Fahrradfahrer anhupen

Hallo!
Bin neulich, als es so dermaßen harde geschneit hatte, mit dem Fahrrad gefahren. Auf einer stinknormalen Straße hat man nun notdürftig den Schnee geräumt und auf beiden Seiten hoch aufgestapelt, sodass die Fahrbahn schmaler wurde. Der Fußweg war weder geräumt noch gesträut. Ich bin natürlich auf der Straße gefahren und hatte zu tun nicht ständig wegzurutschen.
Irgendso ein Depp in nem Transporter ist dann hinter mir gewesen und hat wie wild gehupt, was mir an diesem Tag nicht nur einmal passiert ist, und wollte anscheinend vorbei.
Abgesehen davon, dass man sich als hilfloser Radfahrer dabei total beschissen vorkommt, stellt sich mir die Frage: War das Hupen berechtigt? Der Typ wollte unbedingt vorbei, konnte aber wegen Gegenverkehr und schmaler Fahrbahn nicht überholen und ich konnte den Fußweg nicht benutzen.
Ich wäre fast ausgerastet, weil ich ständig angehupt wurde. Davon mal abgesehen sollte man doch Radfahrer nicht anhupen, auch nicht zum grüßen, weil die ja dann erschrecken könnten.

Grüße mifune

Hallo,

Irgendso ein Depp in nem Transporter ist dann hinter mir
gewesen und hat wie wild gehupt, was mir an diesem Tag nicht
nur einmal passiert ist, und wollte anscheinend vorbei.
Abgesehen davon, dass man sich als hilfloser Radfahrer dabei
total beschissen vorkommt, stellt sich mir die Frage: War das
Hupen berechtigt?

Nein, absolut garnicht. Wenn der Radweg nicht benutzbar ist, darfst Du auf der Straße fahren.

Der Typ wollte unbedingt vorbei, konnte aber
wegen Gegenverkehr und schmaler Fahrbahn nicht überholen

Tja und auch wenn Du bei schönstem Wetter den Radweg missachten würdest, ist die Legalität des Hupens sehr fragwürdig. Die Hupe dient zum Warnen bei Gefahren, aber nicht, als Ausdruck des Mißfallens über was auch immer.

ich konnte den Fußweg nicht benutzen.
Ich wäre fast ausgerastet, weil ich ständig angehupt wurde.

Ich fahre dann schön mittig. Wen ich weiter angehupt werde, lasse ich im Zweifel ausrollen und frage den zwangsgebremsten Hintermann, was konkret für eine Gefahr bestünde.

Davon mal abgesehen sollte man doch Radfahrer nicht anhupen,
auch nicht zum grüßen, weil die ja dann erschrecken könnten.

In der Tat, auch zur Begrüßung ist die Hupe nicht vorgesehen. Sinn und Zweck - uznd vor allem auch der Gebrauch der Hupe sind in der Straßenverkehrsordnung festgelegt. Da ist weder von Begrüßung noch von Unmutsäußerungen die Rede.

HTH,

Sebastian

Hallo Mifune,

Der Typ wollte unbedingt vorbei, konnte aber
wegen Gegenverkehr und schmaler Fahrbahn nicht überholen und
ich konnte den Fußweg nicht benutzen.

meinst Du tatsächlich, dass Du als Radfahrer den Geh weg benutzen solltest? Oder hast Du Dich verschrieben?

Der Gehweg ist nämlich zum Gehen da, nur für Kinder unter 8 bzw. 10 Jahren auch zum Radfahren. Und dorthin scheuchen sollte Dich auf keinen Fall jemand.

Dafür wäre ich gestern beinahe mit einem negativen Seitenabstand überholt worden. Nur eine Vollbremsung meinerseits hat verhindert, dass ich hinter dem „Sportfahrer“ stand statt unter ihm lag. Da stört mich Hupen eher viel weniger.

Gruß, Karin

moin,

das ist massive noetigung!!

ich wuerde da dann mindestens die firma informieren, falls da eine am transporter zu erkennen ist.

sonst ggfls einen zeugen finden, der das mitgehoert hat, und das arschloch anzeigen, damit solche penner wirklich einen auf die muetze kriegen.

gruss
khs

Also wenn sich hinter dir eine riesige Autoschlange bildet,
dann musst du schon von Zeit zu Zeit an die Seite fahren
und die Autos durchlassen, so wie das auch Traktoren und
langsame LKWs machen (gegenseitige Rücksichtsnahme).
Wenn aber ein paar Autos einige Minuten auf dein Tempo
reduziert sind, ist das OK, besonders innerorts und
besonders im Winter, wo die Geschwindigkeitsdifferenzen
eher gering sind.
Damit das Hupen nicht nervt, sieh’s mal so:
Er hupt für dich! Durch das Hupen wird das Risiko durch
Seitenstraßen-Verkehr deutlich reduziert, da die Fahrer früh hören,
dass da was kommt.
(Sieh ihn als Begleitfahrzeug, fahr mittig, stolz und aufrecht.)
Wenn’s trotzdem nervt: mitten auf der Fahrspur ausrollen / langsam bremsen,
anhalten, absteigen, seine Nummer notieren.
Schau nach , ob er dich vielleicht auf einen Sicherheitsmangel
an deinem Rad aufmerksam machen wollte (z.B. fehlendes Rücklicht).
Ist ein Gespräch möglich (steigt er aus) (unwahrscheinlich bei viel Gegenverkehr
und enger Straße), frag ihn wieso er gehupt hat, sowie nach seinen Personalien.
Dann lass ihn und die folgenden Autos durch.
Notier Uhrzeit und Stelle/Ort und gib die Daten bei Gelegenheit
an die Polizei weiter.
Wenn’s ein echter Verkehrsrowdy ist (kommen zB. noch wüste Beschimpfungen dazu),
stelle einen Strafantrag.

