Etwas provokant beschriebene Beobachtung

Warum ich links fahre?
Ich mache das aus Sicherheitsgründen. Zu oft habe ich schon
erlebt das viel zu viel Irre rechts fahren, die ohne Rücksicht
auf den nachfolgenden Verkehr die Spur wechseln.
Das ist mir zu gefährlich, ich behindere ja auf diese Weise
auch keinen.

Du zeigst aber daß Du grundlegende Regeln der deutschen Gesetzgebubng nicht verstanden hast. Es gibt ein Rechtsfahrgebot und wenn Du entsprechenden Sicherheitsabstand hälst bzw. Deine Geschwindigkeit etwas geringer wäre gäbe es auch nicht die Situation daß Dir angebliche Irre ohne Rücksicht zu nehmen die Spur wechseln und Du dich gefährdet fühlen müßtest.

Gruß,

MecFleih

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? Sag bloss …

In Griechenland fahren Autos täglich umher bei deren Anblick
deutsche Behörden Amok laufen würden. Trotzdem passieren nicht
mehr Unfälle.

Straßenverkehrstote je eine Million Einwohner (2004):
Deutschland 71
Griechenland 147
Quelle : eurostat

Hallo!

Und noch etwas: ein Mercedes E mit Anhänger und Auto drauf
wiegt um die 3,4 Tonnen. Wenn diese in einen Skoda
einschlagen, war´s das.

Du erinnerst Dich: Der Hintermann ist im Zweifelsfall
schuldig.

…das kann er sich dann auf den Grabstein malen.
Wie gesagt: mitdenken…

Da hilft auch eine Anzeige bei der
deutschen Polizei nichts mehr. Bitte dies zu verinnerlichen…

Mach das, bevor Du Dich bei den Hinterbliebenen entschuldigen
musst.

In diesem Fall wäre mein Teil der moralischen Schuld auf die pure Anwesenheit reduziert.

Viele liebe Grüße an alle hier, insbesondere die besseren
Fahrer, und eine besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten
Rutsch ins neue Jahr!

Ich grüsse die vorausschauenden, besonnenen Fahrer. Die
„besseren“
rutschen bestimmt auch gut über das Jahresende :wink:

Gruss
Heinz

PS. Hatte der Alfa auf dem Hänger auch ABS? Das würde mir
Deinen
Fahrstil erklären.

Da der Alfa auf dem Hänger fest verzurrt war und somit nicht selbständig zu bremsen genötigt war, dürfte das weniger wichtig sein.
Um die Frage zu beantworten: der Wagen ist ein Alfa Romeo Spider aus dem Jahre 1979, also ein Modell „Fastback“. Kein ABS, Airbag, ESP, ASR. Dafür aber über 250.000 unfallfreie Kilometer mit mitdenkenden Fahrern…

Grüße,

Mathias

Straßenverkehrstote je eine Million Einwohner (2004):
Deutschland 71
Griechenland 147
Quelle : eurostat

Niederlande 49
Schweden 53
Norwegen, GB 56

Die Schweiz liegt mit 69 relativ hoch. Das ist sicherlich auf die enorm hohe Dichte zurückzuführen.
Österreich positioniert sich -wie auch geographisch- zwischen Italien und Ungarn bei hohen 108 Toten.

Ich, als Österreicher muss sagen, dass all die Zweifel am Fahrstil hier ebenso angebracht sind, wie in Deutschland.
Zwar sind die Geschwindigkeitsdifferenzen auf Autobahnen in A nicht so hoch wie D, doch es regieren Ellbogen, Lichthupen (bes. von A4 und SUV - hier stimme ich zu 100% zu!!) und Oberlehrerhaftigkeit und völlige Sturheit auf der anderen Seite.

Ich bin der Meinung, es gibt ca. 20% grottenschlechte Autofahrer (Generation 70+ bzw. sehr sehr wenig Fahrpraxis, bzw. einfach zu schwacher Prozessor im Hirn, oder alles drei auf einmal) und 10% selbstüberschätzende und physikunterschätzende Ego-Raser.
Wer davon gefährlicher ist, sei dahingestellt.

