zu den im Rahmen der Anpassung der Dialekte ans Fernsehdeutsch verschwindenden Wörtern zählt das (Neckar-/Enz)schwäbische ruasla für ruhen, dösen, schlafen. Ich habe keine Idee, wo ich es sprachlich hintun soll.
Das ungefähr ab der Donau südwärts sukzessiv, ohne strikte Grenze, ins Alemannische übergehende oberländer Schwäbisch kennt dafür ruaba, gruaba - das zu b verhärtete w aus mhd ruowen ist beim Grimm erwähnt. Aber einen s-Laut nimmt man doch nicht einfach so aus Spaß an der Freude in ein Wort auf?
Kann man das ruasla aus dem Altwürttembergischen auch auf mhd ruowen zurückführen und das -s- als irgendwie zufällig da hineingeraten ansehen?
Ohne Anspruch auf sprachwissenschaftlichen Hintergrund erscheint mir das im Wiener Dialekt anzutreffende “riassln”, umgeformt aus “rüsseln”, verwandt zu sein, das vermutlich auf Schnarchgeräusche anspielt, die ähnlich dem Trompeten von Elefanten sein können.