeld beeindrucken lässt und dann aus dem genannten gefühl heraus dinge glaubt, die bar jeder realität sind.

während meiner ausblidung hatte ich mit der betreuung von angehenden medizinern zu tun. was mir da an naturwissenschaftl. verständinis entgegenkam, aber auch was die sorgfalt und das ‚reine‘ handwerk einer versuchsdurchführung (planung, durchführung selbst und (stat.) auswertung) betrifft war für mich sehr ‚beeindruckend‘*…und deckt sich mit dem, was ich als ergebniss medizinischer studien im alltag so lese.

dass das system so überhaupt funktioniert, daran ist m.e. auch die öffentlichkeit schuld…man frage sich nur mal, wieviel leute sich cremes mit ‚liposomen‘ kaufen ohne zu wissen was das ist, aber auch ohne nachzufragen…

zoo long

stefan

*p.s.: das soll keine mediziner-schelte sein. meine aussage ist nur, dass mediziner keine naturwissenschaftler sind, aber oft als solche behandelt werden…bzw. studien mit medizinischem inhalt als naturwissenschaftlich daherkommen aber nicht mal das mindestmass an o.g. kriterien erfüllen…UND TROTZDEM GEGLAUBT WERDEN…

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Hallo, Niels

Ja, vermutlich steht nicht direkt eine Lobby hinter den
Wissenschaftlern. Aber die Forschungselder fließen in der
Wissenschaft eben ganz gern in Forschung, die im öffentlichen
Blickpunkt stehen. Und dorthin kommen sie am besten durch
Publikationen wie die von dir genannte. Kurze Zeit später
kommen dann die ersten „Iss dich gesund mit Apfelrohkost“,
„Nie mehr krank dank Apfelbasisdiät“, „Mein Sieg über den
Krebs mit Äpfeln“ usw in die Buchläden. Noch ein wenig später
werden die ersten Pillen mit „Apfelkonzentrat“, " Quercetin +
Vit. E" und ähnliches im Supermarkt und - um einiges teurer -
in den Apotheken stehen.

die verstärkte Vermarktung der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen von Äpfeln müsste doch eigentlich längst angelaufen sein.

Auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.
http://www.dge.de/Pages/navigation/wirueberuns/index…

wird schon seit dem 20.01.1997 für Fitmacher in Apfel und Co geworben:
http://www.dge.de/Pages/navigation/presse/spez0197.htm

"Polyphenole, wie Phenolsäuren (z.B. Hydroxizimtsäure) und Flavonoide (z.B. Quercetin )

kommen überwiegend in den Randschichten von Obst, Gemüse und Vollkorngetreide vor. In Pflanzen aus Freilandanbau ist der Gehalt höher als in Gewächshauspflanzen. Polyphenole haben ein besonders breites Spektrum gesundheitsfördernder Wirkungen: Sie wirken antikanzerogen, antimikrobiell, immunmodulatorisch, antioxidativ und entzündungshemmend."

Das hat nichts
mit grundsätzlichem Ablehnen deiner Quelle zu tun.

Das ist mir schon klar.

Gruß
karin