Das eigentliche Problem: wenn du als einer von den 70% guten Alltagsfahrern zwischen zwei solche Typen gerätst, bist Du sozusagen in der Minderheit und musst tief in die Schutzengel-Schublade greifen, um den Ausgang zu finden.
Leider fungieren durch ihren statistische Mehrheit meist Gut-Fahrer als Puffer und Knautschzone zwischen den Trotteln, wodurch sich die beiden Extreme leider nicht gegenseitig auslöschen…

Insofern: Frohe Weihnachten und viele Schutzengel
Euer Peter

Du zeigst aber daß Du grundlegende Regeln der deutschen
Gesetzgebubng nicht verstanden hast. Es gibt ein
Rechtsfahrgebot und wenn Du entsprechenden Sicherheitsabstand
hälst bzw. Deine Geschwindigkeit etwas geringer wäre gäbe es
auch nicht die Situation daß Dir angebliche Irre ohne
Rücksicht zu nehmen die Spur wechseln und Du dich gefährdet
fühlen müßtest.

Das Rechtsfahrgebot ist mir bekannt.
Sicherheitsabstand wahre ich sowieso immer und dieser ist mir wichtig.

Leider gibt es viele Rechtsfahrer die 10km hinter einem Lastwagen fahren und dann unvermittelt ohne den Rückverkehr zu beachten die Spur mit 100kmh^-1 wechseln.
Sicherlich wäre eine Reduktion der Geschwindigkeit meinerseits eine Lösung, dies steht aber im strengen Gegensatz zu meinem Wunsch jenseits der 200kmh^-1 meinen Treibstoff zu verblasen.

Hallo!

…ich auf der linken Spur mit z.B. 140 fahre…

In welchem Land der Erde, außer Deutschland sowie Italien auf
einigen Autobahnen mit mindestens 3 Richtungsfahrbahnen, auf
denen Vmax 150 km/h gilt, darfst Du mit 140 km/h unterwegs
sein? In welchem Land der Erde gibt es laschere
Geschwindigkeitskontrollen und geringfügigere Folgen bei
Geschwindigkeitsverstößen als in Deutschland?

Nur weil andere Länder immer noch diesem 70er-Jahre-Ölkrisen-Pradigma hinterherhängen, sollte man sich das nicht zum Dogma machen.
Sogar in den USA wurde die Limitierung in einigen Bundesstaaten aufgehoben.
In Italien wird auf der Autobahn faktisch nicht kontrolliert. In Österreich werden Vs von um die 145 Km/h zumeist straffrei bleiben.

Könnte es sein, daß man anderweitig entspannter und letztlich
zügiger unterwegs ist, weil die vorkommenden
Geschwindigkeitsdifferenzen infolge einer generellen
Geschwindigkeitsbeschränkung kleiner sind?

Daran liegt es m.E.n. nicht. In Deutschland wird sehr selten über 150-160 gefahren. Das ist aufgrund der von mir beschriebenen Situationen tagsüber einfach kaum möglich.
Das Problem hier sind somit nicht die dV zwischen 140 und 180, sondern eher zwischen 110 und 150.
Und da hört der Spaß eben auf. wer auf der Überholspur fährt, muss mit einer deutlich höheren V als der Überholte fahren. So steht es in der StVO und in diesem Satz ist die Lösung für 90% der Konflikte auf der Autobahn enthalten.

