Ewig schlank

Hallo Experten

Ein Bekannter(30 Jahre,ruhiger Typ) von mir (fr)isst den ganzen Tag,trinkt jeden Tag seine 2 Bier und arbeitet dazu noch im Büro.Also null Bewegung.
Der ist aber spindeldürr.Wie geht das?Funktionieren die Organe nicht richtig?Bildet die Leber zu wenig Emulgator?Sind die Poren im Darm verklebt,oder was?Wohin geht die ganze Energie?

Auf eine Antwort freut sich

Feudelio

Hallo,
prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten
(Eßstörungen mal ausgeschlossen):

  1. Er verwertet die Nahrung schlecht.
  2. Er hat einen sehr hohen Grundumsatz.
  3. Er ißt objektiv betrachtet doch zu wenig.

Wenn man 3. ausnimmt (obwohl das bei allen
meinen Bekannten, die zunehmen wollten und
es nicht konnten das Problem war) gibt es
für die beiden verbleibenden zwei Punkte
extrem viel Möglichkeiten. 2. kann z.B. aus
einer Schilddrüsenüberfunktion resultieren.

  1. aus Fehlernährung, Erkrankungen von Magen
    und Darm, Leberfunktionsstörungen.
    Genaures kann da wohl nur evtl. eine med.
    Untersuchung zu Tage befördern.

Gruss
Enno

Hallo Feudelio!

Bin zwar kein Experte (ok, beim zunehmen vielleicht schon :wink:,
aber hier kommt trotzdem mal mein Senf:

„isst den ganzen Tag“ ist weder eine genaue Mengen- und schon gar keine Kalorien- Angabe.

Man kann stundenlang an einer Gurke herumknabbern. Sollte man davon wirklich zunehmen? Wenn man ihn immer wieder mit Essen in der Hand sieht entsteht natürlich der Eindruck, er würde „so viel“ essen. Da wäre ich mir aber nicht von vornherein sicher.

Ißt er „ständig“ zusätzlich zu den Hauptmahlzeiten, oder stattdessen? (Mehrere kleine Mahlzeiten statt wenigen großen werden ja ohnehin ständig empfohlen.)

Den ganzen Tag?
Kennst du ihn aus dem Büro? Ißt er am Abend auch noch was, oder läßt er dann das Abendessen ausfallen? (Essen kurz vor dem Schlafengehen setzt ohnehin besser an.)
Oder privat? (Wochenende) Wie sehen dann seine Eßgewohnheiten unter der Woche aus? (In der Mittagspause eine Kleinigkeit wenn überhaupt, am Abend dann auch nicht so viel, dafür stopft er dann am Wochenende in sich rein?)

30 Jahre? Vielleicht erübrigt sich die Frage ohnehin in den nächsten paar Jahren.

Naja, eigentlich nur eine Ausweitung von Enno´s 3. Punkt. Was soll´s.

Gruß,
Grushnak

Hai, Feudelio,

es gibt grundsätzlich verschiedene Futterverwerter unter den Menschen, polarisiert ausgedrückt die, die jede einzelne Kalorie der Nahrung entziehen und „einlagern“, und die, die einen großen Teil der Nahrung ungenutzt wieder ausscheiden. Die ersteren hatten bisher in der Evolution einen deutlichen Vorteil: sie konnten Zeiten des Nahrungsmangels besser überstehen, da sie die Nahrung a) besser nutzen und b) in guten Zeiten „hamstern“ konnten. Dieser evolutionäre Vorteil hat sich in unseren dauer-guten Zeiten zum Nachteil gewandt.
Diese Einteilung ist zwar erblich angelegt, kann aber durch den Lebensstil begrenzt verändert werden, siehe JoJo-Effekt bei Diäten.
Dazu kommt noch eine zweite Polarisierung bei den Menschen: der Grundumsatz kann sehr unterschiedlich sein, manche Leute haben einen generell hohen Grundumsatz, ihr Metabolismus läuft ausdauernd auf Hochtouren; oft leicht daran zu erkennen, daß diese Leute auch bei leichter Kleidung in kalter Witterung warme Haut haben, im Gegensatz zu denen, bei denen die Hände und Füsse erst bei 25° plus warm sind :wink:; ein weiteres Anzeichen für „Hoch-Umsatz-Leute“ ist ständige Bewegung, also wenn selbst beim ruhig Sitzen mindestens ein Bein immer in ständiger Bewegung ist.
Diese beiden Effekte können sich in einer Person ergänzen oder gegeneinander spielen.
Übrigens ist „Polarisierung“ nicht wörtlich zu nehmen, es gibt hier, wie fast überall, unendlich viele Zwischenstufen.
Vielleicht hat Dein Kollege das „Glück“, sowohl schlechter Futterverwerter als auch Hoch-Umsatz-Mensch zu sein…
Gruß
Sibylle

Hallo,

ich denke im Wesentlichen ist es wie Enno sagt: es ist nicht entscheidend wie oft man isst, sondern wieviel.
Mir sagen auch viele Bekannte wie toll ichs habe, dass ich essen kann was ich will. Tatsächlich sieht es aber so aus, dass ich Lust auf Schokolade bekomme, eine Packung öffne, einen Riegel esse und dann reichts mir. Die Bekannten essen dann eben die ganze Tafel.
Liegt bei mir dann eine einzige Tafel den ganzen Tag neben dem Computer (oder die geöffnete Brotdose) dann „bin ich ständig am Schokolade futtern“. (Originaltext der Kollegin: „Wenn man dich sieht, bist du am Essen!“). Dafür frühstücke ich morgens nix, weil ich da noch nix runterkriege. Und abends gibts dann normal warm.

Daneben gibts natürlich noch gewisse körperliche Unterschiede.

Gruss, Niels

Hai, Feudelio,

manche Leute
haben einen generell hohen Grundumsatz, …

in dieser beschreibung erkenne ich mich wieder…

als ich 16 wurde , schleppte meine mutter zum Hauarzt, weilich futtertet wie ein scheunendrescher, aber nie über 50 kilo bei 182 größe kam, der diagnostizierte damals „akutes Untergewicht“ und gleichzeitig, geringe schilddrüsenüberfunktion, die nicht med. behadelt werden mußte, er gab meiner mutter den rat mehr nahrung bereitzustellen, (mind. 4000 kalorien täglich, und zusätzlich möglichst viel schokolade…)

also wurden fortann, halbmeter dicke schitzel, sahnetorten, schokolade, kurz alles wovon man so für gewöhnlich dick wie ne wurstpelle wird angekarrt, ich durfte mich mit meinem 3. frühstück nicht in der klasse bei den mädels blicken lassen, die immer neidischer guckten wie ich immer 2 zwiebelwursz in ein Bagettbrot drückte und wwähren der 5 minuten Pause verzehrte, zum 1. frühstück 6. brötchen mit dick butter , und wurst dreifach, käse, Marmelade, und und und

somit schaffte iches tatsächlich mein Körpergewicht innerhalb von 2 jahren um 7 kilogramm zu steigern

immoment bin ich 38 und hab 65 Kilo…

mein Bruder (3 jahre älter) ist übrigens 3 cm kleiner als ich, wiegt 15 kilo weniger als ich, und hat nen knochenbau wien pelikan, währen ich zwar als hager gelte aber noch halbsweg normal aussehe und wir beide fühlen uns pudelwohl dabei …

ciao norbert