kein Widerspruch
Hallo Gemeinde,
ich möchte mich heute einmal einem Thema widmen, was für viele
Menschen eher lachhaft anmutet : Die Evolution.
Viele Menschen verdrängen den Glauben an einen Schöpfer, indem
sie der Evolutionstheorie den Vorzug geben.
Deren Argumentation ist aber nicht weniger lächerlich:„Erst war NICHTS, dann kam der Urknall, dann waren da Algen, die zu sämtlichen Lebensformen mutierten, dann kam das Internet und jetzt schreib’ ich Dir dieses Statement.“
Für mich
persönlich steht die Existenz eines Schöpfers oder Baumeisters
außer Frage, da für mich die Lebensformen zu komplex sind um
ihnen ein zufälliges Erscheinen zuzuschreiben.
Die Frage lautet:„War es gewollt oder ist es zufällig passiert.“ Ich lasse dies offen, halte beides für möglich.
Nun habe ich
aber auch festgestellt, dass die Diskussionen hier im Brett
einen sehr scharftrennenden Charakter annehmen können, da es
letztlich um die Feststellung geht an einen Schöpfer zu
glauben oder nicht.
Bis jetzt hat mich niemand gezwungen, das eine oder das andere zu tun. Ich habe eher denEindruck, daß hier sachlich diskutiert wird und jedes Meinung respektiert wird.
Eventuell spielt auch die Anonymität der
Autoren dabei eine Rolle. So möchte ich hier zu Anfangs darum
bitten, nur wirklich Aufrichtige Beiträge zu leisten. Nun zum
Thema. Es will mir einfach nicht in den Sinn kommen, dass es
tiefsinnig denkende Menschen gibt, die mit aller Macht an eine
Evolutionstheorie festhalten.
Wie gesagt, was in der Bibel steht, ist auch nicht logisch, man könnte auch sagen, es sei nicht klar, daß denkende Menschen an ein Überwesen, das sich aus Jux und Tollerei das Universum geschaffen hat und Reality-TV seit 5 Mio Jahren betreibt, glauben.
Nehmen wir einmal den Menschen,
er besteht aus ca. 100 Billionen Körperzellen, von denen jede
einzelne ein kleines Wunderwerk ist.
Das große Problem in der Biologie ist weniger die eindeutige
Tatsache, dass ein Protein aus einer Kette von Aminosäuren
besteht, die auf eine bestimmte Weise miteinander verknüpft
sind, sondern die Tatsache, dass die ausdrückliche Anordnung
der Aminosäuren der Kette bemerkenswerte Eigenschaften
verleiht. Wären die Aminosäuren nach dem Zufallsprinzip
miteinander verbunden, gäbe es immens viele Anordnungen, die
für eine lebende Zelle nutzlos wären.
Diese zufälligen Anordnungen gibt es auch, aber diese Zellen sterben meistens ab oder, wenn Du Pech hast, hast Du Krebs, denn Krebszellen sind veränderte Zellen, die überlebt haben.
Zieht man in Betracht,
dass ein typisches Enzym aus einer Kette mit vielleicht 200
Verknüpfungen besteht und es 20 Möglichkeiten für jede
Verknüpfung gibt, ist leicht zu erkennen, dass die Zahl der
möglichen nutzlosen Anordnungen extrem hoch ist.
Es reduziert sich die Zahl aber immens, wenn man nur die lebensfähigen Zellen brücksichtigt.
Das gilt für
nur ein Enzym, doch es gibt über 2000 davon, die im
wesentlichen sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Uns
Menschen ist bewusst geworden, wie immens umfangreich die in
den Genen enthaltene Information ist.
Der Mensch unterscheidet sich von der Maus nur durch eine sehr geringe Anzahl an genetischen Informationen, deren Zahl mir aber entfallen ist, ich glaube aber 30.
Die Wissenschaft weiß
nicht, wie sie erklären soll, dass diese Information spontan
zustande kommen kann.
Das glaube ich nicht, davon abgesehen kann die Wissenschaft Gott auch nicht erklären. Vor allem - mit dieser Frage habe ich schon als Volksschulkind meinen Pfarrer genervt:„Wenn die Erde entstanden sein muß, warum muß Gott nicht entstanden sein? Sprich, wer hat Gott gemacht? Könnte nicht auch das Universum ewig sein?“ - Nur weil man das eine nicht wissenschaftlich erklären kann, muß nicht automatisch das andere richtig sein.
So etwas setzt Intelligenz voraus; es
kann nicht durch Zufallsereignisse zustande kommen. Nur
Buchstaben zu mischen erzeugt noch keine Wörter.
Doch, doch, aber sehr viele sinnlose Wörter.
Das sehr
komplizierte DNS-RNS-Protein-Replikationssystem der Zelle zum
Beispiel muss von Anfang an voll funktionsfähig gewesen sein.
Huhn-Ei Problem, ich verstehe. Aber auch das kann durchaus zufällig passiert sein, Strahlen und andere Umwelteinflüsse verändern die Gene, der Großteil ist nicht lebensfähig, aber einzelne sind es eben schon. Zeit war auch genug da.
Andernfalls könnten Lebenssysteme nicht existieren. Die
einzige logische Erklärung ist, dass die ungeheure
Informationsmenge von einer Intelligenz herrührt.
Für Dich, ich glaube weder das eine noch das andere, halte aber alles für möglich, auch, daß beides zutrifft.
Je mehr wir
über die Wunder des Lebens kennenlernen, desto logischer ist
es, der Schlussfolgerung zuzustimmen: Der Ursprung des Lebens
setzt eine intelligente Quelle voraus.
Und was war der Ursprung der intelligenten Quelle?
Fazit:
Man kann vieles wissenschaftlich nicht erklären, deswegen an Gott zu glauben, ist auch nicht logisch.
Andererseits ist es IMHO auch nicht verwerflich, an Gott zu glauben. Weiters halte ich es auch nicht für widersprüchlich, an die Evolutionstheorie und an Gott zu glauben. Wie lange hat die Kirche behauptet, die Erde sei eine Scheibe? Wer sagt, daß die kirchliche Interpretation der Bibel mit der Wahrheit an sich im Einklang ist? Wer im Recht ist, stellt sich ja leider erst nach dem irdischen Leben heraus.
Tatsache ist für mich, daß wir nur kleine Staubkörner im Universum sind und daß es nicht falsch ist, Nächstenliebe zu üben, ob das jetzt gottgewollt ist oder ob die Evolution uns diese Einsicht gab, ist IMHO irrelevant.
liebe Grüße
Gollum