Familienbett

Hallo zusammen,

was haltet ihr eigentlich vom Familienbett? Im Archiv habe ich dazu nicht wirklich was gefunden.

Ich finde die Idee vom Familienbett tendenziell ziemlich gut. Aber ist es auch praktikabel? Ich meine da z.B. ganz egoistisch das Sexualleben der Eltern. Wie lange ist das praktikabel? Ab wann „muss“ ein Kind ins eigene Bett?

Es mag viele Gründe dafür und auch einige dagegen geben. Die interessieren mich nicht so… Aber wie sieht das ganze in der Praxis aus? Wer von euch kann mir dazu was berichten?

Viele Grüße
ausnahmefall

Hallo,
grundsätzlich halte ich es sowohl für das von Dir angesprochene Sexualleben, als auch für die Entwicklung des Kindes für unakzeptabel.
Ein Kind braucht meines Erachtens sein Bett.
Das man bspw. bei einem sehr schlechten Traum, einer Krankheit oder auch einfach mal so das Kind mit im Bett schlafen lassen kann - keine Frage. Aber als Regelfall ist es Entwicklungshemmend.

Gruß Dobbs

Hallo ausnahmefall,

vor 23 Jahren gab es ein Buch von Tine Thevenin „Das Familienbett“, vielleicht kannst Du es noch irgendwo finden…

Aber ist es auch praktikabel?

Es ist praktikabel, wie nahezu alles :smile: Man kann ja einfach einen Anbau ans Elternbett konstruieren, der dann später wieder abmontiert wird.

Ich meine da z.B. ganz egoistisch das Sexualleben der Eltern.

Und was Deinen Egoismus betrifft: es gibt ja meistens noch andere Räume im Haus, als nur das Schlafzimmer :wink:

Man merkt, ob ein Kind nachts die Nähe wirklich braucht, oder ob es auch allein gut schlafen kann. Es gibt Kinder, die schlecht einschlafen und nachts oft aufwachen und weinen. Da ist dann auf längere Sicht ein Familienbett unter Umständen das „Richtige“ damit die gesamte Familie zu einem erholsamen Schlaf kommt. Andere Kinder vermissen nachts nichts und schlafen immer seelenruhig in ihrem eigenen Bett.

Ab wann „muss“ ein Kind ins eigene Bett?

Für den älteren meiner Söhne hatten wir entegen der Ratschläge aller Freunde und Bekannten damals ein Familienbett gebaut, nachdem wir sehr viele Monate lang keine Nacht durschlafen konnten. Von der ersten Nacht im Familienbett schlief er durch und somit wir Eltern auch. Als er ein wenig sprechen konnte, dauerte es nicht mehr lange, bis er sich auch in seinem eigenen Bett wohl fühlte :smile:

Gruß, Leonora

Hallo

Aber als Regelfall ist es
Entwicklungshemmend.

Wie kommst du darauf?

Es ist hier bestimmt nicht gemeint, dass das Kind bis zum 10. Lebensjahr mit den Eltern im Familienbett schlafen soll.

Für Babies halte ich das für den natürlichsten und besten Schlafplatz. Mit der Sexualität ist das am Anfang auch kein Problem, da nach der Geburt das Bedürfnis nach Sexualität bei den meisten Frauen sowieso auf Null absinkt (jedenfalls, wenn sie stillen; ob es (nur) daran liegt, weiß ich nicht genau).

Allerdings kann dies nach meinen Informationen für den Mann ein Problem darstellen, aber ob ein anderes Bett da hilft, glaube ich nicht. Im Gegenteil, denn wenn die ganze Familie zusammen ist, kann er es vielleicht besser nachvollziehen, dass die Frau im Moment nicht so viel Interesse am Sex hat. - Das ist aber keine erprobte Lebenserfahrung von mir, nur Theorie.

Einen Nachteil eines Familienbettes wüsste ich: Wenn ein Kind von Anfang an alleine schlafen muss, kennt es das nicht anders. Ein Kind, das zunächst im Familienbett schläft, wird es unter Umständen als Liebesentzug verstehen, wenn es plötzlich ausquartiert wird. Man wartet also entweder ab, bis das Kind von sich aus ein eigenes Zimmer haben will (was aber möglicherweise erst im Schulalter der Fall sein wird), oder man muss sich etwas einfallen lassen.

