Fahrradfahrer und Helm(pflicht)

Hallo Wolfgang,

Wenn zwischen Dir und Deinem Hund Platz für einen Radfahrer
gewesen wäre, hast Du etwas falsch gemacht.

Wohl kaum.

    1. Der Weg ist, an der Stelle, ca. 2m breit, keine
      Ausweichmöglichkeit.
    1. Das Rad hat ca. 70cm, die Leine 130cm, der Hund ca. 30cm
      Breite.
  • Wenn die Leine durchhängt, läßt der Hund ca. 60cm
    Abstand(wegen der Pedele).
  • Gesamtbreite vom Rad bis andere Seite das Hundes sind dann?

Ich verstehe Dich nicht. Der Hund geht ganz am rechten Rand. 30cm vom Rand (Hundbreite) faehrst Du mit 70 cm Breite (die Pedale sind da ja bereits drinnen). D.h. links von Dir ist 1m Platz. Keiner wird auf die Idee kommen, auf den 30cm rechts von Dir, wo der Hund ist, vorbeizufahren.

  • Wo ist bei schneller Fahrt, optisch, am meisten Platz?

Auf einem Radweg

Nein, siehe oben!

???

sollte der Hund ganz knapp bei Dir sein - und nicht irgendwo
in der Gegend herumlaufen (abgesehen davon, dass man beim
Radfahren sowieso keinen Hund an der Leine hat).

    1. Völliger Blödsinn! Du bist wohl kein Hundehalter.

Seit der Schaeferhund tot ist, nicht mehr. Aber ich waere NIE auf die Idee gekommen, mit dem Hund an der Leine radzufahren.
Ich vermute aber eher, dass Du noch nie das Fahrrad fuer die Bewaeltigung groesserer Strecken (> 50km) benutzt hast, sonst kaemest Du nicht auf die Idee, Leute, welche nicht sinnlos Zeit verbummeln wollen, als „Moechtegernrennfahrer“ zu beschimpfen.

Wenn Du schon
mit dem Hund radfahren willst, fährst Du am besten am rechten
Rand und der Hund läuft rechts neben Dir her (und nicht
vor oder hinter Dir).

Genau so wird es auch von mir gemacht.
Nur schau mal in meine ViKa.
Da steht unter Hobby: mein Wolfhound.

Und? Was willst Du damit sagen?

Eine Strassensperre mittels Hundeleine
halte ich für gemeingefährlich.

Scherzkeks.

Wieso Scherzkeks? Eine Leine mitten ueber den Weg ist nicht lustig.

Da ich hinten keine Augen habe, muß der von hinten
Heranfahrende entsprechend agieren.

Wenn ich (egal ob mit Auto, Fahrrad, Traktor, etc.) ein aussergewoehnliches Verkehrshindernis darstelle (und das ist nunmal ein Radfahrer mit Hund), nehme ich natuerlich Ruecksicht auf die Hinteren, indem ich regelmaessig (ca. alle 5 Sekunden) zurueckblicke. (Und ja, wenn ich z.B. auf einer steilen Steigung langsam bergauf fahre und von hinten ein LKW kommt, der aufgrund der Sicht schlecht ueberholen kann, fahre ich rechts ran und winke ihn vorbei.) Leider denken viele Menschen nur an sich selber…

Ist für dich ein scheinbar freilaufender Hund, von ca.70kg und
Schulterhöhe über 90cm keine potenzielle Gefahr, wenn Du ihn
nicht kennst?

Ich habe keine Angst vor Hunden (auch wenn mir vor ein paar Jahren ein Schaeferhund beim Radfahren ein Loch in die Hose gebissen hat). Ausserdem sind gerade die kleinen Hunde beim Radfahren eher ein Problem als die (normalerweise gutmuetigen) grossen, welche unbeirrt ihren Weg gehen.

Einen schoenen Sonntagabend,
Puersti

Nachtrag:

Ich brauch ihn übrigens dort garnicht anleinen, weil es dazu
keine Verpflichtung (Gesetz/Verordnung) gibt.