Was hättest Du gegen folgendes Rezept einzuwenden, von dem ich
annehme, daß damit alle Beteiligten zügiger, entspannter,
sicherer, mit geringerem Treibstoffverbrauch und weniger
Schadstoffausstoß voran kommen und der weitere Ausbau von
Autobahnen aufgrund besserer Auslastung der Straßenkapazität
weitgehend entbehrlich würde:

  • Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen
  • engmaschige automatische Überwachung der
    Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen
  • Spürbar verlängertes Fahrverbot für Temposünder und
    Idiotentest für Wiederholungstäter
  • Abstandswarner als obligatorische Ausstattung für alle Pkw
    und Lkw

Die ersten 3 Forderungen entsprechen ja dem gerede von Tiefensee.
130 Km/h generell bringen nichts außer mehr Geld in die Staatskasse. Variable, der jeweiligen Situation relaistisch angepasste Limits wären meine Lösung. Keine Akzeptanzprobleme, erhöhte Sicherheit und geringere Emissionen erreicht man so auch. Und man gängelt nicht diejenigen, die auch mal außerhalb des Wochenendes Autofaren müssen.

Die Überwachung ist ja ganz nett, aber was soll das?

Fahrverbote und andere Bürgerkriminalisierungsinstrumente sind m.E. nur in extremen Fällen einzusetzen. Aktuell werden Fahrverbote schon viel zu schnell verhängt. M.E eine reine Spielwiese für realitätsferne Juristen und Beamte. Einfacher ausgedrückt: geht besser erst mal die Säufer, Dementen und Schlafmützen jagen.

Abstandswarner: warum nicht?

Grüße,

Mathias

Hi

Hängergespann 120 Km/h fahren.

Für wieviel ist der Hänger ausgelegt in den Papieren?

80 km/h in den Papieren, ca. 130 Km/h konstruktiv.

Les Dir mal det durch http://www.tuev-nord.de/20658.asp

http://de.wikipedia.org/wiki/Tempolimit#Europa

http://www.fahrtipps.de/verkehrsregeln/anhaenger.php

Egal wieviel ich such - ich find nirgends etwas, das man
120km/h fahren darf mit nem Gespann auch wenn man es sich
zumutet bzw. meint das man es fahren kann und alles „ok“
geht…

Natürlich nicht.
Du findest auch keine generelle Limitierung in der Stadt von 70 Km/h und trotzdem fahre ich sie nachts bei wenig Verkehr.

Verklage mich…

Grüße,

Mathias

Hallo!

Mit einem solchen Hängergespann wie dem meinigen kann man
guten Gewissens 120 Km/h fahren.

Einschlägige Gesetze sind unverbindliche Empfehlungen und nach
Selbsteinschätzung jedes Verkehrsteilnehmers zu
interpretieren?

Ja, immer nach billiger Einschätzung durch einen sehr erfahrenen und gewissenhaften Lenker in Abhängigkeit von Wetter, Verkehrsaufkommen und Straßenzustand sowie zu erwartender behördlicher Kontrollen.

Wer bringt den Leuten hier eigentlich diesen Fahrstil bei?

Wer wie ein Stümper fährt (Ignoranz einschlägiger Regeln ist
ja wohl Stümperei), wurde unzureichend ausgebildet oder hat
nicht die charakterliche Eignung, ein Fahrzeug zu führen.

Ja, das sehen in diesem Land einige so. Weltweit steht Ihr damit allerdings recht einsam da.
Ich denke lieber mit und fahre wo es geht etwas zügiger und ab und an auchj mal etwas langsamer als erlaubt. So wie es eben Sinn macht.

…haben weltweit die längste und intensivste Fahrschulausbildung

Entweder taugt die Ausbildung nichts oder etliche Leute
vergessen schlagartig alles, was sie lernten oder sie gehören
nicht ans Steuer.

Ja, so sehe ich das auch…

Grüße,

Mathias

Hallo!

Darum ging es mir nicht. Das Gespann läuft bis 130 stabil.

Sagt wer? Du? Mit knapp 3,5 to? In Grenzsituationen? Gute Güte

Funktioniert bestens.
Ein Sprinter mit diesem Gewicht fährt 180 und verfügt über schlchtere Bremsen.

Ja, ich gebe Dir nach dieser Aussage definitiv recht, die
Deutschen fahren unter aller Sau. Bloß meine ich das jetzt
vermutlich anders als Du …

Möglicherweise. Die Meinungsfreiheit erlaubt es Dir.

