Fadesse?

Hallo,
ich hab da echt ein Problem und hoffe, daß mir jemand von euch helfen kann. Ich will mit niemanden drüber reden und deshalb schreibe ich hier.

Jeden Tag wenn ich zur Arbeit gehe, bin ich schlecht aufgelegt, weil ich viel lieber zu Hause bliebe. Ich beginne zeitig zu arbeiten, damit ich abends nicht so lange bleiben muß und noch was vom Feierabend habe.

Ich freue mich dann auf das Heimkommen und habe so viele Pläne, was ich alles machen könnte aber kaum bin ich zu Hause, weiß ich nicht mehr was ich tun soll.

Aus jeder Ecke schaut mich was an, was ich tun könnte, sei es, aufräumen, was kochen, was lesen oder spazierengehen, aber ich setz mich hin und tue nichts. Keine Kraft der Welt ist imstande meinen faulen Ar*** zu heben und die Zeit vergeht.

Dann kommt das Fernsehprogramm, was mich nicht interessiert aber ich schaue trotzdem und auf einmal ist der Abend um. Ich habe nichts gemacht, nichts aufgeräumt, nichts gelesen und schlafen gehen reut mich dann auch. Aber ich muß es halt tun. Und dann ist es wieder Morgen und ich muß arbeiten gehen und bliebe doch lieber zu hause.
Ich komme da irgendwie nicht raus, was könnte ich denn tun?
Es war nicht immer so. Oft konnte ich was tun und war dann sehr glücklich, daß ich was getan habe, aber die letzte Zeit will es nicht gelingen.

Habt ihr einen Rat für mich?
Danke
staudigl

Moin

Habt ihr einen Rat für mich?

Ja, schmeiß den Fernseher raus.
Gruß
Marion

tach,

Habt ihr einen Rat für mich?

jau:
glotze abschaffen.

Danke

bitte.

gruß
vbt

Ja, schmeiß den Fernseher raus.

dufter tipp, hätte von mir sein können.

Hallo Staudigl,

wenn es daran liegt, dass du nicht mehr weißt, was du tun sollst, und dich zu viele Möglichkeiten aus allen Ecken anschauen, dann mach dir doch einen festen Plan, z.B. so:
17-18 Uhr aufräumen
18-19 Uhr kochen und essen
19-20 Uhr lesen
usw.
für jeden Tag der Woche etwas anders, damit es nicht zu langweilig wird - und zwinge dich, dich daran zu halten.
Vielleicht hilft das aus dem Tief heraus, und irgendwann geht es dann auch ohne Plan.

Und Fernseher rausschmeißen ist auch nicht schlecht, kann ich nur bestätigen.

Klio

Ich lach mich tot
Echt!
Wenn es so einfach wäre hätte ich hier nicht um Hilfe gebeten.
Aber ich dank schon mal, jetzt weiß ich wenigstens woran
ich bin und wohin ich in der Nahrungskette gehöre.
Tut mir leid, wenn ich euch gestört habe.
Nichts für ungut
Staudigl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Mit dem TV hängt es wohl nicht zusammen. Wann begann es denn? Was könnte ein Auslöser gewesen sein?

LG
Siân

Hi Sian, hi Klio,
danke daß ihr mir geschrieben habt.
Jetzt bin ich nicht mehr ganz so traurig.
Ich habe schon versucht mir einen Plan zu machen aber
dann sitze ich da mit dem Plan und die Zeit vergeht und
dann seh ich es geht wieder nichts weiter und ich denke
es ist schon egal, ich mache es morgen.
Das Fernsehen ist es wirklich nicht. Ich schaue ja gar nicht. Nur manchmal und wenn ich nicht schaue, spiele ich am Computer Karten und die Stunden verrinnen.
Es hat vor ein paar Wochen begonnen. Ich hatte nie für was Zeit und wenn ich dann Zeit hatte, dann machte ich trotzdem nichts, weil sowieso nichts weiter geht.
Bevor nicht alles in Ordnung ist, darf ich doch nicht lesen oder mich vergnügen.
Aber wenn ich beginne Ordnung zu machen, werde ich nie fertig. Ich fange alles an und nichts wird fertig. Das macht mich so fertig, daß ich erst gar nicht anfange und hinterher ist nichts passiert.
Ich habe Angst, ich komme nie wieder auf gleich und ich weiß nicht wie ich da rauskomme.
Tut mir leid, jetzt habe ich gejammert und das wollte ich gar nicht.
Staudigl

Dieses Gefühl was Du beschreibst, tritt auf wenn man die Dinge mehr oder weniger automatisch tut oder tun muß. Man wird sich der Sinnlosigkeit des Tuns bewußt. Besonders Deine Arbeit scheint der eigentliche Auslöser zu sein.

Mögliche Ursachen:

Du bist überarbeitet.
Deine Umgebung erschöpft Dich.
Du hast schlechte Kollegen.
Etwas in Dir verlangt nach mehr Sinn.

