unterm Auto mit Knarre abgerutscht und vor die Birne gedengelt
zig mal in der Küche von unten hochgekommen und gegen ne offene Tür geknallt
mehrmals stumpf gegen niedrige Türstürze in Kellern gelaufen
auf der Treppe abgegangen und mit dem Kopp gen die Wand
und noch zig andere Gelegenheiten.
Seine bei Demos (von hinten) abbekommen (ok, die Militanten trugen Helme…)
Rad fahr ich seit über 40 Jahren… noch nie hatte mein Kopf dabei Kontakt mit irgendwas hartem.
Rad fahr ich seit über 40 Jahren… noch nie hatte mein Kopf
dabei Kontakt mit irgendwas hartem.
Ich sollte eher in Küchen Helme tragen…
naja, ich weiß nicht, ob man das unbedingt vergleichen kann. Wenn du mit 30 gegen ne Autotür brummst und kopfüber auf der Straße landest oder die Kontrolle verlierst und womöglich irgendwas spitzes triffst ist das sicher bisschen was anderes, als wenn du dir daheim den Kopf stößt. Überleg mal, was für Kräfte da auf deinen Kopf einwirken, wenn du einen Fahrradunfall hast. In der Küche kriegst du sicher keinen Fahrradhelm gespalten (was ja den Geschichten hier zufolge offenbar möglich ist, auch wenn ichs noch nie gesehen habe - mein Helm hat seine Macken auch vom Lagern, Transport und unterfallen…).
Dei Wahnvorstellung, absolute Sicherheit schaffen zu wollen,
führt lediglich zur Lähmung des Lebens …
Das konnte ich so aus dem Beitrag nicht herauslesen.
Natürlich nicht. Ich forderte dazu heraus, weiterzudenken.
Wie
kommst du darauf? Die Frage nach ein wenig mehr Sicherheit
halte ich für legitim.
Kopfverletzugnen sind allgemein sehr gefährlich - es ist keine Besonderheit für Radfahrer. Anders ausgedrückt: wenn man als Radfahrer einen Helm aufsetzen muß, ist es legitim zu fragen, warum dann nicht als Autoinsasse, als Fußgänger, Rollschuhläufer, Schlittenfahrer oder im Haushalt beim Treppensteigen oder beim Gardinenaufhängen - alles fürchterlich gefährliche Vorgänge, bei denen sich man den Kopf verletzen kann.
Worin die „Lähmung“ besteht, führte ich später aus: bei Helmpflicht wird die Zahl der Radfahrer reduziert - und das ist bis jetzt der einzig nachweisbare Effekt. Für Sicherheitsfanatiker sind diese Folgen offensichtlich nebensächlich…
Wobei wir uns hoffentlich über die generelle Schutzwirkung
eines Helmes im Klaren sind. Sonst wären Schutzhelme auf dem
Bau oder im Bergbau sinnlos.
Klar. Aber diese schützen, damit einem nichts auf dem Kopf fällt. Der Unfalltypus auf dem Rad oder im Auto ist jeweils ein völlig anderer.
Bei hohen Geschwindigkeiten stellt sich die Frage, ob der Helm wirklich hilft: ab 25 km/h Aufprall ist man trotz Helm tot. Und wenn man auf die
Fresse fällt, sowieso.
Radfahren bei niedrigen/normalen Geschwindigkeiten: bei Stürzen fängt der Betreffende sich normalerweise mit den Händen ab - ein Verhaltensmuster, das er schon als Kleinkind lernt. Deswegen sind alte Leute als Radfahrer besonders am Kopf gefährdet - und nicht etwa Kinder, die reaktionsschneller sind.
Der Verdacht besteht, daß Radfahrer mit Helm sich unbewußt anders verhalten, sowohl beim Fahren wie auch beim Stürzen, weil sie auf den Helm vertrauen. Wie anders sind diese massenweise Erfahrungsberichte zu verstehen, die einem erzählt werden: der Helm hat mich in dieser und jener Sitiuation gerettet. Wenn man bedenkt, daß nur eine kleine Minderheit mit Helm fährt, müßte logischweise hochgerechnet die Straße übersät sein mit Leichen von helmlosen Radfahrern.