Aber ich weiß: Ich kenne mich nicht aus und sollte deshalb
schweigen, wenn die Erwachsenen reden. Tschuldigung, ich
konnts mir halt einfach als Naivling nicht verkneifen.

Selbstreflektion ist der erste und wichtigste Schritt…

Grüße,

Mathias

noch ne Rückfrage

Hi

Hängergespann 120 Km/h fahren.

Für wieviel ist der Hänger ausgelegt in den Papieren?

80 km/h in den Papieren, ca. 130 Km/h konstruktiv.

Lol … und dabei regen sich die Leute über Rechtsüberholer, Linksdrängler, Mittelspurparker, LKW-Elefantenüberholmanöver auf.

Die Kontrolleure freuen sich wenn ein Gespann mit 50 km/h zuviel in den Blitzer reinläuft…

Les Dir mal det durch http://www.tuev-nord.de/20658.asp
http://de.wikipedia.org/wiki/Tempolimit#Europa
http://www.fahrtipps.de/verkehrsregeln/anhaenger.php
Egal wieviel ich such - ich find nirgends etwas, das man
120km/h fahren darf mit nem Gespann auch wenn man es sich
zumutet bzw. meint das man es fahren kann und alles „ok“
geht…

Natürlich nicht.
Du findest auch keine generelle Limitierung in der Stadt von
70 Km/h und trotzdem fahre ich sie nachts bei wenig Verkehr.

Hat damit nix zu tun - Es wird hier übe rden Fahrstil und das „verkerswidrige Verhalten“ anderer Diskutiert, dabei sollte man doch zuerst als Vorbild hierbei voran gehen und sich selbst an die „Spielregeln“ halten.

An diese Stelle auch ein herzliches Dankeschön an den Mercedes ML :frowning:neues Modell, schwarz) aus MTK. Dieser Mensch hätte es noch fast :geschafft, dass ich meinen schönen alten Alfa vom Hänger durch meine :Heckscheibe ablade, weil ich ihn nach einem abenteuerlichen :Rechtsüberholmanöver nicht durch eine sofort ausgelöste starke :Bremsung habe vor mir einscheren lassen. Er klemmte sich dann :dazwischen und stieg voll in die Eisen.

Hat der ML oder das Hänger-Gespann rechts überholt? Egal bei wem, das Klischee vom rasenden Benz kommt hier wieder zum Vorschein.

Verklage mich…

Nö wieso sollte ich? Bin kein Richter nur mich das ganze Thema tierisch auf - Du fährst wie ne „gesenkte Sau“ mit nem Hänger und beklagst Dich über andere - dafür würd ich Dich gern verklagen…

Grüße,

Mathias

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Hallo Mathias

Mir scheint, die Diskussion hier ist müssig. Wenn es für Dich „normal“
ist, mit einem Gespann Geschwindigkeitslimiten um 20 % zu
überschreiten, bleibt kein Raum zu Diskutieren.

Dein mangelnder Respekt vor dem Leben anderer disqualifiziert Dich
ausserdem menschlich und fahrerisch.

Wenn Du mal begriffen hast, dass nicht alle Leute so tolle Hirsche sind
wie Du, können wir gerne wieder darüber reden.

Allzeit gute Fahrt
Heinz

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WTF

(bes. von A4 und SUV - hier stimme ich zu 100% zu!!)

ist ein SUV?

Grüße

Dusan

Re: WTF - Lösung :wink:

(bes. von A4 und SUV - hier stimme ich zu 100% zu!!)

ist ein SUV?

Sports Utility Vehicle wie z.B. Audi Q7, BMW X5 etc.

Definition hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sports_Utility_Vehicle

Grüße

Dusan

Danke owt
.

Hallo Mathias!

Einschlägige Gesetze sind unverbindliche Empfehlungen und nach
Selbsteinschätzung jedes Verkehrsteilnehmers zu
interpretieren?