Also wenn Du nicht verheiratet bist, würde ich sagen, - kündige, mach mal URLAUB und besinn Dich auf Dich selbst. So kommst Du vielleicht zu neuen Aussichten.

…wenn Du verheiratet bist, ist es allerdings schwieriger.

mfg
rolf

Hallo Rolf,
was du schreibst gibt mir zu denken.
Ich muß drüber nachdenken, ich glaube, es ist viel wahr,
was du schreibst.
Ich bin nicht verheiratet aber kündigen kannich trotzdem nicht, weilich doch von was leben muss und wo finde ich dann noch Arbeit mit 40?
Dabei könnte ich es wirklich schön haben, weil die Kinder sind schon außer Haus und ich hatte sowieso immer nur Arbeit und Haushalt und Kinder und nie einen Dank für was.
danke
staudigl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

*perplexbin*
Ich fass’ es einfach nicht, vbt!!!

Ist es denn wirklich soooo schwer, andere in ihrer Würde so respektieren? Befriedigt Dich das tatsächlich so sehr, Deine so leichtfertig dahin geschriebenen Meldungen los zu werden, ungeachtet dessen, wie es die Fragestellerin berührt??

Sorry, wenn ich dies hier so direkt schreibt, vbt, eigentlich sollte ich Dir taktvollerweise dies in einer Mail schreiben, aber ich finde Deine Worte zutiefst verletzend und abstoßend, so, dass mir die Worte fehlen!

Sehr erboste Grüße,
profound

5 „Gefällt mir“

Hallo,

ich würde Dir gern antworten, habe aber ein paar Nachfragen, die ich Dir zum Schutz Deiner Privatsphäre lieber per Mail gestellt habe. Wenn Du möchtest, kannst Du sie beantworten. Ich werde Dir dann mitteilen, was ich denke.

Grüße,

Dipl. Psych. Oliver Walter

Hallo, Oliver Walter!

Nachfragen, die ich Dir zum Schutz Deiner Privatsphäre lieber per Mail gestellt habe. …

Ich freu’ mich ehrlich und aufrichtig über Deine kurzen Worte - auch, wenn’s mich persönlich gar nicht betrifft.

Das musste ich jetzt unbedingt los werden.

In diesem Sinne liebe Grüße,
profound

1 „Gefällt mir“

hallo profound,
du bist sehr freundlich und lieb, danke!
staudigl

Lach nich, tu es.
Hi,

Wenn es so einfach wäre hätte ich hier nicht um Hilfe gebeten.

Hast Du’s schonmal ausprobiert? Schlecht finde ich den Tip nicht.

Gruß,

Malte.

Komm mal runter
Hi,

Ist es denn wirklich soooo schwer, andere in ihrer Würde so
respektieren?

Wenn Du das nicht ernst meinen würdest, müsste ich lachen.
In dem Tip, die Glotze abzuschaffen, eine Mißachtung der Würde zu sehen ist… abstrus.

aber ich finde Deine Worte zutiefst verletzend und abstoßend,

Das ist ein Problem, an dem Du arbeiten kannst.

Gruß,

Malte.

1 „Gefällt mir“

*herzhaftlachenmuss*
Hallo, Malte…!

aber ich finde Deine Worte zutiefst verletzend und abstoßend,

Das ist ein Problem, an dem Du arbeiten kannst.

Oder Du?

Weißt Du, mir liegt nichts daran, jemanden runterzumachen oder ihn in irgend einer Hinsicht negativ zu berühren. Ich wollte bloß feedback geben, wie andere, sensiblere Wesen, die es ja schließlich auch geben soll, auf solche Worte empfinden (können).

Tja, und wenn man austeilt, wär’s ein Zeichen von sehr großer Reife, auch einstecken zu können, ohne dass man sich wieder gleich zum Austeilen veranlasst sieht. Vielleicht könnte man ja einfach man nur ein klein wenig nachdenken, warum der andere das sagt. Wär’ doch ne Möglichkeit, oder?

Du hast aber Recht, allein der Tipp, TV abzuschaffen, wär’ gar nicht ein tatsächlicher Ausdruck von Missachtung der Würde. Aber es geht schließlich ja nicht nur um Worte, sonder um viiiiel, viel mehr, wie zB der Zusammenhang, die Art, wie geschrieben wird, der „Geist“ dahinter (so Du mit dieser Formulierung etwas anfangen kannst). Manche bezeichnen all dieses Drumherum in einer Unterhaltung (egal, ob physisch oder schriftlich) als „nonverbale Kommunikation“. Und ich kann Dir sagen, die sagt mehr als die Worte selbst …

Wie schon oben gesagt, ich bin absolut nicht drauf aus, irgend jemand zu verletzen. Solltest Du Dich auf den Schlips getreten fühlen, tut’s mir Leid. Dennoch sag’ ich eben grundsätzlich, was ich mir denke und was ich fühle, egal, ob’s jemandem passt oder nicht. Derjenige wird’s mir dann schon sagen. Aber sind es nicht gerade diese Rückmeldungen, die einem weiterhelfen? Bei mir schon.
In diesem Sinne freu’ ich mich sogar über das, dass Du gepostet hast *zwinkerndgrins* …

Also dann, ich wünsch’ Dir noch einen schönen Tag, mit wenig Ärgernissen :wink:
und liebem Gruß,
Silvia

2 „Gefällt mir“

Lachen…
…ist keine unerwartete Reaktion.