Morgen,

dazu fällt mir ein:

Wer hupt kann hinterher nicht behaupten, er hätte mich nicht gesehen.

Für den Fall, dass er dich dann runterfährt. Mir hilft dieser Gedanke, das Gehupe in solchen Fällen zu ignorieren und ruhig zu bleiben. In Gedanken bedanke ich mich dann beim Huper, das macht mir nicht so miese Laune.

Versuch es mal

kernig

…andere Sichtweise
Hallo!

Eigentlich wollte ich hier im Brett gerade einen neuen thread eröffnen und nachfragen, was einen Menschen motivieren kann, bei ohnehin schon schwierigen winterlichen Straßenverhältnissen auch noch durch Nutzung eines Fahrrades auf der Straße dazu beizutragen, den Verkehr aufzuhalten und sich selbst massiv in Gefahr zu bringen…

Aus Euren bisherigen Postings habe ich gelernt, dass eine Einsicht für die Problematik des hinterherfahrenden Autofahrers nicht zu erwarten ist.

Warum aber bringt Ihr Euch selbst in Gefahr?
Wäre es nicht sinnvoller, dort wo es möglich ist bei solchem Wetter die Öffentlichen zu benutzen?

Während des Wintereinbruchs in München die letzten Tage nervten mich als Autofahrer genau die Radfahrer, denen der Radweg nicht schön genug geräumt ist und die Straße benutzten, ganz gewaltig. Auch ich nutze dann kurz die Hupe. Sobald möglich, überhole ich und hole mir meine Beschimpfung ab.
Übrigens würde ich mir das Anhalten und ach so cool nach der Gefährdung Fragen tunlichst sparen. Eine kurze Unaufmerksamkeit, und Ihr seid platt.
Wenn es schon nicht anders geht, lasst doch ab und an die Autos vorbei. Das ist ohnehin Eure Pflicht als langsamer Verkehrsteilnehmer und bringt Euch einen ordentlichen Sicherheitsgewinn.

Was treibt Euch an, Eure verquere Radfahr-Philosophie mit 80 Kg Gesamtgewicht gegen 1.900 Kg Gewicht mit Gewalt durchzusetzen?
Warum schert Ihr Euch nicht in den Bus wenn es schneit und auf den Radweg, wenn vorhanden und nutzbar?

Verwunderte Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

Warum schert Ihr Euch nicht in den Bus wenn es schneit und auf
den Radweg, wenn vorhanden und nutzbar?

warum scherst Du Dich nicht in dem Bus, wenn es schneit und Du nicht mit anderen als motorisierten Verkehrsteilnehmern auf der Fahrbahn umgehen kannst?

Gruß, Karin
PS: Fährst Du zufällig einen schwarzen Mazda-irgendwassportlichaussehendes? Dann weiß ich ja endlich, wem ich meine Notbremsung auf der Herzog-Heinrich-Straße dieser Tage zu verdanken habe.

Hallo Karin,

Warum schert Ihr Euch nicht in den Bus wenn es schneit und auf
den Radweg, wenn vorhanden und nutzbar?

warum scherst Du Dich nicht in dem Bus, wenn es schneit und Du
nicht mit anderen als motorisierten Verkehrsteilnehmern auf
der Fahrbahn umgehen kannst?

…weil der Bus ebenso durch unverbesserliche Fahrradterroristen aufgehalten wird.

Gruß, Karin
PS: Fährst Du zufällig einen schwarzen
Mazda-irgendwassportlichaussehendes? Dann weiß ich ja endlich,
wem ich meine Notbremsung auf der Herzog-Heinrich-Straße
dieser Tage zu verdanken habe.

Nein, ich fahre einen alten dunkelblauen Mercedes Kombi.
Zudem nötige ich keine Fahradfahrer zu Vollbremsungen.

Nur weil einige sich auf dem Fahrrad daneben benehmen, haben sie noch lange nicht den Tod verdient…

Grüße,

Mathias

Hallo!

Ich habe ja schon mal angedeutet, dass deine Beiträge immer schlechter werden. Jetzt hast du dich aber schon wieder übertroffen.

Hallo!

Eigentlich wollte ich hier im Brett gerade einen neuen thread
eröffnen und nachfragen, was einen Menschen motivieren kann,
bei ohnehin schon schwierigen winterlichen
Straßenverhältnissen auch noch durch Nutzung eines Fahrrades
auf der Straße dazu beizutragen, den Verkehr aufzuhalten und
sich selbst massiv in Gefahr zu bringen…

Radfahrer bringen nicht sich selbst in Gefahr, sondern werden durch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Und das liegt unter anderem an den praktisch nicht vorhandenen Kontrollen und den lächerlichen Sanktionen für den MIV. Leute, die wenig Ahnung haben, sprechen von der Abzocke der Autofahrer. In Wirklichkeit beweisen die 5000 Verkehrstoten, dass ein Menschenleben dann nichts zählt, wenn es um Straßenverkehr geht.

Aus Euren bisherigen Postings habe ich gelernt, dass eine
Einsicht für die Problematik des hinterherfahrenden
Autofahrers nicht zu erwarten ist.