Ja, immer nach billiger Einschätzung durch einen sehr
erfahrenen und gewissenhaften Lenker in Abhängigkeit von
Wetter, Verkehrsaufkommen und Straßenzustand sowie zu
erwartender behördlicher Kontrollen.

Was würdest Du sagen, wenn Mitarbeiter in der Qualitätskontrolle eines Unternehmens mit ihren einschlägigen Regeln derart verfahren?
Wie würdest Du es finden, wenn Dir ein Arzt ein Medikament spritzt und dabei die Maximaldosierung beträchtlich überschreitet, weil er mit keiner Kontrolle rechnet und er sein Tun für vertretbar hält, obwohl es zahllose Fälle gab, in denen Menschen daraufhin starben?
Was würdest Du zu einem kaufmännisch Verantwortlichen sagen, der das HGB nach Gutdünken beachtet oder es eben bleiben läßt, obwohl als Folge dieses Tuns das Unternehmen den Bach herunter gehen könnte?

Wenn ich bei meinem beruflichen Tun Sicherheitsvorschriften mißachte, wird die Ignoranz zumeist keine Folgen haben, aber das Risiko steigt. Tritt der Risikofall ein, habe ich ganz schlechte Karten, den Vorfall zu überstehen. Tritt der Risikofall ein und ein anderer Mensch kommt zu Schaden, müßte ich mit gesiebter Luft rechnen. Existentielle Risiken einzugehen, ist etwas für Spieler und Stümper.

Wer im beruflichen Bereich leichtfertig handelt und Regeln mißachtet, ist ein untragbarer Pfuscher, aber kein brauchbarer und zuverlässiger Fachmann. Ähnliches gilt, wenn man sich bei seinem Tun blind darauf verläßt, daß alle anderen Beteiligten fehlerfrei handeln und daß grundsätzlich nichts kaputt geht. Seltsamerweise gilt solches ansonsten nirgends tolerierbare Verhalten bei einigen Zeitgenossen auf der Straße als besonderes Können. Hat aber mit Können nichts zu tun, ist vielmehr typisches Anfängerverhalten und Verhalten von Leuten, die irgendwelche seltsamen Sachen auf der Straße ausleben und von Physik nicht den Schatten einer Ahnung haben.

Fehlende Redundanz in der Sicherheit ist überall Irrsinn, weil jeder Fehler zur Katastrophe führt. Von der Technik erwartet man bei sicherheitsrelevanten Teilen Redundanz. Lebenswichtige Verschraubungen sind mehrfach gesichert und lebenswichtige Systeme mehrfach vorhanden. Das alles kannst Du in der Pfeife rauchen, sobald Menschen am Werk sind, die sich selbst und die ganze Technik so an die Grenzen fahren, daß jeder auftretende Fehler das Aus bedeutet. Die meisten Unfälle kommen auf diese Weise zustande. Einer hat gepennt und der andere war zu schnell … man muß bremsen, gleichzeitig ausweichen, ein bißchen zu viel kinetische Energie und das Fahrzeug macht sich selbständig, völlig unabhängig davon, wer am Steuer sitzt und was er dort treibt. Bei einem Gespann gilt das in besonderer Weise. Da hast Du hinten nur eine strunzdumme Auflaufbremse und in der Mitte des Zugs ein um 180° frei drehbares Gelenk. Kontrolle in Grenzsituationen bei hoher Geschwindigkeit? Vergiß es einfach!