Man muss also die Entwicklungsschritte eines Kindes sehr gut kennen, um hier keinen Fehler zu machen. Wenn es z. B. ca. 9 Monate alt ist, kann man dazu übergehen, dem Kind ein eigenes Bett im Elternschlafzimmer zu geben. Da findet nämlich ein Ablösungsschritt statt. Man merkt es auch am Schreien, das klingt dann irgendwie anders - irgendwie nervender. In dem Alter soll man auf keinen Fall mehr alles machen, was das Kind will (vieles natürlich schon noch). Ich denke, da kann man anfangen, ein wenig Distanz aufzubauen - jetzt als ein Beispiel.

Aber eigentlich kann man sich meistens auch auf sein Gefühl verlassen, das sagt einem - jedenfalls in den ersten 3 Jahren - meistens das Richtige. Man muss sich nur trauen, drauf zu hören.

Viele Grüße
Thea

PS: Kleiner Tip am Rande: Babies erwarten (angeblich jedenfalls), dass sie da, wo sie einschlafen, auch wieder aufwachen. Wenn sie also bei Mama auf dem Arm einschlafen, und wenn sie wach werden plötzlich in irgendeinem Bett liegen, dann finden sie das nicht in Ordnung. Da ist es dann besser, sie direkt in diesem Bett schlafen zu legen.

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Hallo Dobbs,

Aber als Regelfall ist es
Entwicklungshemmend.

Ja, problematisch sind auch die vielen Ehepaare, die sich gegenseitig in ihrer Entwicklung hemmen.SCNR

Gruß, Heike

Hallo ausnahmefall,

schau mal hier: http://das-kind-muss-ins-bett.de/

Ich meine da z.B. ganz
egoistisch das Sexualleben der Eltern. Wie lange ist das
praktikabel?

Habt ihr nur einen Raum in der Wohnung?

Ab wann „muss“ ein Kind ins eigene Bett?

Wenn das Kind es will oder ihr das wollt (oder wenn der Freund des Kindes sich so breit macht, dass ihr keinen Platz mehr habt).
In Skandinavien schläft rund die Hälfte aller Kinder während des gesamten Vorschulalters im Elternbett. Liegt sicher nicht nur an den kalten Wintern. Laut Pisastudie scheinen die Kinder zumindest intellektuell keinen Schaden davon getragen zu haben. Zu viele „Perverslinge“ scheint es dort auch nicht zu geben.
Praxisbericht: Unsere Kinder haben ihre eigenen Betten, das gebe ich zu. Sie begannen die Nacht auch meist darin. Nicht selten kam und kommt es vor, dass man im Elternbett früh 4 Köpfe zählen kann, statt 2. Man könnte es also „Familienbett light“ nennen. Die Große wird im Sommer 4, seit etwa einem halben Jahr verlagern sich ihre Besuche immer mehr auf den Morgen.
Es gibt nur einen Hinderungsgrund für das Familienbett: Wenn die Eltern Alkohol oder Drogen konsumieren. Dann nämlich werden die natürlichen Reflexe, die verhindern, dass man sich auf das Kind legt, geschwächt.

Viele Grüße, Heike

Hallo!

Mein Sohn schläft bei mir mit im Bett und das ist für uns beide angenehm, vor allem beim Stillen. Denn müßte ich jedes Mal aufstehen und rumlaufen, wenn er nachts an die Brust will, könnte ich bestimmt nicht so schnell wieder einschlafen.
Ich denke, eine sehr gut Möglichkeit ist der Babybalkon. Das Baby liegt direkt neben einem, man muß zum Stillen nicht aufstehen, aber es hat trotzdem sein eigenes Bettchen. Und dieses kann man dann später auch einfach woanders hinstellen, als wenn das Baby aus dem gemeinsamen Bett raus muß und womöglich noch ins eigene Zimmer. Ist zwar immer noch eine Umgewöhnung aber nicht so krass. Es gibt da diese sogenannten „Babybay“ extra dafür, sind aber sehr teuer - ein Bettchen, das man danebenstellt und Gitterstäbé rausnimmt, bzw runterklappt (geht bei fast allen) tut es eigentlich auch.
Bei mir geht das nicht, weil ich das mit seinem Bettchen noch nicht so auf die Reihe gekriegt habe mit der richtigen Höhe etc.
Wegen Sex ist es bei mir egal - hab sowieso keinen :wink:

