Evolution

Bin aber der Meinung, dass bei einer Mutation eines
Artenwechsels zB eines Tieres zum Vogel, es irgendwann eine
Mutation nach 1) geben muss.
Grund: Irgendwann werden durch die Mutation Nachteile für die
Vorderbeine entstehen (welche ja Richtung Flügel
mutieren),oder? Aber diese Mutation ist noch zu klein, dh es
werden noch keine Vorteile des Flügels (der eben noch keiner
ist) da sein, da die Vorderfüsse noch zu wenig Flügel sind um
einen Vorteil zu haben.

Nee, wenn es so läuft, findet keine Weiterentwicklung statt. Aber es gibt auch den Fall, wo der Vorteil durch den Flügel größer ist als der Nachteil für’s Laufen (oder zumindest nicht kleiner), und dann kann es weiter gehen.

Gruß Kubi

Bin aber der Meinung, dass bei einer Mutation eines
Artenwechsels zB eines Tieres zum Vogel, es irgendwann eine
Mutation nach 1) geben muss.
Grund: Irgendwann werden durch die Mutation Nachteile für die
Vorderbeine entstehen (welche ja Richtung Flügel
mutieren),oder? Aber diese Mutation ist noch zu klein, dh es
werden noch keine Vorteile des Flügels (der eben noch keiner
ist) da sein, da die Vorderfüsse noch zu wenig Flügel sind um
einen Vorteil zu haben.

Nee, wenn es so läuft, findet keine Weiterentwicklung statt.
Aber es gibt auch den Fall, wo der Vorteil durch den Flügel
größer ist als der Nachteil für’s Laufen (oder zumindest nicht
kleiner), und dann kann es weiter gehen.

Denke eben, dass dies nicht möglich ist, stell Dir die lanfgsamme Umstellung mal vor. Irgendwann sind die Vorderbeine doch schlechter als im Anfangsstadium, oder`? Aber sie sind als Flügel noch nicht brauchbar. Wenn sie gerade als Beine nicht mehr so gut sind, dann sind noch lange nicht brauchbare Flügel. Stell Dir den Prozess, der ja sehr langsam wäre mal vor

Gruß Beat

Nu muß ich mich doch dazwischenmischen…
Hai, Beat,

Du machst bei Deiner Überlegung, wie sich die Vögel entwickelt haben, immer einen winzigen, aber entscheidenden Fehler: Du gehst davon aus, daß sich Vögel direkt aus vierfüßig laufenden Tieren entwickelt haben. Das ist nicht so. Die Dinosaurier, die zu den Vorfahren der Vögel wurden, sind schon nur auf zwei Beinen gelaufen und haben ihre Vorderläufe nicht mehr zum Laufen benutzt. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe dürfte wohl der T. Rex sein. Dessen Vorderläufe sind so klein und zierlich (in Relation zum T. Rex - nicht in Relation zu uns :wink: ), daß er die Dinger beim besten Willen nicht zum Laufen benutzen konnte, höchstens vielleicht, um sich nach dem Mahl ein wenig zwischen den Zähnen zu polken…
Ein kleinerer Verwandter dieses jagenden Monsters hat irgendwann die Entwicklung zum Vogel angetreten.

Ein zweiter kleiner Fehler, den Du machst, ist es, Darwin absolut anzuwenden, sobald Du von der Evolution sprichst - also einen ständigen Selektionsdruck anzunehemen…
Das stimmt so aber auch nicht. Sobald aus irgendeinem Grund kein Selektionsdruck herrscht (z.B. bei der Besiedelung einer neu entstandenen Insel, oder auch nach dem großen Saurier-Sterben), können auch im harten Überlebenskampf nachteilige Entwicklungen sich zunächst verbreiten (siehe zum Vergleich z.B. die Dodos - dicke, fette taubenartige Vögel, die nicht fliegen konnten und nicht mal wegliefen, sobald sich ein Mensch näherte. Solange keine Dodos-fressende Feinde existierten (kein Selektionsdruck), war es kein Nachteil, nicht zu flüchten, kaum tauchte der Mensch auf und fand die Teile lecker, starben sie prompt aus…)
So gab es in der Geschichte der Erde immer wieder Zeiten und Orte, wo stark verringerter, oder eben kein Selektionsdruck herrschte und sich somit jede Menge Arten entwickeln konnten, die Eigenschaften hatten, die in dem Augenblick nur Spielarten waren und weder Vor- noch Nachteil bedeuteten, sobald wieder Selektionsdruck entstand (eine der Arten hat das Fleischfressen für sich entdeckt, oder Carnivoren kommen von Außen, oder das Nahrungsangebot lässt nach), wird aussortiert, was an den willkürlich entstandenen Eigenschaften einen Vorteil darstellt - der Rest stirbt aus…

Ich hoffe, ein wenig zur Aufklärung zum Thema Evolution beigetragen zu haben
Gruß
Sibylle

Hallo Sibylle

Danke, Deine Argumentation leuchtet mir ein. Sehe ein, dass dies so möglich wäre.
Bleibt nur noch die Frage, wieso man dann bis heute auf so einer abgeschotteten Insel keine entsprechenden Fosilien entdeckt hat. Meine zB das mit dem fetten Vogel. Dann müsste es doch viele Zwischenarten und entsprechend etwa gleichviele Fossilien geben, wo man sieht, wie sie sich langsam entwickelten, jeder kleine Entwicklungsschritt sollte man doch dann sehen und nicht nur Fosilien des fetten Vogels. Müsste ja auch viele Exemplare (etwa gleichviele)von denen gegeben haben, da sie ja gleichgut (über)leben konnten, wie die Vor- und Nachgänger.

