Hallo Peter
Noch beliebter das Seminar: „Wie sichere ich den
steigenden Opiumbedarf des Westens für die nächsten
100 Jahre“.
Verdammter Sch…krieg, der macht das Dope teuer! Nein, aber
mal im Ernst, die Finanzierungsmethoden einiger Leute fallen
auch schon unter unfreundlichen Akt, jedenfalls meiner Ansicht
nach.
Das wird aber von der Regierung geduldet, weil man sich
nicht leisten kann, die Stammesfürsten gegen sich
aufzubringen. Natürlich werden auch „plakative“ Aktionen
dagegen vor der Weltöffentlichkeit vor/durchgeführt …
Du wirfst hier ein paar Sachen durcheinander. Das Mohammed
Atta in Afghanistan ausgebildet wurde und später in
Deutschland studiert hat, ist doch ein Fakt.
Nee, das war genau anders herum. Danach ist er dann in
die USA gegangen Kreativität ist schon
gut, aber
bitte am richtigen Platz 
Atta ist 1999 zusammen mit Alshehhi in Afghanistan gewesen.
Aber er war ja wohl bis 2001 in Hamburg eingeschrieben, obwohl
er zu dieser Zeit laut Zeugen „viel unterwegs war“. Insofern
keine Kreativität sondern lediglich das, was ich so den
Quellen entnehmen kann. Wenn Du andere Daten hast, lass hören.
Er war in den USA viel unterwegs (Flugkurse etc.).
Sein Studium hat er da nicht mehr betrieben. Das steht doch
bei Wikipedia und ähnlichen öffentlich zugänglichen Quellen!?
Die Deutschen waren nur eher bereit, in einen Krieg zu ziehen,
statt eine Meinung zu äußern. Es war ja auch viel einfacher,
plakative Sprüche einfach nachzuplappern.
Das mag zwar vorgekommen sein, ich halte es jedoch nicht
für charakteristisch oder zutreffend. Lies mal Shirer oder
sowas in der Art, dann wirst Du feststellen, daß 1939 kaum
ein Deutscher einen Krieg wollte. Kein Vergleich zu 1914.
Das ist richtig, keiner wollte den Krieg. Darüber habe ich ja
schon mit Laika diskutiert. Und das stellt ja nicht nur Shirer
so auch richtig dar.
Die Frage ist, wenn kaum ein Deutscher einen Krieg wollte,
warum sind sie dann nicht aufgestanden und haben etwas getan
als der böse Hitler einen anzettelte. Die Antwort liegt für
mich auf der Hand: Etwas zu tun oder auch nur zu sagen, wäre
unbequem und mit Risiko verbunden gewesen. Das war in
Deutschland schon immer so. Wenn sich einer aus dem Fenster
lehnt, dann kann er gewiß sein, dass er in die Pfanne gehauen
wird und die große Mehrheit trotz gleicher Meinung keinen
Finger krumm machen wird um ihm zu helfen. Und da jeder das
weiß, will sich keiner aus dem Fenster lehnen oder erst, wenn
es zu spät ist. Dann haben wir zwar, nachdem das Kind im
Brunnen ist, ein paar Märtyrer und hochgelobte Gestalten für
die Geschichtsbücher, aber das war es auch schon.
Das kannst Du nicht so streng sagen, imho. In einer
*totalitären Struktur* hat der einzelne ganz andere
Probleme als ‚to connect the dots‘. Die Situation
in Deutschland konnte sich ja so entwickeln, weil
dieser Totalitarismus die Existenz des Einzelnen
beherrschte. Auch wenn der Einzelne keinen Krieg
wollte, fügte er sich doch am Ende der vorherrschenden
Sitte und deren Implikationen.
Nett, dass Bonhoeffer seine Meinung äußerte. Traurig, dass er
dafür umgebracht wurde. Aber wenn ich natürlich dann seine
Ansichten aus der frühen Phase des Nationalsozialismus
durchgehe, dann gibt es da auch so was wie einen Grauschleier.
