Der Sudan…
…Diese ganze Sache
ist kein Kreuzzug. Sie ist einzig und alleine der Kampf um
Macht.es geht in afghanistan/irak und bei den katholischen
kreuzzügen nicht um macht???
Wenn man das so aus dem Zusammenhang herausreißt, wirkt es erstaunlich anders, nicht wahr. Im Sudan geht es um die Macht einer Militärjunta über das eigene Land.
Im Irak geht es für die Amerikaner weniger um die Macht (die wollen ja liebend gerne wieder weg, können nur nach Lage der Dinge nicht). Wenn Du allerdings den Iran und Al-Queida mal dazunimmst, dann geht es tatsächlich um Macht und Kontrolle. Was einer der Gründe ist, warum es mir davor graust, was passiert, wenn die Amerikaner wirklich dort abziehen.
Afghanistan ist kein Machtkrieg. Da geht es ganz klassisch darum, die Reste von Taliban und Al-Queida zu zerschlagen und sicherzustellen, dass das Land in einen Zivilisationsprozess kommt. Das wird noch eine Weile dauern, weil die „guten“ Terroristen immer von den „bösen“ Amis dabie gestört werden, Bomben zu bauen, Ausbildungslager wieder aufzubauen (sehr beliebt das Seminar „Wie entführe ich Flguzeuge“) und eine Infrastruktur für einen neuen Terrorkrieg zu schaffen.
Ich glaube, der letzte Krieg der mit einem Kreuzzug
vergleichbar war, nämlich mit dem ersten, war der 2.Weltkrieg.
Hier ging es wirklich um Ideologien die Religionscharakter
angenommen hatten. Hitler glaubte an seine Rassentheorien, so
verrückt das auch klingt.nein, es klingt nicht verrückt. du hast selbst oben
geschrieben, dass wir nach afghanistan sind, weil es ein
terroristenlager ist. und irgendwas muss man ja glauben, um
krieg zu rechtfertigen. das ist immer so. ich glaube auch
mittlerweile, dass viele/die meisten menschen damals wirklich
geglaubt haben, polen hätte angegriffen und juden sind der
feind arischer reinkultur.
Du wirfst hier ein paar Sachen durcheinander. Das Mohammed Atta in Afghanistan ausgebildet wurde und später in Deutschland studiert hat, ist doch ein Fakt. Genauso wie die anderen Teilnahmer am 11.September. Die Typen, die versucht haben, in der Bundesbahn Bomben zu zünden haben das Bomben bauen von Internetseiten gelernt, die von der gleichen Organisation bereitgestellt wurden die auch die Ausbildungslager in Afghanistan unterhielt. Das streitet ja nicht mal Al-Djazirah ab.
Andererseits war es im Dritten Reich zum Zeitpunkt des Überfalls auf Polen weithin bekannt, dass Goebbles ein reiner Propagandamann war. Die Deutschen waren nur eher bereit, in einen Krieg zu ziehen, statt eine Meinung zu äußern. Es war ja auch viel einfacher, plakative Sprüche einfach nachzuplappern. Vor allem, wenn die Propaganda immer wieder Dinge einfach nebeneinander stellte um scheinbare Richtigkeiten zu beweisen. Weswegen ich empfindlich regaire, wenn jemand solche Tricks verwendet, gelle?
der einzige unterschied, den hitler zu allen anderen gemacht
hatte, war der industrielle vernichtungsversuch einer religion
und der von krankheiten/behinderungen durch kz. ansonsten gab
es rein technisch keinen unterschied zu anderen kriegen, außer
der flächenmäßigen größe.
Das ist ein sehr undifferenziertes Bild. Muss es auch sein, denn Du willst hier ja eine Meinung verkaufen.
Die Judenvernichtung, die Vernichtung Behinderter, von Zigeunern und politisch anders denkenden war eigentlich nicht kriegsrelevant. Es wurde zu einme kleinen Teil kriegsrelevant als die Vernichtung Transportkapazitäten kostete, die anderswo fehlten.
Anders sieht es aus mit dem ideologischen Einfluss auf strategische Entscheidungen. Der Krieg mit der Sowjetunion (das hatten wir in anderem Thread bereits) war aus ideologischen Gründen unvermeidlich. Im Gegenteil, diese ideologischen Gründe führten dazu, dass man (aus der Sicht beider Seiten) viel früher aufeinander losging als angebracht. Deutschland hatte das Problem mit England noch nicht gelöst, marschierte also sehend in einen Zweifrontenkrieg. Die Sowjetunion hingegen war, trotz Truppenverlegungen, noch lange nicht vorbereitet und sich dessen auch bewußt.Der Rest, von wegen der Generalstab hat geglaubt, die Russen würden … das ist alles irgendwo nachträgliche Begründung. Hitler hatte in „Mein Krampf“ bereits klar gesagt, wohin es gehen würde, Stalin hingegen hatte mit seinen Ideen von „Weltrevolution“ auch schon klar gemacht, wohin er wollte. Strategischer Nonsens erzwungen von Ideologie.
Gruß
Peter B.