Gruss
Beat

Mehr Evolution
Hai, Beat,

Bleibt nur noch die Frage, wieso man dann bis heute auf so
einer abgeschotteten Insel keine entsprechenden Fosilien
entdeckt hat. Meine zB das mit dem fetten Vogel. Dann müsste
es doch viele Zwischenarten und entsprechend etwa gleichviele
Fossilien geben, wo man sieht, wie sie sich langsam
entwickelten, jeder kleine Entwicklungsschritt sollte man doch
dann sehen und nicht nur Fosilien des fetten Vogels. Müsste ja
auch viele Exemplare (etwa gleichviele)von denen gegeben
haben, da sie ja gleichgut (über)leben konnten, wie die Vor-
und Nachgänger.

Man hat Fossilien der noch flugfähigen Vorläufer der Dodos gefunden…
Aber mal ein wenig allgemeiner: den Archäologen geht es nicht soviel anders als Dir. Du hast die ganze Zeit nach einem Wesen gesucht, daß vom vierbeinigen Gang direkt in die Entwicklung von Flügeln übergegangen ist, dabei kennst Du Abbildungen von T. Rex und Konsorten. Ebenso suchen nach wie vor viele Archäologen nach einem bestimmten Wesen ihrer Vorstellung und sehen dabei gar nicht, daß ihr Übergangswesen schon längst gefunden ist, es aber anders aussieht, als sie es sich vorgestellt haben. Z. B. ist man lange davon ausgegangen, daß es vom Triceratop (die Viecher mit den drei Hörnern im Gesicht) zwei Varianten gab, eine große und eine kleine und hat das Wesen gesucht, daß die Trennung zwischen beiden Arten angestoßen hat - inzwischen ist man aber der Ansicht, daß der Größenunterschied eher auf das Geschlecht zurückzuführen ist.
Darum werden die Stammbäume ja auch dauernd umsortiert.
Dazu kommt immernoch das Problem, daß nur sehr wenige Tiere überhaupt versteinert sind - überleg mal, wieviele Millionen von Dinos wie lange über die Erde gelatscht sind, trotzdem hat man nur an einigen wenigen Stellen der Welt überhaupt Fossilien gefunden und in Relation zu den mal vorhandenen Tieren eine verschwindend geringe Menge. Die Wahrscheinlichkeit, daß ausgerechnet ein Wesen, daß einen deutlich sichtbaren Übergang darstellt, versteinert ist, ist einfach nicht sehr hoch und dann muß noch erkannt werden, daß es sich um einen Übergang handelt und sichergestellt sein, daß es sich nicht um eine singuläre Mutation handelt. So hat man zum Beispiel ein Kind gefunden (Jungtier einer Menschenart), das sowohl Eigenschaften des Neandertalers (Beckenform, Beine) als auch Eigenschaften des modernen Menschen (Schädel) aufweist - ist das nun ein Beweis, daß moderne Menschen und Neandertaler sich vermischen konnten, oder ist daß eine Mutation dieses einen modernen Menschen, die zufälligerweise Ähnlichkeit mit einem Neandertaler aufweist oder ein Neandertaler, der Ähnlichkeit mit einem modernen Menschen aufweist, oder ist es vielleicht eine bisher noch nicht entdeckte weitere Menschenart?
Gerade bei dem Thema, daß uns ja eigentlich am meisten interessiert - die Herkunft des Menschen - ist es besonders schwierig, weil sich die Menschheit erst seit kurzem (erdgeschichtlich gesehen) in so großen Mengen auftritt - unsere Vorfahren sind schließlich in kleinen Gruppen, dünn gesät, über die Erde gezogen.
Trotzdem sind einige evolutionäre Effekte selbst in kürzeren Zeitabständen zu beobachten. Wenn Du Dir z.B. mal die Durchschnittsgröße der heutigen Menschen ansiehst und die mit der Durchschnittsgröße vor 500 Jahren vergleichst, wirst Du schnell feststellen, daß die Menschen deutlich gewachsen sind. Heutzutage muß man zu den eher kleinen gehören, um in eine Rüstung zu passen, die vor 500 Jahren für einen außergewöhnlich großen Recken angefertigt wurde. Nun kann man natürlich sagen, daß das an der besseren Ernährung heutzutage liegen würde - dann hätten aber schon damals die Kinder der Reichen, Wohlgenährten größer werden müssen…
Friedrich Wilhelm I. musste die „langen Kerle“ für seine Leibgarde noch aus ganz Europa zusammenholen (siebzehnhundertlangsam), heutzutage bräuchte er nur 'ne Stunde in einer beliebigen Fußgängerzone stehen und hätte seine Garde von über-1,90-Männern zusammen.

Gruß
Sibylle

Hallo Sibylle

Deine Argumentation leuchtet mir teilweise ein.
Wo ich Probleme habe, ist, dass es bei langsamen Veränderungen, die wie u sagtest sogar trotz Nachteilen überleben konnten, wieso es dann nich gleich viele Zwischenarten, wie der Endart gibt Bei einem Flügel müsste es doch gleichviele mit kleinsten, kleinen und mittelgrossen Flügel geben, auch wenn es von allen nur wenige Fossilien geben würde.
Im weiteren müsste es ja fast bei jeder Entwicklung mal Nachteile geben, auch wenn die nur kleine sind (wie zB die Dinosaurierforderfüsse langsam zu Flügel) und diese Nachteilige Zwischenentwicklung könnten sich zwar wie Du schriebst manchmal halten (kein Selektionsdruck), aber in den meisten Fällen wäre ja der Selektionsdruck da, oder?