Warum aber bringt Ihr Euch selbst in Gefahr?
Wäre es nicht sinnvoller, dort wo es möglich ist bei solchem
Wetter die Öffentlichen zu benutzen?

Ich kenne Leute, für die wäre es sinnvoll, den ÖPNV zu benutzen, da sie sich selbst und vor allem andere in Gefahr bringen.

Während des Wintereinbruchs in München die letzten Tage
nervten mich als Autofahrer genau die Radfahrer, denen der
Radweg nicht schön genug geräumt ist und die Straße benutzten,
ganz gewaltig.

War es vielleicht ein nicht benutzungspflichtiger Radweg? Hast du auf die Beschilderung geachtet?

Auch ich nutze dann kurz die Hupe.

Wundert mich nicht. Du nutzt aber leider hier eine Rechtslücke aus, da selbst das Anhupen eines Radfahrers, der sich vollkommen an die gesetzlichen Regelungen hält, vermutlich nicht als Straftat zu werten ist.

Sobald möglich, überhole ich und hole mir meine Beschimpfung ab.
Übrigens würde ich mir das Anhalten und ach so cool nach der
Gefährdung Fragen tunlichst sparen. Eine kurze
Unaufmerksamkeit, und Ihr seid platt.

Wie war das nochmal mit dem Abstand beim Überholen eines Radfahrers?

Wenn es schon nicht anders geht, lasst doch ab und an die
Autos vorbei. Das ist ohnehin Eure Pflicht als langsamer
Verkehrsteilnehmer

Wer sagt, dass man als langsamer Radfahrer Autos vorbeilassen muss? Wo steht den das? Wenn ich als Radfahrer beim Vorhandensein eines nicht benutzungspflichtigen Radwegs auf der Straße fahre, muss ich niemanden vorbeilassen. Und mit Rücksichtsnahme hat das nichts zu tun. Der volkswirtschaftliche Schaden durch den MIV ist derart groß, dass man jede Entschleunigung sogar als positiv bewerten könnte.

und bringt Euch einen ordentlichen Sicherheitsgewinn.

Und dir einen Zeitgewinn, und da du so unheimlich wichtig bist und soundsoviel zehntausend Euro für dein Auto ausgegeben hast, hast du auf der Straße anscheinend Sonderrechte.

Gruß
Ultra

Bußgeld für Radfahrer
Bußgeld für Radfahrer bei Verkehrsbehinderungen
München. Radfahrer, die bei extremem Wetter den Verkehr behindern, müssen mit Bußgeldern rechnen. Darauf weisen die Automobilclubs ADAC und AvD laut einem Bericht des Magazins „Focus“ hin. „In konkreten Fällen dürfen Polizisten Radfahrer stoppen“, sagte ADAC-Sprecher Peter Hemschik. Zudem würden Radler, die auf eisglatter Straße stürzten und dadurch einen Unfall verursachten, haftbar gemacht. Ein mit der Winterreifenpflicht für Autos vergleichbares Gesetz für Fahrräder lehnte Hemschik jedoch ab: „Wir haben schon genügend Vorschriften.“

Hallo.

Eigentlich wollte ich hier im Brett gerade einen neuen thread
eröffnen und nachfragen, was einen Menschen motivieren kann,
bei ohnehin schon schwierigen winterlichen
Straßenverhältnissen auch noch durch Nutzung eines Fahrrades
auf der Straße dazu beizutragen, den Verkehr aufzuhalten und
sich selbst massiv in Gefahr zu bringen…

In deiner Aussage steckt die implizite und schlicht falsche Annahme, dass Radfahrer grundsächlich langsamer vorankommen als Kraftfahrzeuge. Gerade im Stadtverkehr sind i.d.R. die Kraftfahrer diejenigen, die den Verkehrsfluss behindern und höhere Fahrtzeiten aufweisen.

Warum aber bringt Ihr Euch selbst in Gefahr?

Der Wechsel von einem nicht benutzungspflichtigen Radweg auf die Fahrbahn ist Vermeidung von Gefahr. Radwege weisen ein bis zu zwölfaches Unfallrisiko auf - dabei ist eine eventuelle Pflichtvernachlässigung seitens der zur Straßenreinigung verpflichteten Personen noch garnicht berücksichtigt.

Wäre es nicht sinnvoller, dort wo es möglich ist bei solchem
Wetter die Öffentlichen zu benutzen?

Für die Kraftfahrzeugführer, die nicht auf das im Stadtverkehr vielfach überlegene Verkehrsmittel Fahrrad wechseln können oder wollen, kann das eine Alternative sein.

Während des Wintereinbruchs in München die letzten Tage
nervten mich als Autofahrer genau die Radfahrer, denen der
Radweg nicht schön genug geräumt ist und die Straße benutzten,
ganz gewaltig.

Mich nerven diese extrem umständlichen und langsamen Fahrzeuge (genannt Autos), auf die man als Radfahrer an nahezu jeder Kreuzung warten und Rücksicht nehmen muss. Aber ich gifte sie doch deshalb nicht an, oder möchte ihnen jegliche Teilnahme am Straßenverkehr verbieten.

Gerade in München geht es außerdem vielfach nicht darum, dass Radwege nicht nur nicht `schön’ bzw. in einer für den Radverkehr ausreichenden Weise geräumt sind, sondern dass sie als Schnee- und Unratlager benutzt werden.