Ich weiß übrigens, wovon ich rede. Bis vor ein paar Jahren war ich ein dauernd Getriebener, lebte auch so und war auch so unterwegs. Zum Erstaunen des Reifenhändlers bestand ich bei meinem Tandemachser immer auf sorgsam ausgewuchteten Hochgeschwindigkeitsreifen. Selbständig, nie Zeit, die Woche hatte 100 Stunden, von der Messe Münschen bis Hamburg mit dem schweren Gespann in 6 Stunden… 30 Jahre und weit über eine Million Kilometer am Steuer, mir konnte ja gar nichts passieren. Mit weniger als 25 l/100 km kam ich mit dem Benz beim besten Willen nicht von A nach B. Die Fahrweise war sehr digital, Leerlauf oder gib ihm Saures. Komischerweise ging das jahrzehntelang gut. Es gab hin und wieder Bußgelder, aber nichts, was mich irgendwie kratzte. Aber um das Jahr 2000 herum ging es Schlag auf Schlag. Auf der A7 in einem Abschnitt mit 100-Begrenzung war ich auf der linken Spur unterwegs und vor mir so ein Schleicher. Auf die Pelle gerückt, Lichthupe - der Penner verdrückte sich nach rechts und ich mit Vollgas weiter. Daß es sich beim Penner um ein ziviles Polizeiauto mit richtig Wumm unter der Haube handelte, das mich dann verfolgte, bekam ich erst ein paar Kilometer später mit… innerhalb kurzer Zeit wurde ich noch mehrmals mit jeweils heftiger Geschwindigkeitsüberschreitung erwischt und mußte als Wiederholungstäter zu Fuß gehen.

Das war der erste Schuß vor den Bug. Als ich den Führerschein zurück bekam, machte ich in alter Manier weiter. Kurz darauf hatte ich einen Arbeitsunfall. Beim innerbetrieblichen Transport einer Drehbank geriet ich in der Hektik zwischen die tonnenschwere Maschine und eine verdammt stabile Wand. Weit über ein Jahr lang mußte ich froh sein, mir selbst den Hintern abwischen zu können. Dabei lernt man Erfolgserlebnisse zu schätzen, kommt zum Nachdenken über die eigene Lebensweise und bemerkt, daß das Verhalten am Steuer ein Spiegel der Lebensweise ist. Die Veränderungen im Detail führen hier zu weit, aber als es mir wieder möglich wurde, mich ans Steuer zu setzen, war u. a. Schluß damit, die Terminplanung mit dem Gasfuß zu gestalten. Ich springe längst nicht mehr über jedes von irgendwelchen sich furchtbar wichtig nehmenden Leuten hingehaltene Stöckchen, lebe und fahre seitdem sowas von entspannt und der wichtigste Griff ist der Druck auf den Tempomaten. Wenn da 80 steht, fahr ich 80 und in der Ortschaft wirklich nur 50. Es funktioniert bestens, Fahrzeiten verlängern sich nicht wirklich entscheidend, Blitzer und zivile Polizeiautos interessieren mich nicht mehr und das Punktekonto in Flensburg ist blütenweiß. Das einzige Gerät, das stärker als je zuvor beansprucht wird, ist mein Fahrrad.

Gruß
Wolfgang

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hi wolfgang :o)

ich wollte dir nur sagen du hast hiermit den ersten stern bekommen den ich hier jemals vergeben habe. halte ihn in ehren ;o)

zu deinem posting möchte ich noch hinzufügen, dass es heutzutage zahlreiche möglichkeiten gibt sich mit seinem spielzeug auf gesperrter strecke auszutoben, sei es nun motorrad oder auto. auch sicherheitstrainings können richtig spaß machen und bringen im strassenverkehr zusätzlich was.

tiger

Hallo JCK,

Du zeigst aber daß Du grundlegende Regeln der deutschen
Gesetzgebubng nicht verstanden hast. Es gibt ein
Rechtsfahrgebot und wenn Du entsprechenden Sicherheitsabstand
hälst bzw. Deine Geschwindigkeit etwas geringer wäre gäbe es
auch nicht die Situation daß Dir angebliche Irre ohne
Rücksicht zu nehmen die Spur wechseln und Du dich gefährdet
fühlen müßtest.

Das Rechtsfahrgebot ist mir bekannt. …
… Sicherheitsabstand wahre ich sowieso immer und dieser ist mir
wichtig. …
… Sicherlich wäre eine Reduktion der Geschwindigkeit meinerseits
eine Lösung, dies steht aber im strengen Gegensatz zu meinem
Wunsch jenseits der 200kmh^-1 meinen Treibstoff zu verblasen.