Das waere IMHO beim Radfahren sowieso am besten, da dies die Sturzgefahr stark reduziert. Auch haette es in diesem Falle nicht das Problem mit dem „Moechtegernrennfahrer“ gegeben und alle waeren gluecklich und zufrieden :wink:

Eine gute Nacht,
Puersti

Fallen Mofafahrer anders?
Hi,

Hab mir sogar schon zweimal gesagt, „Das Bußgeld isses mir Wert“
und hab stadtauswärts im Verkehrsstrom so bei knapp 50 Sachen
nen Polizeiwagen und ein paar Vorausfahrende Pkws überholt.
Aber nix, keine Reaktion.

Soweit ok. Was mich nur wundert ist, daß die Motor-Fraktion (Mofa etc.) schon sehr lange eine Helmpflicht hat. Was ist bei einem 25er Mofa anders als bei einem guten Rad, das locker 30 bis 40 km/h schafft?
Fallen die Mofafahrer anders?

mfg Ulrich

Ja.
Moinsen,

hier gibt es nur zwei Möglichkeiten:

  1. Der Gesetzgeber ist nicht up-to-date und man müsste in der Tat nachbessern, bzw. angleichen. Wie rum auch immer.

  2. Der Gesetzgeber war heller, als mancher denkt. Denn verglichen mit einem Fahrrad, das mit 25 Km/h bewegt wird und einen dementsprechend fitten Fahrer braucht, werden Mofas meist von fetten, trägen und/oder alten Menschen bewegt, bzw. solchen, die mit zwei Aldi-Tüten behängt gerade vom Bierholen kommen. Und solche Leute fallen in der Tat anders…

Gruß,

Markus

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Nein.
Hi,

  1. Der Gesetzgeber ist nicht up-to-date und man müsste in der
    Tat nachbessern, bzw. angleichen. Wie rum auch immer.

Auch bei etwas schnelleren motorgetriebenen Zweirädern hat sich die Helmpflicht IMHO bewährt. Wenn nein, hast du darüber nähere Informationen?

  1. Der Gesetzgeber war heller, als mancher denkt. Denn
    verglichen mit einem Fahrrad, das mit 25 Km/h bewegt wird und
    einen dementsprechend fitten Fahrer braucht, werden Mofas
    meist von fetten, trägen und/oder alten Menschen bewegt, bzw.
    solchen, die mit zwei Aldi-Tüten behängt gerade vom Bierholen
    kommen. Und solche Leute fallen in der Tat anders…

Die Helmpflicht wurde bei Mofas 1974 eingeführt. Da war das Mofa das beliebteste Fortbewegunsmittel bei uns Schülern, während der Fahrradboom erst Mitte der 80er einsetzte. Davor war das Fahrrad etwas für deine „fetten, trägen und/oder alten Menschen“, die zwar nicht mit Aldi Tüten behängt waren, sondern andere Einkaufsquellen hatten.
Die hatten nämlich kein Geld für ein Mofa, für ein Moped oder Kleinkraftrad erst recht nicht.

mfg Ulrich

hallo andré,

seit meinem einzigen unfall an dem ich schuld war (und leider auch schwersten) vor 10 jahren trage ich einen helm. auch der klügste und vorausschauenste radfahrer hat es halt nicht nur selbst in der hand!

ich bin überhaupt nicht missionarisch und mir ists erst mal ziemlich egal, ob jemand anderes einen helm trägt. ich kann argumente wie ästhetik etc. nachvollziehen, merke aber, wie sich auch hier mein geschmack gewandelt hat, so schlimm sind die helme heute gar nicht mehr! als nur-radler gebe ich auch gerne mehr aus nur des helm-aussehens wegen.

als wochentägl.-ganzjahres radler fällt es schon auf, dass es im sommer gefährlicher wird auf den radwegen (ich fliehe in den wald!). die rookies erkennt man daran, dass sie eher keinen helm aufsetzen, im winter begegne ich kaum einem radler ohne helm. schlimm sind omis/opis, da weiss ich immer nicht, soll ich klingeln oder nicht…klingelt man, dann zucken sie zusammen, dass sie gleich ganz quer auf dem radweg stehen, klingele ich nicht muss ich halt glück haben…

m.e. sollte es sich gesamtgesellschaftl. berechnen lassen, ob eine helmpflicht der allgemeinheit zu gute kommt; wenn ja, dann meinetwegen pflicht. ich glaube fast, es ist egal: der radler ohne helm verursacht beim schweren unfall ausser dem leichentransport keine kosten mehr.

