Eure grauenvollste Art, zu reisen?

Hallo,

Es ist sicherer so. Wenn mir da jemand irgendwas will, dann
hat derjenigen nämlich meinen Fuß im Gesicht. Unten kann man
sich und sein Gepäck praktisch gar nicht verteidigen.

Musstest du das (Fußtritt ins Gesicht) denn schon mal machen?

Nein, das zum Glück nicht. Aber ich fühle mich einfach sicherer.

Irgendwelche blöden Besoffenen sind schon mal mit der Zigarette in unser Abteil gekommen. Aber die wollten nur jemandem im Gang vorbeilassen und sind dann wieder gegangen.

Und in Italien hat so ein Taschendieb das von innen verriegelte Abteil mit einem Vierkantschlüssel oder wie das heißt aufgesperrt. Jedenfalls hat er plötzlich reingeschaut. Ich war zufällig wach und habe mich aufgesetzt, da hat er sich „entschuldigt“ (der dumme A*****) und ist schnell verschwunden.

Als ich da meinen französischen Mitfahrern am nächsten Morgen kurz vor Monaco erzählt habe, haben sie ganz schön blöd aus der Wäsche geschaut.

Schöne Grüße

Petra

ein Buch?
Ihr solltet euch mal zusammentun und ein Buch schreiben. Ist ja echt abenteuerlich und auch amüsant, was man hier alles zu lesen bekommt.
Köstlich amüsiert :smile:

sandstrand,
die so etwas noch nicht annähernd erlebt hat und sich nun wie die langweiligste Person auf Erden fühlt :wink:

Hallo!

Ein Buch könnt ich schon alleine fast schreiben und wahrscheinlich alle anderen auch, die selbst reisen:wink: Ich würde aber nicht alle unangenehmen Erlebnisse als „grauenhaft“ bezeichnen - gewisse Dinge gehören einfach zum Reisen dazu und man reist immer wieder, obwohl man schon vorher weiß, was einem so alles unterkommt (manche hier beschriebenen „grauenhaften“ Vorfälle betrachte ich übrigens eher als Kleinigkeit).

Gruß
Tom

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definition

Ich
würde aber nicht alle unangenehmen Erlebnisse als „grauenhaft“
bezeichnen

stimmt. für mich bedeutet eine „grauenhafte“ reise (oder ein abschnitt derselben) das verstärkte nachdenken darüber, ob es nicht doch irgendeinen gott gibt, der jetzt mal so langsam was tun könnte.

anekdotensammlungen sind aber hübsch, fraglich ist die toleranz der neuen moderation,
der kerl ist ein ganz schlimmer finger.

e.c.

[MOD] finger
ich gestehe, dass ich ein verschieben des threads ins plauderbrett in betracht gezogen habe. andererseits erscheint die sammlung an reiseerlebnissen auch für die leser lehrreich zu sein.

ich denke der thread kann bleiben wo er ist, aber bitte nicht ins plaudern abgleiten

gruß

t.

Hallo,

ich weiß nicht ob das das schlimmste war, aber jedenfalls ist mir als ausgesprochen schlimm in Erinnerung geblieben.

Das einzige mal bis Dato, daß ich einen Sitzplatz in einem Zug gebucht habe, wo die Reservierung nicht Pflicht ist, war in so einen kleinen Abteil. Die Reise auf diesen Platz dauerte mehrere Stunden (10 oder so). Als ich dort ankam, war ich alleine, sah aber, daß der ganzen Abteil voll gebucht war.

Die restlichen Personen bildeten eine Gruppe, alle Männern um die 50, schätzte ich mal (ich war Anfang 20 und alleine). Als erstes, zogen ihre Schuhe aus, wobei ersichtlich wurde, daß diese wohl lange nicht mehr gewaschen worden waren. Entsprechend roch es auch. Als nächstes kam, daß beim reden, einen fürchterlich, kaum auszustehenden Knoblauch Geruch entsprang. Als sie dann anfingen, wohl gemerkt, bei geschlossenen Fenster, etwas „seltsames“ zu rauchen, ergriff ich die Flucht.

Als der Schaffner mich ansprach, warum ich nicht an meinem gebuchten Platz war, sagte ich ihn er möge bitte erstmal die Fahrscheine der Menschen in diesem Abteil kontrollieren. Danach würde er es verstehen. Gesagt getan: Kaum 5 Minuten später (ich saß im benachbarten Abteil) kam der Schaffner mit einem breiten Lächeln im Gesicht und sagte, sinngemäß, er hätte es dort kaum ausgehalten, als er die Fahrscheine überprüfte…

Seitdem habe ich nie wieder freiwillig in einem Zug einen Sitzplatz gebucht. Nur wenn es sein mußte.

