Etymologie zu Schwäbisch ruasla

Liebe Konsodalen,

zu den im Rahmen der Anpassung der Dialekte ans Fernsehdeutsch verschwindenden Wörtern zählt das (Neckar-/Enz)schwäbische ruasla für ruhen, dösen, schlafen. Ich habe keine Idee, wo ich es sprachlich hintun soll.

Das ungefähr ab der Donau südwärts sukzessiv, ohne strikte Grenze, ins Alemannische übergehende oberländer Schwäbisch kennt dafür ruaba, gruaba - das zu b verhärtete w aus mhd ruowen ist beim Grimm erwähnt. Aber einen s-Laut nimmt man doch nicht einfach so aus Spaß an der Freude in ein Wort auf?

Kann man das ruasla aus dem Altwürttembergischen auch auf mhd ruowen zurückführen und das -s- als irgendwie zufällig da hineingeraten ansehen?

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Ohne Anspruch auf sprachwissenschaftlichen Hintergrund erscheint mir das im Wiener Dialekt anzutreffende “riassln”, umgeformt aus “rüsseln”, verwandt zu sein, das vermutlich auf Schnarchgeräusche anspielt, die ähnlich dem Trompeten von Elefanten sein können.

LG

SL99

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Das Wort gibt es auch im Bairischen, vielleicht kann man darüber die Herkunft herausfinden?

Hallo Martin,

im “Pott” kennt man “ratzen” für “schlafen”.

“'‘n Schlach ratzen” meint eine kurze Döse-Pause.

Vielleicht paßt da ja was…

Herzliche Grüße

Helmut

Ich schließe mich @Silberloewe99 an mit “rüsseln”

DWDS sagt das auch :wink: nachdem ich dort mein Bauchgefühl überprüft habe rüsseln – Schreibung, Synonyme, Beispiele | DWDS