‚fahrradführerschein‘ hat KUHmax schon in meinem sinne kommentiert. wenn, dann fände ich es sinnvoll med. eignungstests zur pflicht zu machen: kann der radler freihändig fahren, um kurven etc. körperlich wird dem radler mehr abverlangt, manchmal habe ich den eindruck, dass sich gerade die herren fortgeschrittenen alters gerne überfordern und dann die mühe im sattel zu bleiben jegliche rücksicht auf die stvo unmöglich macht.

stefan

Ich fahr lieber mit Helm
Hi,

Ob Helmpflicht ja oder nein, spielt für mich keine Rolle, denn ich habe mich für den Helm entschieden.

Im Mai 2003 bin ich von einem Fahrzeug bei einer lockern Ausfahrt mit dem Rennrad von einem Fahrzeug vom Deich abgedrängt worden, habe dabei einen Abflug über den Lenker gemacht, und bin ziemlich senkrecht auf den Kopf aufgeschlagen, nicht direkt, es war noch ein Helm dazwischen, so wurde es „nur“ eine Halswirbelsäulenstauchung und eine leichten Gehirnerschütterung.
Den Helm,bzw. das, was davon übrig blieb, habe ich dem Polizisten von der Unfallaufnahme überlassen, denn er gehnt auch in Schulen und betreibt dort Verkehrsaufklärung, damit will er die Notwendigkeit eines Helms untermauern.

Zum Zweiten, ein Bekannter, der Triathlon betrieb ist ganz dusslig beim Anhalten seitlich mit dem Fahrrad gestürzt, ganz leicht mit dem Kopf aufgeschlagen, wieder aufgestiegen und weiter gefahren.
Am Abend desselben Tages saß er im Sessel, fühlte sich plötzlich schummerig, fiel plötzlich um - Gehirnblutung. Jetzt macht er kein Triathlon mehr, jetzt fährt er Rollstuhl und ist ein Pflegefall.

CU

Axel

Hi

Die Helmpflicht wurde bei Mofas 1974 eingeführt. Da war das
Mofa das beliebteste Fortbewegunsmittel bei uns Schülern,
während der Fahrradboom erst Mitte der 80er einsetzte. Davor
war das Fahrrad etwas für deine „fetten, trägen und/oder alten
Menschen“, die zwar nicht mit Aldi Tüten behängt waren,
sondern andere Einkaufsquellen hatten.
Die hatten nämlich kein Geld für ein Mofa, für ein Moped oder
Kleinkraftrad erst recht nicht.

nun, welches dieser Mofas damals fuhr tatsächlich unter 50? oder eher unter 70?
ich kannte keinen der nicht schneller als erlaubt fuhr. da waren Helme durchaus sinnvoll.

HH

Hi
btw besteht zwischen Motorradhelmen und Fahrradhelmen ein extremer Unterschied.
HH

Hi Helge,

btw besteht zwischen Motorradhelmen und Fahrradhelmen ein
extremer Unterschied.

Wir reden von 74 bis 84. Da waren IIRC auch noch Halbschalenhelme erlaubt (http://www.rtp.autobahnpolizei.de/amtlicherhelm.php?..) : http://www.yopi.de/Braincap_Halbschale_II . Da konnten wir uns keine Integralhelme leisten.

mfg Ulrich

Hi

Wir reden von 74 bis 84. Da waren IIRC auch noch
Halbschalenhelme erlaubt
(http://www.rtp.autobahnpolizei.de/amtlicherhelm.php?..)

http://www.yopi.de/Braincap_Halbschale_II . Da konnten wir

uns keine Integralhelme leisten.

waren da überhaupt schon Helme Pflicht? ich denke so 1976 hat ein Kumpel mit seinem Körper einen Audi 80 zum Totalschaden verarbeitet. Rechts vor links. er mit mofa und 70 Kilo knapp hinterm vorderrad eingeschlagen. mit dem mofa und sinen Knieen/Oberschenkeln Kotflügel und Habe zerbeult, Frontscheibe und Dach zerknickt beim drüberrollen. Die Fahrerin (vom Audi) fiel um und schlug sich den Kopf an der Bürgersteigkante an. Die hätt nen Helm gebraucht. Er hatte 100 Prellungen und das Mofa wurde beschlagnahmt.

HH

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Hi,

waren da überhaupt schon Helme Pflicht?

http://www.helmig-fahrradies.de/cityraeder_und_holla…

Wobei Sparta ja in den NL angesiedelt ist. Ich hoffe, ich habe den obigen Beitrag nicht falsch interpretiert.