Denn er hat offensichtlich seine Meinung nicht rechtzeitig
gesagt.
OK
Auch Stauffenberg gilt als honoriger Mann, nur halten wir
ruhig auch einmal fest, dass er, bis er endlich bereit war, zu
handeln, bereits 4 Jahre Krieg mitgemacht hatte.
Haha Stauffenberg, ein *Offizier* von der *Ostfront*, der
gegen Hitler war, weil er *Monarchist* war (wenn ich mich
korrekt erinnere).
Die Liste läßt sich fortsetzen. Signifikant ist, dass die
fehlgeschlagenen Widerstandsversuche in unseren
Geschichtsbüchern so etwas wie eine Alibifunktion erfüllen.
Erstens das und zweitens bekam die SS ein paradigmatisches
Stigma verpaßt. SS => böse, Deutsche => gut.
Nicht mehr. Die Masse ist nach wie vor bequem und unwillig für
die Sachen einzustehen, die ihnen angeblich so wichtig sind.
Stimmt, das hat aber heute ganz andere Ursachen als 1933-39, lies
mal Anders (http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Anders)
Bei Dir bin ich mir nicht sicher. Recht hellsichtige
Passagen werden manchmal jäh von (dem Klang nach-)
mediengemachter Propaganda verdorben.
Wir schimpfen heute so auf die Medien.
Hehe das war schon ein polemischer Angriff auf Dich
persönlich, da kannst Du schon zurückschießen … 
Dabei haben wir heute doch eine so große Anzahl von
Möglichkeiten, daß es einfach wäre, die Dinge von
verschiedenen Seiten zu beleuchten und sich eine
Meinung zu bilden. Zugegeben, das ist mit Arbeit
verbunden. Wenn also jemand auf einer Linie liegt,
gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder er hat sich
eine Meinung gebildet oder er war nur einfach zu
faul nach weiteren Informationen zu suchen. Was
sich dann wiederum einfach überprüfen läßt.
Erstens ist das ungeheuer schwierig, weil die
Medienproduzenten einen gehörigen Aufwand
inverstieren um Dir das eben schwer zu machen
(und deren jeweilige Sicht als „natürlich“
und „wahr“ widerstandslos zu konsumieren).
Zweitens ist das Thema bereits erschöpfend
von F. Hacker („Feiheit die Sie Meinen“, ISBN: 3442112540 Buch anschauen) und
G. Anders (in der „Antiquiertheit II“, ISBN: 3406476457 Buch anschauen)
abgehandelt, so daß ich dazu keine Romane schreiben werde 
Nur, wenn jemand versucht, durch einen der ältesten Tricks
einfach mal Hitler und GWB nebeneinander zu stellen, kein
Argument bringt sondern nur darauf hin arbeitet, die beiden
Namen optisch zusammenzustellen, dann sehe ich das als
Manipulationsversuch, und das mag ich nicht.
OK, wenn das so simpel ist, sehe ich das ein.
Das grenzt klar an Beleidigung des Andenkens
Verstorbener 
Kriege sind ja nahezu immer von solchen irrationalen
Dingen (lies: Schlauheiten) geprägt. Auch der Bau
des A4 war nicht kriegsrelevant, aber nahezu jeder
hat geglaubt, daß es „kriegsrelevant“ sein
würde
wenn …
Jetzt erwischt Du mich auf dem linken Bein. Ich hab nicht
einmal gewußt, dass die kriegsrelevant gewesen sein soll. Die
geht ja von Aachen Richtung Sauerland (bzw auch umgekehrt,
natürlich).
Hilfe!
DAS A4, nicht DIE A4 (LOL).
Wenn man die zu Kriegszwecken geplant hätte,
müsste sie ja eher Richtung Einschede oder so zielen?
Halten wir mal fest, dass nicht alles, was WÄHREND des
2.Weltkrieges (im Sinne einer Zeit) passierte, auch wirklich
kriegsrelevant war.