Vieleicht hast du ja aber darauf auch eine einleuchtende Erklärung

Danke und liebe grüsse
beat

Ständige Evolution
Hai, Beat,

ich glaube, ich komme langsam dahinter, welches Problem Du hast - in Deinem Kopf versteckt sich irgendwo die Idee, daß für die Entwicklung einer neuen Art vorher irgendwo so eine Art Bauplan rumliegt; z.B. um einen Vogel zu kriegen brauchen wir Flügel, also nehmen wir ein Tier und bauen es so und so um und haben am Ende dann einen Vogel und sich das Ganze sozusagen in Stufen von Art zu Art entwickelte…
So ist es nicht. Als die ersten Saurier die Vorderfüße vom Boden abhoben, war das nicht, damit sich daraus später Flügel entwickeln können, sondern nur, um schneller laufen zu können. Das ist ein Verhalten, das man auch heutzutage bei einigen Echsenarten (soweit ich weiß, handelt es sich um Kragenechsen) beobachten kann - wenn die es eilig haben, richten sie sich leicht auf, klappen die Vorderbeine an den Körper und flitzen los.
Dieses zweibeinige Laufen hat sich als so großer Vorteil erwiesen, daß sich dieses erste aufrecht laufende Tier besonders erfolgreich vermehren konnte und sich aus den vielen Nachkommen verschiedenste Arten bilden konnten. Manche dieser Arten haben gejagt, immer größere Mäuler (und mehr Zähne) bekommen so daß es für diese Art kein Problem war, wenn die Vorderläufe immer kürzer wurde, bis sie eigentlich nur noch Anhängsel waren - ist in dieser Art ein Tier geboren worden, dessen Vorderläufe nur halb so groß waren, wie die seiner Verwandten, so war das völlig egal - sie wurden sowieso nicht benutzt…
Bei anderen Arten dieser Zweifüßer wurden die Vorderläufe z.B. benutzt, um sich Äste heranzuziehen, um dann die Blätter abzufressen - ist in dieser Art ein Nachkomme entstanden, der nur halb so große Vorderläufe hatte, war das ein Nachteil - schließlich konnte dieses Wesen sich nicht so gut ernähren.
Während in der ersten Beispiel-Art das Wegbleiben der Vorderläufe kein Problem darstellte, sogar die Energie eingespart wurde, die Vorderbeine wachsen zu lassen und zu versorgen, und somit die Verkleinerung durch die Umstände gefördert wurde, ist in der zweiten Beispiel-Art dieses Wegbleiben nachteilig und wird durch den Selektionsdruck verhindert.
So existierten über Jahrmillionen die verschiedensten Zweifüßigen Arten vor sich hin. Manche wurden immer größer, andere bekamen aufklappbare Hautkrägen, wieder bei anderen wurden die Schuppen fransig.
Die fransigen Schuppen waren wieder ein Vorteil (auf den wir uns jetzt mal stürzen): während die „normal“-geschuppten auf eine gewisse Mindest-Temperatur angewiesen waren, konnten die fransig-geschuppten in Lebensräumen klarkommen, die kühler waren - je fransiger, desto kuscheliger - die Federn waren geboren. Und wieder existierten lauter gefederte Viecher jahrhunderttausende vor sich hin - bis der erste bei einer Fluchtaktion seine „Arme“ mal nicht anklappte sondern ausstreckte und durch irgendeinen blöden Zufall (ist dadurch übern Bach gesegelt und so seinen Jägern entkommen, oder über 'ne Klippe getürmt und eben nicht unten aufgeklatscht, sondern gelandet) hat sich dieses Verhalten als vorteilhaft erwiesen, so daß im Laufe der Zeit immer mehr seiner Nachfahren die Arme ausgeklappt haben… während es vorher nachteilig gewesen wäre, zu lange Vorderextremitäten zu entwickeln (wenn Du zur Flucht die Arme an den Bauch legen willst, Dir dann aber dauernd auf die Hände latschst, ist das nicht sooo günstig), ist das bei der „neuen“ Art plötzlich ein Vorteil - hier werden jetzt nicht mehr die langarmigen Opfer der Selektion, sondern haben einen Vorteil. Nun warten wir noch mal ein paar hunderttausend Jahre *Däumchen-dreh* und - tatAAA - der Archäopterix ist da! OK - er hat noch 'n Schwanz und Zähne und Krallen an den Flügeln, aber er kann schon richtig fliegen und hat das typische Vogel-Brustbein. Aus seinen Nachkommen wurden dann die vielen schönen Vögel - schließlich stand ja ein noch ungenutzter Lebensraum zur Verfügung, und es konnten sich alle möglichichen Varianten entwickeln.

Übrigens kann man nicht die komplette Evolution ausschließlich mit „Survival of the fittest“ erklären - die ersten Säuger hätten schlechte Karten gegen die zu der Zeit herrschenden Saurier gehabt - freundlicherweise ist denen dann aber ein Meteorit auf’s Haupt geknallt (gut - es kann auch ein Vulkanausbruch gewesen sein) und die klimatischen Verhältnisse haben sich so stark geändert, daß die Saurier keine Chance mehr hatten und die Säuger (die praktischerweise 'ne eingebaute Heizung haben) hatten plötzlich jede Menge Platz für sich und ihre Nachkommen. Der Zufall spielt also auch eine nicht zu verachtende Rolle.

Nun hab ich Dich langwierig vollgetextet und damit doch nur ein Ziel verfolgt: es gibt, je nach Sichtweise, keine oder ausschließlich „Zwischenarten“ - auf keinen Fall aber gibt es „End-Arten“, nur Zwischenarten, die sich weiter entwickeln können und damit die Basis für neue Arten bilden, oder Arten, die aussterben. Auch wir sind nur das vorläufige Ende einer Entwicklung - entweder sterben wir irgendwann aus, oder aus uns entwickeln sich eine oder mehrere neue Arten.

Wo ich Probleme habe, ist, dass es bei langsamen
Veränderungen, die wie u sagtest sogar trotz Nachteilen
überleben konnten, wieso es dann nich gleich viele
Zwischenarten, wie der Endart gibt Bei einem Flügel müsste es
doch gleichviele mit kleinsten, kleinen und mittelgrossen
Flügel geben, auch wenn es von allen nur wenige Fossilien
geben würde.