Hoffe, ich konnte ein bißchen helfen,

M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Und noch ein Buch:

„Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit“ von Jean Liedloff

Ich kann es nur wärmstens empfehlen…

Leonora

…da nach der Geburt das Bedürfnis nach Sexualität bei
den meisten Frauen sowieso auf Null absinkt (jedenfalls, wenn
sie stillen; ob es (nur) daran liegt, weiß ich nicht genau).

Ich glaube, das liegt dann eher am chronischen Schlafmangel :wink:

Aber eigentlich kann man sich meistens auch auf sein Gefühl
verlassen

So ist es… Hundert gelesene Bücher ersetzen nicht das eigene Gefühl…

Gruß, Leonora

Hallo,

Aber als Regelfall ist es
Entwicklungshemmend.

Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie absolute Antworten ohne jeglichen Beleg gegeben werden. Nenn mich pingelig oder überheblich, aber als Akademiker bin ich es gewohnt und finde es nicht nur nett sondern notwendig, solche Aussagen wissenschaftlich zu untermauern. Sie haben sonst für mich einen sehr schalen Beigeschmack. Nämlich den, dass mit der Klarheit und Einfachheit einer solchen Aussage einfach nur persönliche Meinungen verkauft werden sollen.

Aber zurück zum Thema: Ich bin auch der Meinung, dass Kinder so früh wie möglich und so viel wie möglich im eigenen Bett schlafen sollten um sich daran zu gewöhnen. Das Thema plötzlicher Kindstod wurde hier ja auch gerade mal wieder erörtert. Zudem stelle ich auch fest, dass der Schlaf mit Baby im Bett nicht unbedingt besser geworden ist. Und so schön das Spielen und Kuscheln mit Baby am Abend auch ist, auch die Eltern haben doch ihre eigenen Kuschelbedürfnisse. Von daher gibt es schon das ein oder andere Argument, die Kleinen nicht zuviel im Elternbett schlafen zu lassen. Aber als „entwicklungshemmend“ kann ich die Sache beim besten Willen nicht verstehen.

Gruß vom Wiz

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Hallo!

Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie absolute
Antworten ohne jeglichen Beleg gegeben werden.

Da hast Du Recht:smile:

Aber zurück zum Thema: Ich bin auch der Meinung, dass Kinder
so früh wie möglich und so viel wie möglich im eigenen Bett
schlafen sollten um sich daran zu gewöhnen. Das Thema
plötzlicher Kindstod wurde hier ja auch gerade mal wieder
erörtert.

Aber es ist trotzdem nicht so, dass Kinder im Familienbett öfter an SIDS sterben. Die Fälle im eigenen Bett und im Familienbett halten sich die Waage. Einzelfälle wie Erdrücken passierten extrem selten und nur unter starkem Drogen- und Alkoholeinfluß. Ansonsten kann da laut mehrerer Studien kein Zusammenhang festgestellt werden (hab ich jedenfalls so gelesen, also keine Gewähr). Warum der Arzt im Krankenhaus mich nach einer Aussage, mein Sohn würde mit bei mir im Bett schlafen, angeschaut hat, als hätte ich vor, ihn zu ermorden, weiß ich auch nicht :wink: Aber Draufrollen und erdrücken passiert nicht, genauso wie wir nicht aus dem Bett fallen. Und die Überhitzung kann ich mir auch nicht erklären. Weißt Du das vielleicht? Ich meine, er klebt ja nicht an meinem Körper und liegt auch nicht unter meiner Decke.

Zudem stelle ich auch fest, dass der Schlaf mit Baby
im Bett nicht unbedingt besser geworden ist. Und so schön das
Spielen und Kuscheln mit Baby am Abend auch ist, auch die
Eltern haben doch ihre eigenen Kuschelbedürfnisse.

Also solange es um Kuschelbedürfnisse geht, weiß ich nicht, warum das mit Baby dabei nicht gehen soll…

Gruß,

M.