Wobei wir uns hoffentlich über die generelle Schutzwirkung eines Helmes im Klaren sind. Sonst wären Schutzhelme auf dem Bau oder im Bergbau sinnlos.
Die wirklich wichtige Frage lautet daher IMHO: Welches sind denn die typischen Unfälle? Welche Körperteile werden davon betroffen?
Kann derHElm eben genau gegen diese Verletzungsmuster schützen?

mfg Ulrich, der selber mal einen Fahhradunfall mit einer Bordsteinkante hatte. Ohne Helm hätte ich den nicht überlebt. Aber das ist wohl nicht der typische Unfall.

Hallo,

was mich an diesen Statistiken stört ist, dass sie keine Kategorisierung der Kopfverletzungen enthält sondern lediglich die Anzahl heranzieht. Es ist schlicht gesagt nicht zu erwarten, dass die Anzahl an Gehirnerschütterungen durch den Helm zurückgehen, denn der Helm kann eine Gehirnerschütterung nicht verhindern. Viel interessanter wäre eine genaue Analyse der Kopfverletzungen mit und ohne Helm. Ohne eine solche sind die Auswertungen schlicht nichtssagen und wertlos.

Gruß, Niels

Moin,

Ein paar Zweifler-Links…

Ich stelle mir gerade vor, das Internet hätte es schon vor vielen Jahren, als es um die Einführung der Gurtpflicht für Autofahrer gegeben. Was hätte man da für Links gegen die Gurtpflicht posten können.
Ich entsinnne mich noch dunkel, da kannte jeder Gurtmuffel mindestens drei Leute, die Autounfälle nur überlebten, weil sie nicht angeschnallt waren.
So läufts eigentlich auch in der Diskussion mit der Helmpflicht für Radler.

Ob sie eingeführt werden soll oder nicht, ist mir eigentlich egal, weil ich mich entschieden habe, aber Mitleid für ein sabberndes Etwas, das bei einem Sturz mit dem Rad auf die Birne gefallen ist, hätte ich nicht sonderlich.

CU

Axel

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Hallo,

eigentlich bin ich so ziemlich der letzte, der Autofahrer verteidigt …

http://www.verkehrssicherheitsberater.de/fahrradhelm…
. . . . .

das ist mir auch irgendwo nicht so ganz eingängig, wieso man,
weil man etwas, was man nicht tun muss, gelassen hat,
Mitschuld hat.

Sowas gibt es ähnlich in vielen anderen Bereichen.

Das ist, bei einem Unfall, nach gängiger Rechtsprechung, oft
75%-Schuld des Radfahrers, da er sich nicht an das
„Rechtsfahrgebot“ hält, beim Vorhandensein von beidseitigen
Radwegen.

Trotzdem MUSS der Autofahrer auch nach rechts gucken, bevor er
rausfährt. Zumal da, offensichtlich und knallrot, ein breiter
Radweg ist, da würde ich als Autofahrer erst rechts nach
rechts gucken, weil ich als Radfahrer weiß, dass es vielen
Radfahrern Piepegal ist, ob die links, rechts auf dem
Bürgersteig oder sonstwo fahren.

Tja, genauso, wie ich als Fahrradfahrer überal da schieben kann, wo ich weiß, daß es vielen Autofahrern piepegal ist, daß Fahradfahrer eigentlich Vorfahrt hätten …

Passiert mir als „PKW-Fahrer“ auch öfter, wenn ich im
Schrittempo herausfahre, das Radfahrer sich aufregen.

Naja, „Schritttempo“… Fahrräder sind relativ schnell und
relativ groß, die kannst du auch mit Schritttempo gut
übersehen, treffen und plätten wenn du sie nicht siehst - oder
sie dich nicht.

Nun, was gemeint ist, ist das mit dem Auto auf den Radweg „tasten“. Das ist das, was man als Autofahrer tun muß, sofern man keine Sicht hat. Das ist in der Regel deutlich weniger als Schrittgeschwindigkeit. Da muß man als Radfahrer anhalten, das kann man dann erkennen (auch als Radfahrer muß man innerhalb der Sichtweite anhalten können)

Das Problem liegt eher darin, daß die Radwege so konzipiert sind, daß der Autofahrer sie mit „Null Sicht“ befahren muß.

http://bernd.sluka.de/Radfahren/10Gebote.html
Wenn sich, von den Leuten, die Rad fahren können, nur die
Hälfte daran halten würde,
wäre schon viel erreicht.