Hallo Silvia,

aber ich finde Deine Worte zutiefst verletzend und abstoßend,

Das ist ein Problem, an dem Du arbeiten kannst.

Oder Du?

Natürlich, aber ich hab damit weder ein Problem noch sonst einen „Leidensdruck“ :smile:

Weißt Du, mir liegt nichts daran, jemanden runterzumachen oder
ihn in irgend einer Hinsicht negativ zu berühren. Ich wollte
bloß feedback geben, wie andere, sensiblere Wesen, die es ja
schließlich auch geben soll, auf solche Worte empfinden
(können).

Ich sprech niemandem ab, durch *whatever* verletzt zu sein. Ich find’s nur abstrus.

Tja, und wenn man austeilt, wär’s ein Zeichen von sehr großer
Reife, auch einstecken zu können, ohne dass man sich wieder
gleich zum Austeilen veranlasst sieht.

Ich seh hier niemanden, der ausgeteilt hat, und v.a. niemanden, der daraufhin nicht einstecken könnte. Außer Euch beiden vielleicht.

Vielleicht könnte man
ja einfach man nur ein klein wenig nachdenken, warum
der andere das sagt. Wär’ doch ne Möglichkeit, oder?

Das ist relativ irrelevant. Es geht hier um einen popeligen Satz.

Du hast aber Recht, allein der Tipp, TV abzuschaffen, wär’ gar
nicht ein tatsächlicher Ausdruck von Missachtung der Würde.
Aber es geht schließlich ja nicht nur um Worte, sonder um
viiiiel, viel mehr, wie zB der Zusammenhang, die Art, wie
geschrieben wird, der „Geist“ dahinter (so Du mit dieser
Formulierung etwas anfangen kannst).

Geist sagt mir was. Was Du damit jedoch in den Satz „Wirf die Glotze weg“ (oder so ähnlich) reininterpretierst, ist faszinierend. Ohne Fernseher zu leben ist ne tolle Sache, mache ich jetzt schon zum zweiten Mal (hatte ~ein Jahr lang kein TV, dann ein paar Monate, jetzt wieder nicht).

Manche bezeichnen all
dieses Drumherum in einer Unterhaltung (egal, ob physisch oder
schriftlich) als „nonverbale Kommunikation“. Und ich kann Dir
sagen, die sagt mehr als die Worte selbst …

Bei rein textueller Kommunikation ist der nonverbale Anteil doch arg beschränkt…
Mein Fazit bleibt dasselbe. Aber das ist nicht wirklich wichtig, in diesem Sinne,

Schönen Tag noch,

Malte.

1 „Gefällt mir“

Tach Staudigl,
Es tut mir lied wenn ich in meiner ‚leichtfertigen‘ Art deinem Problem nicht die Gewichtung beigemessen habe, die du darin siehst. Ich wollte niemanden verletzen. Noch weniger wollte dich in irgendeiner Form in (d)einen Platz in einer Hackordnung verweisen. Vieleicht ist ein - nennen wir es: - ‚passives‘ Selbstverständniss Teil des von dir beschriebenen Problems ( !!–> kein Angriff & keine Ahnung).

Zu Erklärung meiner Antwort:
Aus deinem Ursprungsposting habe ich persönlich (andere mögen anders Wahrnehmen) gelesen:
1 Ich find Arbeiten scheisse.
2 Ich schaue(subjetkiv) zu viel Fernsehen und hab da ein Problem mit.

Zu 1 habe ich mir einen Kommentar verkniffen. Die Aussage ist wahr und es lässt sich nicht viel dran rütteln. Geht mehr oder weniger allen Leuten die arbeiten gehen so.
Zu 2 habe ich einen Vorschlag eingebracht. Ich kann dir Versprechen das, wenn du erstmal deinen Fernseher abgeschaft hast, du dich nichtmehr dabei ertapppen wirst auf einmal den ganzen Abend sinnloses Zeug geglotzt zu haben.

Wenn allerdings dein und profounds(sp?) Kritikpunkt (sollte dieser denn deckungsgleich sein) an meiner Antwort ist, das sie Problem/Lösungsorientiert ist und keine Knuddel/Alleshalbsowild/Knutschie Zutraulichkeiten enthält oder sollte meine Lesesart deiner Problembeschreibung völlig am Sachverhalt vorbei sein, möchte ich mich hiermit herzlichst entschuldigen. Dann bin ich wohl niemand der dir helfen kann.

Entschuldigen möchte ich mich auch für zu lange Sätze deren Anfang ich schon wieder vergessen habe wenn ich das Ende schreibe.

Ich hoffe für dich das du dein Problem auf die eine oder andere … in Griff bekommst.

gruß
vbt

2 „Gefällt mir“