Auch ich nutze dann kurz die Hupe.

Du bist dir bewusst, dass das im für dich ungünstigen Fall einen Straftatbestand darstellt?

Sobald möglich, überhole ich und hole mir meine Beschimpfung ab.

Dann war das Überholen vermutlich doch nicht `möglich’.

Warum schert Ihr Euch nicht in den Bus wenn es schneit und auf
den Radweg, wenn vorhanden und nutzbar?

Im Regelfall ist die Fahrbahn der sicherste und für alle Beteiligten - das sind auch die Kraftfahrer - mit am wenigsten Behinderungen verbundene Platz für Radfahrer. In Anerkennung dieser Tatsache sind die demokratisch legitimierten Verfasser der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften längst von der Idee aus der Reichsstraßenverkehrsordnung abgerückt, die Fahrbahn sei nur für Kraftfahrzeuge da.


Philipp

StVO

§3
(5) Außerhalb geschlossener Ortschaften darf das Überholen durch kurze Schall- oder Leuchtzeichen angekündigt werden. Wird mit Fernlicht geblinkt, so dürfen entgegenkommende Fahrzeugführer nicht geblendet werden.

§5
(6) Wer überholt wird, darf seine Geschwindigkeit nicht erhöhen. Der Führer eines langsameren Fahrzeugs muß seine Geschwindigkeit an geeigneter Stelle ermäßigen, notfalls warten, wenn nur so mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen das Überholen möglich ist. Hierzu können auch geeignete Seitenstreifen in Anspruch genommen werden; das gilt nicht auf Autobahnen.

Manche Leute scheinen das ideologisch verblendete emotionale Schreiben ohne Nachdenken wohl dem zweiminütigen Recherchieren zur Rechtsgrundlage vorzuziehen.

Grüße

crazyeddie

(der vorgestern radelnderweise zweimal von Linksabbiegern beinahe überfahren worden wäre)

Hallo,

Was treibt Euch an, Eure verquere Radfahr-Philosophie mit 80
Kg Gesamtgewicht gegen 1.900 Kg Gewicht mit Gewalt
durchzusetzen?

Wieso muss denn von durchsetzen die Rede sein?
Ich finde es inzwischen nur noch traurig, dass eben diese 1XXX Kg Masse (nicht Gewicht) viele Autofahrer in den Glauben versetzen ihnen würden dadurch, dass sie im rücksichlosesten anzunehmenden Fall physisch überlegen sind, rechtmäßig übergeordnete Berechtigungen im Straßenverkehr erhalten.

Ich könnte mich viel eher mit dem (leider zu naiven) Gedanken anfreunden, dass Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer darstellen.
Allein den Vergleich der Massen und damit der effektiven Macht die eigenen Interessen durchzusetzen werte ich deshalb als Erpressung.
Kein halbwegs intelligenter Radfahrer versucht auf Gedeih und Verderben „durchzusetzen“.
Es ist meiner Meinung nach vielmehr die arrogante Art und Weise vieler (nicht aller) Autofahrer ihrem eigenen Fortkommen mehr Wert beizumessen und diesen „durchzusetzen“ indem sie sich im Verkehr in einer Art und Weise präsentieren, dass man als Radfahrer lieber in den Graben springt vor Schreck.
Nochmal im Klartext: Meiner Meinung nach nutzen viele Autofahrer (wenn auch unbewusst) die lebensnotwendige „Angst“ der Radfahrer aus.

Nur um das nocheinmal klarzustellen: Ich habe nichts gegen Autofahrer und nichts Radfahrer, schließlich bin ich abwechselnd selbst ja beides. Nur Leider habe ich den Eindruck, dass bei Vielen die Fahreigenschaften eines Fahrrades nicht klar sind:

  • Der Schulterblick rettet Radfahrerleben, davon bin ich vollkommen überzeugt. Traurigerweise sieht man immer seltener, dass Autofahrer wirklich im Hinterkopf haben, dass sie beim Abbiegen auf Radfahrer achten müssen. Ich bin momentan dabei die Konditionierungsmethode zu testen, d.h. ich klingle einfach pauschal um auf mich aufmerksam zu machen.
    Und auch dies ist schon wieder ein Punkt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte.

  • Des Weiteren richten viele Städte Verkehrsinseln in 30 Zonen ein, die die Geschwindigkeit im Mittel drosseln sollen. Die Erfahrung zeigt aber, dass ich als Radfahrer mit 34 in der Zone noch koste es was es wolle von 3 Autofahrern noch vor der Insel überholt werde.
    Viele schauen wohl einfach nicht auf den Tacho, wenn sie einen Radfahrer sehen, sondern betrachten diesen als generelle Tempobremse und treten aufs Gas.
    Ach übrigends: das sind die gleichen, die vor mir an der nächsten Ampel stehen :wink: und an der übernächsten warten sie auch auf mich.

Um aber auch beim Thema Winter zu bleiben:
Was bei einem Auto 1XXX Kg TRÄGE Masse sind, sind bei einem Fahrrad halt ca. 80 kg träge Masse. Das ist IMHO genau der Grund, warum (unter bestimmten Vorraussetzungen) das Fahrrad ein hinreichend sicheres Verkehrsmittel im Winter ist, denn die geringe Masse bewirkt, dass der Fahrbahnkontakt spürbar ist und eine viel intensivere Rückkopplung der Beschaffenheit des Weges stattfindet.
Je nach Rahmengeometrie (denn diese bestimmt mit, ob aufgrund entsprechender Normalkraft genug Reibung vorhanden ist, dass das Antriebsrad schlupffrei rollt), Reifen und Schnee/Matsch/Eis-Kombination kann man doch erstaunlich lange und gut fahren im Winter. Eis wird schon am ehesten kritisch.

