Hallo Ihr Lieben,
seeeeeeeeehr brisantes Thema, ich weiß… Trotzdem (und bitte nicht falsch verstehen; ich überlege laut).
Ich grübele immer wieder über die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen wir - also die Gesellschaft: schließlich wird jedes Urteil „im Namen des Volkes“ (in den USA halt auch das Todesurteil) verkündet - das Recht haben, jemandem das Leben zu nehmen.
Die Todesstrafe ist doch im Grunde genommen nichts anderes, als ein staatlich angeordneter Mord „im Namen des Volkes“. Stellt sich im Nachhinein heraus, daß es ein Justizirrtum war, dürfte doch das gesamte Volk verantwortlich sein und - theoretisch - jeder einzelne Bürger von den Hinterbliebenen auf Schadenersatz verklagt werden können.
Versteht mich bitte nicht falsch: ich habe keinerlei Verständnis für Mörder, ob sie nun Kinder oder Erwachsene umbringen. Allerdings stehe ich der Todesstrafe-Problematik sehr zwiespältig gegenüber.
Es ist auch nicht meine Absicht, die diversen in den letzten Tagen aufgekommenen Diskussionen (in Deutschland wurden schon wieder zwei kleine Mädchen umgebracht; in den USA wurde ein Mann trotz Geschworenenprotesten hingerichtet) anzuheizen.
Vielmehr interessiert es mich, wie Ihr das ganze Thema seht. Ob nun aus ehtischer oder aus religiöser Sicht (Das Gebot „Du sollst nicht töten“ ist mir durchaus bekannt, also bitte keine Auslegungsversuche dazu).
Viele Grüße
Tessa