Ich hoffe, Dir ist jetzt klar, wo sich die Zwischenarten auf dem Weg zum Vogel „verstecken“ und daß es durchaus von all diesen Zwischenarten ungefähr gleichviele Fossilien gibt (natürlich: je weiter zurück, desto weniger, je geringer die allgemeine Verbreitung, desto weniger). Nun noch zur gleichmäßigen Verteilung der Flügelgrößen: ist die Art auf’s Fliegen angewiesen, werden Exemplare mit zu kleinen Flügeln ziemlich schnell aussortiert (*grins* es gibt da diverse Wasservögel, die auf ewig hohen, steilen Felsen nisten - sind die Jungen ausgeschlüpft, werden sie einfach runtergeschubst…); sind die Tiere aber nicht auf’s Fliegen angewiesen, so verkleinern sich auch die Flügel im Laufe der Generationen bis zur totalen Nutzlosigkeit (z.B. Sträuße); erobert eine Tierart einen neuen Lebensraum und kann daher eine Fähigkeit aufgeben, dann passt sich der Körper an und aus Flügeln wird was Flossenartiges (siehe Pinguine). Um Dir klarzumachen, wie sich sowas ohne Nachteile für die „Zwischenstufen“ entwickeln kann, sieh Dir doch mal verschiedene Wasservögel an - manche schießen nur kurz ins Wasser um sich 'nen Fisch zu holen und vermeiden es möglichst, allzu naß zu werden, andere stellen sich eben nach jedem Jagdzug in die Sonne zum Trocknen und wieder andere können unter Wasser ihre Flügel wie Flossen benutzen und schütteln sich hinterher nur kurz.

Im weiteren müsste es ja fast bei jeder Entwicklung mal
Nachteile geben, auch wenn die nur kleine sind (wie zB die
Dinosaurierforderfüsse langsam zu Flügel) und diese
Nachteilige Zwischenentwicklung könnten sich zwar wie Du
schriebst manchmal halten (kein Selektionsdruck), aber in den
meisten Fällen wäre ja der Selektionsdruck da, oder?

Veränderungen können sich nur dann durchsetzen, wenn sie keinen Nachteil darstellen - entweder, weil diese Veränderung die Funktion nicht beeinträchtigt, oder weil zur Zeit kein Selektionsdruck herrscht - alles andere geht flöten!

Vieleicht hast du ja aber darauf auch eine einleuchtende
Erklärung

So, nun hoffe ich, Dich genug erleuchtet zu haben - solltest Du noch weitere Fragen haben - gerne - allerdings sollten wir dann entweder das Brett wechseln, oder das ganze per Mail fortsetzen - so direkt religiös ist das Thema wohl nicht mehr… *smile*

Gruß
Sibylle

2 „Gefällt mir“

Hai, Beat,

ich glaube, ich komme langsam dahinter, welches Problem Du
hast - in Deinem Kopf versteckt sich irgendwo die Idee, daß
für die Entwicklung einer neuen Art vorher irgendwo so eine
Art Bauplan rumliegt; z.B. um einen Vogel zu kriegen brauchen
wir Flügel, also nehmen wir ein Tier und bauen es so und so um
und haben am Ende dann einen Vogel und sich das Ganze
sozusagen in Stufen von Art zu Art entwickelte…

Nein

So ist es nicht. Als die ersten Saurier die Vorderfüße vom
Boden abhoben, war das nicht, damit sich daraus später Flügel
entwickeln können, sondern nur, um schneller laufen zu können.

Ist mir klar

Das ist ein Verhalten, das man auch heutzutage bei einigen
Echsenarten (soweit ich weiß, handelt es sich um Kragenechsen)
beobachten kann - wenn die es eilig haben, richten sie sich
leicht auf, klappen die Vorderbeine an den Körper und flitzen
los.
Dieses zweibeinige Laufen hat sich als so großer Vorteil
erwiesen, daß sich dieses erste aufrecht laufende Tier
besonders erfolgreich vermehren konnte und sich aus den vielen
Nachkommen verschiedenste Arten bilden konnten.

Das leuchtet mir auch noch ein

Manche dieser

Arten haben gejagt, immer größere Mäuler (und mehr Zähne)
bekommen so daß es für diese Art kein Problem war, wenn die
Vorderläufe immer kürzer wurde, bis sie eigentlich nur noch
Anhängsel waren - ist in dieser Art ein Tier geboren worden,
dessen Vorderläufe nur halb so groß waren, wie die seiner
Verwandten, so war das völlig egal - sie wurden sowieso nicht
benutzt…

Na ja, wenn ich mir das so vorstelle, denke ich das auch diese Krüppelbeine einen kleinen Vorteil hatten (grobes Festhalten oder so)

Bei anderen Arten dieser Zweifüßer wurden die Vorderläufe z.B.
benutzt, um sich Äste heranzuziehen, um dann die Blätter
abzufressen - ist in dieser Art ein Nachkomme entstanden, der
nur halb so große Vorderläufe hatte, war das ein Nachteil -
schließlich konnte dieses Wesen sich nicht so gut ernähren.
Während in der ersten Beispiel-Art das Wegbleiben der
Vorderläufe kein Problem darstellte, sogar die Energie
eingespart wurde, die Vorderbeine wachsen zu lassen und zu
versorgen, und somit die Verkleinerung durch die Umstände
gefördert wurde, ist in der zweiten Beispiel-Art dieses
Wegbleiben nachteilig und wird durch den Selektionsdruck
verhindert.
So existierten über Jahrmillionen die verschiedensten
Zweifüßigen Arten vor sich hin. Manche wurden immer größer,
andere bekamen aufklappbare Hautkrägen, wieder bei anderen
wurden die Schuppen fransig.

