Eure grauenvollste Art, zu reisen?

Das größte Problem des Reisenden ist - und das kann sehr
grauenvoll sein - die Kombination von Durchfall und nicht oder
nur unbrauchbar vorhandenen Toiletten…

In diesem Fall lautet die Devise: Nix schei***en!

Grüße
Dusan

Moin

ganz klar Langstreckenflüge in der Economie Class.

Kann ich sehr gut nachvollziehen. Käme bei mir auch gleich neben dem Autoreisezug.
Gruß,
Branden

Hallo BeLa

Das eiskalte
Wasser kriecht langsam vom Sack aufwärts. Nach fünf Stunden
sind die Gummigaloschen vom häufigen Bodenkontakt durch, das
Wasser von den Füßen beeilt sich, siene Kollegen einzuholen.

Das hat mich jetzt überzeugt. Kommt noch vor Autoreisezug und Langstreckenflug.
Gruß,
Branden

Hi!

Das größte Problem des Reisenden ist - und das kann sehr
grauenvoll sein - die Kombination von Durchfall und nicht oder
nur unbrauchbar vorhandenen Toiletten…

Es reicht eigentlich der zweite Teil … mit dem Zug nach Bukarest zu einem Fußballspiel und bereits nach der österreichisch-ungarischen Grenze verstopfte Toiletten und noch 16h Zugfahrt … mein erster Eindruck von Bukarest war die Toilette des McDonalds am Bahnhof - und die war wunderbar :smile:

Grüße,
Tomh

Hallo zusammen,
zwar kann ich nicht Vietnam oder Langstreckenflüge toppen, aber auch im innerdeutschen Reiseverkehr gab es eine Zeit der Abenteuerreisen!

Im Januar 1980 schmuggelte ich einen Wellensittich mit der Bahn von Köln nach Berlin (West). Schmuggelte, weil ich natürlich kein amtsärztliches Gesundheitszeugnis gemäß Transit-Vorschrift der DDR für den Vogel hatte. (Hehe, dass auch kranke Vögel die Grenze überfliegen können zählt nicht!)

Abfahrt Köln gegen 23 Uhr, Welli im Transportkäfig in einer Reisetasche. Der Nachtzug ist wie üblich nicht voll und ich habe ein Abteil für mich. Planmäßige Ankunft in Berlin gegen 7 Uhr, trotzdem ist die Nachtruhe nicht ungetrübt, fünf Kontrollen sind ja normal. Erst mal zwei Fahrkartenkontrollen(West), weil unterwegs Personalwechsel ist. Dann wache ich auf, die Bahnhofsuhr Helmstedt zeigt halb drei. Rumdrehen, weiterschlafen. Als ich wieder aufwache, ist es saukalt im Abteil und die Uhr zeigt immer noch halb drei. War es vorhin halb zwei gewesen? Totenstill ringsum, ich rappel mich hoch und gehe durch den Waggon: menschenleer. Hat man mich auf ein Abstellgleis geschoben? Bei minus zwölf Grad Außentemperatur?

Kurz bevor mich Panik überfällt, kommt der Schaffner und beruhigt mich: eine DDR-Lok war entgleist, hatte einen Strommasten umgenietet und so den ganzen Verkehr sowie die Heizung lahm gelegt. Nun geht es aber weiter, es ist bereits sechs Uhr! Der Schaffner organisiert einen heißen Tee bei den russischen Soldaten im Zug und setzt sich zu mir, ich weihe ihn in das Geheimnis meiner Reisetasche ein. Kein Problem, meint er, im Zweifelsfall sei das sein Gepäck. Ganz langsam wird es wieder etwas wärmer im Abteil, dann kommen die Grenzkontrollen(Ost), die Fahrkartenkontrolle(Ost), der Zoll(West). Welli sagt keinen Pieps, alles okay. Gegen halb elf sind wir in Berlin. Sofortiger Anruf in Köln, damit Mutter sich keine Sorgen mehr macht. (Händi gabs damals noch nicht.)