Ein Kommentar noch zum Thema „verquere Radfahr-Philosophie“:

  1. Eine Philosophie ist nicht dann schon verquer, wenn sie mit der eigenen unvereinbar scheint.
  2. Es mag tatsächlich etwas verquer sein, aber die Vorstellung eine recht lange Strecke in völliger Abhängigkeit meiner eigenen Fähigkeiten zurücklegen reizt mich schon, aber das halte ich in der Tat für Geschmackssache.

Um nicht eine Ansicht ohne aber zu schreiben muss aber gesagt werden:
Es gibt ein Wetter, bei dem es absolut unverantwortlich ist mit dem Rad zu fahren. Es ist das Wetter, bei dem die Autofahrer, die auf dem Weg zur Garage schon 3x gestürzt sind sich zu 100% auf die Traktion ihrer Autos immer noch vollkommen verlassen.

Es gibt weder schwarz noch weiß, drum kann man nur Verstand walten lassen…

Ein schönes Wochenende wünscht,
Carsten

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Eigentlich wollte ich hier im Brett gerade einen neuen thread
eröffnen und nachfragen, was einen Menschen motivieren kann,
bei ohnehin schon schwierigen winterlichen
Straßenverhältnissen auch noch durch Nutzung eines Fahrrades
auf der Straße dazu beizutragen, den Verkehr aufzuhalten und
sich selbst massiv in Gefahr zu bringen…

Weitgehend dieselben Gründe, die dich dazu bringen,
ein Auto zu nutzen: Du musst von A nach B, und die öffentlichen
Verkehrsmittel sind zu unflexibel/teuer/langsam(Wartezeiten)/unbequem…
Weitere Gründe: kein Auto bzw. keine Lust, es dem weit erhöhten Unfallrisiko
auszusetzen (Rad mit Spikes-Reifen ist sicherer).
Ferner kaum Parkplatzprobleme, flinker, bessere Übersicht im Straßenverkehr,
geringerer Sachschaden bei Unfällen.
Zudem ist (für mich) Autofahren stressig und verlorene Zeit,
während Radfahren (für mich) selbst bei Stress (durch Autofahrer oder Zeitdruck)
Freizeit ist.
Manche zahlen hunderte Euros pro Jahr für ein regelmäßiges Workout.
Radfahrer bleiben fast gratis in Form.

Manche zahlen noch hunderte Euros mehr für einen Abenteuerurlaub mit Wild Canyoning oder Vergleichbarem.
Radfahrer können ihren Adrynalinschub täglich gratis beim Abenteuer Straßenverkehr kriegen.

Aus Euren bisherigen Postings habe ich gelernt, dass eine
Einsicht für die Problematik des hinterherfahrenden
Autofahrers nicht zu erwarten ist.

Irrtum. Wohl jeder Radfahrer versteht sie: Auto könnte und möchte
schneller fahren, kommt aber (im Augenblick) nicht vorbei,
und ist üblicherweise in Zeitnot.
Im Gegenzug verstehen allerdings manche Autofahrer nicht die Problematik
der Radfahrer (die ebenso wie die Autofahrer eine Strecke in einer
vernünftigen Zeit zurücklegen möchten), u. a. da sie selbst nie regelmäßig
ein paar km mit dem Rad fahren.
(Anregungen siehe z.B. www.swb.de/personal/elch/50-gruende.html )

Während des Wintereinbruchs in München die letzten Tage
nervten mich als Autofahrer genau die Radfahrer, denen der
Radweg nicht schön genug geräumt ist und die Straße benutzten,
ganz gewaltig. Auch ich nutze dann kurz die Hupe.

Ich hab kein Problem mit Hupzeichen, wenn das Auto noch mehr als 50m
hinter mir ist.
Wenn’s aber schon direkt hinter oder neben mir ist,
dann zucke ich zusammen (Die Dinger sind laut da draussen).
Daraus folgt ein leichter Lenkereinschlag in eine zufällige Richtung = Sturz-/Unfallgefahr.

Übrigens würde ich mir das Anhalten und ach so cool nach der
Gefährdung Fragen tunlichst sparen. Eine kurze
Unaufmerksamkeit, und Ihr seid platt.

Deswegen „ausrollen / langsam bremsen“.
Selbst ein Auspuffschnüffler sollte da kein Problem mit haben,
auch wenn er eigentlich selbst mit einer Vollbremsung zurecht kommen müsste.

und ach so cool nach der
Gefährdung fragen

Man sollte dem Autofahrer nicht ungeprüft „Hupen aus Zeitnot“ unterstellen.
Vielleicht ist da wirklich was Ernstes.

Wenn es schon nicht anders geht, lasst doch ab und an die
Autos vorbei. Das ist ohnehin Eure Pflicht als langsamer
Verkehrsteilnehmer

Fair. Kommt aber (bei mir) faktisch nicht vor,
da Autos mich meist ohne oder leicht abgebremst überholen können.
Und ist der Autoverkehr so dicht, dass sich hinter mir eine Autoschlange
bildet, so ist kurz vor mir auch eine.

Was treibt Euch an, Eure verquere Radfahr-Philosophie mit 80
Kg Gesamtgewicht gegen 1.900 Kg Gewicht mit Gewalt
durchzusetzen?