Lass doch die Typen laber, kommt eh nix dabei raus.

Die fahren eben eine „angepaßte Geschwindigkeit“, regen sich über die anderen Autofahrer auf und finden grundsätzlich, dass es in Deutschland „schlimmer nicht mehr werden kann“.

WARUM VERSCHWINDEN DIE DANN NICHT VON DER STRASSE UND FAHREN ÖFFENTLICH ??? DAS WÄRE ALLEMAL FÜR ALLE DIE BESTE LÖSUNG!!!

Unsere KfZ-Steuer wurde eben links verbaut - also fahren wir da auch - Punkt.

222KPL

Eleganter Abgang, das muss ich sagen!

Auch von mir das erste jemals vergebene Sternchen.
Danke für so viel Offenheit und Ehrlichkeit.
Alles Gute
Peter

Wo seid Ihr eigentlich die ganze Zeit unterwegs?
Hallo,

nun habe ich mir den ganzen Thread mal durchgelesen und wo daher frage ich mich wo Ihr eigentlich alle unterwegs seid. Wenn man das so liest könnte man denken die deutschen Autobahnen seien ein einziges Schlachtfeld.

Nun, ich fahre selbst ca. 20 - 25 Tsd. km pro Jahr, überwiegend auf deutschen Autobahnen. Dabei bin ich in der Regel durchaus zügig unterwegs, wenn wenig los ist durchaus auch mal mit gut 200 km/h. Wenn der Verkehr dichter wird versuche ich „mitzuschwimmen“ d.h. ich versuche mich an die durchschnittliche Geschwindigkeit anzupassen und so zu grosse Geschwindigkeitsunterschiede zu vermeiden, nutze jede größere Lücken rechts um Leute die es eiliger haben vorbeizulassen und Lücken links um LKWs und langsamere PKWs zu überholen.

Im allgemeinen funktioniert das ganz gut. Manchmal kommt da einer daher, der’s besonders eilig hat (muss wohl in Krankenhaus oder steht unter starkem beruflichen Stress, der Arme) - na gut, lass’ ich ihn halt vorbei. Mal gurkt da einer besonder langsam rum, der wohl Angst vor seinen eigenen Fahrkünsten hat (bemitleidenswert) - na gut, wenn der dann endlich mal rechts rüberfährt überhol ich ihn. Ist aber doch alles kein Grund sich so fürchterlich aufzuregen.

Mit der notwendigen Gelassenheit, einer gewissen Toleranz - jeder macht mal Fehler, ich wahrscheinlich auch, auch wenn ich’s meist gar nicht bemerke und der notwendigen Umsicht (als Autofahrer muss ich nun mal immer auch für andere mitdenken) komm ich eigentlich ganz gut durch und fühle mich nur selten übermäßig gefährdet. Das weist auch die Statistik so aus, die BAB sind die sichersten Strassen die wir haben. Im Stadtverkehr und auf Landstrassen passieren viel mehr tödliche Unfälle.

Klar, ab und an begegnet man echten Kriminellen: Neulich wäre mir fast ein Jaguar hinten reingekracht als ich so mit knapp 200 km/h auf der rechten Spur einer total leeren Autobahn dahinfuhr. Nach links ausweichen konnte er gerade nicht, da fuhr nämlich auf fast gleicher Höhe mit ihm ein Porsche - geschätzte Geschwindigkeit sowohl des Porsches als auch des Jaguars > 280 km/h. Die fuhren ganz offensichtlich ein Rennen. Aber solche Idioten begegnen einem doch höchstens ein- bis zweimal pro Jahr.

Im großen Ganzen jedenfalls fühle ich mich auf deutschen Autobahnen nicht übermäßig gestresst - Stress macht man sich leicht auch selbst wenn man sich über jede Kleinigkeit und jeden Fehler den ein Anderer macht aufregt.

Gruß
Werner