Eben, die hunderte von Zwischenarten (alle abgestufte Grössen, leicht, mittel und stark aufgeklappte Hautkrägen, etc)

Die fransigen Schuppen waren wieder ein Vorteil (auf den wir
uns jetzt mal stürzen): während die „normal“-geschuppten auf
eine gewisse Mindest-Temperatur angewiesen waren, konnten die
fransig-geschuppten in Lebensräumen klarkommen, die kühler
waren - je fransiger, desto kuscheliger - die Federn waren
geboren. Und wieder existierten lauter gefederte Viecher
jahrhunderttausende vor sich hin - bis der erste bei einer
Fluchtaktion seine „Arme“ mal nicht anklappte sondern
ausstreckte und durch irgendeinen blöden Zufall (ist dadurch
übern Bach gesegelt und so seinen Jägern entkommen, oder über
'ne Klippe getürmt und eben nicht unten aufgeklatscht, sondern
gelandet) hat sich dieses Verhalten als vorteilhaft erwiesen,
so daß im Laufe der Zeit immer mehr seiner Nachfahren die Arme
ausgeklappt haben… während es vorher nachteilig gewesen
wäre, zu lange Vorderextremitäten zu entwickeln (wenn Du zur
Flucht die Arme an den Bauch legen willst, Dir dann aber
dauernd auf die Hände latschst, ist das nicht sooo günstig),
ist das bei der „neuen“ Art plötzlich ein Vorteil - hier
werden jetzt nicht mehr die langarmigen Opfer der Selektion,
sondern haben einen Vorteil.

Das leuchte mir wiederum ein

Nun warten wir noch mal ein paar

hunderttausend Jahre *Däumchen-dreh*

und wo sind die immer leicht mutiertren Zwischenarten die es in den hundertausend Jahren gegeben haben muss bis der Archäopterix da war?

  • tatAAA - der

Archäopterix ist da! OK - er hat noch 'n Schwanz und Zähne und
Krallen an den Flügeln, aber er kann schon richtig fliegen und
hat das typische Vogel-Brustbein. Aus seinen Nachkommen wurden
dann die vielen schönen Vögel - schließlich stand ja ein noch
ungenutzter Lebensraum zur Verfügung, und es konnten sich alle
möglichichen Varianten entwickeln.

Übrigens kann man nicht die komplette Evolution ausschließlich
mit „Survival of the fittest“ erklären - die ersten Säuger
hätten schlechte Karten gegen die zu der Zeit herrschenden
Saurier gehabt - freundlicherweise ist denen dann aber ein
Meteorit auf’s Haupt geknallt (gut - es kann auch ein
Vulkanausbruch gewesen sein) und die klimatischen Verhältnisse
haben sich so stark geändert, daß die Saurier keine Chance
mehr hatten und die Säuger (die praktischerweise 'ne
eingebaute Heizung haben) hatten plötzlich jede Menge Platz
für sich und ihre Nachkommen. Der Zufall spielt also auch eine
nicht zu verachtende Rolle.

Nun hab ich Dich langwierig vollgetextet und damit doch nur
ein Ziel verfolgt: es gibt, je nach Sichtweise, keine oder
ausschließlich „Zwischenarten“ - auf keinen Fall aber gibt es
„End-Arten“, nur Zwischenarten, die sich weiter entwickeln
können und damit die Basis für neue Arten bilden, oder Arten,
die aussterben. Auch wir sind nur das vorläufige Ende
einer Entwicklung - entweder sterben wir irgendwann aus, oder
aus uns entwickeln sich eine oder mehrere neue Arten.

Mit meinen Zwischearten meinte ich jeweils Arten die es gegeben haben müsste, die zwischen den bekannten gefundenen Fossilien anzusiedeln sind

Wo ich Probleme habe, ist, dass es bei langsamen
Veränderungen, die wie u sagtest sogar trotz Nachteilen
überleben konnten, wieso es dann nich gleich viele
Zwischenarten, wie der Endart gibt Bei einem Flügel müsste es
doch gleichviele mit kleinsten, kleinen und mittelgrossen
Flügel geben, auch wenn es von allen nur wenige Fossilien
geben würde.

Ich hoffe, Dir ist jetzt klar, wo sich die Zwischenarten auf
dem Weg zum Vogel „verstecken“ und daß es durchaus von all
diesen Zwischenarten ungefähr gleichviele Fossilien gibt

wenn ich die Funde ansehe, stimmt das gleichviele eben nicht.

(natürlich: je weiter zurück, desto weniger, je geringer die
allgemeine Verbreitung, desto weniger). Nun noch zur
gleichmäßigen Verteilung der Flügelgrößen: ist die Art auf’s
Fliegen angewiesen, werden Exemplare mit zu kleinen Flügeln
ziemlich schnell aussortiert

eben, dann können sie sich aber nie zu solchen mit grossen Flügel weiterentwickeln, da sie vorher aussorrtiert würden
(*grins* es gibt da diverse

Wasservögel, die auf ewig hohen, steilen Felsen nisten - sind
die Jungen ausgeschlüpft, werden sie einfach
runtergeschubst…);

ehrlich?
sind die Tiere aber nicht auf’s Fliegen

angewiesen, so verkleinern sich auch die Flügel im Laufe der
Generationen bis zur totalen Nutzlosigkeit (z.B. Sträuße);

das ist mir weider klar

erobert eine Tierart einen neuen Lebensraum und kann daher
eine Fähigkeit aufgeben, dann passt sich der Körper an und aus
Flügeln wird was Flossenartiges (siehe Pinguine). Um Dir
klarzumachen, wie sich sowas ohne Nachteile für die
„Zwischenstufen“ entwickeln kann, sieh Dir doch mal
verschiedene Wasservögel an - manche schießen nur kurz ins
Wasser um sich 'nen Fisch zu holen und vermeiden es möglichst,
allzu naß zu werden, andere stellen sich eben nach jedem
Jagdzug in die Sonne zum Trocknen und wieder andere können
unter Wasser ihre Flügel wie Flossen benutzen und schütteln
sich hinterher nur kurz.