Jetzt ist mir beinahe die Tasse auf die Tastatur gefallen.
Krieg an sich ist immer eine recht logische Angelegenheit
(das kann man an Hand der Kriege der Vergangenheit auch
nachvollziehen). die Abläufe erscheinen nur
im Nachhinein als unlogisch weil einer Pech gehabt hat, die
Lage falsch einschätzte oder einfach etwas nicht wusste.
Das glaube ich nicht. Sicher wird man im Krieg „wissenschaftlich“
vorgehen, sofern es der jeweilige Wissensstand zuläßt - aber
wenn von vorneherein alles auf der Hand liegt, dann kommt es
eher gar nicht zum Krieg, weil der Gegner die Logik nach-
vollziehen kann. Es sei denn, er handelt unlogisch …
Pech, wie die Japaner mit dem Aufklärer des Kreuzers Tone vor
Midway, falsch einschätzte
Das ist doch normales „kalkuliertes Risiko“. Für die Japaner
hätte Midway durchaus anders ausgehen können, wenn sie nicht
solche (vorher nie aufgetretenen) Verluste durch die US-Träger-
flugzeuge abbekommen hätten. Das war neu.
wie z.B. Adolf mit dem Ansatz der Panzergruppe Hooth vor
Stalingrad oder etwas nicht wusste, wie die Deutschen bevor
die Landung in der Normandie kam. Aber innerhalb dieser
Parameter hat eigentlich jeder, was den rein
militärischen Ablauf anging, logisch gehandelt. Kritisch wurde
es immer, wenn die Politik mitmischte, weil die anderen
Parametern unterliegt.
Auch hier. Das hätte alles anders ausgehen können: Hoth/
Wintergewitter: mehr Waffen-SS, Rommel/Normandie:
andere Positionierung der Waffen-SS-Divisionen. Hier
hatte die eine Seite Glück, die andere Pech. Das Prob-
lem Deiner Logikdefinition ist hier, dass sie niemals
„klar“ sein kann. Verschiedene perspektiven ergeben
verschiedene Logiken. Daher auch „Schlauheiten“
imho treffender.
Was die Judenvernichtung anging, so kämpfte der
kleine Mann, dessen Zufall der Geburt ihn gerade
nach Deutschland verschlagen hatte, offensichtlich
gegen solche ungeheuren Gegner wie „das Finanzjudentum“
und den „jüdischen Bolschewismus“. Sofern er zumindest
der herrschenden Sitte, die solches Wissen diktierte,
folgte.
Oder?
Glaube ich nicht. Da wird der Wert der Propaganda
überbewertet. Wenn der Meier aus Frankfort an der Oder in den
Krieg zog, dann, weil er einen Einberufungsbefehl bekommen
hatte. Er konnte das Ding nicht einfach verbrennen, weil dann
wäre es abgegangen vors Kriegsgericht und er wusste ja, dass
seine Landsleute ihre Einberufungsbefehle auch nicht
verbrannten sondern eher in einem Erschießungskommando
gestanden hätten als sich gegen die eigene Obrigkeit
aufzulehnen. Während der Shoa wurden etwa 6 Millionen Juden
getötet, davon mehr als die Hälfte aus besetzten Gebieten.
Halte das einmal gegen eine Gesamtbevölkerung von über 100 Mio
und Du kommst recht einfach zu der Erkenntnis, dass viele
Deutschen kaum einen Juden kannten oder sich darüber jemals
Gedanken gemacht haben. Und als die Rassengesetze erstmal da
waren, wäre es ja wieder unbequem und riskant gewesen, was zu
sagen.
Eben *weil* die meisten keinen Juden kannten, konnten
sie die Juden so kennen, wie es die Meinungsbildung
vorschrub. Eben in ihrer „Eigenschaft“ als Träger
dieses oder jenes Bösen - das wollte ich sagen.
Grüße & Dank für Deine umfangreiche Antwort
CMБ