Hallo!
So kurz vor Weihnachten, nun da ja die ruhige, bedächtige Zeit beginnt, möchte ich noch ein paar Beobachtungen loswerden, um mich dann in die Weihnachtszeit zu Hause (nicht etwa auf die Autobahn in den Stau hinter lauter NL-Wohnwägen…) zurück zu ziehen…
Am Wochenende war ich in der Emilia Romagna (Italien, Adriaküste), um mein Auto dort abzuholen. Dies geschah mit einem Autoanhänger. Leer hin, beladen zurück.
Freitag morgen ging es in München los.
Mit einem solchen Hängergespann wie dem meinigen kann man guten Gewissens 120 Km/h fahren. Das sollte dann auf der autobahn bei gutem Wetter eher langsam sein, man überholt ab und an einen Laster und fertig. So dacht ich es mir zumindest…
Ich war bis ca. Innsbruck bei bestem Wetter einer der Schnellsten. Andauernd musste ich irgendeinen Schnarcher überholen, der mit 104,9 Km/h auf der Mittelspur langschlich. Das begeisterte natürlich diejenigen, die links schneller fahren wollten, wenig.
Leute, die 100 Km/h gelten erst am Österreich!
Ein paar schnellere Fahrer gab es in Deutschland auch. Das waren dann zumeist Audi A4 und SUV, die zumindest massiv drängelten, wenn nicht gleich nötigten, während ich mit 130 Km/h ab und an überholte (s.o.). Damit könnte ich leben, wenn nur nicht dieselben Typen dann die linke Spur verklebten, wenn ich ohne Hänger unterwegs bin…
Zudem habe ich natürlich immer genau darauf geachtet, niemanden über Gebühr zu behindern und so schnell wie möglich wieder die linke Spur zu verlassen.
Die 100 Km/ zwecks Emissionsschutz auf der Inntalautobahn lasse ich an dieser Stelle unkommentiert.
In Italien dann rutschte man wie üblich völlig entspannt und sehr zügig durch. Man fährt rechts langsam und links schnell. Ganz einfach eigentlich.
Nur ein einziges Mal wurde ich geschnitten und blockiert. Das war ein Deutscher (Skoda Octavia in silber aus HD) bei Verona…
Zurück dasselbe Spiel. In Italien alles locker, zügig und mitdenkend, in Österreich die 100 Km(h und zurück in Deutschland auf der einen Seite die unsäglichen Penner vs. SUVs und Audi A4s.
Es ist wirklich erschreckend, wie schlecht hierzulande gefahren wird. Man merkt das immer besonders in der Nebensaison, wenn man aus Italien zurückkommt und dort keine Deutschen fuhren.
Hier bringen sich die Leute lieber um, als kurz abzuwarten, einmal mehr in den Spiegeln zu sehen oder mal jemanden vorbei zu lassen.
An diese Stelle auch ein herzliches Dankeschön an den Mercedes ML (neues Modell, schwarz) aus MTK. Dieser Mensch hätte es noch fast geschafft, dass ich meinen schönen alten Alfa vom Hänger durch meine Heckscheibe ablade, weil ich ihn nach einem abenteuerlichen Rechtsüberholmanöver nicht durch eine sofort ausgelöste starke Bremsung habe vor mir einscheren lassen. Er klemmte sich dann dazwischen und stieg voll in die Eisen. Dich merke ich mir…
Wer bringt den Leuten hier eigentlich diesen Fahrstil bei? Wir haben weltweit die längste und intensivste Fahrschulausbildung mit den besten Lehrautos. Dennoch bevölkern mehrheitlich Schlafmützen und Maniacs die Straße.
Einfach mal mitdenken. Wenn die einen stur und ohne jede Reflektion auf die Schilder achten, während andere fahren wie die Wahnsinnigen, kommt eben ein ständiges Gebremse dabei heraus.
Und noch etwas: ein Mercedes E mit Anhänger und Auto drauf wiegt um die 3,4 Tonnen. Wenn diese in einen Skoda einschlagen, war´s das. Da hilft auch eine Anzeige bei der deutschen Polizei nichts mehr. Bitte dies zu verinnerlichen…
Viele liebe Grüße an alle hier, insbesondere die besseren Fahrer, und eine besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Mathias