Eben. Wer Wie ein vollwertiger Verkehrsteilehmer behandelt werden will verhalte sich als ein solcher. Und fahre nicht auf der linken Fahrbahnseite.

Gruß,

Sebastian

Unfälle mit Fahrradfahrern sind ja nicht selten.

Wie komst Du zu der Meinung, Radunfälle sind häufig ? Die Statistik besagt das jedenfalls nicht. Nur leichte Unfälle sind häufiger - und da handelt es sich offenbar vorwiegend um ungeübte, die nur gelegentlich
das Rad benutzen. Bei schwerwiegenden Unfällen gibt es nur eine Gruppe, die überdurchschnittlich betroffen sind: Radfahrer über 6o.

Jedoch stellt
sich die Frage, inwieweit ein Helm Schlimmeres verhüten kann.

Zweiter Fehler, der durch die Helmpropaganda entsteht: Kopfunfälle sind gar nicht so häufig. Außerdem müßtes Du Diene Aussage wieter denken: warum Helm beim Fahrrad und nicht im Auto? Oder beim Leiterbesteigen usw. Dei Wahnvorstellung, absolute Sicherheit schaffen zu wollen, führt lediglich zur Lähmung des Lebens - und dazu gehört der Radhelm und die Bestrebungen zu deren Pflicht.

Wenn ich den Vergleich zu Motorradhelmen wage:

  • eigenartige Form („aerodynamisch…“)
  • keine feste Schale
  • keine richtige Passform
  • unzureichende Befestigung am Kopf

Du hast den wichtigsten Unterschied vergessen: Radhelme sind keine Integralhelme: rund die Hälfte aller Kopfverletzungen finden vorne statt.

Wie steht ihr zur Helmpflicht?

Davon ist nach allen Erfahrungen, die man in anderen Ländern gemacht hat, überhaupt nichts zu halten: mit der Helmpflicht sinkt der Anteil der Radfahrer am Verkehr, die Unfallquote - auch der schweren - blieb aber proportional gleich. Der oft zitierte Vergleich mit der Gurtpflicht taugt hier überhaupt nichts.
Über die Ursachen kann man nur spekulieren:

  • weniger Radfahrer auf den Straßen bedeuten auch immer eine größere Gefahr derer, dei sich auch von einer Helmpflicht nicht schrecken lassen
  • die ungeliebte Pflicht zum Helmtragen führt zu nachlässiger Einstellung und billigen Produkten.
  • der Effekt eiens Styroporhuts wird von interessierter Seite weit übertrieben - manche sagen, der positive Effkt wird durch die negativen sogar aufgehoben: der „vergrößerte“ Kopfumfang und die letzlich trotz vieler Löcher vorhandene Überhitzung führen zu Unfällen
    Vor kurzen (Abschiedveranstaltung für Aldag) hat es einen tödlichen Radunfall dank Kopfverletzung trotz vorhanden Helms gegeben. Auch bei den HEW-Classics gab es einen. Bei vergelichbaren Presseberichten würde in gro0er Aufmachung stehen: „Er trug keinen Helm!“ - so z.B. beim tödlichen Radunfall eines Italieners bei der Tour de France vor etwa 10 Jahren.

Grüße
Ralf

Hi,

Dei Wahnvorstellung, absolute Sicherheit schaffen zu wollen,
führt lediglich zur Lähmung des Lebens …

Das konnte ich so aus dem Beitrag nicht herauslesen. Wie kommst du darauf? Die Frage nach ein wenig mehr Sicherheit halte ich für legitim.

Vor kurzen (Abschiedveranstaltung für Aldag) hat es einen
tödlichen Radunfall dank Kopfverletzung trotz vorhanden Helms
gegeben. Auch bei den HEW-Classics gab es einen. Bei
vergelichbaren Presseberichten würde in gro0er Aufmachung
stehen: „Er trug keinen Helm!“ - so z.B. beim tödlichen
Radunfall eines Italieners bei der Tour de France vor etwa 10
Jahren.