Im weiteren müsste es ja fast bei jeder Entwicklung mal
Nachteile geben, auch wenn die nur kleine sind (wie zB die
Dinosaurierforderfüsse langsam zu Flügel) und diese
Nachteilige Zwischenentwicklung könnten sich zwar wie Du
schriebst manchmal halten (kein Selektionsdruck), aber in den
meisten Fällen wäre ja der Selektionsdruck da, oder?

Veränderungen können sich nur dann durchsetzen, wenn sie
keinen Nachteil darstellen - entweder, weil diese Veränderung
die Funktion nicht beeinträchtigt, oder weil zur Zeit kein
Selektionsdruck herrscht - alles andere geht flöten!

Eben und da meistens Selektionsdruck herrschte, müsste es flöten gehen, bevor es gut ist.

Vieleicht hast du ja aber darauf auch eine einleuchtende
Erklärung

So, nun hoffe ich, Dich genug erleuchtet zu haben - solltest
Du noch weitere Fragen haben - gerne - allerdings sollten wir
dann entweder das Brett wechseln, oder das ganze per Mail
fortsetzen - so direkt religiös ist das Thema wohl nicht
mehr… *smile*

lach, stimmt, aber ist einfacher hier zu bleiben.

Gewisse Dinge leuchten wir ein, andere wie Du lesen kannst weniger.
Auf bald

Gruß

Beat

Hai, Beat,

Nein

hmpf - na dann nicht… *zwinker*

Na ja, wenn ich mir das so vorstelle, denke ich das auch diese
Krüppelbeine einen kleinen Vorteil hatten (grobes Festhalten
oder so)

Schon klar - es war nur kein großartiger Nachteil, wenn die Vorderbeinchen noch etwas kürzer wurden…

Eben, die hunderte von Zwischenarten (alle abgestufte Grössen,
leicht, mittel und stark aufgeklappte Hautkrägen, etc)

und wo sind die immer leicht mutiertren Zwischenarten die es
in den hundertausend Jahren gegeben haben muss bis der
Archäopterix da war?

Ich bin mal durch die Weiten des www gesurft und hab nach brauchbaren Links gestöbert und hab sogar was gefunden:
http://www.senckenberg.uni-frankfurt.de/lecture/urvo…
Archaeopteryx lithographica VON MEYER 1861 und Archaeopteryx bavarica WELLNHOFER 1993. Bis heute sind sieben Skelette dieser „Urvögel“ beschrieben worden. Sie sind etwa 150 Jahrmillionen alt und wurden alle in oberjurassischen Ablagerungen der Altmühl-Alb gefunden. Sechs davon werden von den meisten Ornithologen als zur erstgenannten Art gehörig angesehen. Ein siebentes Exemplar stufte WELLNHOFER aufgrund abweichender Proportionen der Gliedmaßen als gesonderte Art ein…Bezeichnenderweise wurden drei der bekannten Skelette zunächst für Saurierreste gehalten.

In diesem Teil kannst Du gleich zwei der Probleme sehen, die dafür sorgen, daß wir (noch) keinen kompletten Stammbaum der Vögel erstellen können - die Anzahl der überhaupt gefundenen Exemplare - und ihre richtige Einordnung.
hier:
http://www.planetposter.de/dinosaurier/Dinosaurier.htm
findest Du Abbildungen verschiedener Saurier, unter anderem mehrere Theropoden, zu denen man die Vögel zählt - auch hier wirf mal ein Auge auf das Alter der Viecher und den zeitlichen Abstand ihres Autretens…
…und hier nochmal ganz allgemein was zum Thema Evolution:
http://thor.tech.chemie.tu-muenchen.de/~neukamm/junk…

Solltest Du was nicht verstehen, hier findest Du erstmal ein Glossar:
http://www.biokurs.de/skripten/13/glos13E.htm

Mit meinen Zwischearten meinte ich jeweils Arten die es
gegeben haben müsste, die zwischen den bekannten gefundenen
Fossilien anzusiedeln sind

Die gab es - das Dumme ist nur, daß die Arten, die zwischen den gefundenen existierten, eben noch nicht gefunden wurden…
Generell ist es eigentlich 'ne blöde Idee, ausgerechnet mit der Entwicklung der Vögel die Evolutionstheorie bestätigen zu wollen - ihre Entstehung ist einfach so lange her, daß viel zu wenig Fossilien gefunden wurden, um die Entwicklung detailreich und präzise nachzuvollziehen… Ich schätze mal, der Traum eines jeden Paläontologen ist eine Teergrube, in der alle Arten so alle 1000 Jahre ein „Belegexemplar“ hinterlassen haben - nur gibt es sowas leider nicht.
Man muß sich also, wenn man wirklich detailliert die Veränderung einer Art betrachten will, auf jüngere Veränderungen konzentrieren - z.B. sind sie gestern bei Quarks & Co mal durch die letzten Schritte der Entwicklung der Schweine gefetzt (siehst Du hier: http://www.quarks.de/dyn/11350.phtml ) - trotzdem ist das immernoch ein ziemlich grobes Raster.
Ein feineres kannst Du betrachten, wenn Du Dir die Entwicklung verschiedener Hunderassen betrachtest. Alle fangen mit dem Wolf an und zur Zeit befinden sie sich scheinbar an einem Zeitpunkt, an dem sich die eine Art in mehrere Arten trennt - wenn eine Dogge eine Chihuahua-Dame deckt, entsteht kein Nachwuchs, weil die Jungen größer wären, als die potentielle Mutter, auch der umgekehrte Deckversuch ist nur selten von Erfolg gekrönt - obwohl beide Rassen sich noch mit mittelgroßen Hunden erfolgreich paaren können, ist es direkt inzwischen fast unmöglich. Auch der Bauplan beider Rassen unterscheidet sich inzwischen sehr stark - nicht nur in der Größe (sieh Dir nur mal die Kopfform an).
Bleiben jetzt beide Rassen dauerhaft getrennt erhalten und vermischen sich auch nicht mit mittelgroßen Hunden, haben wir in absehbarer Zeit zwei getrennte Arten (es ist, trotz der schnelleren Generationenfolge bei Hunden, aber unwahrscheinlich, daß einer von uns beiden das noch erlebt…)

gleichmäßigen Verteilung der Flügelgrößen: ist die Art auf’s
Fliegen angewiesen, werden Exemplare mit zu kleinen Flügeln
ziemlich schnell aussortiert

eben, dann können sie sich aber nie zu solchen mit grossen
Flügel weiterentwickeln, da sie vorher aussorrtiert würden