Ich bin noch oft Transit gefahren, insgesamt 104 mal in sechs Jahren…

Gruß
Jette

Hi Didi

Obwohl, die Busrückfahrt
von Thessaloniki ohne Windschutzscheibe nach dem Zusammenstoß
mit dem Tanklastwagen… ach, das ist eine andere Geschichte.

Die hätte mich aber auch en detail interessiert!
Zumal ich die Flüge nach Sizilien (auch insgesamt zwei hin, zwei rück = vier) in etwa auch so erlebt habe. Nur dass statt der Zweizentnerdame ich mir selber acht punt-e-mess genehmigt habe, weil in Milano die Computer abgestürtzt waren (was allemal noch besser war als die Maschine selbst) und wir lange warten mussten.
Gruß,
Branden

Hi

Mein Absoluter Horror: SQ fliegt laut Wiki New York-Singapur
in knapp 18 Stunden 40 Minuten! Hin brauchen die „nur“ knapp
ueber 16 Stunden.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Non-stop_flight)

Kann ich nachvollziehen. Wär für mich auch der blanke Horror.
Gruß,
Branden

Morgen Kieckie

nach ca. 3. Std. Fahrt > der Mann neben uns (also der
Kettenraucher) erlitt einen Herzinfarkt…ob er es überlebt hat, weis man bis heute nicht.

Ei wei…die Raucher dezimieren sich selber heftigst, wie es scheint.
Gruß,
Branden

Ein Wort zum Stress
Hi Tom

Wieso ist warten am Abend stressig?

Für mich ist Warten sowohl am Abend als auch am Morgen stressig, so fängst schonmal an.
Es war saukalt und zugig auf dem Berlner Wannsee-Bahnhof, die wenigen Stühle in der Kneipe waren besetzt und der Wirt „musste“ die Tür offen lassen wegen den Rauchern…es wäre gleichsam eine Alternative zwischen Ersticken und Erfrieren gewesen…Man wurde quasi schon krank, bevor man der Zug sich in Bewegung gesetzt hatte.
Gruß,
Branden

Hi Gerry

„Witzigerweise“ roch es nicht :smile: sonst hätt ich auch ein
Tütchen gebraucht.

Diese Asiaten sollen ja insgesamt weniger müffeln als wir Breitnasen…sagt man…
Aber das soll hier nicht in Rassismus ausarten…
Sag mal: Gabs den Vietkong noch?
:wink:
Gruß,
Branden

My goodness, Jette, das war ja auch ne abenteuerliche Geschichte!

Ich danke euch allen für die zahlreichen und
engagierten Beiträge! Mönsch, hätt ich ja fast nicht gedacht, dass da so viele was zu erzählen haben!
Klasse!
Euer
Branden

Hallo!

Stimmt, ich hätte vielleicht das Geschlecht von eklastic nicht verwechseln sollen :smile:)

Gruß
Tom

nun, grauenvoll? ich bin ja ein positiv-mensch und ziehe aus fast allem noch was gutes.

ein bisschen in die richtung grauenhaft war das ende einer reise, die nach ferrara führte. auf dem hinweg vergaß ich mein handy im taxi, aber das fand ich da noch nicht so schlimm. so erfuhr ich auch nur duirch zufall, als ich mal zu hause anrief, dass ein sauwichtiger termin vorverlegt sei, weil es anders nicht ging, und ich mich nach meiner rückkehr nach berlin sofort auf den weg nach NRW machen sollte.