Lächerlich. 80kg können sich nicht mit Gewalt gegen 1900kg durchsetzen.
(Kein Radfahrer glaubt das.)
Umgekehrt schon, ausser, es existiert ein wirksamer Rechtsschutz.

Hupst du Traktoren oder langsame LKWs auch an? Wohl kaum, die sind ja groß…

Kommst du in einen Stau, so ärgerst du dich.
Aber deine Reaktion ist nicht
„Die Autofahrer müssen reduziert werden / runter von der Straße !“
Weil du selbst einer bist.
Stattdessen denkst du wohl
„Da müssen mehr Spuren hin! Mehr Straßen!“
Denkt dir das bitte auch bei Radfahrern, Baustellen oder sonstigen Hindernissen.

mfg
vume5

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Hallo!

Eigentlich wollte ich hier im Brett gerade einen neuen thread
eröffnen und nachfragen, was einen Menschen motivieren kann,
bei ohnehin schon schwierigen winterlichen
Straßenverhältnissen auch noch durch Nutzung eines Fahrrades
auf der Straße dazu beizutragen, den Verkehr aufzuhalten und
sich selbst massiv in Gefahr zu bringen…

Weitgehend dieselben Gründe, die dich dazu bringen,
ein Auto zu nutzen: Du musst von A nach B, und die
öffentlichen
Verkehrsmittel sind zu
unflexibel/teuer/langsam(Wartezeiten)/unbequem…
Weitere Gründe: kein Auto bzw. keine Lust, es dem weit
erhöhten Unfallrisiko
auszusetzen (Rad mit Spikes-Reifen ist sicherer).

Eben nicht. Bei solchen Extremtagen würde ich ein Fahrrad als die gefährlichste Art der Fortbewegung sehen.

Ferner kaum Parkplatzprobleme, flinker, bessere Übersicht im
Straßenverkehr,
geringerer Sachschaden bei Unfällen.

…aber der Personenschaden zählt nicht…?

Zudem ist (für mich) Autofahren stressig und verlorene Zeit,
während Radfahren (für mich) selbst bei Stress (durch
Autofahrer oder Zeitdruck)
Freizeit ist.

Bei Schnee?

Manche zahlen hunderte Euros pro Jahr für ein regelmäßiges
Workout.
Radfahrer bleiben fast gratis in Form.

Manche zahlen noch hunderte Euros mehr für einen
Abenteuerurlaub mit Wild Canyoning oder Vergleichbarem.
Radfahrer können ihren Adrynalinschub täglich gratis beim
Abenteuer Straßenverkehr kriegen.

Aus Euren bisherigen Postings habe ich gelernt, dass eine
Einsicht für die Problematik des hinterherfahrenden
Autofahrers nicht zu erwarten ist.

Irrtum. Wohl jeder Radfahrer versteht sie: Auto könnte und
möchte
schneller fahren, kommt aber (im Augenblick) nicht vorbei,
und ist üblicherweise in Zeitnot.
Im Gegenzug verstehen allerdings manche Autofahrer nicht die
Problematik
der Radfahrer (die ebenso wie die Autofahrer eine Strecke in
einer
vernünftigen Zeit zurücklegen möchten), u. a. da sie selbst
nie regelmäßig
ein paar km mit dem Rad fahren.
(Anregungen siehe z.B.
www.swb.de/personal/elch/50-gruende.html )

Ich verstehe es in der Tat nicht, weshalb man bei solch einem Wetter Rad fährt.
Bei schönem Wetter nutze ich auch das Rad für den Weg ins Büro. Auf dem Radweg.

Während des Wintereinbruchs in München die letzten Tage
nervten mich als Autofahrer genau die Radfahrer, denen der
Radweg nicht schön genug geräumt ist und die Straße benutzten,
ganz gewaltig. Auch ich nutze dann kurz die Hupe.

Ich hab kein Problem mit Hupzeichen, wenn das Auto noch mehr
als 50m
hinter mir ist.
Wenn’s aber schon direkt hinter oder neben mir ist,
dann zucke ich zusammen (Die Dinger sind laut da draussen).
Daraus folgt ein leichter Lenkereinschlag in eine zufällige
Richtung = Sturz-/Unfallgefahr.

Klar.

Übrigens würde ich mir das Anhalten und ach so cool nach der
Gefährdung Fragen tunlichst sparen. Eine kurze
Unaufmerksamkeit, und Ihr seid platt.

Deswegen „ausrollen / langsam bremsen“.
Selbst ein Auspuffschnüffler sollte da kein Problem mit haben,
auch wenn er eigentlich selbst mit einer Vollbremsung
zurecht kommen müsste.

Wäre mir zu unsicher.

und ach so cool nach der
Gefährdung fragen

Man sollte dem Autofahrer nicht ungeprüft „Hupen aus Zeitnot“
unterstellen.
Vielleicht ist da wirklich was Ernstes.

So ist es. Eben eine ernsthafte Behinderung durch den Radler.

Wenn es schon nicht anders geht, lasst doch ab und an die
Autos vorbei. Das ist ohnehin Eure Pflicht als langsamer
Verkehrsteilnehmer

Fair. Kommt aber (bei mir) faktisch nicht vor,
da Autos mich meist ohne oder leicht abgebremst überholen
können.
Und ist der Autoverkehr so dicht, dass sich hinter mir eine
Autoschlange
bildet, so ist kurz vor mir auch eine.