Doch, doch, größere Flügel sind ja erstmal kein Nachteil…

(*grins* es gibt da diverse

Wasservögel, die auf ewig hohen, steilen Felsen nisten - sind
die Jungen ausgeschlüpft, werden sie einfach
runtergeschubst…);

ehrlich?

Ja, ehrlich!

Eben und da meistens Selektionsdruck herrschte, müsste es
flöten gehen, bevor es gut ist.

Ich glaube, da schleicht sich ein Problem mit Zeiträumen ein - in Relation zur Gesamtexistenz der Welt sind die „Selektionsdruck-losen“ Zeiten allerkürzeste Augenblicke… um Dir mal so einen allerkürzesten Zeitraum bewußt zu machen: seit der Mensch das Feuer nutzt, hat er sich im Prinzip von der Selektion abgekoppelt - es gab noch ein paar Reibereien mit anderen Menschenarten (die Neandertaler haben uns nicht überlebt) und ein paar innerartliche Reibereien, aber die Menschheit als solche unterliegt zur Zeit keiner Selektion. Dieser, evolutionstechnisch gesehen, winzige Augenblick des fehlenden Selektionsdrucks, herrscht seit geschätzten 1,5 Millionen Jahren…

Gruß
Sibylle

Hai, Beat,

Nein

hmpf - na dann nicht… *zwinker*

Na ja, wenn ich mir das so vorstelle, denke ich das auch diese
Krüppelbeine einen kleinen Vorteil hatten (grobes Festhalten
oder so)

Schon klar - es war nur kein großartiger Nachteil, wenn die
Vorderbeinchen noch etwas kürzer wurden…

immerhin, dann sollten die anderen doch mit der zeit überhand nehmen, becvor sich die mutierten weiterentwickeln könnten, da dies ja seeeeeehr langsam geht

Mit meinen Zwischearten meinte ich jeweils Arten die es
gegeben haben müsste, die zwischen den bekannten gefundenen
Fossilien anzusiedeln sind

Die gab es - das Dumme ist nur, daß die Arten, die zwischen
den gefundenen existierten, eben noch nicht gefunden wurden…

aha und warum nicht? OK bei den Vögeln wäre dies ja noch möglich (kleine Anzahl) aber bei den anderen Zwischenarten?

Generell ist es eigentlich 'ne blöde Idee, ausgerechnet mit
der Entwicklung der Vögel die Evolutionstheorie bestätigen zu
wollen - ihre Entstehung ist einfach so lange her, daß viel zu
wenig Fossilien gefunden wurden, um die Entwicklung
detailreich und präzise nachzuvollziehen…

Oh, da scheinst du recht zu haben. Sollten wir andere Exemplare nehmen wo es mehr gibt? Welche?

Ich schätze mal,

der Traum eines jeden Paläontologen ist eine Teergrube, in der
alle Arten so alle 1000 Jahre ein „Belegexemplar“ hinterlassen
haben - nur gibt es sowas leider nicht.
Man muß sich also, wenn man wirklich detailliert die
Veränderung einer Art betrachten will, auf jüngere
Veränderungen konzentrieren - z.B. sind sie gestern bei Quarks
& Co mal durch die letzten Schritte der Entwicklung der
Schweine gefetzt (siehst Du hier:
http://www.quarks.de/dyn/11350.phtml ) - trotzdem ist das
immernoch ein ziemlich grobes Raster.
Ein feineres kannst Du betrachten, wenn Du Dir die Entwicklung
verschiedener Hunderassen betrachtest. Alle fangen mit dem
Wolf an und zur Zeit befinden sie sich scheinbar an einem
Zeitpunkt, an dem sich die eine Art in mehrere Arten trennt -
wenn eine Dogge eine Chihuahua-Dame deckt, entsteht kein
Nachwuchs, weil die Jungen größer wären, als die potentielle
Mutter, auch der umgekehrte Deckversuch ist nur selten von
Erfolg gekrönt - obwohl beide Rassen sich noch mit
mittelgroßen Hunden erfolgreich paaren können, ist es direkt
inzwischen fast unmöglich. Auch der Bauplan beider Rassen
unterscheidet sich inzwischen sehr stark - nicht nur in der
Größe (sieh Dir nur mal die Kopfform an).
Bleiben jetzt beide Rassen dauerhaft getrennt erhalten und
vermischen sich auch nicht mit mittelgroßen Hunden, haben wir
in absehbarer Zeit zwei getrennte Arten (es ist, trotz der
schnelleren Generationenfolge bei Hunden, aber
unwahrscheinlich, daß einer von uns beiden das noch erlebt…)

OK bei den Hunden und enderen im sinne der Anpassung/Weiterentwicklung leuchtet mir das ja ein. Bei einem starken èbergang wie eben Vögel oder auch andere, aber eben (noch) nicht.

gleichmäßigen Verteilung der Flügelgrößen: ist die Art auf’s
Fliegen angewiesen, werden Exemplare mit zu kleinen Flügeln
ziemlich schnell aussortiert

eben, dann können sie sich aber nie zu solchen mit grossen
Flügel weiterentwickeln, da sie vorher aussorrtiert würden

Doch, doch, größere Flügel sind ja erstmal kein Nachteil…

Oh doch, wenn sie keine Beine mehr sind und noch keine Flügel, sind sie ein nachteil, da sie keine vorteile gegeüber der grundfornm haben und nur nachteile

Werde die Links mal nachschauen
Bis dann:

Gruß

Beat

Hallo Beat,

ich auch mal wieder :smile:

Schon klar - es war nur kein großartiger Nachteil, wenn die
Vorderbeinchen noch etwas kürzer wurden…

immerhin, dann sollten die anderen doch mit der zeit überhand
nehmen, becvor sich die mutierten weiterentwickeln könnten, da
dies ja seeeeeehr langsam geht

Nur wenn die kürzeren Vorderbeine einen wesentlichen Nachteil darstellen. Das tun sie aber nicht.

