Evolution

Wie viele heutige Demokratien wären dann wirklich
demokratiefähig?

zu 100%? keine! sonst wäre es ja keine. das ist der wunde punkt an der demokratie, das hat schon platon erkannt. als sehr stark im umgang mit unterschiedlichen und unbequemen meinungen empfinde ich die usa. denk mal drüber nach: der kukluxklan und martin luther king sind amerikanisch. und love waits ebenso wie die schwulenbewegung. das wäre undenkbar mitten in europa.

sondern dass Herr Kampl im Bundesrat nichts verloren
hat.

zustimmung. man müßte also das system daringehend ändern, daß es keine unabwählbaren volkstreter - ups - vertreter geben darf.

(Und danke für den „BLOED“-Stempel :wink: )

war nicht beabsichtigt.

gruß
dataf0x

Hallo Taju,

Die Wissenschaft kann die Evolutionstheorie nicht als
ernstzunehmenden Untersuchungsgegenstand nehmen.

Rückfrage: Hast Du Dich hier „vertippt“ und meinst
„Designtheorie“? Sonst verstehe ich nicht, was Du meinst.

Jetzt verstehe ich Dich nicht. Die „Designtheorie“ ist für mich eine der Ausprägungen der Schöpfungstheorien, wenngleich nicht eine so abstruse, wie die Theorien, die annehmen, dass Gott die Welt vor 6000 Jahren geschaffen hat und die anhand technischer Beschreibungen und archäologischer Funde beweisen wollen, dass die Arche wirklich existiert hat (ich habe da Berichte gelesen!), und dass die Sintflut wirklich genauso stattgefunden hat wie in der Bibel beschrieben.

Es ist also m.E. völlig absurd und auch unvernünftig, den
Glauben an Gott wissenschaftlich plausibel machen zu wollen.

Genau aus diesem Grunde halte ich (als Laie :frowning:) überhaupt nichts von „Erkenntnissen“ und Schlüssen daraus, die in letzter Zeit von der Gehirnforschung über den „freien Willen“, „Religionsgene“, „Aktivitäten bestimmter Gehirnregionen bei religiösen Tätigkeiten“ usw. publiziert werden. Offensichtlich sind das einfach nur populistische Themen, die Forschungsgelder locker machen sollen.

Eine ganz andere Frage - etwas o.T. - ist, ob man einen daraus
resultierenden Schöpfer so anbeten muss, wie das heute
vielfach geschieht. Damit habe ich riesige Probleme.

Ich weiß nicht, ob naturwissenschaftliche Erkenntnis wirklich
den Glauben an den Schöpfergott plausibel machen kann.

Gut! Da muss ich mein Argument zurückziehen, ist wohl doch ein Fehlschluss, der im Widerspruch zu dem Argument „Gott kann man nicht beweisen“ steht (ich hoffe, ich habe das mit meinen philosophischen Laienkenntnissen richtig ausgedrückt).

Dieses Vertrauen steht in
ständiger Anfechtung (was fangen wir mit einem Tsunami an -
erst recht, wenn wir naturwissenschaftliche Zusammenhänge als
Gottesbeweise annehmen …

… oder eines „Nicht-Gottesbeweises“ - ok! Natürlich steht die Annahme oder gar ein Beweisversuch, „einen gütigen Gott kann es nicht geben“ angesichts des Tsunamis 2004, angesichts von Ausschwitz, des verheerenden Erdbebens von Lissabon 1755, um nur mal die herausragensten Ereignisse zu nennen, im Widerspruch zur Aussage „Gott kann man nicht beweisen“. Aber ganz klar wird „Gott“ damit auf eine pure Annahme, einen ganz persönlichen Glauben reduziert, der wiederum auf nichts als einem tradierten Glauben basiert, und der, wenn man die Religionen der Welt betrachtet, völlig beliebig ist (so ähnlich Steven Weinberg, Physiker).

Aber wir kommen so langsam vom Thema ab. Ähnliches haben wir ja schon oft diskutiert.

Viele Grüße, Stucki

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Hallo Stucki,

Jetzt verstehe ich Dich nicht. Die „Designtheorie“ ist für
mich eine der Ausprägungen der Schöpfungstheorien, wenngleich
nicht eine so abstruse, wie die Theorien, die annehmen, dass
Gott die Welt vor 6000 Jahren geschaffen hat und die anhand
technischer Beschreibungen und archäologischer Funde beweisen
wollen, dass die Arche wirklich existiert hat (ich habe da
Berichte gelesen!), und dass die Sintflut wirklich genauso
stattgefunden hat wie in der Bibel beschrieben.

Ich verstehe Dich aber jetzt:wink:

Genau aus diesem Grunde halte ich (als Laie :frowning:) überhaupt
nichts von „Erkenntnissen“ und Schlüssen daraus, die in
letzter Zeit von der Gehirnforschung über den „freien Willen“,
„Religionsgene“, „Aktivitäten bestimmter Gehirnregionen bei
religiösen Tätigkeiten“ usw. publiziert werden. Offensichtlich
sind das einfach nur populistische Themen, die
Forschungsgelder locker machen sollen.