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Das Thema plötzlicher Kindstod wurde hier ja auch gerade mal wieder
erörtert.

"Schläft dagegen das Baby im Bett der Eltern, kann es schnell zu einer Überwärmung des Kindes kommen. Unter der Decke der Eltern wird es nicht nur von den Eltern angewärmt, sondern es kann auch viel schwerer überschüssige Wärme abgeben. Die Gefahr einer Rückatmung der eigenen wie auch der Ausatemluft der Eltern kommt dann noch hinzu.
Beides - Rückatmung und Überwärmung - wirken sich aber auf die Arousal-Schwelle des Baby negativ aus.
Daher ist das eigene Babybett im Schlafzimmer der Eltern der beste Schlafplatz für ein Baby.
Vom gemeinsamen Schlafen der jungen Familie in einem Bett (bed-sharing) ist deswegen abzuraten. "
Quelle: http://www.schlafumgebung.de/startseite.htm

Wenn das Bett groß genug ist, also sozusagen zu einem Dreier-Bett umgebaut wird, kann man meines Erachtens dieser angesprochenen Überwärmung vorbeugen. Jeder hat genügend Platz und die seinem Wärmebedürfnis entsprechende Decke und dem Kind reicht es ja meistens, wenn man nur die Hand zu ihm legt…

Aber als „entwicklungshemmend“ kann ich die Sache beim besten Willen
nicht verstehen.

Das seh ich auch so. Mein Familienbett-Sohn ist mittlerweile 22 Jahre alt, studiert, wohnt auswärts, ist sehr selbstständig und hat seit 2 Jahren eine sehr glückliche Beziehung. Ich finde das alles entwicklungsmäßig ziemlich normal :wink:

Leonora

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Hallo,

ich mag es eigentlich nicht, wenn in diesem Brett Horrorgeschichten verbreitet werden, weil es Eltern noch ängstlich macht als die meisten ohnehin schon sind. Aber in diesem Fall muss ich doch einmal eine beisteuern. Unsere Tochter kam im vergangenen Jahr sieben Wochen zu früh zur Welt. Da sie erhebliche Probleme hatte, ihre Körpertemperatur zu halten, musste sie zwei Wochen auf der Intensivstation verbringen. Im Bettchen neben uns lag ein kleines Mädchen, dessen Mutter beim Stillen im Familienbett eingeschlafen und auf das Baby gerollt war. Die Kleine hatte eine Rippenserienfraktur mit schweren Verletzungen eines Lungeflügels und musste lange beatmet werden. Die permanent anwesende Mutter hätte in jedem Zombiefilm die Hauptrolle spielen können, so fertig sah sie aus. Eine Krankenschwester erzählte uns, dass solche Unfälle zwar sehr selten sind, aber durchaus vorkommen. Die Mutter war übrigens nicht unter Drogeneinfluss. Sie schlief einfach ein.

Meine Frau und ich hatten eigentlich vor, unsere Tochter mit in unser Bett zu nehmen, aber nachdem wir dies gesehen hatten, kam das überhaupt nicht mehr in Frage für uns. In den ersten Monaten schlief unser Baby deshalb in einer Wiege direkt neben unserem Bett. Seit ein paar Wochen schläft sie im Nachbarzimmer in ihrem eigenen Bett und wir lassen die Türen auf.

Was wird, wenn sie etwas älter ist und es alleine aus ihrem Bett schafft, werden wir sehen.

Grüße,

Matthias

Hallo Matthias,

Eine Krankenschwester erzählte uns, dass solche Unfälle zwar sehr
selten sind, aber durchaus vorkommen. Die Mutter war übrigens nicht
unter Drogeneinfluss. Sie schlief einfach ein.

Ich nehme fast an, dass es kaum eine Mutter gibt, die nicht mindestens 1x während des Stillens eingeschlafen ist…
Und außerdem: Ein Familienbett ist kein Ehebett, in dem drei oder noch mehr Personen schlafen… Es ist ein Bett, das so konstruiert ist, dass jeder wirklich genügend Platz hat.

Die permanent anwesende Mutter hätte in jedem Zombiefilm die
Hauptrolle spielen können, so fertig sah sie aus.