Die gab es - das Dumme ist nur, daß die Arten, die zwischen
den gefundenen existierten, eben noch nicht gefunden wurden…

aha und warum nicht?

Weil sie sonst bei den Gefundenen wären :smile: Lies Dir den Satz noch mal genüßlich durch…

Oh, da scheinst du recht zu haben. Sollten wir andere
Exemplare nehmen wo es mehr gibt? Welche?

Im Link hast Du ja schon mal Schweine, und die Hunde sind auch erwähnt worden. Ich hatte Dir früher schon mal die verschiedenen Hüpf-, Gleit- und Flugtiere gesagt, wo Du viele „Zwischenformen“ immer noch live beobachten kannst. Vom Menschen gibt es auch inzwischen -zig Formen…Auswahl genug?

OK bei den Hunden und enderen im sinne der
Anpassung/Weiterentwicklung leuchtet mir das ja ein. Bei einem
starken èbergang wie eben Vögel oder auch andere, aber eben
(noch) nicht.

Wie Sibylle (?) ja schrieb: Die Hunde sind gerade dabei, sich in verschiedene Arten aufzusplitten.

Doch, doch, größere Flügel sind ja erstmal kein Nachteil…

Oh doch, wenn sie keine Beine mehr sind und noch keine Flügel,
sind sie ein nachteil, da sie keine vorteile gegeüber der
grundfornm haben und nur nachteile

Eben nicht. Wie gesagt, als „Füße“ wurden sie nicht mehr benötigt, und jedes bißchen,m daß die Flügel wuchsen, verbesserten sie die Flug-Reichweite oder den Energieverbrauch beim Fliegen (bzw. Gleiten vorher). Das war ein Vorteil.

Gruß Kubi

Hallo Beat,

ich auch mal wieder :smile:

Schon klar - es war nur kein großartiger Nachteil, wenn die
Vorderbeinchen noch etwas kürzer wurden…

immerhin, dann sollten die anderen doch mit der zeit überhand
nehmen, becvor sich die mutierten weiterentwickeln könnten, da
dies ja seeeeeehr langsam geht

Nur wenn die kürzeren Vorderbeine einen wesentlichen Nachteil
darstellen. Das tun sie aber nicht.

OK leuchtet mir ein, aber zumindest einige Arten mit verschiedenen Vorderbeinenlängen und Flügelgrössen müsste man doch gefunden haben

Die gab es - das Dumme ist nur, daß die Arten, die zwischen
den gefundenen existierten, eben noch nicht gefunden wurden…

aha und warum nicht?

Weil sie sonst bei den Gefundenen wären :smile: Lies Dir den Satz
noch mal genüßlich durch…

Lach, lach ist nur komisch, dass man gerade diese Wrten noch nicht gefunden hat, da sie ja gleich lang existiert haben müssen, da sie ja keinen nennenswerten Nachteil gehabt hatten.

Oh, da scheinst du recht zu haben. Sollten wir andere
Exemplare nehmen wo es mehr gibt? Welche?

Im Link hast Du ja schon mal Schweine, und die Hunde sind auch
erwähnt worden. Ich hatte Dir früher schon mal die
verschiedenen Hüpf-, Gleit- und Flugtiere gesagt, wo Du viele
„Zwischenformen“ immer noch live beobachten kannst. Vom
Menschen gibt es auch inzwischen -zig Formen…Auswahl genug?

Na ja die Zwischenformen sind für mich immer Formen die keine Nachteile hatten, die sich nicht negativ auswirken konnten, waren immer klar keine Zwitter

OK bei den Hunden und enderen im sinne der
Anpassung/Weiterentwicklung leuchtet mir das ja ein. Bei einem
starken èbergang wie eben Vögel oder auch andere, aber eben
(noch) nicht.

Wie Sibylle (?) ja schrieb: Die Hunde sind gerade dabei, sich
in verschiedene Arten aufzusplitten.

Wolf, Hund etc ist aber alles sehr ähnlich, finde ich

Gruß Beat

OK leuchtet mir ein, aber zumindest einige Arten mit
verschiedenen Vorderbeinenlängen und Flügelgrössen müsste man
doch gefunden haben

Hat man ja auch.

Lach, lach ist nur komisch, dass man gerade diese Wrten noch
nicht gefunden hat, da sie ja gleich lang existiert haben
müssen, da sie ja keinen nennenswerten Nachteil gehabt hatten.

Man hat doch viele gefunden! Nur wird man nie eine lückenlose Fossildokumentation haben. Zwischen zwei gefundenen wird es immer etliche geben, die nicht fossiliert wurden - oder jedenfalls nicht in für uns zugänglichen Schichten liegen.

Na ja die Zwischenformen sind für mich immer Formen die keine
Nachteile hatten, die sich nicht negativ auswirken konnten,

Ist ja auch so.

waren immer klar keine Zwitter

Was Du damit meinst, ist mir nicht klar.

Wolf, Hund etc ist aber alles sehr ähnlich, finde ich

Na ja, die Ähnlichkeit zwischen einem mexikanischen Nackthund oder Chihuahua einerseits und einem Bernhardiner oder Neufundländer andererseits sind so gewaltig nicht…

Kubi