Hi Andreas,
Ausserdem ist es merkwürdig, dass er
ein extrem einbruchsicheres Haus knacken kann.
Das ist eine lange Geschichte, die ich nicht in die kurze
Zusammenfassung quetschen wollte.
dann gib wenigstens einen kleinen Grund, warum er das kann. Denn das erwähnte ist kein Grund für gar nix.
Und warum ist er eigentlich (mit 11) so geldgeil?
Warum nicht? Warum lesen 11jährige so gerne über Dagobert
Duck, der im Geld schwimmt?
sie lesen ihn nicht gerne, weil er im Geld schwimmt, sondern weil die ganze Story lustig ist. DD könnte auch in Erdnüssen schimmen.
Wie willst das genauer beschreiben?
Es sind zwanzig verschiedene scheinbar unerklärliche
Ereignisse, die ich in der kurzen Zusammenfassung nicht
einzeln aufführen wollte. Der Spuk ist der Clou des Buches.
Ich habe diese Ereignisse im Laufe meines Lebens gesammelt.
Sie sind anderswo real passiert und belegt.
Jaja, schon gut, du musst hier nicht alles verraten. Wichtig ist nur, dass der 11jährige erkennen muss, dass da etwas nicht-reales existiert. Das wird schwer werden.
Warum 50:50 teilen, wenn er so heiss auf das Geld ist?
Von 50 : 50 habe ich nichts geschrieben.
Na gut, dann hast du ja noch alle Optionen offen 
Und was
kann sie, was er nicht kann? Das Haus ist geknackt und einer
nicht-menschlichen Gefahr kann sie auch nichts entgegensetzen.
Sie kann die Ursache herausfinden und der Gefahr aus dem Weg
gehen. Wozu ist sie „Detektivin“?
Ne, sie will Detektivin werden. Egal, er hat aber schon herausgefunden, dass da etwas Böses, nicht-materielles ist und hat tagelang in dem Haus überlebt. Also scheint er alle Fähigkeiten zu besitzen, der Gefahr aus dem Weg zu gehen. Also noch mal die Frage:…
Da würde ich ja eher den Hund mitnehmen - besserer „6. Sinn“,
kann nix ausplaudern und teilen muss man auch nicht 
Der Hund ist natürlich sowieso dabei.
Dann ist sie eigentlich noch überflüssiger - sie müsste ja irgendetwas wissen oder kombinieren können, was er nicht hinbekommt.
Aber „Schloch“ ist ein bescheuerter Name
Okay, dann werde ich das ändern. Er heißt übrigens mit
Vornahmen Ar…
haha, das war hoffentlich ein Scherz.
Oder soll das ein Pocher-Kinderbuch werden?
und woher weiß der auf einmal was von dem Haus, seinem
Inhalt,…
Auch das ist eine lange Geschichte. Herr Schloch hat eine
bemerkenswerte Kombinationsfähigkeit. Er hätte Detektiv werden
können.
Das überzeugt nicht. denn erstens: Warum hat das Haus nicht früher entdeckt? 2.: Warum sind dann die Kinder immer schlauer als er?
Auch clever. Dumm nur für Lukas, dass sie dann im Zweifel 100%
anrecht auf die Beute hätte. Und wie holen die ihre Mutter ins
Boot? Einfacher wäre es mit seiner.
Er hat keine, nur einen Pflegevater. Und der ist der Bösewicht
Nummer zwei in der Geschichte.
Plausibel, aber mach nicht zuviele böse Gestalten auf in der Story.
Wieso hinterlässt er ein Chaos? „Kevin allein - klaut den Hund
zurück“, oder was?
So ähnlich. Der tote Dieb hat in seinem Haus Dynamit liegen
gelassen, und Lukas glaubt, damit umgehen zu können.
Hm. Wäre es nicht passender, L&:stuck_out_tongue_winking_eye: auf Mitte zwanzig zu setzen, dann knnst du deinen action-knaller auf anbringen. Und welcher Dieb lässt Dynamit zurück?
Warum muss er sie ermorden wollen?
Damit es spannender wird.
Aber auch dafür braucht man ein Motiv. Denn sonst fragt man sich einfach, warum er die Bude dann nicht einfach selber sprengt und mit einer Uzi in der Gegend herumläuft.
Die andere Käuferin ist
Phoungs Mutter, d.h. dass er mit einem Mord gar nichts
gewinnt.
Doch, Zeit. Und außerdem will er an den Kindern Rache nehmen.
Unter anderem dafür, dass sie ihn gleich nach der Befreiung
des Hundes wegen eines Mordes, den er früher begangen hat,
anzeigen.
Neine, das nützt ihm gar nichts. Es bringt keine Zeit beim Kaufvertrag ein, und als Kindermörder ist es noch viel schwerer, sein Geld irgendwo zu geniessen, denn als Kindererschrecker.
Warum müssen immer alle sterben? Kann der nicht einfach
verhaftet werden?
Ja, das wäre auch eine gute Möglichkeit. Aber ich denke, der
Leser wird ihm den Tod wünschen, weil er mehrere Mordversuche
hinter sich hat.
Das finde ich das falscheste Argument, das man bringen kann. Gleiches mit Gleichem zu vergelten entspricht nicht unserem Rechtsverständnis uns i.a. auch nicht unseren Erziehungsmethoden. Kinderbücher so aufzuziehen, finde ich daher völlig verkehrt. Überhaupt versuchst du sehr oft, Spannung durch Gewalt zu erzeugen.
Viel besser fände ich, wenn die kleinen auch einen deal mit
der Polizei aushandeln: Unseren Schatz gegen den bösen Schloch
(der ein lang gesuchter Gemälde-meister-dieb ist und das Geld
bräuchte, um seinen nächsten Coup durchziehen zu können, oder
so).
Mensch, das ist super! Vielen Dank für den Tipp.
Gerne.
Bald darauf finden die Kinder den Schatz: Geld und Gold im
Überfluss.
Ziemlich öde. Ein ideeller Schatz wäre viel toller.
Ich weiß nicht. In Kinderbüchern ist der Schatz meist
materiell, oder?
Ja, aber nicht mehr Geld, als sie sich vorstellen können. Und das ist schon recht wenig, wenn man mal davon absieht, dass sie fiktive Zahlen runterplappern. Kinder haben oft sowenig Verständnis für Geld wie für Zeit.
Also, mach was draus!
Grüße,
JPL