Huhu!
[Quote] Jedes Denksystem, das die überwältigenden Beweise für einen Plan in der Biologie leugnet oder wegerklären will, ist Ideologie, nicht Wissenschaft.
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Damit gibt er zu, das er sich nicht im geringsten mit Evolutionsbiologie beschäftigt hat, sondern einfach unrecherchiert irgendwelche Quellen nachplappert. (Ob das die Amis sind, sei mal dahingestellt.)
(Schwerzbischof ist ein guter Titel)
Einerseits muß man ihm zubilligen, das man, wenn man sich sein Leben lang mit Theologie und Verwaltung beschäftigt hat, nicht auch noch nebenbei Theologie machen kann, andererseits gilt auch hier: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.
Evolution muß implizit Zufällig und ungerichtet sein, die Theorie besagt nichts anderes, als das durch zufällige Änderungen im Erbgut Anpassungen an den Lebensraum erfolgen.
(Stark verkürzt. Aber letzendlich geht es darum, das mehr oder weniger zufällig ein Basenpaar auf der DNA mit einem anderen vertauscht wird. In vielen Fällen ist das Resultat lebensfähig, in einigen eingeschränkt, und in manchen garnicht.
Es ist NICHT, ich wiederhohle NICHT möglich, das dieses System in irgendeiner Weise zielgerichtet reagiert, außer wenn man das Ziel als „viele Kopien der Ursprungs-DNA machen“ setzt.
Da teilweise sich die Umgebungen ähneln, ähneln sich manchmal die Anpassungen an diese Umgebungen (siehe z.B. Sukulenten, Beutelmaulwürfe, fliegende Fische und Fledermäuse), aber die zugrundeliegende DNA ist sich nicht sehr ähnlich.
Das kann man auch nachweisen, indem man beispielsweise Bakterien eines Stammes (also mit identischem Erbgut) zuerst getrennt voneinander wachsen läßt, und dann die getrennten Kulturen auf antibiotikahaltigen Nährböden ausplatiert - es überleben, je nachdem, wann die Mutation erfolgt ist, auf jedem Boden unterschiedlich viele Bakterien - wenn die Mutation hellsichtig erfolgen würde, müßten es immer alle Bakterien sein, die überleben, da sie ja wüßten, was auf sie zukommt, wenn sie erst zielgerichtet auf der Platte mutieren würden, wäre es zu spät, da sie sich da nicht mehr fortpflanzen können.
Die Evolutionstheorie ist natürlich nicht kompaktibel mit dem christlichen Glauben, aber das ist auch nicht ihr Ziel - wenn man heutzutage versucht, auf dem Stand der Wissenschaft und christlich zu sein, bleibt einem nur noch die „Gott ist ein Scherzkeks“-Variante: Gott hat die Erde irgendwann zu einem unbekannten Zeitpunkt erschaffen, und dafür gesorgt, das seine Geschöpfe zu dem Schluß kommen müßen, das die Erde und die Menschen zufällig entstanden sind..
Theologisch verbrämen kann man das mit dem Pakt mit Noha:
Gott hat gesagt, das er sich nicht mehr einmischen will - vieleicht hat er dabei dafür gesorgt, das es so aussieht, als hätte er sich noch nie eingemischt, um so den Gläubigen die völlig freie Wahl zu lassen.
Grüßlis!
Scrabz aka Philipp (aka Drache).