wir waren also mit dem leihwagen von ferrar nach venedig unterwegs, von wo aus der flieger nach BLN ging. aber so ohne abschied wollten wir die adria nicht verlassen und stiegen nochmal ins meer.
danach ging es weiter - nur hatten wir jetzt einen trecker mit äppeln vor uns und konnten ihn absolut nicht überholen. irgendwann gelang es doch, aber wir sahen unseren flieger nun nur noch von hinten. ein ersatzflieger wäre erst am nächsten tag gegangen, von mailand aus ging es auch nicht mehr.
also fuhren wir mit dem nachtzug von venedig-mestre aus über die alpen nach münchen. massive überredungsküste verschafften uns eine pritsche in einem 6-bett-abteil und ein 1/2-stündiger stopp in den schneebedeckten alpen in viel zu dünner kleidung eine intensive erkältung.
unser abteil teilten wir mit einem jungen ami-pärchen, sie marke zicke, er quasi unsichtbar. an-dau-ernd meckerte sie „honey, please open the window.“ „honey, it’s so cold! please shut the window.“ „honey, please open the window again.“ honey, mach dies, honey mach das, honey, honey, honey. ich kann bis heute kein honey mehr hören.

endlich in münchen angekommen fuhr der anschlusszug nach köln 2 min später 12 gleise weiter entfernt ab. wir hechteten also schwer durchnächtigt, durchgefroren, ungewaschen und honeytraumatisiert mit wahnsinnsgepäck quer durch den ganzen bahnhof und schafften es knapp, hinter unseren koffern noch in den zug nach köln zu springen.
der zug sollte gegen 13:00 in köln sein (um 14:00 war der termin 100 km entfernt). in köln gab es keinen zug zum zielort. jedenfalls nicht zu vertretbarer zeit, leihwagen waren alle aus. so war ich gezwungen, meine firmen-leihwagen-karte zu zücken und wie jemand vom geheimdienst ein wagen zu fordern.
wir bekamen einen ka - ungetankt und unabgenommen. egal. auf der letzten raststätte vor dem zielort machten wir uns kurz frisch und kündigten eine geringfügige verspätung telefonisch an. um 14:10 rauschten wir dann mit wehenden rockschößen bei dem termim ein, bei dem es immerhin um 6-stellige summen ging.

fazit:

  • eine langwierige erkältung
  • die leihwagenfirma teilte mir mit, ich hätte für den unfall geradezustehen und stellte forderungen (hä? welcher unfall?)
  • der vertrag, der bei dem wichtigen termin unterzeichnet wurde, war zwar ok, das erwartete geld lag wegen eines fehlenden formulars (hatte der notar verschwitzt!) noch monatelang auf dem notaranderkonto
  • wegen vorgenannter tatsache platzten 2 finanzierungen
  • der roman, wegen dessen recherchen wir nach ferrara gereist waren, floppte :-/

aber ansonsten war es toll :smile:

schöne grüße
ann

Hi,

Stimmt, ich hätte vielleicht das Geschlecht von eklastic nicht
verwechseln sollen :smile:)

Ja, „Elke“ ist ja nun wahrlich ein geschlechtsneutraler Name, der nicht eindeutig zuzuordnen ist. :wink:

Gruß
Elke

PS: In Österreich werde ich zuweilen Adelheid gerufen.

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Hallo Elke,

PS: In Österreich werde ich zuweilen Adelheid gerufen.

???HÄÄÄ??? Wie das denn?
Hab noch nie gehört, dass Elke eine Kurzform von Adelheid ist!

Naja, vielleicht hat Tom ja auch Elke mit Eike verwechselt…

Gruß
Jette

nicht zu toppende Spätmeldung
Hi Dottore,

die schlimmste/grauenvollste Art des Reisens ist…

jawohl, richtig

mit der DEUTSCHEN BAHN

siegesgewiss die Arme über dem Kopf schwenkend
Ray

Vielleicht haben sie auch nur gespuckt?

ne ne, definitiv nicht (das wusste man spätestens, wenn man hinten saß und vorne einer seine volle Tüte aus dem Fenster warf - öööööörx)

aber locker…

mit der DEUTSCHEN BAHN

…die indische bahn, holzklasse.

e.c.

mit der DEUTSCHEN BAHN

…die indische bahn, holzklasse.

in Ungarn gibt es eine Bahn, die hat keine Kurven, nur Ecken…

Jette