Wir reden hier vorwiegend nicht über Radrennen, sondern über den Alltag. Ein dichtes Fahrerfeld mit hohen Geschwindigkeiten ist eine andere Nummer.
Bitte vergleiche nicht Birnen und Äpfel.

mfg Ulrich

Hallo André,

wenn du dir nur unsicher bist, ob du einen Helm kaufen sollst oder nicht, dann frage ich dich: Was spricht denn dagegen?
Mir persönlich fällt die Entscheidung einfach, wenn ich mir überlege zwischen was ich mich denn entscheiden muss: Entweder du bist (vielleicht) besser geschützt oder du hast 70 - 100 € mehr auf deinem Konto.
Für den Helm sprechen einige Vorteile (wobei die meisten wahrscheinlich nicht bewießen sind), gegen den Helm sprechen nur Ausreden.

Ich fahre nie ohne Helm, mir sind es die 70 - 100 € nicht wert ein (unötiges) Risiko einzugehen.

Gruß Axel

Hallo André,

was das Verhalten angeht, es gibt bei allen Gruppen (Autofahrer, Mopetfahrer, Fahrradfahrer aber auch Fußgänger) solche und solche.
Die Quote dürfte mehr oder weniger konstant sein und schweinebackige Autofahrer sind sicher auch ebensolche Fußgänger.

Aber zum Helm.
Ich für meinen Teil bin Jahrzehnte ohne gefahren, aber als ich meine Jungs dazu aufforderte welche zu tragen kam das Argument ‚Und Du?!‘, das ja nun auch richtig war.
OK, Vadder kauft sich auch einen Helm, was schon ein Problem war, weil für meinen Kürbiskopf kaum passende Helme zu finden sind.

Was soll ich sagen, nach etwa einem halben Jahr haut mich eine Windstoß vom Rad und ich knall mit dem Kopf auf. Der Helm sauber filetiert, ich soweit OK, nur verspannter Hals und etwas Kopfweh.
Trotzdem zum Arzt und der entwarnt. Der schaut sich auch den Helm an und meint lakonisch:
‚Ohne den wärst Du nicht zu mir sondern zur Notaufnahme gekommen‘
Seitdem nie wieder ohne.

Eine Kollegin, die auch immer brav mit dem Rad zur Arbeit kommt, trug auch nie einen (Frisur, wie sieht das denn aus …).
Irgendwann seh ich sie mit Helm und sie erzählt, daß sie auf einem Radweg die Beifahrertür eines Autos geküßt hätte --> eine Woche krankgeschrieben.
Seitdem auch nie wieder ohne.

Es soll sich also jeder so seine Gedanken machen.

Gandalf

Hallo,

jetzt muss ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.

Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Bis jetzt gibt es keine Helmpflicht, also kann jeder das tun, was er/sie für Richtig hält.

Sicher ist jedoch: Es wurden durch Helme weit mehr schlimme Unfälle verhindert als ausgelöst, wobei ich bei solchen Meinungen wie: „Unfall durch Hitzestau unter dem Helm“ schon etwas in Zweifeln komme. Hat der Schreiber schon mal einen (modernen) Helm aufgehabt?

Und wenn ich lese: Ich passe schon auf oder ich fahre schon so lange ohne Sturz, der sollte sich nur mal an die Tour de France erinnern und an den Sturz von Matthias Kessler. Der beherrscht mit Sicherheit sein Rad, aber er rechnete nicht damit, dass ihm ein Anderer im Weg rumfährt bzw. liegt. Der anschließende ungewollte Abstieg über die Leitplanke ging zum Glück glimpflich aus und er konnte weiterfahren. Erschreckend waren aber die Steine, die aus seinem Helm nach dem Sturz herrausschauten. Es kann sich jeder darüber Gedanken machen, was passiert wäre, wenn er keinen Helm aufgehabt hätte.

Wer schon mal einen Abstieg über den Lenker gemacht hat oder sonst irgendwie mit dem Kopf auf dem Boden gelandet ist, weiss dass es gut war, einen Helm auf dem Selbigen getragen zu haben.

Auch wer viel im Wald auf schmalen Trails unterwegs ist, weiss einen Helm bei tiefhängenden Ästen zu schätzen.

Ich sehe meinen Helm unter dem Motto:

Er schadet nicht, aber er hilft!

Und speziell Mountainbiker sehen ohne Helm Sch… aus, dies ist aber jetzt ganz speziell meine Meinung.

Gruß

Friedrich