Ralf - beim letzten Sturz haben mir die Hände 3 Monate wehgetan.
das mag ja sein WENN es Passiert, es ist mir aber in 40 Jahren nur etwa 7-10 mal zu nem Sturz mit dem Rad gekommen - gefährliche Situationen möcht ich nicht zählen - aber keine endete mit nem Kopftreffer. Alle Schulter, Becken, Oberarm, das schmerzhafteste war Knie an B-säule. nie Kopf. Das liegt vermutlich daran dass Autos eben niedriger sind als mein Kopf. Ne aufgerissene Tür-Spitze würd ich in die Brust bekommen - was nützt mir da der Helm?
Hi
Das ist natürlich Quatsch. Ich hatte übrigens mein erstes Fahrzeug mit verwendbaren Gurten 1990. Davor hatte ich Fahrzeuge ohne Kopfstützen und mit Beckengurten. Wenn du mir erzählen willst, dass das gesund wäre sich damit anzuschnallen…
Ich habe ca 15 Unfälle ohne Gurt unverletzt überstanden, hatte aber meist deutlich mehr Masse als die Gegner.
HH
Hi
Was mich an dem Helmbewerbung stört, sind die Behauptungen das sie was nützten. Die Tests die ich aber gelesen habe gingen von Lasten beim Aufpralll vom 25 Kilo aus da zeigen sie Gute ergebnisse. Nur wiege ich fast a80. Was macht das ding da? nicht mehr viel. Nach jedem Aufprall nen neuen kaufen kommt noch dazu.
HH
Die Tests die ich aber gelesen habe gingen
von Lasten beim Aufpralll vom 25 Kilo aus da zeigen sie Gute
ergebnisse.
25 Kilo sind schon in Ordnung. Schließlich steckt nicht dein ganzer Körper in dem Helm sondern nur dein Kopf. Der wiegt deutlich weniger als 25 Kilo. Da dein Körper kein starres Gebilde ist, wird der Helm niemals dessen ganzes Gewicht abfangen müssen.
Nur wiege ich fast a80. Was macht das ding da?
s.o.
Nach jedem Aufprall nen neuen kaufen kommt
noch dazu.
ist immer noch billiger als das Krankenhaustagegeld.
Da bin ich ganz auf der Seite der Gegner - ist jedenfalls kontraproduktiv! Argumente s. Ralf S.-C.
Für mich ist das Thema insgesamt anders, denn ich fahre nur „Sicherheitsräder“ - das sind in meinen Augen nur die Liegeräder. Absteigen über den Lenker je nach Modell kaum bis nicht möglich!
Und dabei halte ich es so:
Toxy (TourenLiege mit Untenlenker): Touren und Alltag, selten sehr schnell: kein Helm ausser bei Regen, dann aber mit Überzug
Steintrike Nomad (Dreirad):… Helm? wozu?
Optima Baron (Lowracer): meist schnell unterwegs, fast immer mit Helm, obwohl hier ein Überkopfsturz unmöglich ist - bei bisher 2 Stürzen immer seitlich gerutscht, kein Kopfkontakt mit irgendwas…
Das kann man doch nicht vergleichen! Radhelme sind Spielzeuge
gegen Motorradhelme!
Sollten wir dann einen Motorradhelm als Radfahrer tragen? Sorry, aber das ist doch keine Antwort.
Es geht mir darum, ob Verletzungsmuster beim Mofafahren denen des Radfahrens ähneln. Die Geschwindigkeiten moderner Räder, insbesondere der von Liegerädern, sind doch IMHO höher als die der popeligen Mofas (so denn vorschriftsmäßig).
Das kann man doch nicht vergleichen! Radhelme sind Spielzeuge
gegen Motorradhelme!
Sollten wir dann einen Motorradhelm als Radfahrer tragen?
brrrrrrr… =:-o
Sorry, aber das ist doch keine Antwort.
