hier gibts leider kein Zug-Thread, also schreib ich das mal hier rein. Ein Zug hat ja auch normalerweise mehr als vier Räder
ich hab mich heut bei einer Zugfahrt gefragt, was passiert, wenn etwas auf den Gleisen liegt, bspw. ein großer Steinbrocken oder ein großer Ast/Baumstamm. Entgleist der Zug dann?
Nicht, dass ich das vorhabe, aber mir ist aufgefallen, dass manche Wegabschnitte gar nicht geschützt sind.
ist Dir auch aufgefallen, dass vor den ersten Rädern am sogenannten Triebwagen sogenannte Abweiser montiert sind?
Das kennen wir von den Wild-West-Filmen, nur dass sie hier wesentlich kleiner sind. Es handelt sich um gewölbte und seitlich abweisende dicke Stahlbleche. Mir sind diese Dinger aufgefallen und wissbegierig, wie ich nun mal bin, habe ich natürlich so einen Bahnmenschen gefragt und er hat es mir erklärt. Das war vor grad 14 Tagen im Bahnhof von Konstanz. Diese Abweiser sollen auch grössere Gegenstände wie dicke Baumäste wegschmettern.
ahja vielen Dank!
Klar, in Wild West Filmen hab ich solche Dinger auch schon gesehn, aber bei normalen Zügen noch nicht, werde nächstes Mal bisschen genauer hinschauen… sofern ich nicht zu beschäftigt damit bin, selbst einzusteigen
ich hab mich heut bei einer Zugfahrt gefragt, was passiert,
wenn etwas auf den Gleisen liegt, bspw. ein großer
Steinbrocken oder ein großer Ast/Baumstamm. Entgleist der Zug
dann?
Es hängt davon ab was es genau ist und wie schnell der Zug unterwegs ist. Eine Herde Schafe kann bei > 170km/h ist für einen ICE u.U. tötlich (siehe Fulda). Bei ~50 km/h sollte es „nur“ die Schafe erwischen.
das kann man nicht pauschal Beantworten,da hier mehrere Faktoren zusammenspielen…
1)Hinderniss
Art und Lage des Hindernisses entscheiden über das „Aus der Spur bringen“ eines Eisenbahnfahrzeuges…so reicht zum B. bei einer Straßenbahn bereits ein großer Stein in der Schiene…während bei der „Großen Bahn“ dieser zermalmt wird…
2)Geschwindigkeit
Je höher die Geschwindigkeit eines Fahrzeuges ist,desto leichter ist es auch durch „Fremdkörper“ zu beeinflussen…
3)Gewicht des Fahrzeuges
das Fahrzeuggewicht hat ebenfalls einen Einfluss darauf…eine
100 Tonnen schwere Lok zermalmt Hindernisse ,während ein 40 Tonnen
schwerer Triebwagen diese schon zu spüren bekommt…
Gegen „übliche“ Hindernisse (Steine/Äste) sind aber alle Schienenfahrzeuge mit sogenannten BAHNRÄUMERN ausgestattet,die als Keilförmige Bleche jeweils vor der ersten Achse der Lok oder des Triebwagens angebracht sind.
Normalerweise werden die Dinger ja nur im Rangierbereich eingesetzt und da haben die Weichen Auswurfvorrichtungen für die Bremsschuhe, von daher verlassen die den Rangierbahnhof in der Regel nicht.
Wenn man allerdings so ein Teil auf die freie Strecke stellt, wirds bestimmt auch nicht lustig.
Es wird nicht der erste „Schlappen“ sein, der vergessen wird
heraus zu nehmen.
Interessant wird es erst in der folgenden Weiche.
Ein Hemmschuh,so die korrekt Bezeichnung dieses Teiles soll ein Fahrzeug abbremsen und nicht zum Entgleisen bringen…dementsprechend ist auch die Konstruktion dieses darauf angelegt,das er bei zu hoher „Auflaufgeschwindigkeit“ schlicht und ergefreifend von den Schienen fliegt…
Züge bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Km/h pro Stunde fahren noch auf „Sicht“,genauer auf Signalsicht und werden hierbei technisch überwacht…
Ab einer Geschwindigkeit von 160 Km/h wird auf „elektrische“ Sicht gefahren,das heißt,die sogenannte Linienzugbeeinflussung steuert den Zug von außen.