Das ist aus meiner Erfahrung eher selten der Fall.
Zumeist gurkt man ewing hinter einenm Radler her, vor dem alles frei ist.

Was treibt Euch an, Eure verquere Radfahr-Philosophie mit 80
Kg Gesamtgewicht gegen 1.900 Kg Gewicht mit Gewalt
durchzusetzen?

Lächerlich. 80kg können sich nicht mit Gewalt gegen 1900kg
durchsetzen.

Das meinte ich…

(Kein Radfahrer glaubt das.)

Doch, genau deswegen schrieb ich ja hier.

Umgekehrt schon, ausser, es existiert ein wirksamer
Rechtsschutz.

Den kannst Du Dir dann auf den Grabstein schreiben lassen.
Toll.

Hupst du Traktoren oder langsame LKWs auch an? Wohl kaum, die
sind ja groß…

Natürlich.

Kommst du in einen Stau, so ärgerst du dich.
Aber deine Reaktion ist nicht
„Die Autofahrer müssen reduziert werden / runter von der
Straße !“
Weil du selbst einer bist.

Keineswegs. Jeder Verkehrsteilnehmer vor mir weniger ist ein Stück freiere Fahrt.

Stattdessen denkst du wohl
„Da müssen mehr Spuren hin! Mehr Straßen!“

Auch.

Denkt dir das bitte auch bei Radfahrern, Baustellen oder
sonstigen Hindernissen.

Da denke ich eben zuerst: ab auf den Radweg oder in den Bus.

Grüße,

Mathias

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Hallo!

Was treibt Euch an, Eure verquere Radfahr-Philosophie mit 80
Kg Gesamtgewicht gegen 1.900 Kg Gewicht mit Gewalt
durchzusetzen?

Wieso muss denn von durchsetzen die Rede sein?
Ich finde es inzwischen nur noch traurig, dass eben diese 1XXX
Kg Masse (nicht Gewicht) viele Autofahrer in den Glauben
versetzen ihnen würden dadurch, dass sie im rücksichlosesten
anzunehmenden Fall physisch überlegen sind, rechtmäßig
übergeordnete Berechtigungen im Straßenverkehr erhalten.

Das meinte ich so gar nicht. Ich möchte nicht mein vermeintliches Recht mit Gewalt durchsetzen.
Vielmehr wundere ich mich, weshalb einige Radler das tun.

Ich könnte mich viel eher mit dem (leider zu naiven) Gedanken
anfreunden, dass Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigte
Verkehrsteilnehmer darstellen.
Allein den Vergleich der Massen und damit der effektiven Macht
die eigenen Interessen durchzusetzen werte ich deshalb als
Erpressung.

Nein, s.o.

Kein halbwegs intelligenter Radfahrer versucht auf Gedeih und
Verderben „durchzusetzen“.

Was soll dann das Gegurke auf der Straße im Winter?

Es ist meiner Meinung nach vielmehr die arrogante Art und
Weise vieler (nicht aller) Autofahrer ihrem eigenen Fortkommen
mehr Wert beizumessen und diesen „durchzusetzen“ indem sie
sich im Verkehr in einer Art und Weise präsentieren, dass man
als Radfahrer lieber in den Graben springt vor Schreck.

Das macht man nicht.

Nochmal im Klartext: Meiner Meinung nach nutzen viele
Autofahrer (wenn auch unbewusst) die lebensnotwendige „Angst“
der Radfahrer aus.

Soviel Grundkenntnis in elementarer Hundepsychologie traue ich den meisten Autofahrern nicht zu.

Nur um das nocheinmal klarzustellen: Ich habe nichts gegen
Autofahrer und nichts Radfahrer, schließlich bin ich
abwechselnd selbst ja beides. Nur Leider habe ich den
Eindruck, dass bei Vielen die Fahreigenschaften eines
Fahrrades nicht klar sind:

doch, doch. Die meisten, so auch ich, wissen, dass ein Fahrrad bei Schnee sehr gefährlich und ein Hindernis ist.
Es sind ja auch nr ein paar einzelne Extremisten, die ihre Gesinnung bnei solch einem Wetter den anderen mit Gewalt aufoktroyieren müssen.

  • Der Schulterblick rettet Radfahrerleben, davon bin ich
    vollkommen überzeugt. Traurigerweise sieht man immer seltener,
    dass Autofahrer wirklich im Hinterkopf haben, dass sie beim
    Abbiegen auf Radfahrer achten müssen. Ich bin momentan dabei
    die Konditionierungsmethode zu testen, d.h. ich klingle
    einfach pauschal um auf mich aufmerksam zu machen.
    Und auch dies ist schon wieder ein Punkt, der eigentlich
    selbstverständlich sein sollte.

Das ist zwar nicht das Thema, ich verstehe aber den Punkt.
Ich mache den Schulterblick übrigens. Sonst wirst Du in München jeden Tag zum mehrfachen Mörder.

  • Des Weiteren richten viele Städte Verkehrsinseln in 30 Zonen
    ein, die die Geschwindigkeit im Mittel drosseln sollen. Die
    Erfahrung zeigt aber, dass ich als Radfahrer mit 34 in der
    Zone noch koste es was es wolle von 3 Autofahrern noch vor der
    Insel überholt werde.

