Werte Juliane,
Zum Beispiel diese deine Ironie meine ich mit aggressiven
Angriffen.
Du hast von aggressiven Angriffen gegen den Teenager gesprochen.
Jetzt meinst Du aber meine Argumentationsweise überhaupt.
Dein erster ARtikel triefte nur so von dem, was in
der Kommunikationslehre als passiv-aggressiv bezeichnet wird:
Einerseits oberflächlich so tun, als sei eben alles so und als
hätte man sich damit abgefunden, unterschwellig aber durch
kleine, giftige Bemerkungen - Unterstellungen, kleine
Wortverdrehungen etc. - den anderen zu verletzen trachten.
Nona, das kann genausogut ich Dir an den Kopf werfen. Hatten wir nicht ein Sachthema?
Ironie, besonders wenn sie so unvermittelt eingefügt wird,
eignet sich hervorragend dafür. Mit diesem passiv-aggresiven
Gesprächsstil läßt sich wirklich viel kaputtmachen. Es würde
Erstens machst Du das genauso. Zweitens spricht aus Dir die Linie der Partei, deren Macht mich hier zu rhetorischen Sicherheitsvorkehrungen zwingt.
Ich wiederum weiß nicht, wie eine normale ERziehung aussieht.
Ich schon.
Primäre Bezugspersonen sind die Eltern und/oder diejenigen
Menschen (Opa, Pflegemutter, evtl. Paten etc.), mit denen das
Kind täglich zu tun hat und die für es verantwortlich sind.
Super, Du also doch auch!
Also kein Vereinstrainer und kein Pfarrer und kein Lehrer und
kein Bekannter aus guten Kreisen. Was das oder „gute
Gesellschaft“ sein soll, ist mir auch noch nicht klar -
vielleicht liegt es daran, dass die Ausdrücke ambivalent
verwendet werden: meint man nun die fast ausschließlich
materiell definierte Zugehörigkeit zur (gehobenen)
Mittelschicht, oder ist „gut“ eher moralisch gemeint - und
wenn, welche moralischen Maßstäbe werden angelegt?
Für Jugendliche sind Freunde, Tschuldigung: die „peer group“ wichtig, da sind wir wohl beieinander. Und daß es da bessere und schlechtere gibt, ist eine Tatsache, ist eine Wertung, die von Deiner Ideologie abgestritten wird. Ich sage aber trotzdem, daß z.B. die Pfarreijugend da BESSER ist als z.B. die am Hauptbahnhof herumlungernden, zerstochenen Gesichter. Widerlege das bitte.
Mit eigener Persönlichkeit meine ich eine festgefügte
Entwicklung von in ein positives Selbstkonzept eingefügten
Konflikte vernünftiger regeln. Und mit „sozial kommunikativ“
und angemessen mit den „primären Bezugspersonen“ und anderen
Freunden kommuniziert und so quasi automatisch die Regeln von
vernünftiger Kommunikation erworben hat.
Aus diesem grauslichen Sozialchinesisch kann ich nur einen Gemeinplatz herauslesen: Wenn man sein Kind vernünftig erzieht, und sonst nichts ist, dann geht das schon. Ja, aber trotzdem kann das in der Pubertät den Bach runter gehen.
Natürlich kann es vorkommen, dass man wirklich alles richtig
gemacht hat und „das Mädel läuft völlig aus dem Ruder“.
Mit und ohne Schläge, mit und ohne das, was du vielleicht
Bagatellisier das mal nicht so. Ihr Sozialpädagogen seit schuld daran, daß Eltern solche Problemkinder bis ganz unten fallenlassen müssen.
tatsächlich etwas falsch gemacht hat. Schließlich sind Eltern
auch Menschen und können Fehler machen und es ist heute
Da hast Du, glaube ich, etwas wichtiges verstanden: Kein Kind kann für sich das Recht beanspruchen, seine Eltern müßten Götter sein.
schien auch, dass in dem ursprünglichen Artikel schon Spuren
zu finden waren, die auf bessere Möglichkeiten, mit dem Kind
umzugehen, hinwiesen - wobei ich allerdings sagen muss, dass
ich mich da in keiner Weise als Expertin ansehen würde. Ich
könnte noch nicht einmal sagen, ob dies ein Fall für Experten
Die hat Flausen im Kopf, hätte man früher gesagt, und die muß man ihr halt austreiben. Ihr Sozialpädagogen seid dem mit einem „das darf man nicht!“ vehement und historisch wirksam entgegengetreten. Auf die Frage, was man denn anstelle dessen tun solle, habt Ihr keine Antwort.
Tolerant sein, akzeptieren, jaja. Auf dem Weg nach unten warten sie dann schon, die Sozialpädagogen in der Rauschgiftberatung und der Forensik.
Gruß
Wolfgang