Schöne Grüße,
Helena *die nach wie vor sehr gerne mit dem Zug fährt*

Hi Kieckie,

Sorry, ich muß nachhacken:

ZOB nach Spanien an die Costa Brava > Pineda de Mar, hier
eine Kurz-Fassung:

Pineda de Mar ist NICHT die Costa Brava, auch dann nicht wenn man die ganze Küste von der französischen Grenze bis Barcelona als solches verkauft wird.

das ich im Krankenhaus
untersucht werden mußte (war zum Glück ne deutsche Ärztin)

Warum „zum Glück eine deutsche Ärztin“???

Seitdem bin ich nie wieder mit dem Reisebus in den Urlaub
gefahren…

Etwas Ähnliches erlebte ich, allerdings nicht so extrem, in einem Bus von Girona nach Paris. Seitdem fahre ich auch nie mit dem Bus für lange Reisen.

Noch Fragen?:wink:

Na, na. Lieber nicht… ;o))

Schöne Grüße
Helena

Hallo!

Und in Italien hat so ein Taschendieb das von innen
verriegelte Abteil mit einem Vierkantschlüssel oder
wie das heißt aufgesperrt.

Und deshalb nimmt einer der sechs Reisenden seinen Gürtel (oder hat gar ein Fahrradschloss dabei) und verspannt diesen so, dass sich die Tür keinen Zentimeter bewegt.
Da können dann die italienischen Taschendiebe von Außen auf- und zusperren wie sie wollen. Die Tür geht dann nicht auf.

Allerdings gibt es auch Liegewagenabteile mit zwei getrennten Schlössern. Eines das von Außen sperrbar ist und eines das man nur Innen betätigen kann.

Angenehme Reise

mfg
christoph

Nette Frage.

Drei Dinge sind mir in Erinnerung:

  • Fähre von Ost Java nach Bali: Der Reisebus hatte etwas schwache Federn und beugte sich beim Wellengang immer über die Reling. Mit uns an Bord versteht sich

  • Busfahrt von XXX nach XXX auf Java. Im vollen Bus (und ich meine voll d.h. ungefähr 50 Personen mit viiieeeel Gepäck, ein Baumstamm, einige Ziegen und diverse fahrende Händler nebst ihren Waren). Platz auf dem hinteren Radkasten. Rucksack auf dem Schoß und neben mir ein Bettelmönch der sich garantiert die letzten sieben Jahre nicht gewaschen hat.

  • Flug mit der LH von Dubai nach München. Drei Stunden lang Gewitter. Selbst die Stewardessen haben geklatscht als wir am Boden waren. Eine Beschreibung ist nur schwer möglich außer: ich fliege viel und sowas habe ich bisher nicht erlebt.

bye
Rolf

Hallo,

Und deshalb nimmt einer der sechs Reisenden seinen Gürtel
(oder hat gar ein Fahrradschloss dabei) und verspannt diesen
so, dass sich die Tür keinen Zentimeter bewegt.

Na ja, auch ne Idee. Ich wusste nur bisher noch gar nicht, dass so etwas nötig sein könnte. Mein Gepäck liegt oben auf der Ablage, und ich schlafe direkt davor. Da möchte ich mal sehen, wie jemand unbemerkt einen ca. 20 kg schweren Koffer von dort oben herunterwuchtet, vor dem auch noch etliche andere Gepäckstücke liegen.

Wahrscheinlich hätte der Taschendieb das Gepäck meiner Mitreisenden genommen. Von daher hatten sie Glück, dass ich gerade wach war.

Da können dann die italienischen
Taschendiebe von Außen auf- und zusperren wie sie wollen. Die
Tür geht dann nicht auf.

Bekommt man da keinen Ärger, wenn ein Schaffner oder Zollbeamter herein will, und die Tür geht nicht auf?

Schöne Grüße

Petra

Guten morgen, Helena,

Pineda de Mar ist NICHT die Costa Brava, auch dann nicht wenn
man die ganze Küste von der französischen Grenze bis Barcelona
als solches verkauft wird.

dann ist es wohl, um genau zu sein, die ‚Costa del Maresme‘, kommt aber ganz gleich nach der Costa Brava. Und ja, ich dachte bislang wirklich, es gehöre noch zur Costa Brava. Danke für den Hinweis…

das ich im Krankenhaus
untersucht werden mußte (war zum Glück ne deutsche Ärztin)

Warum „zum Glück eine deutsche Ärztin“???

das sollte doch jetzt nicht abwertend gegenüber Spaniern sein, seit ich 1977 zum ersten Mal meinen Urlaub in Spanien (La Manga del Mar Menor) verbracht habe, liebe ich dieses Land und natürlich die Spanier:wink:
zum Glück deshalb also, weil ich damals noch kein Wort spanisch sprach, es mir sehr dreckig ging (Verdacht auf Lungenentzündung) und ich froh war, das sich eine dort ansässige deutsche Ärztin mich meiner annahm und ich also ganz genau verstehen konnte, was dort mit mir angestellt wurde, von den mediz. Erklärungen mal ganz abgesehen…

Noch Fragen?:wink:

Na, na. Lieber nicht… ;o))

Frag ruhig, Du siehst, nur so können Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden:wink:

Viele Grüße,
Kieckie

Guten morgen Dir auch, Kieckie

Pineda de Mar ist NICHT die Costa Brava,

dann ist es wohl, um genau zu sein, die ‚Costa del Maresme‘,
kommt aber ganz gleich nach der Costa Brava.