Man weiß nicht, warum die Mutter so fertig aussah… Vielleicht hat sie einfach viele Nächte nicht mehr richtig geschlafen, aus welchem Grund auch immer…

Gruß, Leonora

Hallo

Die permanent anwesende Mutter hätte in jedem Zombiefilm die
Hauptrolle spielen können, so fertig sah sie aus.

Man weiß nicht, warum die Mutter so fertig aussah…
Vielleicht hat sie einfach viele Nächte nicht mehr richtig
geschlafen, aus welchem Grund auch immer…

Das kann auch der Grund sein, dass ihr das passiert ist. Absolute Erschöpfung. Ich glaube, normalerweise passiert so etwas nicht.

Viele Grüße
Thea

Hallo,

Aber es ist trotzdem nicht so, dass Kinder im Familienbett
öfter an SIDS sterben. Die Fälle im eigenen Bett und im
Familienbett halten sich die Waage. Einzelfälle wie Erdrücken
passierten extrem selten und nur unter starkem Drogen- und
Alkoholeinfluß. Ansonsten kann da laut mehrerer Studien kein
Zusammenhang festgestellt werden (hab ich jedenfalls so
gelesen, also keine Gewähr).

Ich wollte mit der Nennung dieses Themas nicht ausgesagt haben, dass ich die SIDS-Problematik für entscheidend halte. Zum Sinn und Unsinn der Minimierung geringer Risiken hatte ich ja im entsprechenden Thread auch etwas geschrieben. Wenn die Sterblichkeitsrate bei knappen 0,5% bis zum Alter von fünf Jahren liegt, wobei da hinein ja auch alle Fälle von extrem kritischen Frühgeburten zählen, und SIDS daneben nur einen weiteren Teil ausmacht, und wenn man dann noch bedenkt, dass man über die Ursachen kaum mehr als Mutmaßungen hat, und es ein ganzes Maßnahmenbündel gibt, was man befolgen soll, dann kann man sich ausrechnen, was die Einhaltung genau einer Maßnahme an zusätzlichem Gewinn bringt. Das soll jetzt keine traurigen Einzelschicksale bagatellisieren, oder zur Sorglosigkeit verleiten, aber so rein statistisch und mathematisch bewegt man sich damit im Promillebereich.

D.h. wenn ich mit Baby im Bett nicht ganz so ruhig wie ohne schlafe, dann hat dies weniger mit der Angst von SIDS zu tun, als mehr mit einem unruhigen Schläfer mehr in unserem kleinen Bett, …

Gruß vom Wiz

Hallo,

da ich gerade etwas weiter unten ja noch mal was zum Thema Minimierung geringer Risiken geschrieben habe: Ja, dieser Einzelfall ist dramatisch und ich kann die Mutter verstehen, die sich jetzt Vorwürfe macht und nicht mehr schlafen kann. Dies ist aber nur die eine, emotionale Seite der Geschichte. Auf der anderen Seite steht eben die Statistik. Und wenn man sich dann mal überlegt, wieviel Eltern man kennen muss, um mehr als nur einen Fall mitzubekommen, in dem ein Kleinkind ums Leben gekommen ist, dann kann man eigentlich wieder ganz beruhigt schlafen. Ich erinnere mich auch an eine Zeitungsmeldung von vor ein paar Monaten über eine Bulgarin, die beim Stillen eingeschlafen ist und dabei ihr Kind erstickt hat. Traurig, aber glücklicherweise eben doch so extrem selten, dass man eben offenbar in ganz Europa erst einmal so einen Fall gehabt hat (sonst wäre er nicht berichtenswert gewesen).