Diesem Verdacht kann ich mich auch nicht entziehen. Hat aber auch etwas mit den Absurditäten der politischen Einmischung in die Wissenschaft zu tun. So kommt man derzeit an Forschungsgelder einfacher ran, wenn Natur- und Geisteswisenschaftler zusammenarbeiten.
Und schlimm wird es dann noch, wenn sie - als Wissenschaftler - nicht begreifen, daß sie von verschiedenen Dingen reden. Z.B. hat die lutherische Vorstellung des unfreien Willens rein gar nichts mit Hirnregionen zu tun. Angesichts einer derzeitgen medialen Übermacht der rk Kirche gibt es dann aber tatsählich evangelische Theologen, die sich nicht entblöden, die neueste Hirnforschung als Beweis für Luthers Axiom anzusehen…

… oder eines „Nicht-Gottesbeweises“ - ok! Natürlich steht
die Annahme oder gar ein Beweisversuch, „einen gütigen Gott
kann es nicht geben“ angesichts des Tsunamis 2004, angesichts
von Ausschwitz, des verheerenden Erdbebens von Lissabon 1755,
um nur mal die herausragensten Ereignisse zu nennen, im
Widerspruch zur Aussage „Gott kann man nicht beweisen“. Aber
ganz klar wird „Gott“ damit auf eine pure Annahme, einen ganz
persönlichen Glauben reduziert, der wiederum auf nichts als
einem tradierten Glauben basiert, und der, wenn man die
Religionen der Welt betrachtet, völlig beliebig ist (so
ähnlich Steven Weinberg, Physiker).

Da wir ja schon ot geworden sind, ein wenig Haarspalterei: Der christliche Glaube ist insofern kein rein „persönlicher“ als er durch Leben in Gemeinschaft definiert ist. Aber ich weiß schon, daß Du das nicht gemeint hast.
Ansonsten kann ich durchaus mit Deiner „Fremddefinition“ leben, solange Du akzeptierst, daß eine jeweilige Eigendefinition anders aussieht.

Aber wir kommen so langsam vom Thema ab. Ähnliches haben wir
ja schon oft diskutiert.

Klar:wink: Aber wichtig halte ich, daß sich sowohl Gläubige als auch nicht-Gläubige über eines einig sind: Transzendente Fragen entziehen sich schlechthin menschlicher Erforschung, d.h. wir sind nicht in der Lage, „objektive“ Beweise für oder gegen den Glauben zu finden. Wir können uns also nur über die gesellschaftlichen Folgen von Wertvorstellungen (die dann aus einem Glauben, einer Ideologie oder was auch immer entspringen) unterhalten sowie über die Frage, was welche Ideenwelt zu einer Gestaltung von Gesellschaft beitragen kann.
Wenn wir dann noch zuhören und die andere Seite nicht „verteufeln“ oder für per se „unvernünftig“ erklären, hätten wir eine Menge gewonnen.

grüße, taju

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OT die 12.: demokratie

Wie viele heutige Demokratien wären dann wirklich
demokratiefähig?

zu 100%? keine! sonst wäre es ja keine. das ist der wunde
punkt an der demokratie, das hat schon platon erkannt.

Genau, wir kennen ja nichts besseres :smile:

Ich wollte nur auf deinen Satz eingehen:

ich finde es beunruhigend, wenn ein volk gesetze braucht, die
es vor gefährlichen meinungen schützen muß. für wie stark ist
so ein volk zu halten? ist es demokratiefähig?

als sehr stark im umgang mit unterschiedlichen und unbequemen
meinungen empfinde ich die usa. denk mal drüber nach: der
kukluxklan und martin luther king sind amerikanisch. und love
waits ebenso wie die schwulenbewegung. das wäre undenkbar
mitten in europa.

Jedoch nicht zu vergessen die Manipulation bei den (vor-)letzten Präsidentschaftswahlen, den Einfluss der Lobbies usw… aber dermaßen off-topic sollten wir jetzt wirklich nicht werden :wink:

Huhu!

Scrabz.

Hallo Scrabz,
Wann endlich wird der Ausdruck „Darwinsche Evolutionstheorie“ aus den Hirnen gelöscht ? Es heisst nicht Theorie - es heisst Tatsache !
Was haben denn sie Kreationisten dagegen, dass wir zu den Primaten gehören, obwohl man doch manchmal den Eindruck bekommt, dass wir nicht dazu gehören !
Gruss: hardy

Hallo Barney,

Was folgt als nächstes? Galilei? Zurück ins Mittelalter?
Zurück auf die Bäume?

wenn es Dich interessiert, solltest Du das hier mitverfolgen:
Die 7. Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster stellt die Frage, ob die modernen Naturwissenschaften noch Platz für eine religiöse Weltsicht lassen, in den Mittelpunkt der dreitägigen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung vom 13. bis 15. Juli 2005.
http://ooe.orf.at/magazin/studio/stories/44981/

Gruss Harald