Das weiß ich ;o)) Mir brauchst du das nicht erzählen. Ich komme direkt aus dieser Ecke ;o))

Und ja, ich
dachte bislang wirklich, es gehöre noch zur Costa Brava. Danke
für den Hinweis…

Gerne!

Warum „zum Glück eine deutsche Ärztin“???

das sollte doch jetzt nicht abwertend gegenüber Spaniern sein,

Das war auch nicht so gemeint. In Spanien, wie wohl überall auf die welt, gibt es gute und schlechte Ärzten.

Ich wollte mal wissen, warum Menschen in Spanien deutsche Ärzte haben wollen. Hintergrund dafür war auch, daß ich neulich von einen Unfall von Michael Schumacher in Spanien gelesen habe. Dort wurde berichtet, daß sobald er ansprechbar wurde, sofort einen deutschen Arzt bzw. die Überführung nach Deutschland zur weiteren behandlung veranlasst hatte.

seit ich 1977 zum ersten Mal meinen Urlaub in Spanien (La
Manga del Mar Menor) verbracht habe, liebe ich dieses Land und
natürlich die Spanier:wink:

Das freut mich ganz besonders. Und danke Dir für die schöne Worte.

zum Glück deshalb also, weil ich damals noch kein Wort
spanisch sprach, es mir sehr dreckig ging (Verdacht auf
Lungenentzündung) und ich froh war, das sich eine dort
ansässige deutsche Ärztin mich meiner annahm und ich also ganz
genau verstehen konnte, was dort mit mir angestellt wurde, von
den mediz. Erklärungen mal ganz abgesehen…

Jetzt ist mir ganz klar was damit gemeint ist. Ähnliches geschieht mit mir eine der ersten male, die ich in Detuschland war. Gerade hatte ich angefangen Deutsch zu lernen. Ich hatte einen kleinen Unfall am Fußgelenk und große Schmerzen. Als wir ins Krankenhaus kamen, nach den entsprechenden Röntgenaufnahmen und ewige Warterei, verstand ich von den Ärzten einzig und allein das Wort „kaputt“. Es war schrecklich. Später stellte sich aber heraus, daß es sich nicht um meinen Knöcheln handelte, aber geschmissen habe ich mich auch gefühlt (Allerdings dadurch gemildert, daß ich sehr gute deutsche Freunde dabei hatte, die mich beruhigten).

Na, na. Lieber nicht… ;o))

Frag ruhig, Du siehst, nur so können Mißverständnisse aus dem
Weg geräumt werden:wink:

Das meinte ich auch nicht. Mit den lieber nicht, war gemeint, daß man lieber nichts weiter an schlimmen Sachen zu erzählen haben sollte und Details darüber wollte ich auch keine weitere wissen…

Aber ansonten gebe ich Dir Recht: Fragen ist der beste Mittel um Mißverständnisen auszuräumen.

Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.

Schöne Grüße,
Helena

das boot

Was war denn so eure grauenvollste Art zu reisen?

anekdoten sind ja erlaubt. also:

einen tag mit überladenen kleinstmotorbooten auf dem tonle sap (kambodscha), deren schrauben sich im schlamm festfraßen. daher mußte fröhlich im kreis gefahren werden, um geschwindigkeit aufzunehmen.

nach stundenlangem herumhängen in eigenen abgasschwaden meuterten die meisten passagiere.
die meuterer wurden irgendwann mit einem langschwanzboot zurück nach siem reap gebracht, die verbliebenen helden haben das boot im wortsinn zu fuß bis phnom penh geschleppt.

ebenfalls aus der gegend: flußboote mit flachem rumpf auf offenem meer sind bei taifunausläufern auch nicht so klasse.
kambodschanische kotze stinkt allerdinges deutlich, auch wenn die vietnam-fraktion für die nachbarn anderes behauptet.

manchmal wünscht man sich einfach nur heimelige stinkfüße.

e.c.

Hallo!

Bekommt man da keinen Ärger, wenn ein Schaffner oder
Zollbeamter herein will, und die Tür geht nicht auf?

Naja, die Tür geht ja eh auf, wenn man von innen aufmacht und anklopfen werden die ja wohl können.

Gruß
Tom