Klar. Ich fahre immer 20 Km/h zu schnell. Die Limits machen für heutige Autos Sinn für winterliche Verhältnisse mit geschlossener Schneedecke, schließlich stammen sie zumeist aus den 50ern…

Viele schauen wohl einfach nicht auf den Tacho, wenn sie einen
Radfahrer sehen, sondern betrachten diesen als generelle
Tempobremse und treten aufs Gas.

Ich nicht.

Ach übrigends: das sind die gleichen, die vor mir an der
nächsten Ampel stehen :wink: und an der übernächsten warten sie
auch auf mich.

…und müssen immer wieder an Dir vorbei, weil Du immer wieder ganz vor fährst und dann nciht aus dem tee kommst. Deshalb fahre ich immer ganz rechts an die Ampel ran…

Um aber auch beim Thema Winter zu bleiben:
Was bei einem Auto 1XXX Kg TRÄGE Masse sind, sind bei einem
Fahrrad halt ca. 80 kg träge Masse. Das ist IMHO genau der
Grund, warum (unter bestimmten Vorraussetzungen) das Fahrrad
ein hinreichend sicheres Verkehrsmittel im Winter ist, denn
die geringe Masse bewirkt, dass der Fahrbahnkontakt spürbar
ist und eine viel intensivere Rückkopplung der Beschaffenheit
des Weges stattfindet.

…und man somit fahrtechnisch sicher mit 7,8 Km/h den ganzen Laden aufhält.
Zudem sind zwei Räder bei Glätte niemals sicherer als 4. Ich fahre viel Fahrrad und seit 19 Jahren Motorrad, also bitte erspare mir solcherlei wilde Behauptungen.

Je nach Rahmengeometrie (denn diese bestimmt mit, ob aufgrund
entsprechender Normalkraft genug Reibung vorhanden ist, dass
das Antriebsrad schlupffrei rollt), Reifen und
Schnee/Matsch/Eis-Kombination kann man doch erstaunlich lange
und gut fahren im Winter. Eis wird schon am ehesten kritisch.

s.o.
Auf dem Radweg kannst Du ja machen was Du willst. Auf der Straße hat ein Rad bei Schnee nichts verloren.

Ein Kommentar noch zum Thema „verquere Radfahr-Philosophie“:

  1. Eine Philosophie ist nicht dann schon verquer, wenn sie mit
    der eigenen unvereinbar scheint.

Doch, für meine Welt schon…

  1. Es mag tatsächlich etwas verquer sein, aber die Vorstellung
    eine recht lange Strecke in völliger Abhängigkeit meiner
    eigenen Fähigkeiten zurücklegen reizt mich schon, aber das
    halte ich in der Tat für Geschmackssache.

V.a. wenn es massiv auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer geht.

Um nicht eine Ansicht ohne aber zu schreiben muss aber gesagt
werden:
Es gibt ein Wetter, bei dem es absolut unverantwortlich ist
mit dem Rad zu fahren. Es ist das Wetter, bei dem die
Autofahrer, die auf dem Weg zur Garage schon 3x gestürzt sind
sich zu 100% auf die Traktion ihrer Autos immer noch
vollkommen verlassen.

Von mir aus nenne es so. Hauptsache Du bleibst mit Deinem Rad bei winterlichen Straßenverhältnisse weg von der Straße…

Es gibt weder schwarz noch weiß, drum kann man nur Verstand
walten lassen…

Genau dafür habe ich plädiert.

Grüße,

Mathias

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Hallo,

…und müssen immer wieder an Dir vorbei, weil Du immer wieder
ganz vor fährst und dann nciht aus dem tee kommst. Deshalb
fahre ich immer ganz rechts an die Ampel ran…

das bis zur Ampel vorfahren vieler Radfahrer ist eine Unart, die ich nie verstehen werde. Es wird mir ein Rätsel bleiben, wie man sich überhaupt einbilden kann Anrecht auf verkürzte Wartezeiten zu haben nur weil man mit nur 2 Rädern schmal genug ist…

MFG
Carsten

Hallo Mathias,

Warum schert Ihr Euch nicht in den Bus wenn es schneit und auf
den Radweg, wenn vorhanden und nutzbar?

warum scherst Du Dich nicht in dem Bus, wenn es schneit und Du
nicht mit anderen als motorisierten Verkehrsteilnehmern auf
der Fahrbahn umgehen kannst?

…weil der Bus ebenso durch unverbesserliche
Fahrradterroristen aufgehalten wird.

nö, wenn nur Busse und Radfahrer, sowie Lieferverkehr, unterwegs sind, haben alle auch bei verschneiten Straßen Platz. Also halten die anderen Autofahrer auch auf.

Nein, ich fahre einen alten dunkelblauen Mercedes Kombi.
Zudem nötige ich keine Fahradfahrer zu Vollbremsungen.

Nur weil einige sich auf dem Fahrrad daneben benehmen, haben
sie noch lange nicht den Tod verdient…

Naja, bei manchem, was Du schreibst, habe ich den Eindruck, dass Dir die möglichen Folgen Deines Tuns nicht bewusst seien.

Gruß, Karin

…und müssen immer wieder an Dir vorbei, weil Du immer wieder
ganz vor fährst und dann nciht aus dem tee kommst. Deshalb
fahre ich immer ganz rechts an die Ampel ran…

Is ja nett! Denken sich hier(in Bremen) auch viele Leute, nur das wir zum Teil eigens abgerenzte Fahrradstreifen haben. Wurde gestern von einem dieser Mitmenschen zu einem ungewollten Rendezvous mit einer äußerst stabilen Ampel gezwungen