Es geht mir darum, ob Verletzungsmuster beim Mofafahren denen
des Radfahrens ähneln. Die Geschwindigkeiten moderner Räder,
ja eben - durch Helmpflicht und Motorradhelm ist das nicht vergleichbar. Oder ist in .de keine Helmpflicht für die Moppeds?
hm - bei uns gibt es keine 25km/h Dinger - meinst du die?
insbesondere der von Liegerädern, sind doch IMHO höher als die
der popeligen Mofas (so denn vorschriftsmäßig).
na ja, ist so ne Sache mit den schnellen LR - für einen 30er Schnitt muß ich schon ordentlich raubern, und es darf keine Steigungen geben, und zu lange Strecke/Zeit kann ich das auch nicht. Also RR und LR liegen so eng beieinander… nur meine LR sind halt bequemer als diese Eierfeilen
Und bei den LR ist das Sturzszenario auch wieder völlig anders.
ein Beispiel das mich früher immer überzeugt hat war der
Melonen-Test. Melone 1 wird aus definierter Höhe fallen
gelassen -> Kaputt, Inhalt weit verstreut. Melone 2 wird
aus der gleichen Höhe, aber mit Helm fallen gelassen ->
Melone bleibt ganz.
Ich bin überzeugt, die Melone ist noch ganz, wenn man sie in ein Daunenkissen einwickelt. Dennoch ist ein Kissen im Straßenverkehr kein geeigneter Schutz. Der Vergleich hinkt.
Sicher ist jedoch: Es wurden durch Helme weit mehr schlimme
Unfälle verhindert als ausgelöst,
sagen welche Studien?
Und wenn ich lese: Ich passe schon auf oder ich fahre schon so
lange ohne Sturz, der sollte sich nur mal an die Tour de
France erinnern und an den Sturz von Matthias Kessler. Der
beherrscht mit Sicherheit sein Rad, aber er rechnete nicht
damit, dass ihm ein Anderer im Weg rumfährt bzw. liegt.
Und weil Michael Schumacher mit Helm und Hosenträgergurt fährt, fährst Du auch so Auto?
Versteh mich nicht falsch, ich will Dir Deinen Helm nicht ausreden, aber Deine Meinung zum Thema als alleingültig hinzustellen, finde ich sagenhaft.
aus dieser minderintelligenten diskussion zeigt sich mal wieder die chancenlosigkeit einer helmpflicht. die, die einen helm am nötigsten hätten, tragen aus fadenscheinigen gründen keinen.
ich fahre seit 13 jahren mtb ohne je schwer gestürzt zu sein, geschweige denn einmal nur ansatzweise auf den kopf gefallen zu sein. trotzdem käme es mir nicht in den sinn, auf meinen helm zu verzichten.
einige leute bilden sich nur ab einer bestimmten fahrleistung ein, sie wären geübte und sichere radfahrer und bräuchten allein deshalb keinen helm. ich krieg das kalte grausen wenn ich leute sehe, die durch die gegend fahren und nichtmal einen finger an der bremse haben. einmal bliestal- oder saarradweg ist für mich schlimmer als jeder horrorfilm.
am schlimmsten sind aber die kinder dran… die kriegen dann noch so mist erzählt wie „brems aber nicht mit der vorderradbremse, sonst überschlägst du dich noch“.
bevor ich jetzt anfange mich richtig aufzuregen, lasse ich es lieber sein. den leuten ist ja eh nicht zu helfen. es ist nur schlimm, dass im falle eines falles dann die allgemeinheit die kosten trägt. dazu passt das zitat eines arztes aus einer helmkampagne der zeitschrift bike vor einigen jahren: „am billigsten ist es, wenn ein kopfverletzter radfahrer noch an der unfallstelle stirbt.“
Hai, Bauer :g:
Mit dem Helm - Pflicht? Geht nicht, soviel Kontrolleure gibt’s nicht.
Ansonsten:
Meinerseits habe ich stets einen Helm auf - und ich fahre dafür barfuß.
Es gibt schlimme Unfälle, wenn jemand bspw mit dem Schädel auf die Bordsteinkante fällt.
Oder einfach nur so auf das Pflaster knallt.
Siehe Silvester.
Und zu meiner Schande -ist ein paar Jahre her- hatte ich keinen Helm auf,
als mich ein (unbekannter) Hund vom Fahrrad holte.
Seit dem fehlt(e) mir ein Zahn im Gebiss.
Wär alles nicht nötig gewesen mit Helm.
Ich glaube, die Helmpflicht wird sich ab dem Zeitpunkt ‚freiwillig‘ ergeben,
wenn jemand auf die Gusche geflogen ist.