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das Familienbett ist eine Einrichtung, die ich mir nie hätte vorstellen können, bei uns aber völlig automatisch Realität geworden ist. Irgendwie ist bei uns jedes Baby bei uns im Bett gelandet, weil es beim Stillen eingeschlafen ist und beim Umpacken ins eigene Bett aufwachte. Das dann inzwischen abgestillte Kind ist dann aber nicht mehr gewillt auf seine nächtliche mütterliche Seitendeckung zu verzichten. So mit ca. 2 Jahren haben wir unsere Kinder dazu gebracht in ihrem eigenen Bett in unserem Schlafzimmer zu schlafen. Mit 3 Jahren sind sie dann auch so weit ins eigene Zimmer ziehen zu können. Bei den ersten beiden hat das super geklappt und die Kleine ist ein Jahr alt und schläft teilweise schon in ihrem Bett ein. Sex findet dann statt wenn die Kinder schlafen. Der Schlaf unserer Kinder ist so fest, daß sie nie was gemerkt haben. Ansonsten wandert man halt in einen anderen kinderfreien Raum. Ist ja kein Problem…
Ist ein Kind krank ist es sogar sehr beruhigend es direkt neben sich zu haben, da man so ständig Atmung, Temperatur etc. kontrollieren kann. Wir haben uns einfach nach den Bedürfnissen unserer Kinder gerichtet und ich denke das klappt sehr gut.
Allerding kommt es durchaus vor, daß es sehr beengt im Bett ist und man den Drang hat aus selbigem zu flüchten und auf dem Sofa zu nächtigen, weil man dort mehr Platz hat als 20 cm Breite.

Hallo,

was haltet ihr eigentlich vom Familienbett?

Das wäre für mich nichts gewesen.

Wer von euch kann mir dazu was berichten?

Als meine Kinder klein waren, haben sie nur in unserem Bett geschlafen, wenn sie krank waren, nicht zuletzt auch aus Sorge um sie.
Im Normalfall schlafe ich nicht sehr lange, und habe einen leichten Schlaf, weswegen ich für den Zeitraum ungestört sein möchte/muss, um ausgeschlafen zu sein.
Ich finde, dass die Entscheidung für oder gegen ein Familienbett eine persönliche ist, und man da keine Empfehlung geben kann.
Aber ich möchte zu bedenken geben, dass es ab einem bestimmten Alter den Kindern nützt, wenn sie zu Schlafenszeit für sich sind, weil es Mut und Selbstvertrauen erfordert, ohne Elternteil sich der Entspannung hinzugeben. Auch das will gelernt sein. Ein Familienbett kann meiner Ansicht nach im Hinblick zu Abnabelungsprozessen keine Dauereinrichtung sein.

Grüße
Janna

Hallo,

also ich fand die Idee auch reizvoll, aber…
bis zur Geburt meines Großen hab ich mir immer Sorgen gemacht ob ich ihn denn hören würde, wenn er schreit da ich bis dahin stets einen Schlaf wie eine Tote hatte. Da hätte 'ne Bombe neben mir explodieren können und ich wär nicht wach geworden.

Doch dann stellte ich fest das ich nach der Geburt überhaupt kein Problem damit hatte, eher umgekehrt ich bin beim kleinsten Geräusch wach geworden. Und war dementsprechend völlig fertig nach kurzer Zeit wegen Schlafentzugs. Also raus mit dem Baby ins eigene Zimmer und ins eigene Bett, Babyphon angeschlossen und Tür aufgelassen. Schon bekam ich wesentlich mehr und ruhigeren Schlaf, was dazu führte das ich so entspannt war das ich beim Stillen im Bett immer wegnickerte *gg* und pünktlich wach wurde wenn Sohnemann mit der Brust fertig war und es ans wachwickeln ging für die zweite Brust. Auch beim zweiten Abschnitt wieder das selbe und dann Kind ins Bettchen gelegt und wieder ab ins eigene Heiabett.

Heute qweiß ich zudem das meine beiden die Nachtaktivität ihrer Mutter geerbt *gg* haben. Ich habe mich als Kind immer um 180 bis 270 Grad im Bett gedreht während der Nacht und das tun sie auch.
*aua* war das eine schmerzhafte Erfahrung als der Große das erste mal krank war und bei uns geschlafen hat. Entweder hatte ich Füße oder Hände/Arme im Gesicht/Bauch oder Rücken. Beim kleinen genauso, aber auch diese Zeite vergehen und der Kleine war eh nie wirklich epicht darauf lange im Bett bei Mama zu bleiben (wohl zu warm), ein wenig trösten und dann wieder ins eigene Bett.

Also ich denke das muss jeder selbst entscheiden, aber lieber nach der Geburt wäre schade wenn man alles vorbereitet und dann kann man es doch nicht nutzen.

Schöne Grüße
Andrea